Lehrerkabarett „Die Daktiker“ feiert Erfolg in der Verbundschule Hille Viel los im Städtischen Adolphinum Carsten Korfesmeyer Hille (mt). Wilhelm Buschs Lehrer Lempel hätte sich bestimmt an der ein oder anderen Stelle angesprochen gefühlt. Nach (fast) allen Regeln der Kunst durchleuchten „Die Daktiker“ den Sinn und Unsinn der Pädagogik. Das 1984 gegründete Lehrerkabarett schildert in der Verbundschulaula verschiedene Momente des Schulalltags. Die Handlung spielt im „Städtischen Adolphinum“ – einem Gymnasium, das an Heinz Rühmanns „Feuerzangenbowle“ erinnert. Die Lehrer werden mit ihren Stärken, aber besonders mit ihren Schwächen wunderbar aufs Korn genommen und: Weil die Charaktere um den seit 1986 auf seine Beförderung wartenden Schulleiter Lax (Andreas Boxhammer) so herrlich überzeichnet sind, wirken die Marotten der Lehrer immer sympathisch. Das Publikum schließt „Die Daktiker“ sofort ins Herz. Es geht um Lehrpläne, Unterricht und den ganz normalen Wahnsinn eines Schulalltags. Der Direktor und seine Mitstreiter Frau Lengowski (Brigitte Lämbgen) sowie die Lehrer Müller-Liebenstreit (Hermann-Josef Skutnik) und Krick (Hans-Peter Königs) zeigen jede Menge Einsatz für Schule und Schüler.Ob die gespielten Szenen, darunter beispielsweise das trinkfreudige Verhalten während eines Lehrerausflugs, wirklich rein fiktiv sind, mag durchaus dahingestellt sein. Denn im Publikum sitzen beim Hiller Auftritt eine Reihe Vertreter des Lehrerberufs, die zwar erkennbar Spaß haben, aber häufig an Stellen lachen, wo nur Kenner der Szene die Tiefe der Botschaft erkennen.Es sind aber nicht allein die Macken der Lehrer, die von den Didaktikern ins Visier genommen werden. Das Verhalten von Eltern oder Schülern wird ebenso liebevoll thematisiert wie der ständige Ärger mit den Kultusbehörden.Und dann sind da noch die Lieder, die das Quartett mit großem Elan singt. Bei den Texten dreht sich selbstverständlich alles um das Adolphinum – aber auch darum, wie man den Schülern etwas beibringen kann. Die Botschaften sind dabei durchaus hintergründig und enthalten an vielen Stellen kleinere Portionen Kritik am Berufsstand, die aber mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind.Dass sie ihr Publikum auch gerne in die Handlungen mit einbeziehen, macht „Die Daktiker“ noch greifbarer. Und diese enge Verbindung zu den Darstellern hält sich bis zum Schluss – auch bei Zuschauern, die keine Lehrer sind.

Lehrerkabarett „Die Daktiker“ feiert Erfolg in der Verbundschule Hille

Hille (mt). Wilhelm Buschs Lehrer Lempel hätte sich bestimmt an der ein oder anderen Stelle angesprochen gefühlt. Nach (fast) allen Regeln der Kunst durchleuchten „Die Daktiker“ den Sinn und Unsinn der Pädagogik.

Das 1984 gegründete Lehrerkabarett schildert in der Verbundschulaula verschiedene Momente des Schulalltags. Die Handlung spielt im „Städtischen Adolphinum“ – einem Gymnasium, das an Heinz Rühmanns „Feuerzangenbowle“ erinnert. Die Lehrer werden mit ihren Stärken, aber besonders mit ihren Schwächen wunderbar aufs Korn genommen und: Weil die Charaktere um den seit 1986 auf seine Beförderung wartenden Schulleiter Lax (Andreas Boxhammer) so herrlich überzeichnet sind, wirken die Marotten der Lehrer immer sympathisch. Das Publikum schließt „Die Daktiker“ sofort ins Herz. Es geht um Lehrpläne, Unterricht und den ganz normalen Wahnsinn eines Schulalltags. Der Direktor und seine Mitstreiter Frau Lengowski (Brigitte Lämbgen) sowie die Lehrer Müller-Liebenstreit (Hermann-Josef Skutnik) und Krick (Hans-Peter Königs) zeigen jede Menge Einsatz für Schule und Schüler.

„Die Daktiker“ gelten als das älteste Lehrerkabarett Deutschlands. - © MT-Foto: Carsten Korfesmeyer
„Die Daktiker“ gelten als das älteste Lehrerkabarett Deutschlands. - © MT-Foto: Carsten Korfesmeyer

Ob die gespielten Szenen, darunter beispielsweise das trinkfreudige Verhalten während eines Lehrerausflugs, wirklich rein fiktiv sind, mag durchaus dahingestellt sein. Denn im Publikum sitzen beim Hiller Auftritt eine Reihe Vertreter des Lehrerberufs, die zwar erkennbar Spaß haben, aber häufig an Stellen lachen, wo nur Kenner der Szene die Tiefe der Botschaft erkennen.

Es sind aber nicht allein die Macken der Lehrer, die von den Didaktikern ins Visier genommen werden. Das Verhalten von Eltern oder Schülern wird ebenso liebevoll thematisiert wie der ständige Ärger mit den Kultusbehörden.

Und dann sind da noch die Lieder, die das Quartett mit großem Elan singt. Bei den Texten dreht sich selbstverständlich alles um das Adolphinum – aber auch darum, wie man den Schülern etwas beibringen kann. Die Botschaften sind dabei durchaus hintergründig und enthalten an vielen Stellen kleinere Portionen Kritik am Berufsstand, die aber mit einem Augenzwinkern zu verstehen sind.

Dass sie ihr Publikum auch gerne in die Handlungen mit einbeziehen, macht „Die Daktiker“ noch greifbarer. Und diese enge Verbindung zu den Darstellern hält sich bis zum Schluss – auch bei Zuschauern, die keine Lehrer sind.

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