Marihuana-Geruch führt Polizei zu Dealer: 26-jähriger Hiller muss sich vor Gericht verantworten Nils Middelhauve Hille/Minden/Bielefeld. Es war reiner Zufall, dass die Mindener Polizei einem mutmaßlichen Großdealer und einem seiner Kuriere auf die Schliche gekommen war. Demnächst werden sich die beiden 26-Jährigen vor der XXI. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgericht verantworten müssen. Am 31. Januar dieses Jahres geriet der aus Minden stammende Saulus T. (Namen aller Betroffenen geändert) mit seinem Auto in seiner Heimatstadt in eine Verkehrskontrolle. Auf dem Beifahrersitz saß der nun mitangeklagte Leonid E. aus Hille. Als den Beamten der süßliche Geruch von Marihuana in die Nasen stieg, durchsuchten sie das Auto – und wurden fündig: Im Auto befand sich neben fünf Gramm Marihuana mehr als ein Kilogramm Amphetamin. Leonid E. hatte darüber hinaus in seiner Unterhose zwei Gefrierbeutel mit insgesamt 30 Gramm Kokain versteckt. Des Weiteren stellte die Polizei in der Jacke von E. ein Tierabwehrspray sowie in einem von ihm getragenen Bauchbeutel ein Einhandmesser und 2.800 Euro Bargeld sicher. Das Geld, so die Vermutung der Ermittler, dürfte aus Geschäften mit Betäubungsmitteln stammen. Die Bielefelder Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich Saulus T. und sein Beifahrer auf einer Kurierfahrt befunden hatten. Die Auswertung der beschlagnahmten Handys legt nahe, dass T. lediglich bei dieser einen – aufgeflogenen – Fahrt dabei war. Er wird sich demzufolge auch lediglich wegen einer Beihilfehandlung vor Gericht verantworten müssen. Deutlich schwerwiegender sind jedoch die Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft gegen Leonid E. erhebt: Der Mann aus Hille soll in der Zeit von Juni 2020 bis zum Auffliegen seiner Taten ausweislich der Auswertungen der Chatprotokolle mit rund 52,5 Kilogramm Marihuana sowie fünf Kilogramm Amphetamin gehandelt haben. Er wird sich daher wegen bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln vor Gericht verantworten müssen. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.

Marihuana-Geruch führt Polizei zu Dealer: 26-jähriger Hiller muss sich vor Gericht verantworten

Hille/Minden/Bielefeld. Es war reiner Zufall, dass die Mindener Polizei einem mutmaßlichen Großdealer und einem seiner Kuriere auf die Schliche gekommen war. Demnächst werden sich die beiden 26-Jährigen vor der XXI. Großen Strafkammer des Bielefelder Landgericht verantworten müssen.

Am 31. Januar dieses Jahres geriet der aus Minden stammende Saulus T. (Namen aller Betroffenen geändert) mit seinem Auto in seiner Heimatstadt in eine Verkehrskontrolle. Auf dem Beifahrersitz saß der nun mitangeklagte Leonid E. aus Hille. Als den Beamten der süßliche Geruch von Marihuana in die Nasen stieg, durchsuchten sie das Auto – und wurden fündig: Im Auto befand sich neben fünf Gramm Marihuana mehr als ein Kilogramm Amphetamin.

Leonid E. hatte darüber hinaus in seiner Unterhose zwei Gefrierbeutel mit insgesamt 30 Gramm Kokain versteckt. Des Weiteren stellte die Polizei in der Jacke von E. ein Tierabwehrspray sowie in einem von ihm getragenen Bauchbeutel ein Einhandmesser und 2.800 Euro Bargeld sicher. Das Geld, so die Vermutung der Ermittler, dürfte aus Geschäften mit Betäubungsmitteln stammen.


Die Bielefelder Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich Saulus T. und sein Beifahrer auf einer Kurierfahrt befunden hatten. Die Auswertung der beschlagnahmten Handys legt nahe, dass T. lediglich bei dieser einen – aufgeflogenen – Fahrt dabei war. Er wird sich demzufolge auch lediglich wegen einer Beihilfehandlung vor Gericht verantworten müssen.

Deutlich schwerwiegender sind jedoch die Vorwürfe, die die Staatsanwaltschaft gegen Leonid E. erhebt: Der Mann aus Hille soll in der Zeit von Juni 2020 bis zum Auffliegen seiner Taten ausweislich der Auswertungen der Chatprotokolle mit rund 52,5 Kilogramm Marihuana sowie fünf Kilogramm Amphetamin gehandelt haben. Er wird sich daher wegen bewaffneten Handels mit Betäubungsmitteln vor Gericht verantworten müssen. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.

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