Mountainbike-Kontrolle im Wald Hille/Porta Westfalica (mt/nas). Um gegen das Mountainbikefahren auf ungenehmigten Routen im Wiehen- und Wesergebirge vorzugehen, haben das Regionalforstamt, die Untere Naturschutzbehörde und die Waldbesitzer eine Informationskampagne gestartet. Dazu wurden Verbotsschilder an den illegalen Abfahrtspisten angebracht und Info-Blätter verteilt. Ein wichtiger Baustein soll aber in Zukunft auch eine intensivierte Kommunikation untereinander bilden, teilen das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke mit. Mit Unterstützung der Kreispolizei haben die Behörden außerdem am vergangenen Samstag eine konzertierte Aktion im Wiehengebirge durchgeführt. Primär sollten die Mountainbiker dabei direkt und vor Ort angehalten, informiert und auf ihr ordnungswidriges Verhalten aufmerksam gemacht werden. Die Reaktionen der angehaltenen Mountainbiker waren durchweg positiv, so die Behörden. Die Mountainbiker sollen sich einsichtig und zur Verhaltensänderung bereit gezeigt haben, heißt es weiter. Mit ihren Aktionen wollen das Regionalforstamt und die Untere Naturschutzbehörde auf die sensiblen und deshalb streng geschützten Waldareale aufmerksam machen, durch die viele Routen abseits der Wege führen. Sie seien in der Mountainbike-Szene extrem angesagte Ziele. „Die Wälder auf dem Wiehengebirgskamm und im Weserbergland sind zum größten Teil als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet von europäischem Rang ausgewiesen und gehören zum Schutzgebietssystem Natura 2000. Wertgebende Bestandteile sind einzigartige Buchenwaldgesellschaften mit seltener Pflanzen- und Tierwelt. Solche sensiblen Schutzgebiete sind aufgrund ihres besonderen Status per Gesetz und Verordnung geschützt“, so die Behörden. Da sich beide Mittelgebirgsbereiche aufgrund ihrer Beschaffenheit optimal für den Mountainbike-Sport eignen, sind sie auch überregional bei Mountainbikern bekannt und beliebt. Während das Radfahren auf befestigten Wegen erlaubt ist, ist das Downhill-Fahren abseits der Waldwege streng verboten. Viele Mountainbiker halten sich auch an die Verbote, die meisten aber ignorieren unbewusst oder auch vorsätzlich die Regeln, so das Regionalforstamt und die Naturschutzbehörde. Das Thema beschäftigt die Behörden seit Jahren. Aktuell haben die Waldbesitzer mindestens zehn illegale Streckenverläufe zum Teil mit aufgebauten Hindernissen festgestellt, die mittlerweile aussehen, als seien sie etablierte Abfahrten. Und gerade diese viel befahrenen, eingefrästen Pisten richten nach Aussagen der Experten im „Lebensraum Wald“ einen massiven Schaden an. Diese massiven Eingriffe in die Natur, mit hohem Schadens-, Stör- und Beunruhigungsfaktor, werden nicht weiter hingenommen, heißt es.

Mountainbike-Kontrolle im Wald

Mountainbiker bei einer Kontrolle im Wiehengebirge. © Foto: Andreas Roefs /Wald und Holz NRW

Hille/Porta Westfalica (mt/nas). Um gegen das Mountainbikefahren auf ungenehmigten Routen im Wiehen- und Wesergebirge vorzugehen, haben das Regionalforstamt, die Untere Naturschutzbehörde und die Waldbesitzer eine Informationskampagne gestartet. Dazu wurden Verbotsschilder an den illegalen Abfahrtspisten angebracht und Info-Blätter verteilt. Ein wichtiger Baustein soll aber in Zukunft auch eine intensivierte Kommunikation untereinander bilden, teilen das Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe und die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke mit.

Mit Unterstützung der Kreispolizei haben die Behörden außerdem am vergangenen Samstag eine konzertierte Aktion im Wiehengebirge durchgeführt. Primär sollten die Mountainbiker dabei direkt und vor Ort angehalten, informiert und auf ihr ordnungswidriges Verhalten aufmerksam gemacht werden. Die Reaktionen der angehaltenen Mountainbiker waren durchweg positiv, so die Behörden. Die Mountainbiker sollen sich einsichtig und zur Verhaltensänderung bereit gezeigt haben, heißt es weiter.

Mit ihren Aktionen wollen das Regionalforstamt und die Untere Naturschutzbehörde auf die sensiblen und deshalb streng geschützten Waldareale aufmerksam machen, durch die viele Routen abseits der Wege führen. Sie seien in der Mountainbike-Szene extrem angesagte Ziele. „Die Wälder auf dem Wiehengebirgskamm und im Weserbergland sind zum größten Teil als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet von europäischem Rang ausgewiesen und gehören zum Schutzgebietssystem Natura 2000. Wertgebende Bestandteile sind einzigartige Buchenwaldgesellschaften mit seltener Pflanzen- und Tierwelt. Solche sensiblen Schutzgebiete sind aufgrund ihres besonderen Status per Gesetz und Verordnung geschützt“, so die Behörden.

Da sich beide Mittelgebirgsbereiche aufgrund ihrer Beschaffenheit optimal für den Mountainbike-Sport eignen, sind sie auch überregional bei Mountainbikern bekannt und beliebt. Während das Radfahren auf befestigten Wegen erlaubt ist, ist das Downhill-Fahren abseits der Waldwege streng verboten. Viele Mountainbiker halten sich auch an die Verbote, die meisten aber ignorieren unbewusst oder auch vorsätzlich die Regeln, so das Regionalforstamt und die Naturschutzbehörde.

Das Thema beschäftigt die Behörden seit Jahren. Aktuell haben die Waldbesitzer mindestens zehn illegale Streckenverläufe zum Teil mit aufgebauten Hindernissen festgestellt, die mittlerweile aussehen, als seien sie etablierte Abfahrten. Und gerade diese viel befahrenen, eingefrästen Pisten richten nach Aussagen der Experten im „Lebensraum Wald“ einen massiven Schaden an. Diese massiven Eingriffe in die Natur, mit hohem Schadens-, Stör- und Beunruhigungsfaktor, werden nicht weiter hingenommen, heißt es.

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