Neuer Trinkwasserspeicher hat sich in Hille bewährt Hille/Bad Oeynhausen (nw). Der Sommer ist gut gelaufen für den Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen (WBV). Nur für einen kurzen Zeitraum im Juni musste die Trinkwasserampel auf Gelb gestellt werden, aber zu einem Engpass in der Trinkwasserversorgung in Löhne, Bad Oeynhausen, Hille und Hüllhorst kam es nicht. Auf der Verbandsversammlung konnten die Verantwortlichen deshalb eine positive Bilanz ziehen. Grund dafür war unter anderem der neue Hochbehälter, der im Frühjahr in Bergkirchen in Betrieb genommen wurde. Die künftige Wasserversorgung soll über verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern und nicht zuletzt mit dem Bau eines neuen Brunnens in Südhemmern weiter gesichert werden. Zur Entlastung der Wasserversorgung an hochsommerlichen Tagen könne aber auch jeder einzelne Bürger beitragen, hieß es – etwa durch Achtsamkeit beim Befüllen von Pools oder bei der Gartenbewässerung. Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller bilanziert: „Man merkt, dass unsere Maßnahmen allesamt gefruchtet haben und wir nun entspannter auf die Versorgungslage blicken können.“ Man merke, dass das Thema nun auch die Bevölkerung erreicht habe. Aus vielen Begegnungen habe der WBV die Erkenntnis gewonnen, dass sich die Menschen heute stärker Gedanken machen, wann und für was sie das Wasser im Sommer nutzen. Dafür spreche auch die Resonanz auf eine im Juni erfolgte Regentonnenverlosung. Dabei wurden 320 Tonnen angeboten und waren bereits nach wenigen Minuten vergriffen. Der neue Hochbehälter in Bergkirchen hat die Erwartungen voll erfüllt. Vor allem den Stresstest Mitte Juni hat das 3,8 Millionen Euro teure Bauwerk bestanden. Wegen der zehntägigen Hitze und Trockenheit mit Temperaturen von mehr als 30 Grad wurde zwischenzeitlich deutlich mehr Wasser aus den Leitungen bezogen, als der WBV an die heimischen Wasserversorger zur Verfügung stellen kann. Im Durchschnitt hatte in dieser Zeit jeder Bürger 30 bis 40 Liter zusätzlich pro Tag verbraucht, so dass der Tagesverbrauch von den üblichen 13 bis 15 Millionen Liter auf mehr als 18 Millionen Liter anstieg. Eine Unterdeckung der Wasserversorgung konnte aber vermieden werden, da die Wasserspeicherbehälter des WBV mit dem Neubau in Bergkirchen von 7.250 auf 17.250 Kubikmeter vergrößert wurden. Der Wasserstand im Behälter konnte allerdings nicht an sämtlichen Tagen ausgeglichen werden. Weil der Wasserspiegel zwischenzeitlich auf unter drei Meter Füllhöhe gesunken war, musste die Ampel am 17. Juni auf Gelb gestellt werden. Bernd Poggemöller ist jedoch sicher, dass sie ohne den neuen Behälter auf Rot gestanden hätte: „Wir haben schließlich nicht mehr Grundwasser zur Verfügung, aber jetzt einen deutlich größeren Puffer, der dafür sorgt, dass wir mit normalen sommerlichen Verhältnissen gut klarkommen.“ Auch wenn sich der Sommer 2021 für die Menschen in der Region zu regnerisch anfühlte, haben die Messstationen bisher das Gegenteil ermittelt. Die Niederschläge in der Region sind in Summe erneut unterdurchschnittlich ausgefallen.Der WBV Am Wiehen gibt jährlich etwa 5,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an Löhne, Bad Oeynhausen, Hille und Hüllhorst ab. Die Eigenförderung liegt dabei 2021 voraussichtlich bei rund 4,1 Millionen Kubikmetern. Ab Frühjahr 2022 soll diese wieder leicht erhöht werden. Helfen soll ein neuer Trinkwasserbrunnen, der einen in die Jahre gekommenen Brunnen ersetzt. Die Bauarbeiten dazu sind inzwischen weit fortgeschritten. Auch deshalb ist Bernd Poggemöller guter Dinge für die Zukunft. „Wir haben nun ein stabiles Fundament dürfen uns aber nicht darauf ausruhen und müssen weiter unsere Hausaufgaben machen.“

Neuer Trinkwasserspeicher hat sich in Hille bewährt

Der neue Hochbehälter in Bergkirchen erfüllte in der Hitzeperiode im Sommer eine wichtige Funktion. Foto: WBV

Hille/Bad Oeynhausen (nw). Der Sommer ist gut gelaufen für den Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen (WBV). Nur für einen kurzen Zeitraum im Juni musste die Trinkwasserampel auf Gelb gestellt werden, aber zu einem Engpass in der Trinkwasserversorgung in Löhne, Bad Oeynhausen, Hille und Hüllhorst kam es nicht. Auf der Verbandsversammlung konnten die Verantwortlichen deshalb eine positive Bilanz ziehen.

Grund dafür war unter anderem der neue Hochbehälter, der im Frühjahr in Bergkirchen in Betrieb genommen wurde. Die künftige Wasserversorgung soll über verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern und nicht zuletzt mit dem Bau eines neuen Brunnens in Südhemmern weiter gesichert werden. Zur Entlastung der Wasserversorgung an hochsommerlichen Tagen könne aber auch jeder einzelne Bürger beitragen, hieß es – etwa durch Achtsamkeit beim Befüllen von Pools oder bei der Gartenbewässerung.

Verbandsvorsteher Bernd Poggemöller bilanziert: „Man merkt, dass unsere Maßnahmen allesamt gefruchtet haben und wir nun entspannter auf die Versorgungslage blicken können.“ Man merke, dass das Thema nun auch die Bevölkerung erreicht habe. Aus vielen Begegnungen habe der WBV die Erkenntnis gewonnen, dass sich die Menschen heute stärker Gedanken machen, wann und für was sie das Wasser im Sommer nutzen. Dafür spreche auch die Resonanz auf eine im Juni erfolgte Regentonnenverlosung. Dabei wurden 320 Tonnen angeboten und waren bereits nach wenigen Minuten vergriffen.

Malina Reckordt

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Der neue Hochbehälter in Bergkirchen hat die Erwartungen voll erfüllt. Vor allem den Stresstest Mitte Juni hat das 3,8 Millionen Euro teure Bauwerk bestanden. Wegen der zehntägigen Hitze und Trockenheit mit Temperaturen von mehr als 30 Grad wurde zwischenzeitlich deutlich mehr Wasser aus den Leitungen bezogen, als der WBV an die heimischen Wasserversorger zur Verfügung stellen kann. Im Durchschnitt hatte in dieser Zeit jeder Bürger 30 bis 40 Liter zusätzlich pro Tag verbraucht, so dass der Tagesverbrauch von den üblichen 13 bis 15 Millionen Liter auf mehr als 18 Millionen Liter anstieg.

Eine Unterdeckung der Wasserversorgung konnte aber vermieden werden, da die Wasserspeicherbehälter des WBV mit dem Neubau in Bergkirchen von 7.250 auf 17.250 Kubikmeter vergrößert wurden. Der Wasserstand im Behälter konnte allerdings nicht an sämtlichen Tagen ausgeglichen werden. Weil der Wasserspiegel zwischenzeitlich auf unter drei Meter Füllhöhe gesunken war, musste die Ampel am 17. Juni auf Gelb gestellt werden. Bernd Poggemöller ist jedoch sicher, dass sie ohne den neuen Behälter auf Rot gestanden hätte: „Wir haben schließlich nicht mehr Grundwasser zur Verfügung, aber jetzt einen deutlich größeren Puffer, der dafür sorgt, dass wir mit normalen sommerlichen Verhältnissen gut klarkommen.“

Auch wenn sich der Sommer 2021 für die Menschen in der Region zu regnerisch anfühlte, haben die Messstationen bisher das Gegenteil ermittelt. Die Niederschläge in der Region sind in Summe erneut unterdurchschnittlich ausgefallen.

Der WBV Am Wiehen gibt jährlich etwa 5,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an Löhne, Bad Oeynhausen, Hille und Hüllhorst ab. Die Eigenförderung liegt dabei 2021 voraussichtlich bei rund 4,1 Millionen Kubikmetern. Ab Frühjahr 2022 soll diese wieder leicht erhöht werden. Helfen soll ein neuer Trinkwasserbrunnen, der einen in die Jahre gekommenen Brunnen ersetzt. Die Bauarbeiten dazu sind inzwischen weit fortgeschritten. Auch deshalb ist Bernd Poggemöller guter Dinge für die Zukunft. „Wir haben nun ein stabiles Fundament dürfen uns aber nicht darauf ausruhen und müssen weiter unsere Hausaufgaben machen.“

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