Kreide war gestern: 270.000 Euro stehen in diesem Jahr für das digitalen Lernen bereit Carsten Korfesmeyer Hille. Die Medienentwicklung an den Schulen der Gemeinde scheint auf einem guten Weg. Bernd Küchhold ist zufrieden und im MT-Gespräch gibt sich der Mann aus dem Hartumer Rathaus zuversichtlich, dass Lehrer und Schüler bereits mittelfristig ideal miteinander vernetzt sind. Doch er lässt auch durchblicken, dass alles mit Augenmaß geschehen muss. Es mache wenig Sinn, überall sofort Laptops und Co. zur Verfügung zu stellen, wenn gleichzeitig noch das Netz an der ein oder anderen Stelle lahmt. Gehe es um Digitales Lernen, müsse in der Gesamtheit gedacht und gehandelt werden. Bis 2023 sollen deshalb insgesamt rund 987.000 Euro in die Netzinfrastruktur der Hiller Schulen investiert werden. Per Beschluss hatte sich der Rat in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl darauf verständigt, den Breitbandausbau so rasch wie möglich voranzubringen. Das Ziel heißt, schnelles Internet in der gesamten Gemeinde möglich zu machen und davon würden auch die Schulen profitieren. Schon Mitte kommenden Jahres sollen die Verbundschule sowie die Grundschulen in Hille und Nordhemmern einen Glasfaseranschluss bekommen. In naher Zukunft dürften auch die Förderschule Mindenerwald und der Grundschulstandort Oberlübbe von der Hochgeschwindigkeit im Netz profitieren. Denn die Förderzusage des Bundes über 50.000 Euro liegt nach Worten von Bernd Küchhold vor, allerdings stehe die Kofinanzierung des Landes noch aus. Die Ausschreibung ist aber mittlerweile erfolgt. Die Förderschule in Eickhorst erhält ihren Anschluss über den privaten Anbieter Gustav, der seine Arbeiten in dem Ortsteil inzwischen abgeschlossen hat und mit dem Netzbetrieb startet. Vorläufig noch nichts tut sich hingegen am Grundschulstandort in Rothenuffeln. Dort sei man in Sachen Internet allerdings zumindest aktuell ausreichend versorgt, heißt es. Rund 276.000 Euro sind allein im Jahr 2019 über den Medienenentwicklungsplan in die Internetausstattung der Hiller Schulen geflossen. „Für 2020 sind weitere 269.700 Euro eingeplant“, sagt Bernd Küchhold. Die Gelder würden zwar auch für Endgeräte verwendet, allerdings spielen noch weitere Schwerpunkte eine Rolle. So werden unter anderem das Wlan ausgebaut und die Server erneuert. Denn aufgrund der rasant fortschreitenden Technik sei vergleichsweise schnell wieder alt, was vor kurzem noch neu war. „Wir müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten.“ Der Medienentwicklungsplan der Gemeinde zeigt deutlich, dass sich das Lernen in den Schulen gravierend verändert. Digitale Tafeln ersetzen in Kreide geschriebene Informationen und selbst die Hausaufgaben können von den Lehrern online kontrolliert werden. Das Verteilen von Aufgabenblättern entfällt im Unterricht ebenso, weil diese in dem Modell für die Zukunft einfach ins Netz gestellt werden. Und in der Phase des Shutdowns hat sich gezeigt, dass notfalls selbst der Unterricht per Laptop funktioniert. Im Bildungsausschuss hatte Bernd Küchhold kürzlich auch über die Möglichkeiten gesprochen, wie künftig Prüfungen digital erfolgen könnten. „Dafür brauchen wir aber eine moderne Schulmanagementsoftware“, sagt er im MT-Gespräch. Diese müsse beispielsweise sicherstellen, dass die allgemeinen Prüfungsbedingungen eingehalten werden. „Nicht dass am Ende noch die Ergebnisse gegoogelt werden“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Im Gespräch mit Küchhold zeigt sich, dass beim Digitalen Lernen einiges miteinander verzahnen muss. Und dazu gehört auch, dass beispielsweise Lehrer über sogenannte „schulgebundene mobile Endgeräte“ verfügen müssen, die direkt auf die Anforderungen des Unterrichts zugeschnitten sind. Mit maximal 500 Euro pro Gerät wird dieser Kauf gefördert. Schüler müssen selbstverständlich ebenfalls mobil online gehen können, was sich nicht jedes Elternhaus leisten kann. Um etwaige Nachteile auszugleichen, sollen Schüler diese Endgeräte nebst Zubehör in der Schule ausleihen können. Das läuft unbürokratisch. Eine Bedürftigkeitsprüfung gibt es nicht.

Kreide war gestern: 270.000 Euro stehen in diesem Jahr für das digitalen Lernen bereit

Jeder Hiller Schüler soll möglichst bald die Möglichkeiten des digitalen Lernens bekommen. Foto: www.imago-images.de © imago images/Panthermedia

Hille. Die Medienentwicklung an den Schulen der Gemeinde scheint auf einem guten Weg. Bernd Küchhold ist zufrieden und im MT-Gespräch gibt sich der Mann aus dem Hartumer Rathaus zuversichtlich, dass Lehrer und Schüler bereits mittelfristig ideal miteinander vernetzt sind. Doch er lässt auch durchblicken, dass alles mit Augenmaß geschehen muss. Es mache wenig Sinn, überall sofort Laptops und Co. zur Verfügung zu stellen, wenn gleichzeitig noch das Netz an der ein oder anderen Stelle lahmt. Gehe es um Digitales Lernen, müsse in der Gesamtheit gedacht und gehandelt werden. Bis 2023 sollen deshalb insgesamt rund 987.000 Euro in die Netzinfrastruktur der Hiller Schulen investiert werden.

Per Beschluss hatte sich der Rat in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl darauf verständigt, den Breitbandausbau so rasch wie möglich voranzubringen. Das Ziel heißt, schnelles Internet in der gesamten Gemeinde möglich zu machen und davon würden auch die Schulen profitieren. Schon Mitte kommenden Jahres sollen die Verbundschule sowie die Grundschulen in Hille und Nordhemmern einen Glasfaseranschluss bekommen. In naher Zukunft dürften auch die Förderschule Mindenerwald und der Grundschulstandort Oberlübbe von der Hochgeschwindigkeit im Netz profitieren. Denn die Förderzusage des Bundes über 50.000 Euro liegt nach Worten von Bernd Küchhold vor, allerdings stehe die Kofinanzierung des Landes noch aus.

Die Ausschreibung ist aber mittlerweile erfolgt. Die Förderschule in Eickhorst erhält ihren Anschluss über den privaten Anbieter Gustav, der seine Arbeiten in dem Ortsteil inzwischen abgeschlossen hat und mit dem Netzbetrieb startet. Vorläufig noch nichts tut sich hingegen am Grundschulstandort in Rothenuffeln. Dort sei man in Sachen Internet allerdings zumindest aktuell ausreichend versorgt, heißt es.

Rund 276.000 Euro sind allein im Jahr 2019 über den Medienenentwicklungsplan in die Internetausstattung der Hiller Schulen geflossen. „Für 2020 sind weitere 269.700 Euro eingeplant“, sagt Bernd Küchhold. Die Gelder würden zwar auch für Endgeräte verwendet, allerdings spielen noch weitere Schwerpunkte eine Rolle. So werden unter anderem das Wlan ausgebaut und die Server erneuert. Denn aufgrund der rasant fortschreitenden Technik sei vergleichsweise schnell wieder alt, was vor kurzem noch neu war. „Wir müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten.“

Der Medienentwicklungsplan der Gemeinde zeigt deutlich, dass sich das Lernen in den Schulen gravierend verändert. Digitale Tafeln ersetzen in Kreide geschriebene Informationen und selbst die Hausaufgaben können von den Lehrern online kontrolliert werden. Das Verteilen von Aufgabenblättern entfällt im Unterricht ebenso, weil diese in dem Modell für die Zukunft einfach ins Netz gestellt werden. Und in der Phase des Shutdowns hat sich gezeigt, dass notfalls selbst der Unterricht per Laptop funktioniert.

Im Bildungsausschuss hatte Bernd Küchhold kürzlich auch über die Möglichkeiten gesprochen, wie künftig Prüfungen digital erfolgen könnten. „Dafür brauchen wir aber eine moderne Schulmanagementsoftware“, sagt er im MT-Gespräch. Diese müsse beispielsweise sicherstellen, dass die allgemeinen Prüfungsbedingungen eingehalten werden. „Nicht dass am Ende noch die Ergebnisse gegoogelt werden“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

Im Gespräch mit Küchhold zeigt sich, dass beim Digitalen Lernen einiges miteinander verzahnen muss. Und dazu gehört auch, dass beispielsweise Lehrer über sogenannte „schulgebundene mobile Endgeräte“ verfügen müssen, die direkt auf die Anforderungen des Unterrichts zugeschnitten sind. Mit maximal 500 Euro pro Gerät wird dieser Kauf gefördert. Schüler müssen selbstverständlich ebenfalls mobil online gehen können, was sich nicht jedes Elternhaus leisten kann. Um etwaige Nachteile auszugleichen, sollen Schüler diese Endgeräte nebst Zubehör in der Schule ausleihen können. Das läuft unbürokratisch. Eine Bedürftigkeitsprüfung gibt es nicht.

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