Mietwohnungen gesucht: Gemeinde braucht Räumlichkeiten für Flüchtlinge Hille(mt/sbo). Kleinere, bezahlbare Wohnungen sind in der Gemeinde Hille Mangelware, doch genau die werden für die Unterbringung von Flüchtlingen gesucht. Über die aktuelle Situation berichtete Ralf Watermann als Sachbearbeiter für Asyl kürzlich in der Sitzung des Ausschusses für Generationen, Bildung, Sport und Kultur. Mit Stand 30. September 2021 leben in der Gemeinde 190 Flüchtlinge: 32 Menschen befinden sich im Asylverfahren und besitzen eine Aufenthaltsgestattung. 65 Männer und Frauen haben ein abgeschlossenes Asylverfahren und besitzen eine Duldung (Aussetzung der Abschiebung). 93 Personen sind anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel (Wohnsitzzuweisung). Von ihnen sind 146 in den Gemeinschaftsunterkünften am Sportplatzweg in Hille und in der Nähe der Holzhauser Bürgerhalle sowie in rund 20 von der Kommune angemieteten Wohnungen untergebracht. 44 Personen sind in Privatwohnungen untergekommen. Das Wohnheim in Hille sei, sagte Ralf Watermann, mit 52 Personen voll ausgelastet – aufgrund der Coronapandemie sei jeder Raum nur zur Hälfte belegt. „Dort leben jetzt 30 anerkannte Flüchtlinge und 22 mit abgeschlossenem Asylverfahren und Duldungsstatus.“ Um Platz für nachrückende Asylbewerber zu schaffen, sucht die Gemeinde dringend für die anerkannten Flüchtlinge mit Wohnsitzzuweisung angemessene Wohnungen, die vom Jobcenter des Kreises Minden-Lübbecke finanziert werden. Doch solche Räumlichkeiten sind laut Ralf Watermann Mangelware, vor allen Dingen die kleinen, bezahlbaren. „Die Gemeinde ist hinsichtlich der Unterbringung an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt.“ Die Situation verschärft sich dadurch, dass aktuell die Verpflichtung zur Aufnahme von anerkannten Flüchtlingen bei 184 Personen liegt und manche von ihnen ihre Familien nachkommen lassen werden. 25 Menschen sind nach einer Vereinbarung mit der Bezirksregierung Arnsberg bereits in der Gemeinde angekommen und wurden im Wohnheim in Hille untergebracht. Von diesen 25 wollen sechs ihre Familien nachholen. „Es fehlen somit sechs Wohnungen“, wies Ralf Watermann auf die erfolglosen Bemühungen bei der Suche auf gängigen Immobilienportalen hin.

Mietwohnungen gesucht: Gemeinde braucht Räumlichkeiten für Flüchtlinge

Die Unterkunft am Sportplatzweg ist voll ausgelastet. Foto: MT-Archiv © x

Hille(mt/sbo). Kleinere, bezahlbare Wohnungen sind in der Gemeinde Hille Mangelware, doch genau die werden für die Unterbringung von Flüchtlingen gesucht. Über die aktuelle Situation berichtete Ralf Watermann als Sachbearbeiter für Asyl kürzlich in der Sitzung des Ausschusses für Generationen, Bildung, Sport und Kultur.

Mit Stand 30. September 2021 leben in der Gemeinde 190 Flüchtlinge: 32 Menschen befinden sich im Asylverfahren und besitzen eine Aufenthaltsgestattung. 65 Männer und Frauen haben ein abgeschlossenes Asylverfahren und besitzen eine Duldung (Aussetzung der Abschiebung). 93 Personen sind anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthaltstitel (Wohnsitzzuweisung). Von ihnen sind 146 in den Gemeinschaftsunterkünften am Sportplatzweg in Hille und in der Nähe der Holzhauser Bürgerhalle sowie in rund 20 von der Kommune angemieteten Wohnungen untergebracht. 44 Personen sind in Privatwohnungen untergekommen.

Das Wohnheim in Hille sei, sagte Ralf Watermann, mit 52 Personen voll ausgelastet – aufgrund der Coronapandemie sei jeder Raum nur zur Hälfte belegt. „Dort leben jetzt 30 anerkannte Flüchtlinge und 22 mit abgeschlossenem Asylverfahren und Duldungsstatus.“ Um Platz für nachrückende Asylbewerber zu schaffen, sucht die Gemeinde dringend für die anerkannten Flüchtlinge mit Wohnsitzzuweisung angemessene Wohnungen, die vom Jobcenter des Kreises Minden-Lübbecke finanziert werden. Doch solche Räumlichkeiten sind laut Ralf Watermann Mangelware, vor allen Dingen die kleinen, bezahlbaren. „Die Gemeinde ist hinsichtlich der Unterbringung an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt.“

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Patrick Schwemmling

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Die Situation verschärft sich dadurch, dass aktuell die Verpflichtung zur Aufnahme von anerkannten Flüchtlingen bei 184 Personen liegt und manche von ihnen ihre Familien nachkommen lassen werden. 25 Menschen sind nach einer Vereinbarung mit der Bezirksregierung Arnsberg bereits in der Gemeinde angekommen und wurden im Wohnheim in Hille untergebracht. Von diesen 25 wollen sechs ihre Familien nachholen. „Es fehlen somit sechs Wohnungen“, wies Ralf Watermann auf die erfolglosen Bemühungen bei der Suche auf gängigen Immobilienportalen hin.

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