Oberlübber Ortsvorsteher fordert Tempo 30 auf der Hauptstraße Carsten Korfesmeyer Hille-Oberlübbe. Tempo 30 auf Höhe der Grundschule fordert die örtliche Politik für die Hauptstraße schon seit Jahren. Der Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag, bei dem dort ein Auto seitlich liegend auf dem Gehweg landete, hat die Debatte weiter entfacht. Es wäre nicht auszudenken, was bei dem Unglück noch alles hätte passieren können, sagt Ortsvorsteher Bernd Steinkemeier (CDU) am Donnerstag gegenüber dem MT. Er werde sich deshalb kurzfristig noch einmal an den Kreis wenden und erneut eine Tempo-30-Zone in dem Bereich fordern. „Ich möchte das dann auch gerne persönlich mit der Landrätin besprechen", sagt er. Bislang habe Anna Katharina Bölling sich nicht direkt dazu geäußert. Der Kreis hatte der Tempo-30-Forderung bislang nicht entsprochen. In einem Schreiben des zuständigen Straßenverkehrsamtes verweist man seinerzeit unter anderem auf die 2019 erfolgte Verkehrsschau. Da der Grundschulstandort nicht direkt an der Hauptstraße liegt und auch kein direkter Eingang von dort vorhanden ist, lasse die geänderte Straßenverkehrsordnung eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 nicht zu. Sowohl der Haupteingang am Schülerweg als auch der Nebeneingang am Korfskamp liegen bereits im Tempo-30-Bereich. Bereits Ende Mai hatten der Ortsvorsteher und sein Vorgänger, SPD-Ratsmitglied Hans-Dieter Riechmann, gegenüber dem MT erklärt, sich damit nicht zufrieden geben zu wollen. Der Kreis werde aber an seinen bisherigen Entscheidungen weiter festhalten, schreibt Sprecherin Mirjana Lenz am Donnerstag auf MT-Anfrage. Tempo 30 sollte in dem Abschnitt zumindest während der Schulzeiten gelten, sagt Bernd Steinkemeier. Ungeachtet dessen, was den Unfall vom Dienstag ausgelöst hat, werde auf der Hauptstraße zu oft zu schnell gefahren. Das stelle ein grundsätzliches Risiko dar. „Da laufen viele Kinder." Einige von ihnen überqueren die viel befahrene Hauptstraße sogar. Für den Ortsvorsteher handelt es sich um einen Schulweg, der möglichst sicher sein muss. So sieht es auch Hans-Dieter Riechmann, der zugleich weiterhin einen Zebrastreifen fordert. Dass sich der Kreis nach wie vor gegen eine Tempo-30-Lösung ausspricht, versteht er nicht. „Der Bremsweg ist viel kürzer als bei einer Geschwindigkeit von 50", sagt er am Donnerstag gegenüber dem MT. Würde beispielsweise bei Tempo 50 mit dem Bremsvorgang erst begonnen, würde das Auto bei 30 schon stehen. Schulleiter Stefan Grotthaus würde eine Verkehrsberuhigung auf der Hauptstraße ebenfalls sehr begrüßen. „Das ist doch selbstverständlich, dass der Schulweg für die Kinder die größtmögliche Sicherheit haben muss", erklärt er. Die Forderung aus der Politik unterstütze er grundsätzlich. Bernd Steinkemeier sieht in dieser Angelegenheit eine breite Unterstützung der Bevölkerung. Auf das Thema Hauptstraße werde er häufiger angesprochen – vor allem, weil sich die Unfälle dort zuletzt häuften. Der Ortsvorsteher sieht noch ein weiteres Problem, denn: durch die bevorstehenden Bauarbeiten an der Schule ist der Eingang vom Korfskamp vorübergehend nicht nutzbar. Es stelle sich die Frage, welche Wege die Schüler dann gehen. Ein Kommentar von Carsten Korfesmeyer: Gefährliches Pflaster Leider muss meist erst Schlimmes passieren, bevor etwas unternommen wird. Dann könnte spätestens jetzt wohl der Zeitpunkt sein, um auf der Hauptstraße in Höhe der Grundschule eine Tempo-30-Zone einzurichten. Das nach dem Unfall am Dienstag seitlich auf dem Gehweg liegen gebliebene Auto wirkt wie ein dringender Appell für mehr Verkehrssicherheit im Ort. Tempo-30-Zonen verhindern nicht jeden Verkehrsunfall, aber: sie senken zumindest das Risiko dafür. Langsamer fahren täte diesem Streckenabschnitt der Oberlübber Verkehrsader nur gut. Er liegt in Sichtweite zur Grundschule und ist buchstäblich ein gefährliches Pflaster. Wie leicht hätten auch Fußgänger in das Unglück verwickelt werden können? Dass dieses zu einem Zeitpunkt geschah, als sich noch Kinder in der Schule aufhielten, macht die Sache nur brisanter. Die Grundschule liegt postalisch im Schülerweg, gefühlt aber an der Hauptstraße. Kinder sind dort täglich zahlreich unterwegs und im Kreis gibt es mehrere vergleichbare Stellen, wo Tempo 30 gilt, die Schuleingangstüren jedoch an anderen Straßen liegen – wie beispielsweise in Rothenuffeln. Die Oberlübber wünschen sich ganz offensichtlich eine Tempo-30-Zone in dem Streckenabschnitt an der Hauptstraße. Die Schulleitung möchte sie ebenso und die örtliche Politik fordert sie seit langem. Das alles ist etwas, das die Verantwortlichen beim Kreis nicht ignorieren sollten. Vielleicht überprüft man dort jetzt noch einmal, ob Tempo 30 womöglich doch klappen könnte. So viel Zeit sollte sein. Kommentar zum Thema: Gefährliches Pflaster Leider muss meist erst Schlimmes passieren, bevor etwas unternommen wird. Dann könnte spätestens jetzt wohl der Zeitpunkt sein, um auf der Hauptstraße in Höhe der Grundschule eine Tempo-30-Zone einzurichten. Das nach dem Unfall am Dienstag seitlich auf dem Gehweg liegen gebliebene Auto wirkt wie ein dringender Appell für mehr Verkehrssicherheit im Ort. Tempo-30-Zonen verhindern nicht jeden Verkehrsunfall, aber: sie senken zumindest das Risiko dafür. Langsamer fahren täte diesem Streckenabschnitt der Oberlübber Verkehrsader nur gut. Er liegt in Sichtweite zur Grundschule und ist buchstäblich ein gefährliches Pflaster. Wie leicht hätten auch Fußgänger in das Unglück verwickelt werden können? Dass dieses zu einem Zeitpunkt geschah, als sich noch Kinder in der Schule aufhielten, macht die Sache nur brisanter. Die Grundschule liegt postalisch im Schülerweg, gefühlt aber an der Hauptstraße. Kinder sind dort täglich zahlreich unterwegs und im Kreis gibt es mehrere vergleichbare Stellen, wo Tempo 30 gilt, die Schuleingangstüren jedoch an anderen Straßen liegen – wie beispielsweise in Rothenuffeln. Die Oberlübber wünschen sich ganz offensichtlich eine Tempo-30-Zone in dem Streckenabschnitt an der Hauptstraße. Die Schulleitung möchte sie ebenso und die örtliche Politik fordert sie seit langem. Das alles ist etwas, das die Verantwortlichen beim Kreis nicht ignorieren sollten. Vielleicht überprüft man dort jetzt noch einmal, ob Tempo 30 womöglich doch klappen könnte. So viel Zeit sollte sein.

Oberlübber Ortsvorsteher fordert Tempo 30 auf der Hauptstraße

Der Grundschulstandort Oberlübbe liegt postalisch am Schülerweg, allerdings auch in Sichtweite zur viel befahrenen Hauptstraße. MT-Archivfoto: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille-Oberlübbe. Tempo 30 auf Höhe der Grundschule fordert die örtliche Politik für die Hauptstraße schon seit Jahren. Der Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag, bei dem dort ein Auto seitlich liegend auf dem Gehweg landete, hat die Debatte weiter entfacht. Es wäre nicht auszudenken, was bei dem Unglück noch alles hätte passieren können, sagt Ortsvorsteher Bernd Steinkemeier (CDU) am Donnerstag gegenüber dem MT. Er werde sich deshalb kurzfristig noch einmal an den Kreis wenden und erneut eine Tempo-30-Zone in dem Bereich fordern.

„Ich möchte das dann auch gerne persönlich mit der Landrätin besprechen", sagt er. Bislang habe Anna Katharina Bölling sich nicht direkt dazu geäußert. Der Kreis hatte der Tempo-30-Forderung bislang nicht entsprochen. In einem Schreiben des zuständigen Straßenverkehrsamtes verweist man seinerzeit unter anderem auf die 2019 erfolgte Verkehrsschau. Da der Grundschulstandort nicht direkt an der Hauptstraße liegt und auch kein direkter Eingang von dort vorhanden ist, lasse die geänderte Straßenverkehrsordnung eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 nicht zu. Sowohl der Haupteingang am Schülerweg als auch der Nebeneingang am Korfskamp liegen bereits im Tempo-30-Bereich.

Bereits Ende Mai hatten der Ortsvorsteher und sein Vorgänger, SPD-Ratsmitglied Hans-Dieter Riechmann, gegenüber dem MT erklärt, sich damit nicht zufrieden geben zu wollen. Der Kreis werde aber an seinen bisherigen Entscheidungen weiter festhalten, schreibt Sprecherin Mirjana Lenz am Donnerstag auf MT-Anfrage.


Tempo 30 sollte in dem Abschnitt zumindest während der Schulzeiten gelten, sagt Bernd Steinkemeier. Ungeachtet dessen, was den Unfall vom Dienstag ausgelöst hat, werde auf der Hauptstraße zu oft zu schnell gefahren. Das stelle ein grundsätzliches Risiko dar. „Da laufen viele Kinder." Einige von ihnen überqueren die viel befahrene Hauptstraße sogar. Für den Ortsvorsteher handelt es sich um einen Schulweg, der möglichst sicher sein muss. So sieht es auch Hans-Dieter Riechmann, der zugleich weiterhin einen Zebrastreifen fordert. Dass sich der Kreis nach wie vor gegen eine Tempo-30-Lösung ausspricht, versteht er nicht. „Der Bremsweg ist viel kürzer als bei einer Geschwindigkeit von 50", sagt er am Donnerstag gegenüber dem MT. Würde beispielsweise bei Tempo 50 mit dem Bremsvorgang erst begonnen, würde das Auto bei 30 schon stehen.

Schulleiter Stefan Grotthaus würde eine Verkehrsberuhigung auf der Hauptstraße ebenfalls sehr begrüßen. „Das ist doch selbstverständlich, dass der Schulweg für die Kinder die größtmögliche Sicherheit haben muss", erklärt er. Die Forderung aus der Politik unterstütze er grundsätzlich.

Bernd Steinkemeier sieht in dieser Angelegenheit eine breite Unterstützung der Bevölkerung. Auf das Thema Hauptstraße werde er häufiger angesprochen – vor allem, weil sich die Unfälle dort zuletzt häuften. Der Ortsvorsteher sieht noch ein weiteres Problem, denn: durch die bevorstehenden Bauarbeiten an der Schule ist der Eingang vom Korfskamp vorübergehend nicht nutzbar. Es stelle sich die Frage, welche Wege die Schüler dann gehen.

Ein Kommentar von Carsten Korfesmeyer: Gefährliches Pflaster

Leider muss meist erst Schlimmes passieren, bevor etwas unternommen wird. Dann könnte spätestens jetzt wohl der Zeitpunkt sein, um auf der Hauptstraße in Höhe der Grundschule eine Tempo-30-Zone einzurichten. Das nach dem Unfall am Dienstag seitlich auf dem Gehweg liegen gebliebene Auto wirkt wie ein dringender Appell für mehr Verkehrssicherheit im Ort. Tempo-30-Zonen verhindern nicht jeden Verkehrsunfall, aber: sie senken zumindest das Risiko dafür. Langsamer fahren täte diesem Streckenabschnitt der Oberlübber Verkehrsader nur gut. Er liegt in Sichtweite zur Grundschule und ist buchstäblich ein gefährliches Pflaster. Wie leicht hätten auch Fußgänger in das Unglück verwickelt werden können? Dass dieses zu einem Zeitpunkt geschah, als sich noch Kinder in der Schule aufhielten, macht die Sache nur brisanter. Die Grundschule liegt postalisch im Schülerweg, gefühlt aber an der Hauptstraße. Kinder sind dort täglich zahlreich unterwegs und im Kreis gibt es mehrere vergleichbare Stellen, wo Tempo 30 gilt, die Schuleingangstüren jedoch an anderen Straßen liegen – wie beispielsweise in Rothenuffeln. Die Oberlübber wünschen sich ganz offensichtlich eine Tempo-30-Zone in dem Streckenabschnitt an der Hauptstraße. Die Schulleitung möchte sie ebenso und die örtliche Politik fordert sie seit langem. Das alles ist etwas, das die Verantwortlichen beim Kreis nicht ignorieren sollten. Vielleicht überprüft man dort jetzt noch einmal, ob Tempo 30 womöglich doch klappen könnte. So viel Zeit sollte sein.

Kommentar zum Thema: Gefährliches Pflaster

Leider muss meist erst Schlimmes passieren, bevor etwas unternommen wird. Dann könnte spätestens jetzt wohl der Zeitpunkt sein, um auf der Hauptstraße in Höhe der Grundschule eine Tempo-30-Zone einzurichten. Das nach dem Unfall am Dienstag seitlich auf dem Gehweg liegen gebliebene Auto wirkt wie ein dringender Appell für mehr Verkehrssicherheit im Ort.

Tempo-30-Zonen verhindern nicht jeden Verkehrsunfall, aber: sie senken zumindest das Risiko dafür. Langsamer fahren täte diesem Streckenabschnitt der Oberlübber Verkehrsader nur gut. Er liegt in Sichtweite zur Grundschule und ist buchstäblich ein gefährliches Pflaster. Wie leicht hätten auch Fußgänger in das Unglück verwickelt werden können? Dass dieses zu einem Zeitpunkt geschah, als sich noch Kinder in der Schule aufhielten, macht die Sache nur brisanter.

Die Grundschule liegt postalisch im Schülerweg, gefühlt aber an der Hauptstraße. Kinder sind dort täglich zahlreich unterwegs und im Kreis gibt es mehrere vergleichbare Stellen, wo Tempo 30 gilt, die Schuleingangstüren jedoch an anderen Straßen liegen – wie beispielsweise in Rothenuffeln.

Die Oberlübber wünschen sich ganz offensichtlich eine Tempo-30-Zone in dem Streckenabschnitt an der Hauptstraße. Die Schulleitung möchte sie ebenso und die örtliche Politik fordert sie seit langem. Das alles ist etwas, das die Verantwortlichen beim Kreis nicht ignorieren sollten. Vielleicht überprüft man dort jetzt noch einmal, ob Tempo 30 womöglich doch klappen könnte. So viel Zeit sollte sein.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Hille