Platzprobleme: Kindergarten Oberlübbe bekommt als Minimallösung neue Lagerräume Stefanie Dullweber Hille-Oberlübbe. Die Mitarbeiter und Kinder der evangelischen Kindertagesstätte in Oberlübbe brauchen Platz. Das haben Oliver Bernsmeier, Leiter der Kita, und Pastor Thomas Ehlert für den Träger in einem Antrag an die Gemeindeverwaltung geschildert. Im Ausschuss für Jugend, Bildung und Sport stimmten die Politiker jetzt einer Minimallösung zu. Zum Hintergrund: Die Vertreter der Kita hatten bereits im Januar eine Erweiterung der Räumlichkeiten beantragt. Die Einrichtung mit ihren vier Gruppen habe sich in den letzten Jahren den Anforderungen des Kinderbildungsgesetzes und dem veränderten Betreuungsbedarf der Eltern angepasst. Zwei Ruheräume seien 2012 im Rahmen des U3-Ausbaus dazugekommen, heißt es in dem Schreiben. Es gebe jedoch keine zusätzlichen Möglichkeiten für beispielsweise Kleingruppenarbeit, Elterngespräche oder Zusammenkünfte der Kollegen. Weiter heißt es: Es fehlen Lagerräume für Materialien sowie ein Platz für Wasch- und Trocknungsmöglichkeiten von Handtüchern und Bettwäsche. Außerdem würden dringend Differenzierungsräume benötigt. Dass die Erweiterung des Dachgeschosses vermutlich kaum realisierbar sei, räumten die Verantwortlichen in ihrem Schreiben ein. Zu hoch und vermutlich auch zu kostspielig seinen die Auflagen des Brandschutzes, erklärt Oliver Bernsmeier im MT-Gespräch. Als Minimallösung hatten die Verantwortlichen deshalb beantragt, die vermieteten Wohnungen auf dem Kita-Gelände – sobald diese frei werden – der Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Der Antrag beinhaltete die Bitte um die Übernahme der Kosten für die bauliche Herrichtung. Diese schätzt die Verwaltung auf 5.000 Euro. In dem gemeindeeigenen Gebäude, das sich auf dem Gelände der Einrichtung befindet, waren laut Informationen aus dem Rathaus bis vor kurzem zwei Wohnungen vermietet. Eine Wohnung sei zwischenzeitlich frei geworden. Bei einer gemeinsame Ortsbesichtigung mit der Kindergartenleitung sei aufgefallen, dass der Zustand der Wohnung schlecht sei. Demnach gibt es Feuchtigkeitsschäden und die Zimmer sind stark verwohnt. Folglich ist eine Nutzung für die Betreuung von Kindern oder für Dienstbesprechungen nicht möglich. Mit ein wenig Aufwand ließen sich die Räume soweit renovieren, dass sie zumindest als Lagerfläche genutzt werden könnten. Sobald die zweite Wohnung zur Verfügung steht, soll geprüft werden, ob auch sie für Zwecke des Kindergartens genutzt werden kann. Oliver Bernsmeier setzt hinsichtlich der Raumnot auf weitere Gespräche mit Vertretern der Gemeinde, des Kirchenkreises und des Landesjugendamtes. „Wir müssen in Ruhe eine Bestandsaufnahme machen. Ich möchte nicht, dass uns so etwas passiert, wie in Hartum. Wir brauchen gute Arbeitsbedingungen. Wir müssen gemeinsam überlegen, wie wir die schaffen können.“

Platzprobleme: Kindergarten Oberlübbe bekommt als Minimallösung neue Lagerräume

Im Kindergarten Oberlübbe fehlen Räume für Dienstbesprechungen, für Gruppenarbeiten und um Dinge zu lagern. Jetzt gibt es eine Minimallösung. MT-Archivfoto: Alex Lehn

Hille-Oberlübbe. Die Mitarbeiter und Kinder der evangelischen Kindertagesstätte in Oberlübbe brauchen Platz. Das haben Oliver Bernsmeier, Leiter der Kita, und Pastor Thomas Ehlert für den Träger in einem Antrag an die Gemeindeverwaltung geschildert. Im Ausschuss für Jugend, Bildung und Sport stimmten die Politiker jetzt einer Minimallösung zu.

Zum Hintergrund: Die Vertreter der Kita hatten bereits im Januar eine Erweiterung der Räumlichkeiten beantragt. Die Einrichtung mit ihren vier Gruppen habe sich in den letzten Jahren den Anforderungen des Kinderbildungsgesetzes und dem veränderten Betreuungsbedarf der Eltern angepasst. Zwei Ruheräume seien 2012 im Rahmen des U3-Ausbaus dazugekommen, heißt es in dem Schreiben. Es gebe jedoch keine zusätzlichen Möglichkeiten für beispielsweise Kleingruppenarbeit, Elterngespräche oder Zusammenkünfte der Kollegen. Weiter heißt es: Es fehlen Lagerräume für Materialien sowie ein Platz für Wasch- und Trocknungsmöglichkeiten von Handtüchern und Bettwäsche. Außerdem würden dringend Differenzierungsräume benötigt.

Dass die Erweiterung des Dachgeschosses vermutlich kaum realisierbar sei, räumten die Verantwortlichen in ihrem Schreiben ein. Zu hoch und vermutlich auch zu kostspielig seinen die Auflagen des Brandschutzes, erklärt Oliver Bernsmeier im MT-Gespräch. Als Minimallösung hatten die Verantwortlichen deshalb beantragt, die vermieteten Wohnungen auf dem Kita-Gelände – sobald diese frei werden – der Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Der Antrag beinhaltete die Bitte um die Übernahme der Kosten für die bauliche Herrichtung. Diese schätzt die Verwaltung auf 5.000 Euro.

In dem gemeindeeigenen Gebäude, das sich auf dem Gelände der Einrichtung befindet, waren laut Informationen aus dem Rathaus bis vor kurzem zwei Wohnungen vermietet. Eine Wohnung sei zwischenzeitlich frei geworden. Bei einer gemeinsame Ortsbesichtigung mit der Kindergartenleitung sei aufgefallen, dass der Zustand der Wohnung schlecht sei. Demnach gibt es Feuchtigkeitsschäden und die Zimmer sind stark verwohnt. Folglich ist eine Nutzung für die Betreuung von Kindern oder für Dienstbesprechungen nicht möglich. Mit ein wenig Aufwand ließen sich die Räume soweit renovieren, dass sie zumindest als Lagerfläche genutzt werden könnten. Sobald die zweite Wohnung zur Verfügung steht, soll geprüft werden, ob auch sie für Zwecke des Kindergartens genutzt werden kann.

Oliver Bernsmeier setzt hinsichtlich der Raumnot auf weitere Gespräche mit Vertretern der Gemeinde, des Kirchenkreises und des Landesjugendamtes. „Wir müssen in Ruhe eine Bestandsaufnahme machen. Ich möchte nicht, dass uns so etwas passiert, wie in Hartum. Wir brauchen gute Arbeitsbedingungen. Wir müssen gemeinsam überlegen, wie wir die schaffen können.“

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