"Nine Feet Under" - Sie spielen die Klassiker rauf und runter Rock mit etwas Blues und Soul - die Hobbyband liebt handgemachte Musik ohne Computertechnik Von Gisela Burmester Hille (mt). Sie brachte die Kulturscheune im Kurpark zum Kochen, und auch beim Sportfest in Rothenuffeln begeisterte sie das Publikum: Die Hobbyband "Nine Feet Under". Ihr Geld verdienen die sieben Bandmitglieder nicht mit Musik, sondern mit ganz klassischen Berufen: Klaus Döpking (Gesang) ist Sparkassenfachwirt und in Rothenuffeln beschäftigt, Uwe Stahlhut (Gitarre) und Hennig Bremer (Trompete) sind Ingenieure, Lars Prüßner (Gitarre) und Carsten Fiefstück (Bass) sind Pfarrer, und Björn Behrendt (Schlagzeug) arbeitet als Betonbauer; Martin Tews (Saxofon) studiert noch.Rock, Blues, Soul - das war die Musik der sechziger und siebziger Jahre. Damals waren die Musiker - heute zwischen 40 und 50 Jahre alt - Kinder und Jugendliche. Sie hörten diese Musik, und diese ließ sie nie wieder los. Darum spielen sie auch heute begeistert die Klassiker rauf und runter: Eric Clapton, ZZ Top, Bryan Adams, James Brown, Marius Müller-Westernhagen - alles Coverversionen, das Meiste gut tanzbar. Insgesamt 50 Stücke hat Nine Feet Under aktuell im Programm, und das wird ständig erweitert. "Gerade haben wir `The Letter´ von Joe Cocker und `Little Wing" von Jimi Hendrix neu aufgenommen", sagt Klaus Döpking. "Wir sind offen für alles, bloß nicht für Schlager. Und Keyboard mögen wir auch nicht", ergänzt Uwe Stahlhut, schließlich sei gerade die handgemachte Musik ohne Computer gesteuerte Technik ihr Markenzeichen. "Die Stücke müssen nicht wie das Original klingen, aber rund sein und passen."Außerdem bietet Livemusik die Möglichkeit für Experimente und Improvisation, die die Musiker gern nutzen. Und natürlich den Kontakt zum Publikum. "Wir haben uns erst vor zwei Jahren entschlossen, nicht nur zu proben, sondern auch Konzerte zu geben." Obwohl die Band schon vor zwölf Jahren gegründet worden sei, berichtet Carsten Fiefstück.Die meisten Bandmitglieder kannten sich vorher, hatten in anderen Gruppen wie Watership Down, Greasy Spoon Blues Jam oder Jazzformationen gespielt und eigentlich schon immer Musik gemacht.Dann kam die Gründung von Nine Feet Under, doch zunächst gingen noch Beruf und Familie vor, darum wurde nur spaßeshalber geprobt, Neues wie Country ausprobiert (und wieder verworfen), vielleicht auch einmal ein Konzert gegeben. "Das war unsere Selbsthilfegruppe", sagt Uwe Stahlhut.2007 war die Zeit dann reif für mehr Konzerte. Die Musiker fragten nach Auftrittsmöglichkeiten in der Region, sie wurden für Privatfeten gebucht, die Mund-zu-Mund-Propaganda lief an. "Da braucht man Durchhaltevermögen", meint Klaus Döpking. Zumal man in Minden wenig Interesse an ihren Auftritten zeige, während es dagegen Anfragen aus Bad Oeynhausen, Lübbecke und eben auch der Gemeinde Hille gebe."Band soll komplett auf der Bühne stehen"Wichtig sei es ihnen, sagen die Musiker, dass die Band bei einem Konzert komplett sei. Wenn nicht, werde auch schon mal ein Termin abgesagt.Das nächste Mal steht Nine Feet Under - der Name ist einem Stück der Band Caravan entlehnt - am 11. September ab 21 Uhr in der Kneipe Olde Blacksmith´s in Lübbecke auf der Bühne. Mit Oldies zum Zuhören und Mittanzen.

"Nine Feet Under" - Sie spielen die Klassiker rauf und runter

Hille (mt). Sie brachte die Kulturscheune im Kurpark zum Kochen, und auch beim Sportfest in Rothenuffeln begeisterte sie das Publikum: Die Hobbyband "Nine Feet Under".

An den Gitarren: Lars Prüßner (links) und Uwe Stahlhut.
An den Gitarren: Lars Prüßner (links) und Uwe Stahlhut.

Ihr Geld verdienen die sieben Bandmitglieder nicht mit Musik, sondern mit ganz klassischen Berufen: Klaus Döpking (Gesang) ist Sparkassenfachwirt und in Rothenuffeln beschäftigt, Uwe Stahlhut (Gitarre) und Hennig Bremer (Trompete) sind Ingenieure, Lars Prüßner (Gitarre) und Carsten Fiefstück (Bass) sind Pfarrer, und Björn Behrendt (Schlagzeug) arbeitet als Betonbauer; Martin Tews (Saxofon) studiert noch.

Rock, Blues, Soul - das war die Musik der sechziger und siebziger Jahre. Damals waren die Musiker - heute zwischen 40 und 50 Jahre alt - Kinder und Jugendliche. Sie hörten diese Musik, und diese ließ sie nie wieder los. Darum spielen sie auch heute begeistert die Klassiker rauf und runter: Eric Clapton, ZZ Top, Bryan Adams, James Brown, Marius Müller-Westernhagen - alles Coverversionen, das Meiste gut tanzbar. Insgesamt 50 Stücke hat Nine Feet Under aktuell im Programm, und das wird ständig erweitert. "Gerade haben wir `The Letter´ von Joe Cocker und `Little Wing" von Jimi Hendrix neu aufgenommen", sagt Klaus Döpking. "Wir sind offen für alles, bloß nicht für Schlager. Und Keyboard mögen wir auch nicht", ergänzt Uwe Stahlhut, schließlich sei gerade die handgemachte Musik ohne Computer gesteuerte Technik ihr Markenzeichen. "Die Stücke müssen nicht wie das Original klingen, aber rund sein und passen."

Spielt die Bassgitarre: Carsten Fiefstück. - © Fotos: privat
Spielt die Bassgitarre: Carsten Fiefstück. - © Fotos: privat

Außerdem bietet Livemusik die Möglichkeit für Experimente und Improvisation, die die Musiker gern nutzen. Und natürlich den Kontakt zum Publikum. "Wir haben uns erst vor zwei Jahren entschlossen, nicht nur zu proben, sondern auch Konzerte zu geben." Obwohl die Band schon vor zwölf Jahren gegründet worden sei, berichtet Carsten Fiefstück.

Die meisten Bandmitglieder kannten sich vorher, hatten in anderen Gruppen wie Watership Down, Greasy Spoon Blues Jam oder Jazzformationen gespielt und eigentlich schon immer Musik gemacht.

Sänger Klaus Döpking, Posaunist Henning Bremer und Saxofonist Martin Tews (vorn, von links).
Sänger Klaus Döpking, Posaunist Henning Bremer und Saxofonist Martin Tews (vorn, von links).

Dann kam die Gründung von Nine Feet Under, doch zunächst gingen noch Beruf und Familie vor, darum wurde nur spaßeshalber geprobt, Neues wie Country ausprobiert (und wieder verworfen), vielleicht auch einmal ein Konzert gegeben. "Das war unsere Selbsthilfegruppe", sagt Uwe Stahlhut.

2007 war die Zeit dann reif für mehr Konzerte. Die Musiker fragten nach Auftrittsmöglichkeiten in der Region, sie wurden für Privatfeten gebucht, die Mund-zu-Mund-Propaganda lief an. "Da braucht man Durchhaltevermögen", meint Klaus Döpking. Zumal man in Minden wenig Interesse an ihren Auftritten zeige, während es dagegen Anfragen aus Bad Oeynhausen, Lübbecke und eben auch der Gemeinde Hille gebe.

"Band soll komplett auf der Bühne stehen"

Wichtig sei es ihnen, sagen die Musiker, dass die Band bei einem Konzert komplett sei. Wenn nicht, werde auch schon mal ein Termin abgesagt.

Das nächste Mal steht Nine Feet Under - der Name ist einem Stück der Band Caravan entlehnt - am 11. September ab 21 Uhr in der Kneipe Olde Blacksmith´s in Lübbecke auf der Bühne. Mit Oldies zum Zuhören und Mittanzen.

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