Kritik an der Strategie des Kreises: Hiller Gewerbetreibende fordern flächendeckende Nutzung der Luca-App Stefanie Dullweber Hille. Viele Geschäftsleute aus der Gemeinde Hille setzen bei der Kontaktnachverfolgung in Sachen Corona auf die Luca-App. Das teilt Olaf Labitzke vom Gewerbeverein Hiller Land mit. Der Verein habe bei allen Mitgliedern für dieses Verfahren geworben und es würden täglich mehr Örtlichkeiten in den neun Ortschaften benannt. Der Gewerbeverein stimme sich in dieser Sache eng mit der Gemeinde Hille und den im Rathaus zuständigen Mitarbeitern ab. „Wir werben für die digitale Kontaktverfolgung und wollen sie möglichst überall dort, wo es Sinn macht, etablieren“, sagt Labitzke. Als Information für die Hiller Unternehmen hätte der Gewerbeverein eine Übersichtsseite ins Internet gestellt. Auf der Homepage hille-luca.de gibt es weitere Infos darüber, wie die App genutzt werden kann. „Unsere Mitglieder können mit einem Plakat auf ihre Luca-Location aufmerksam machen.“ Olaf Labitzke und die anderen Vorstandsmitglieder hoffen, dass die Unternehmen einen Beitrag dazu leisten, dass die Inzidenz in Hille weiter gedrückt werden kann. „Nur mit einer digitalen Kontaktverfolgung kann ein Gesundheitsamt Herr der Lage werden.“ Die Inzidenz in Hille liegt aktuell bei 78,1. Die Aussage von Landrätin Anna Bölling, dass der Kreis die Kontaktnachverfolgung noch ohne Luca in angemessener Zeit schaffe, sei in diesen Zeiten längst überholt. Wer dies nur mit mehr Personalaufwand und mit der Hilfe der Bundeswehr schaffe, habe in den letzten zwölf Monaten nichts dazugelernt und setze immer noch auf die falsche Strategie, findet Labitzke. Die Hiller fordern, dass sofort und verpflichtend alle Möglichkeiten genutzt werden müssen. „Wir dürfen dem Einzelhandel nicht weiter mit utopischen Auflagen Steine in den Weg legen und dann behaupten, der Einzelhandel sei nicht der Treiber in der Pandemie.“ Ein Lebensmittelmarkt dürfe, so Labitzke weiter, nahezu ohne Auflagen fast unbegrenzt Personen in den Markt lassen, ein Modeladen oder Optiker aber dürfe pro 40 Quadratmeter nur eine Person in sein Geschäft lassen. „Wo ist die medizinische Grundlage für so eine Anordnung?“, fragt sich der Unternehmer. Die Hiller Gewerbetreibenden fordern die Verantwortlichen beim Kreis Minden-Lübbecke auf, insbesondere die kleinen Geschäfte mit ihren Hygienekonzepten und mit der Luca-App-Kontaktverfolgung sofort wieder öffnen zu lassen. Labitzke: „Die Menschen brauchen Abwechslungsmöglichkeiten und der Handel endlich eine Perspektive.“ Folgende Unternehmen aus Hille nutzen bereits die Luca-App: Pfister Moden, Küchenstudio Husemann, Provinzial Riechmann, Schuhhaus und Fußpflege Meyer, Software Studio Labitzke, Gemeindeverwaltung Hille, Zahn Zentrum Hille, Hiller Reisebüro, Zweiradhandel Wittemeyer, Opel-Autohaus Brinkmann und DKM Haustechnik.

Kritik an der Strategie des Kreises: Hiller Gewerbetreibende fordern flächendeckende Nutzung der Luca-App

Einige Unternehmen nutzen bereits die Luca-App. Der Gewerbeverein Hiller Land hat auf einer Homepage alle Informationen dazu zur Verfügung gestellt. Foto: Pixabay © Pixabay

Hille. Viele Geschäftsleute aus der Gemeinde Hille setzen bei der Kontaktnachverfolgung in Sachen Corona auf die Luca-App. Das teilt Olaf Labitzke vom Gewerbeverein Hiller Land mit. Der Verein habe bei allen Mitgliedern für dieses Verfahren geworben und es würden täglich mehr Örtlichkeiten in den neun Ortschaften benannt.

Der Gewerbeverein stimme sich in dieser Sache eng mit der Gemeinde Hille und den im Rathaus zuständigen Mitarbeitern ab. „Wir werben für die digitale Kontaktverfolgung und wollen sie möglichst überall dort, wo es Sinn macht, etablieren“, sagt Labitzke. Als Information für die Hiller Unternehmen hätte der Gewerbeverein eine Übersichtsseite ins Internet gestellt. Auf der Homepage hille-luca.de gibt es weitere Infos darüber, wie die App genutzt werden kann. „Unsere Mitglieder können mit einem Plakat auf ihre Luca-Location aufmerksam machen.“

Olaf Labitzke und die anderen Vorstandsmitglieder hoffen, dass die Unternehmen einen Beitrag dazu leisten, dass die Inzidenz in Hille weiter gedrückt werden kann. „Nur mit einer digitalen Kontaktverfolgung kann ein Gesundheitsamt Herr der Lage werden.“ Die Inzidenz in Hille liegt aktuell bei 78,1.

Die Aussage von Landrätin Anna Bölling, dass der Kreis die Kontaktnachverfolgung noch ohne Luca in angemessener Zeit schaffe, sei in diesen Zeiten längst überholt. Wer dies nur mit mehr Personalaufwand und mit der Hilfe der Bundeswehr schaffe, habe in den letzten zwölf Monaten nichts dazugelernt und setze immer noch auf die falsche Strategie, findet Labitzke.

Die Hiller fordern, dass sofort und verpflichtend alle Möglichkeiten genutzt werden müssen. „Wir dürfen dem Einzelhandel nicht weiter mit utopischen Auflagen Steine in den Weg legen und dann behaupten, der Einzelhandel sei nicht der Treiber in der Pandemie.“ Ein Lebensmittelmarkt dürfe, so Labitzke weiter, nahezu ohne Auflagen fast unbegrenzt Personen in den Markt lassen, ein Modeladen oder Optiker aber dürfe pro 40 Quadratmeter nur eine Person in sein Geschäft lassen. „Wo ist die medizinische Grundlage für so eine Anordnung?“, fragt sich der Unternehmer.

Die Hiller Gewerbetreibenden fordern die Verantwortlichen beim Kreis Minden-Lübbecke auf, insbesondere die kleinen Geschäfte mit ihren Hygienekonzepten und mit der Luca-App-Kontaktverfolgung sofort wieder öffnen zu lassen. Labitzke: „Die Menschen brauchen Abwechslungsmöglichkeiten und der Handel endlich eine Perspektive.“

Folgende Unternehmen aus Hille nutzen bereits die Luca-App: Pfister Moden, Küchenstudio Husemann, Provinzial Riechmann, Schuhhaus und Fußpflege Meyer, Software Studio Labitzke, Gemeindeverwaltung Hille, Zahn Zentrum Hille, Hiller Reisebüro, Zweiradhandel Wittemeyer, Opel-Autohaus Brinkmann und DKM Haustechnik.

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