Neue Regeln beim Testen: Das gilt ab Montag in den Schulen Stefanie Dullweber Hille. Am Montag beginnt an den Schulen in der Gemeinde Hille wieder der Unterricht – und die Sorge vor steigenden Corona-Zahlen wächst. Die Verantwortlichen erzählen im MT-Gespräch, wie es nach den Ferien weitergeht – unter anderem mit neuen Regeln beim Testen. Sie wollten den Kindern so viel Normalität wie möglich bieten, sind sich die Leiter der drei Grundschulen – Hille, Nordhemmern und An der Bergkante – einig. Mareike Netzeband, Kristiane Körte und Stefan Grotthaus haben sich am Donnerstag in einer Videokonferenz zusammengeschlossen und sich zum Schulstart am 10. Januar ausgetauscht. Trotz der gebotenen Sicherheitsvorkehrungen sind sich alle einig: Distanzunterricht ist das letzte, was sie wollen. „Dafür nehmen wir einiges in Kauf“, sagt Kristiane Körte.Nicht nur die Grundschulen, sondern auch die Verbundschule startet am Montag mit Tests für alle und Maskenpflicht im Unterricht. „Und das ist auch sinnvoll“, sagt Regine Schiermeyer, stellvertretende Leiterin der Verbundschule Hille. Neu ist, dass ab sofort auch Geimpfte und Genesene verpflichtend an den regelmäßigen Tests in den Schulen teilnehmen. Die erweiterte Testpflicht gilt für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie für das gesamte darüber hinaus in den Schulen tätige Personal. Die erweiterte Testpflicht für Schüler gilt sowohl bei den dreimal wöchentlichen Testungen mit Antigen-Selbsttests an weiterführenden Schulen als auch bei den zweimal wöchentlichen Lollitests an Grund- und Förderschulen sowie an den weiteren Schulen mit Primarstufe. Wer nicht geimpft ist, muss täglich einen Antigen-Selbsttest unter Aufsicht in der Schule machen oder einen Nachweis über einen negativen Bürgertest vorlegen.Neu an den Grundschulen ist außerdem, dass die Kinder neben den Pooltests auch immer eine individuelle Probe abgeben, die an die Labore geschickt wird. Im Falle eines positiven Pooltests werten die Labore die einzelnen Teststäbchen der so genannten „Rückstellproben“ aus. Das Ergebnis soll bis 6 Uhr am Folgetag vorliegen und die infizierten Schülerinnen und Schüler damit ermittelt werden. Somit können alle negativ Getesteten ohne Quarantäne am nächsten Morgen die Schule besuchen. „Für die Eltern ist das eine Erleichterung. Die Testvorbereitung und Durchführung wird erstmal etwas länger dauern“, sagt Mareike Netzeband.Die Verantwortlichen der Grundschule An der Bergkante haben sich in den vergangenen Tagen nicht nur auf den Schulstart nach den Ferien vorbereitet, sondern auch Vorbereitungen für die anstehenden Umbauarbeiten getroffen, wie Daria Fuhs und Stefan Grotthaus mitteilen. „Wir sind seit den Weihnachtsferien damit beschäftigt, das Schulgebäude in Oberlübbe komplett leer zu räumen, mit den Klassen in die Schulcontainer und mit der Verwaltung nach Rothenuffeln zu ziehen“, teilen der Schulleiter und seine Stellvertreterin mit. Die Grundschule An der Bergkante befindet sich an zwei Standorten – in Oberlübbe und Rothenuffeln.Genau wie an den anderen Schulen sind auch an der Bergkante aktuell nur wenige Quarantänefälle bekannt. Um auch in den nächsten Wochen für die Sicherheit aller Anwesenden zu sorgen, sind die Schulen von der Gemeinde Hille mit CO2-Ampeln ausgestattet worden. „Sie funktionieren sehr gut. Dadurch ist es bei den kalten Temperaturen nicht notwendig, die ganze Zeit alle Fenster und Türen offen zu lassen“, teilt Stefan Grotthaus mit. Auch Mareike Netzeband ist zufrieden: „Die Ampeln sind mittlerweile in allen Klassenräumen auf Kinderhöhe angebracht worden. Wir lüften, sobald die Ampel auf Gelb springt. Vorher haben wir das nach Gefühl gemacht.“ Jetzt ist die Verbundschule Hille mit weiteren Geräten ausgestattet worden, wie Regine Schiermeyer mitteilt. Für die Jahrgänge fünf bis acht hätten sie die Messgeräte bereits nach den Herbstferien bekommen. Jetzt würden weitere Ampeln auf die älteren Jahrgänge und die Fachräume aufgeteilt. Ein mulmiges Gefühl habe sie aufgrund der dynamischen Corona-Lage nach wie vor, gibt Regine Schiermeyer zu. Zumal die neue Omikron-Variante alle Beteiligten einmal mehr vor neue Herausforderungen stellen würde. Nichtsdestotrotz sei die Schule auf den Neustart nach den Ferien gut vorbereitet. Es gebe genügend Testmaterial und sollte es nötig sein, auf Distanz- oder Wechselunterricht umzustellen, hätten sie genügend Erfahrungen, um spontan reagieren zu können. „Wir sind allerdings froh, wenn wir die Schüler in Präsenz unterrichten können.“Eine Terminänderung kann die stellvertretende Schulleiterin schon bekannt geben. Der Informationsabend für das Gymnasium findet nicht am Mittwoch, 12. Januar, sondern am Mittwoch, 26. Januar, um 19 Uhr statt. Alle Grundschuleltern, die an der Veranstaltung teilnehmen wollen, werden gebeten, sich im Vorfeld über die Homepage (www.verbundschule-hille.de) zu informieren, ob die Informationsabende digital oder in der Schule stattfinden. Aufgrund der dynamischen Infektionslage könnten kurzfristige Änderungen derzeit nicht ausgeschlossen werden, heißt es. Trotz aller Unwägbarkeiten, sind die Verantwortlichen froh, sich am Montag wieder in der Schule begegnen zu können. „Gerade Grundschule hat viel mit Sehen, Treffen und Interagieren zu tun“, betont Kristiane Körte. „Wir werden nichtsdestotrotz auch weiter im Digitalen unsere Schritte machen“, kündigt Mareike Netzeband an.

Neue Regeln beim Testen: Das gilt ab Montag in den Schulen

Zum Ende der Ferien hat das NRW-Schulministerium die Testpflicht an den Schulen ausgeweitet. Foto: Imago © imago images/MiS

Hille. Am Montag beginnt an den Schulen in der Gemeinde Hille wieder der Unterricht – und die Sorge vor steigenden Corona-Zahlen wächst. Die Verantwortlichen erzählen im MT-Gespräch, wie es nach den Ferien weitergeht – unter anderem mit neuen Regeln beim Testen.

Sie wollten den Kindern so viel Normalität wie möglich bieten, sind sich die Leiter der drei Grundschulen – Hille, Nordhemmern und An der Bergkante – einig. Mareike Netzeband, Kristiane Körte und Stefan Grotthaus haben sich am Donnerstag in einer Videokonferenz zusammengeschlossen und sich zum Schulstart am 10. Januar ausgetauscht. Trotz der gebotenen Sicherheitsvorkehrungen sind sich alle einig: Distanzunterricht ist das letzte, was sie wollen. „Dafür nehmen wir einiges in Kauf“, sagt Kristiane Körte.

Nicht nur die Grundschulen, sondern auch die Verbundschule startet am Montag mit Tests für alle und Maskenpflicht im Unterricht. „Und das ist auch sinnvoll“, sagt Regine Schiermeyer, stellvertretende Leiterin der Verbundschule Hille. Neu ist, dass ab sofort auch Geimpfte und Genesene verpflichtend an den regelmäßigen Tests in den Schulen teilnehmen. Die erweiterte Testpflicht gilt für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie für das gesamte darüber hinaus in den Schulen tätige Personal. Die erweiterte Testpflicht für Schüler gilt sowohl bei den dreimal wöchentlichen Testungen mit Antigen-Selbsttests an weiterführenden Schulen als auch bei den zweimal wöchentlichen Lollitests an Grund- und Förderschulen sowie an den weiteren Schulen mit Primarstufe. Wer nicht geimpft ist, muss täglich einen Antigen-Selbsttest unter Aufsicht in der Schule machen oder einen Nachweis über einen negativen Bürgertest vorlegen.

Neu an den Grundschulen ist außerdem, dass die Kinder neben den Pooltests auch immer eine individuelle Probe abgeben, die an die Labore geschickt wird. Im Falle eines positiven Pooltests werten die Labore die einzelnen Teststäbchen der so genannten „Rückstellproben“ aus. Das Ergebnis soll bis 6 Uhr am Folgetag vorliegen und die infizierten Schülerinnen und Schüler damit ermittelt werden. Somit können alle negativ Getesteten ohne Quarantäne am nächsten Morgen die Schule besuchen. „Für die Eltern ist das eine Erleichterung. Die Testvorbereitung und Durchführung wird erstmal etwas länger dauern“, sagt Mareike Netzeband.

Die Verantwortlichen der Grundschule An der Bergkante haben sich in den vergangenen Tagen nicht nur auf den Schulstart nach den Ferien vorbereitet, sondern auch Vorbereitungen für die anstehenden Umbauarbeiten getroffen, wie Daria Fuhs und Stefan Grotthaus mitteilen. „Wir sind seit den Weihnachtsferien damit beschäftigt, das Schulgebäude in Oberlübbe komplett leer zu räumen, mit den Klassen in die Schulcontainer und mit der Verwaltung nach Rothenuffeln zu ziehen“, teilen der Schulleiter und seine Stellvertreterin mit. Die Grundschule An der Bergkante befindet sich an zwei Standorten – in Oberlübbe und Rothenuffeln.

Genau wie an den anderen Schulen sind auch an der Bergkante aktuell nur wenige Quarantänefälle bekannt. Um auch in den nächsten Wochen für die Sicherheit aller Anwesenden zu sorgen, sind die Schulen von der Gemeinde Hille mit CO2-Ampeln ausgestattet worden. „Sie funktionieren sehr gut. Dadurch ist es bei den kalten Temperaturen nicht notwendig, die ganze Zeit alle Fenster und Türen offen zu lassen“, teilt Stefan Grotthaus mit. Auch Mareike Netzeband ist zufrieden: „Die Ampeln sind mittlerweile in allen Klassenräumen auf Kinderhöhe angebracht worden. Wir lüften, sobald die Ampel auf Gelb springt. Vorher haben wir das nach Gefühl gemacht.“ Jetzt ist die Verbundschule Hille mit weiteren Geräten ausgestattet worden, wie Regine Schiermeyer mitteilt. Für die Jahrgänge fünf bis acht hätten sie die Messgeräte bereits nach den Herbstferien bekommen. Jetzt würden weitere Ampeln auf die älteren Jahrgänge und die Fachräume aufgeteilt.

Ein mulmiges Gefühl habe sie aufgrund der dynamischen Corona-Lage nach wie vor, gibt Regine Schiermeyer zu. Zumal die neue Omikron-Variante alle Beteiligten einmal mehr vor neue Herausforderungen stellen würde. Nichtsdestotrotz sei die Schule auf den Neustart nach den Ferien gut vorbereitet. Es gebe genügend Testmaterial und sollte es nötig sein, auf Distanz- oder Wechselunterricht umzustellen, hätten sie genügend Erfahrungen, um spontan reagieren zu können. „Wir sind allerdings froh, wenn wir die Schüler in Präsenz unterrichten können.“

Eine Terminänderung kann die stellvertretende Schulleiterin schon bekannt geben. Der Informationsabend für das Gymnasium findet nicht am Mittwoch, 12. Januar, sondern am Mittwoch, 26. Januar, um 19 Uhr statt. Alle Grundschuleltern, die an der Veranstaltung teilnehmen wollen, werden gebeten, sich im Vorfeld über die Homepage (www.verbundschule-hille.de) zu informieren, ob die Informationsabende digital oder in der Schule stattfinden. Aufgrund der dynamischen Infektionslage könnten kurzfristige Änderungen derzeit nicht ausgeschlossen werden, heißt es.

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Patrick Schwemmling

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Trotz aller Unwägbarkeiten, sind die Verantwortlichen froh, sich am Montag wieder in der Schule begegnen zu können. „Gerade Grundschule hat viel mit Sehen, Treffen und Interagieren zu tun“, betont Kristiane Körte. „Wir werden nichtsdestotrotz auch weiter im Digitalen unsere Schritte machen“, kündigt Mareike Netzeband an.

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