Preisschraube dreht sich: Modernisierung an der Grundschule Oberlübbe lässt auf sich warten Carsten Korfesmeyer Hille-Oberlübbe. Es könnte prinzipiell los gehen. Doch mit dem Start der Bauarbeiten für die Erweiterung und Modernisierung am Grundschulstandort Oberlübbe dürfte es wohl noch eine Weile dauern. „Die Unternehmen haben zurzeit keine freien Kapazitäten“, sagt Ortsvorsteher Bernd Steinkemeier (CDU) gegenüber dem MT. Dabei seien die Verträge für die Hauptgewerke längst unter Dach und Fach, erklärt er. Planerisch hat die Hiller Politik mit ihrem Beschluss schon vor mehr als fünf Jahren den Weg frei gemacht. Ist das Projekt ein Opfer der aktuellen Konjunktur? Aus dem Gespräch mit dem Politiker lässt sich das mit einem klaren Ja beantworten. Und der Ortsvorsteher sieht noch ein weiteres Problem auf die Gemeinde zukommen. Denn durch die regelrechte Explosion der Baustoffpreise könnte sich das Vorhaben noch weiter verteuern. Das wäre in dem Fall nicht das erste Mal. Schon Ende April hatte Fachbereichsleiter Gerhard Uphoff bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Bauausschuss durchblicken lassen, dass die zuletzt im Februar errechneten Baukosten von insgesamt 2,9 Millionen Euro wohl nicht mehr zu halten sind. Je mehr Zeit verstreiche, umso kostspieliger werde es, sagt Steinkemeier. Die ersten Kostenschätzungen lagen noch bei einen Betrag von rund 1,7 Millionen Euro. Diese Zahlen sind laut Verwaltung allerdings nur ein erster Überschlag gewesen, bei dem einige Faktoren noch nicht eingeplant waren. Was meint die Schulleitung? Stefan Grotthaus gibt sich am Montag auf MT-Anfrage vorsichtig optimistisch. Die Schule beschäftige sich aktuell mit den Vorbereitungen und verfolge dabei einen Zeitplan. Er gehe davon aus, dass der Umzug des Offenen Ganztags in die Aula bis zum Ende der Herbstferien abgeschlossen ist. Für die Monate November oder Dezember erwarte er, dass der Umzug in die Container auf dem Schulhof erfolgen kann. „Und danach hoffen wir, dass es irgendwann los geht.“ Der Grundschulstandort bekommt einen Erweiterungsbau, zusätzliche Klassenräume sowie einen größeren Verwaltungstrakt mit mehr Platz für Sekretariat und Lehrerzimmer. Der Anbau für den Offenen Ganztag misst rund 100 Quadratmeter. Es handelt sich dabei um ein zweigeschossiges Gebäude samt Keller. Es entsteht dort, wo bislang der Spielplatz ist. Dort waren im Frühjahr Spuren von Heizöl im Erdreich gefunden worden, woraufhin das Areal großflächig ausgekoffert wurde. Die Ursache ist nach Worten von Bernd Steinkemeier noch nicht gefunden worden. „Für die geplanten Bauarbeiten ist das allerdings nicht von Bedeutung“, sagt er. Ein Gesundheitsrisiko habe zu keiner Zeit bestanden, hieß es seinerzeit. Was passiert im Schulgebäude? Einiges. Unter anderem werden die Sanitäranlagen erneuert – und barrierefrei ausgebaut. Ausgetauscht werden auch die Fußböden. Das Thema Energiesparen ist ebenfalls von großer Bedeutung – besonders bei der Frage der Beleuchtung. Diese soll auf die deutlich sparsamere LED-Variante umgestellt werden. Dafür gibt es noch neue Decken. Brandschutzmängel müssen beseitigt werden und der Medienentwicklungsplan soll unter anderem mit den digitalen Tafeln ebenfalls umgesetzt werden. „Wir fiebern den Arbeiten weiter entgegen“, sagt Stefan Grotthaus. Wenn alles fertig ist, habe man am Standort optimale Bedingungen. Ob das bis zum anvisierten Termin zum Start des nächsten Schuljahres klappt, bleibt ungewiss.

Preisschraube dreht sich: Modernisierung an der Grundschule Oberlübbe lässt auf sich warten

Der Grundschulstandort Oberlübbe wird umfassend modernisiert und erhält auch einen Erweiterungsbau. ?MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © Carsten Korfesmeyer

Hille-Oberlübbe. Es könnte prinzipiell los gehen. Doch mit dem Start der Bauarbeiten für die Erweiterung und Modernisierung am Grundschulstandort Oberlübbe dürfte es wohl noch eine Weile dauern. „Die Unternehmen haben zurzeit keine freien Kapazitäten“, sagt Ortsvorsteher Bernd Steinkemeier (CDU) gegenüber dem MT. Dabei seien die Verträge für die Hauptgewerke längst unter Dach und Fach, erklärt er. Planerisch hat die Hiller Politik mit ihrem Beschluss schon vor mehr als fünf Jahren den Weg frei gemacht.

Ist das Projekt ein Opfer der aktuellen Konjunktur? Aus dem Gespräch mit dem Politiker lässt sich das mit einem klaren Ja beantworten. Und der Ortsvorsteher sieht noch ein weiteres Problem auf die Gemeinde zukommen. Denn durch die regelrechte Explosion der Baustoffpreise könnte sich das Vorhaben noch weiter verteuern. Das wäre in dem Fall nicht das erste Mal. Schon Ende April hatte Fachbereichsleiter Gerhard Uphoff bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Bauausschuss durchblicken lassen, dass die zuletzt im Februar errechneten Baukosten von insgesamt 2,9 Millionen Euro wohl nicht mehr zu halten sind.

Je mehr Zeit verstreiche, umso kostspieliger werde es, sagt Steinkemeier. Die ersten Kostenschätzungen lagen noch bei einen Betrag von rund 1,7 Millionen Euro. Diese Zahlen sind laut Verwaltung allerdings nur ein erster Überschlag gewesen, bei dem einige Faktoren noch nicht eingeplant waren.


Was meint die Schulleitung? Stefan Grotthaus gibt sich am Montag auf MT-Anfrage vorsichtig optimistisch. Die Schule beschäftige sich aktuell mit den Vorbereitungen und verfolge dabei einen Zeitplan. Er gehe davon aus, dass der Umzug des Offenen Ganztags in die Aula bis zum Ende der Herbstferien abgeschlossen ist. Für die Monate November oder Dezember erwarte er, dass der Umzug in die Container auf dem Schulhof erfolgen kann. „Und danach hoffen wir, dass es irgendwann los geht.“

Der Grundschulstandort bekommt einen Erweiterungsbau, zusätzliche Klassenräume sowie einen größeren Verwaltungstrakt mit mehr Platz für Sekretariat und Lehrerzimmer. Der Anbau für den Offenen Ganztag misst rund 100 Quadratmeter. Es handelt sich dabei um ein zweigeschossiges Gebäude samt Keller. Es entsteht dort, wo bislang der Spielplatz ist. Dort waren im Frühjahr Spuren von Heizöl im Erdreich gefunden worden, woraufhin das Areal großflächig ausgekoffert wurde. Die Ursache ist nach Worten von Bernd Steinkemeier noch nicht gefunden worden. „Für die geplanten Bauarbeiten ist das allerdings nicht von Bedeutung“, sagt er. Ein Gesundheitsrisiko habe zu keiner Zeit bestanden, hieß es seinerzeit.

Was passiert im Schulgebäude? Einiges. Unter anderem werden die Sanitäranlagen erneuert – und barrierefrei ausgebaut. Ausgetauscht werden auch die Fußböden. Das Thema Energiesparen ist ebenfalls von großer Bedeutung – besonders bei der Frage der Beleuchtung. Diese soll auf die deutlich sparsamere LED-Variante umgestellt werden. Dafür gibt es noch neue Decken. Brandschutzmängel müssen beseitigt werden und der Medienentwicklungsplan soll unter anderem mit den digitalen Tafeln ebenfalls umgesetzt werden.

„Wir fiebern den Arbeiten weiter entgegen“, sagt Stefan Grotthaus. Wenn alles fertig ist, habe man am Standort optimale Bedingungen. Ob das bis zum anvisierten Termin zum Start des nächsten Schuljahres klappt, bleibt ungewiss.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Hille