Netzprobleme an der Verbundschule: Router in der Nachbarschaft ermöglicht Internetversorgung Carsten Korfesmeyer Hille. Ohne seine Hilfe surften die Verbundschüler wohl auf dem Trockenen. Der kleine Router im Büro von Manfred Heidemeier schafft es jedoch, dass sich die Digitalen Tafeln und rund 1.000 Endgeräte in der Von-Oeynhausen-Straße 30 am Netz halten können. Zusätzliche 250 statt ursprünglich schlappe 50 M/Bit sind dank der Unterstützung aus der Nachbarschaft möglich. „Aber das hält das System gerade mal aufrecht“, sagt der frisch wiedergewählte Schulpflegschaftsvorsitzende Olaf Labitzke gegenüber dem MT. Perspektivisch könne nur das Glasfasernetz für optimale Bedingungen sorgen. Der Ausbau läuft zwar, aber mit dem erhofften Anschluss bis zum Jahresende wird es wohl nichts. „Ich denke, das dauert noch bis Ostern“, sagt Labitzke. Im Zuge der Digitalisierung hat die Gemeinde zuletzt einiges in die Schulen investiert. Doch die beste Ausstattung mit I-Pads und Co. nützt nichts, wenn das Netz noch hinterher hinkt. Der Schulpflegschaftsvorsitzende suchte deshalb schon Ende 2020 nach einer Übergangslösung und fand sie ausgerechnet im Büro von Manfred Heidemeier in der Mindener Straße 42. Dieser Ort stellte sich nach vorgenommenen Messungen als idealer Standort für eine so genannte Richtfunkstätte heraus, die der eher lahmen Internetverbindung in der Schule etwas auf die Sprünge hilft. Spontan sagte der Chef des Hiller Kfz-Betriebs seine Unterstützung zu und die Verwaltung sorgte für die technische Umsetzung. Kosten muss der Unternehmer keine übernehmen. Nur der Router steht in seinem Büro und das Beispiel zeigt, dass oft schon eine kleine Geste eine ganze Menge bewirken kann. „Wenn ich helfen kann, mache ich das natürlich gerne“, sagt Manfred Heidemeier gegenüber dem MT. Aber ist es wirklich nur eine kleine Geste? Olaf Labitzke und alle Beteiligten der Verbundschule rechnen dem Unternehmer seine Unterstützung auf jeden Fall ganz hoch an. Er halte den digitalen Betrieb in der Schule aufrecht und ermögliche den Einsatz der digitalen Medien, heißt es. Durchblicken lässt der Schulpflegschaftsvorsitzende auch, dass der Netzausbau in den Kommunen oft nicht mit dem Tempo der Anforderungen Schritt halten kann. Er begrüße es sehr, dass sich in der Verbundschule inzwischen ein IT-Verantwortlicher um die technischen Belange kümmert. Durch den laufenden Breitbandausbau in der Gemeinde ist es jedoch nur noch eine Frage der Zeit, bis es mit der Internetversorgung in der Verbundschule optimal läuft. Glasfaseranschlüsse gehen im Gegensatz zu den Kupferkabeln jedes Tempo mit und versprechen schon jetzt rasante Geschwindigkeiten auf der Datenautobahn. Das mit dem kreisweiten Ausbau beauftragte Unternehmen spricht von bis zu 10.000 M/Bit und vom Surfen in Echtzeit. Sobald der Glasfaseranschluss in der Verbundschule aktiv ist, wird der Router im Büro von Manfred Heidemeier überflüssig und wieder abmontiert. Und wie steht es mit dem eigenen Anschluss des Unternehmers? „Die Kabel liegen schon an der Straße“, sagt der 60-Jährige. In den vergangen Tagen hätten sich die Arbeiter bereits einige Male auf seinem Hof aufgehalten. Der Hiller rechnet damit, dass er in den nächsten Wochen angeschlossen ist. Beantragt hatte er das schnelle Internet bereits kurz nach Bekanntwerden des Ausbauprogramms des Kreises. „Wir gehören hier an der Mindener Straße zu den bislang unterversorgten Haushalten“, sagt er. Darunter fallen alle Anschlüsse mit einer Netzgeschwindigkeit von unter 30 M/Bit. Nur zu gut weiß er, was lahmes Netz im Alltag bedeutet. Abstürze gehörten zum Alltag. Das habe ihn schon das ein oder andere Mal ziemlich gestört. Dank des Förderprogramms sei das bald Geschichte. Aber auch wer schneller unterwegs ist, kann künftig von Glasfaser profitieren. Zusammen mit Greenfiber hat die Gemeinde den flächendeckenden Breitbandausbau auf den Weg gebracht. Bürgermeister Michael Schweiß (parteilos) hatte dieses Ziel bereits vor einiger Zeit erklärt, um in Sachen Internetversorgung keine Zwei-Klassen-Gesellschaft zu haben. Denn schnelles Netz gehöre längst zur Grundversorgung. Voraussetzung dafür ist, dass mindestens 40 Prozent der noch verbleibenden Haushalte einen entsprechenden Anschluss beantragen. Hierzu informiert das Unternehmen in seinem Büro am Hiller WEZ sowie gemeinsam mit Politik und Verwaltung bei aktuell mehreren Infoveranstaltungen im Hiller Gemeindegebiet.

Netzprobleme an der Verbundschule: Router in der Nachbarschaft ermöglicht Internetversorgung

Damit sich digitale Tafeln und rund 1.000 Endgeräte am Netz halten können, braucht die Verbundschule Hilfe aus der Nachbarschaft. Foto: Imago © imago/Westend61

Hille. Ohne seine Hilfe surften die Verbundschüler wohl auf dem Trockenen. Der kleine Router im Büro von Manfred Heidemeier schafft es jedoch, dass sich die Digitalen Tafeln und rund 1.000 Endgeräte in der Von-Oeynhausen-Straße 30 am Netz halten können. Zusätzliche 250 statt ursprünglich schlappe 50 M/Bit sind dank der Unterstützung aus der Nachbarschaft möglich.

„Aber das hält das System gerade mal aufrecht“, sagt der frisch wiedergewählte Schulpflegschaftsvorsitzende Olaf Labitzke gegenüber dem MT. Perspektivisch könne nur das Glasfasernetz für optimale Bedingungen sorgen. Der Ausbau läuft zwar, aber mit dem erhofften Anschluss bis zum Jahresende wird es wohl nichts. „Ich denke, das dauert noch bis Ostern“, sagt Labitzke.

Im Zuge der Digitalisierung hat die Gemeinde zuletzt einiges in die Schulen investiert. Doch die beste Ausstattung mit I-Pads und Co. nützt nichts, wenn das Netz noch hinterher hinkt. Der Schulpflegschaftsvorsitzende suchte deshalb schon Ende 2020 nach einer Übergangslösung und fand sie ausgerechnet im Büro von Manfred Heidemeier in der Mindener Straße 42. Dieser Ort stellte sich nach vorgenommenen Messungen als idealer Standort für eine so genannte Richtfunkstätte heraus, die der eher lahmen Internetverbindung in der Schule etwas auf die Sprünge hilft.


Spontan sagte der Chef des Hiller Kfz-Betriebs seine Unterstützung zu und die Verwaltung sorgte für die technische Umsetzung. Kosten muss der Unternehmer keine übernehmen. Nur der Router steht in seinem Büro und das Beispiel zeigt, dass oft schon eine kleine Geste eine ganze Menge bewirken kann. „Wenn ich helfen kann, mache ich das natürlich gerne“, sagt Manfred Heidemeier gegenüber dem MT.

Die kleine Antenne an der Hauswand des Kfz-Betriebs zeigt in Richtung Verbundschule. 

MT-Foto: Stefanie Dullweber - © sbo
Die kleine Antenne an der Hauswand des Kfz-Betriebs zeigt in Richtung Verbundschule.
MT-Foto: Stefanie Dullweber - © sbo

Aber ist es wirklich nur eine kleine Geste? Olaf Labitzke und alle Beteiligten der Verbundschule rechnen dem Unternehmer seine Unterstützung auf jeden Fall ganz hoch an. Er halte den digitalen Betrieb in der Schule aufrecht und ermögliche den Einsatz der digitalen Medien, heißt es. Durchblicken lässt der Schulpflegschaftsvorsitzende auch, dass der Netzausbau in den Kommunen oft nicht mit dem Tempo der Anforderungen Schritt halten kann. Er begrüße es sehr, dass sich in der Verbundschule inzwischen ein IT-Verantwortlicher um die technischen Belange kümmert.

Durch den laufenden Breitbandausbau in der Gemeinde ist es jedoch nur noch eine Frage der Zeit, bis es mit der Internetversorgung in der Verbundschule optimal läuft. Glasfaseranschlüsse gehen im Gegensatz zu den Kupferkabeln jedes Tempo mit und versprechen schon jetzt rasante Geschwindigkeiten auf der Datenautobahn. Das mit dem kreisweiten Ausbau beauftragte Unternehmen spricht von bis zu 10.000 M/Bit und vom Surfen in Echtzeit.

Sobald der Glasfaseranschluss in der Verbundschule aktiv ist, wird der Router im Büro von Manfred Heidemeier überflüssig und wieder abmontiert. Und wie steht es mit dem eigenen Anschluss des Unternehmers? „Die Kabel liegen schon an der Straße“, sagt der 60-Jährige. In den vergangen Tagen hätten sich die Arbeiter bereits einige Male auf seinem Hof aufgehalten. Der Hiller rechnet damit, dass er in den nächsten Wochen angeschlossen ist. Beantragt hatte er das schnelle Internet bereits kurz nach Bekanntwerden des Ausbauprogramms des Kreises. „Wir gehören hier an der Mindener Straße zu den bislang unterversorgten Haushalten“, sagt er. Darunter fallen alle Anschlüsse mit einer Netzgeschwindigkeit von unter 30 M/Bit. Nur zu gut weiß er, was lahmes Netz im Alltag bedeutet. Abstürze gehörten zum Alltag. Das habe ihn schon das ein oder andere Mal ziemlich gestört. Dank des Förderprogramms sei das bald Geschichte.

Aber auch wer schneller unterwegs ist, kann künftig von Glasfaser profitieren. Zusammen mit Greenfiber hat die Gemeinde den flächendeckenden Breitbandausbau auf den Weg gebracht. Bürgermeister Michael Schweiß (parteilos) hatte dieses Ziel bereits vor einiger Zeit erklärt, um in Sachen Internetversorgung keine Zwei-Klassen-Gesellschaft zu haben. Denn schnelles Netz gehöre längst zur Grundversorgung.

Voraussetzung dafür ist, dass mindestens 40 Prozent der noch verbleibenden Haushalte einen entsprechenden Anschluss beantragen. Hierzu informiert das Unternehmen in seinem Büro am Hiller WEZ sowie gemeinsam mit Politik und Verwaltung bei aktuell mehreren Infoveranstaltungen im Hiller Gemeindegebiet.

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