Mit Leib und Seele Bibliothekarinnen Regina Frese und Sibylle Herzog-Friedrich leiten Gemeindebücherei in Hartum: Ausleihe, Einkauf, Inventarisierung Von Gisela Burmester Hille-Hartum (mt). Ehrenamtliches Engagement ist nicht selbstverständlich. Umso höher ist das einzuschätzen, was Regina Frese und Sibylle Herzog-Friedrich tun: Sie leiten die Gemeindebücherei in Hartum. Unentgeltlich. Die beiden Hartumerinnen sind mit Leib und Seele Bibliothekarinnen, wobei Regina Frese diesen Beruf sogar erlernt hat. Seit November 1998 verbringt sie so gut wie jeden Mittwoch Nachmittag in dem Raum an der Hartumer Sporthalle. Im Herbst 2002 stößt dann Lehrerin Sibylle Herzog-Friedrich hinzu. "Was wir hier machen, ist echte Arbeit, sonst wären wir auch nicht so erfolgreiche", sagt Regina Frese und verweist auf die vor Kurzem verlängerten Öffnungszeiten um eine halbe Stunde, um den Andrang zu bewältigen.Und der ist jedes Mal recht groß. Durchschnittlich kommen mittwochs zwischen 60 und 70 Leseratten - zumeist Frauen und Kinder - in die Bücherei. Sie geben Bücher zurück, und selten verlässt jemand mal ohne eine neue Leihgabe den Raum. Ende Oktober zählt Regina Frese sogar 96 Besucher und 281 Ausleihen. "Das war richtig anstrengend. Meine Kollegin und ich waren erst lange nach Toresschluss zu Hause."In diesem Jahr überschreiten die Ausleihen erstmals die 9000er-Grenze.Doch die Stunden zwischen 15.30 und 18 Uhr sind nur ein Arbeitsbereich. Regina Frese sucht Titel für den Kauf heraus - die Gemeinde stellt jährlich als Etat 1500 Euro zur Verfügung - und inventarisiert die Bücher zu Hause. Dort müssen in diesem Jahr neben den 160 neu angeschafften Titeln auch 540 von Bürgern geschenkte Bücher nummeriert und mit Ausleihkarten bestückt werden. Sibylle Herzog-Friedrich kümmert sich dann um die Schutzfolien.Immer wieder wird der Bestand durchgesehen, abgenutzte und wenig ausgeliehene Bücher werden aussortiert und auf dem Flohmarkt auf dem Flur für kleines Geld angeboten oder sogar verschenkt. Der Bestandskatalog wird laufend aktualisiert, und in den Weihnachtsferien machen die beiden Frauen Inventur.Bis zu zwölf Wochenstunden widmet Regina Frese der Bücherei, bei ihrer Kollegin ist es etwas weniger. "Wir investieren viel Freizeit, doch macht die Arbeit riesigen Spaß", sagt Sibylle Herzog-Friedrich. Wohl auch, weil die Besucher unkompliziert sind. Obwohl keine Strafgebühr erhoben wird, bringen die meisten die Bücher pünktlich zurück. Und Langfinger gibt es nur selten.

Mit Leib und Seele Bibliothekarinnen

Hille-Hartum (mt). Ehrenamtliches Engagement ist nicht selbstverständlich. Umso höher ist das einzuschätzen, was Regina Frese und Sibylle Herzog-Friedrich tun: Sie leiten die Gemeindebücherei in Hartum. Unentgeltlich.

Regina Frese (links) und Sibylle Herzog-Friedrich (2.v.l.) leiten die Gemeindebücherei in Hartum. - © MT-Foto: Manfred Otto
Regina Frese (links) und Sibylle Herzog-Friedrich (2.v.l.) leiten die Gemeindebücherei in Hartum. - © MT-Foto: Manfred Otto

Die beiden Hartumerinnen sind mit Leib und Seele Bibliothekarinnen, wobei Regina Frese diesen Beruf sogar erlernt hat. Seit November 1998 verbringt sie so gut wie jeden Mittwoch Nachmittag in dem Raum an der Hartumer Sporthalle. Im Herbst 2002 stößt dann Lehrerin Sibylle Herzog-Friedrich hinzu. "Was wir hier machen, ist echte Arbeit, sonst wären wir auch nicht so erfolgreiche", sagt Regina Frese und verweist auf die vor Kurzem verlängerten Öffnungszeiten um eine halbe Stunde, um den Andrang zu bewältigen.

Mieke sucht sich ihre Bilderbuchlektüre aus. - © MT-Foto: Manfred Otto
Mieke sucht sich ihre Bilderbuchlektüre aus. - © MT-Foto: Manfred Otto

Und der ist jedes Mal recht groß. Durchschnittlich kommen mittwochs zwischen 60 und 70 Leseratten - zumeist Frauen und Kinder - in die Bücherei. Sie geben Bücher zurück, und selten verlässt jemand mal ohne eine neue Leihgabe den Raum. Ende Oktober zählt Regina Frese sogar 96 Besucher und 281 Ausleihen. "Das war richtig anstrengend. Meine Kollegin und ich waren erst lange nach Toresschluss zu Hause."

In diesem Jahr überschreiten die Ausleihen erstmals die 9000er-Grenze.

Doch die Stunden zwischen 15.30 und 18 Uhr sind nur ein Arbeitsbereich. Regina Frese sucht Titel für den Kauf heraus - die Gemeinde stellt jährlich als Etat 1500 Euro zur Verfügung - und inventarisiert die Bücher zu Hause. Dort müssen in diesem Jahr neben den 160 neu angeschafften Titeln auch 540 von Bürgern geschenkte Bücher nummeriert und mit Ausleihkarten bestückt werden. Sibylle Herzog-Friedrich kümmert sich dann um die Schutzfolien.

Buchstapel: die Ausbeute beim Gang durch die Regale. - © MT-Foto: Manfred Otto
Buchstapel: die Ausbeute beim Gang durch die Regale. - © MT-Foto: Manfred Otto

Immer wieder wird der Bestand durchgesehen, abgenutzte und wenig ausgeliehene Bücher werden aussortiert und auf dem Flohmarkt auf dem Flur für kleines Geld angeboten oder sogar verschenkt. Der Bestandskatalog wird laufend aktualisiert, und in den Weihnachtsferien machen die beiden Frauen Inventur.

Bis zu zwölf Wochenstunden widmet Regina Frese der Bücherei, bei ihrer Kollegin ist es etwas weniger. "Wir investieren viel Freizeit, doch macht die Arbeit riesigen Spaß", sagt Sibylle Herzog-Friedrich. Wohl auch, weil die Besucher unkompliziert sind. Obwohl keine Strafgebühr erhoben wird, bringen die meisten die Bücher pünktlich zurück. Und Langfinger gibt es nur selten.

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