Politik muss über Wachstumswünsche des Unternehmens Budde beraten Carsten Korfesmeyer Hille-Hartum. Ins Rathaus gekommen ist Armin Budde am Dienstagabend eigentlich mit der Absicht, im Planungs- und Umweltausschuss die Pläne für seine Betriebserweiterung vorzustellen. Dazu kommt es nicht, aber zu temperamentvollen Momenten im Großen Sitzungssaal. „Ich beantrage, den Tagesordnungspunkt abzusetzen“, sagt Vorsitzender Heinrich Schafmeier (CDU) wenige Sekunden nach Sitzungsbeginn. Der Unternehmer aus Eickhorst nimmt diese Aussage im Zuschauerraum zumindest äußerlich relativ ungerührt auf. Thomas Leimbach (SPD) hingegen meldet sich spontan zu Wort und will die Debatte über den Bebauungsplan unbedingt führen. Das wiederum fordert den Bürgermeister heraus. Michael Schweiß (SPD) rechnet offensichtlich mehrheitlich mit einer Ablehnung der Budde-Pläne und sagt deutlich, dass dann die Planungen für eine Erweiterung „final geschlossen wären“. Eine Absetzung des Tagesordnungspunktes würde die Chance eröffnen, im Zuge einer Infoveranstaltung die Kritiker der Betriebsweiterung zu überzeugen. Der Verwaltungschef spricht von einem umfassenden und sensiblen Abwägungsprozess und ruft dazu auf, die Tür nicht zuzumachen. „Überlegen Sie, welches Signal Sie damit an die Hiller Unternehmer senden würden“, sagt der Bürgermeister im Hinblick darauf, dass sich in Zukunft noch weitere Betriebe in der Gemeinde vergrößern möchten. Nicht überraschend beantragt Thomas Leimbach daraufhin eine Sitzungsunterbrechung, um sich auch mit der CDU beraten zu können. „Wenn das abgelehnt wird, brauchen wir keine Wirtschaftsförderung mehr machen“, sagt Michael Schweiß während der fünfminütigen Pause. Am Ende derer spricht sich aber auch Thomas Leimbach für die Absetzung der Beratung aus. „Wir wollen uns den Argumenten nicht verschließen“, sagt er. Trotzdem bleibe er bei seiner Kritik an dem Verlauf des Verfahrens. Armin Budde erklärt am Rande der Sitzung gegenüber dem MT, dass er gute Chancen sieht, etwaige Gegner seiner Erweiterungspläne überzeugen zu können. „Wir unterliegen ja sowieso der Bezirksregierung“, sagt der Entsorgungsunternehmer. Eine Informationsveranstaltung hält er für einen sinnvollen Schritt und eine Stunde vor der Sitzung hat er im MT-Gespräch die Details seines Vorhabens erläutert. „Wir brauchen einfach Platz“, sagt er. Das 1970 gegründete Unternehmen mit aktuell 81 Mitarbeitern platze aus allen Nähten und in zwei Ackerflächen, die gegenüber des Standorts in Eickhorst liegen, habe er die passenden Grundstücke schon erworben. „Insgesamt reden wir über 40.000 Quadratmeter“, sagt Armin Budde. Dort sollen Hallen errichtet sowie Container und Lastwagen abgestellt werden. Außerdem plant der 56-Jährige einen Aufbereitungsplatz für den Ast- und Strauchschnitt. Insgesamt möchte er in den kommenden beiden Jahren dort fünf Millionen Euro investieren. „Und dadurch würden 20 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.“ In die Planungen ist Armin Budde bereits eingestiegen. Es gibt Entwürfe und er stehe in engem Kontakt mit den Behörden. Würde er grünes Licht für sein Vorhaben bekommen, könnte er noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten starten. Wie das Verfahren nach der Entscheidung der Politik weiter geht, ist unklar. Den Termin für eine Informationsveranstaltung gibt es noch nicht.

Politik muss über Wachstumswünsche des Unternehmens Budde beraten

Im Jahr 1970 ist das Unternehmen Budde gegründet worden. Der Standort „Am Schobbruch“ ist dem Chef mittlerweile zu klein geworden. Gegenüber der Betriebsstätte möchte er das Gelände um 40.000 Quadratmeter erweitern. MT- © Foto: Carsten Korfesmeyer

Hille-Hartum. Ins Rathaus gekommen ist Armin Budde am Dienstagabend eigentlich mit der Absicht, im Planungs- und Umweltausschuss die Pläne für seine Betriebserweiterung vorzustellen. Dazu kommt es nicht, aber zu temperamentvollen Momenten im Großen Sitzungssaal. „Ich beantrage, den Tagesordnungspunkt abzusetzen“, sagt Vorsitzender Heinrich Schafmeier (CDU) wenige Sekunden nach Sitzungsbeginn.

Der Unternehmer aus Eickhorst nimmt diese Aussage im Zuschauerraum zumindest äußerlich relativ ungerührt auf. Thomas Leimbach (SPD) hingegen meldet sich spontan zu Wort und will die Debatte über den Bebauungsplan unbedingt führen. Das wiederum fordert den Bürgermeister heraus. Michael Schweiß (SPD) rechnet offensichtlich mehrheitlich mit einer Ablehnung der Budde-Pläne und sagt deutlich, dass dann die Planungen für eine Erweiterung „final geschlossen wären“. Eine Absetzung des Tagesordnungspunktes würde die Chance eröffnen, im Zuge einer Infoveranstaltung die Kritiker der Betriebsweiterung zu überzeugen. Der Verwaltungschef spricht von einem umfassenden und sensiblen Abwägungsprozess und ruft dazu auf, die Tür nicht zuzumachen. „Überlegen Sie, welches Signal Sie damit an die Hiller Unternehmer senden würden“, sagt der Bürgermeister im Hinblick darauf, dass sich in Zukunft noch weitere Betriebe in der Gemeinde vergrößern möchten.

Nicht überraschend beantragt Thomas Leimbach daraufhin eine Sitzungsunterbrechung, um sich auch mit der CDU beraten zu können. „Wenn das abgelehnt wird, brauchen wir keine Wirtschaftsförderung mehr machen“, sagt Michael Schweiß während der fünfminütigen Pause. Am Ende derer spricht sich aber auch Thomas Leimbach für die Absetzung der Beratung aus. „Wir wollen uns den Argumenten nicht verschließen“, sagt er. Trotzdem bleibe er bei seiner Kritik an dem Verlauf des Verfahrens.

Armin Budde erklärt am Rande der Sitzung gegenüber dem MT, dass er gute Chancen sieht, etwaige Gegner seiner Erweiterungspläne überzeugen zu können. „Wir unterliegen ja sowieso der Bezirksregierung“, sagt der Entsorgungsunternehmer. Eine Informationsveranstaltung hält er für einen sinnvollen Schritt und eine Stunde vor der Sitzung hat er im MT-Gespräch die Details seines Vorhabens erläutert.

„Wir brauchen einfach Platz“, sagt er. Das 1970 gegründete Unternehmen mit aktuell 81 Mitarbeitern platze aus allen Nähten und in zwei Ackerflächen, die gegenüber des Standorts in Eickhorst liegen, habe er die passenden Grundstücke schon erworben. „Insgesamt reden wir über 40.000 Quadratmeter“, sagt Armin Budde. Dort sollen Hallen errichtet sowie Container und Lastwagen abgestellt werden. Außerdem plant der 56-Jährige einen Aufbereitungsplatz für den Ast- und Strauchschnitt. Insgesamt möchte er in den kommenden beiden Jahren dort fünf Millionen Euro investieren. „Und dadurch würden 20 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.“

In die Planungen ist Armin Budde bereits eingestiegen. Es gibt Entwürfe und er stehe in engem Kontakt mit den Behörden. Würde er grünes Licht für sein Vorhaben bekommen, könnte er noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten starten. Wie das Verfahren nach der Entscheidung der Politik weiter geht, ist unklar. Den Termin für eine Informationsveranstaltung gibt es noch nicht.

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