Kommentar zum Lärmschutz in Hille: Einfach weghören gilt nicht Carsten Korfesmeyer Fünf Hiller wohnen dort, wo es akut lauter ist als erlaubt. Angesichts von knapp 15.400 Einwohnern mag diese Zahl niedrig sein, egal ist sie sicher nicht. Denn Lärm ist lästig, er nervt und macht erwiesenermaßen krank. Grenzwerte gibt es, um Fakten zu schaffen. Liegen die Messwerte höher, müssen sie runter. Die Zahlen einfach beiseite zu schieben und sich mit dem Argument einer „geringen Betroffenheit" aus der Affäre zu ziehen, hinterlässt mindestens einen faden Beigeschmack. Lärmbelästigung bleibt, was sie ist: störend. Das gilt auch dann, wenn sie nur Einzelne trifft. Die für Hille ermittelten Werte sind formal zwar ignoriert, allerdings nicht aus der Welt. Und damit sie nicht ganz umsonst gemessen wurden, könnte die Politik nach Wegen suchen, den Lärm in den betroffenen Gebieten trotzdem zu drosseln. Das käme sicher besser an als einfach nur wegzuhören. Manchmal klappt das schon mit vergleichsweise einfachen Mitteln – wie beispielsweise einer Geschwindigkeitsbegrenzung.

Kommentar zum Lärmschutz in Hille: Einfach weghören gilt nicht

Fünf Hiller wohnen dort, wo es akut lauter ist als erlaubt. Angesichts von knapp 15.400 Einwohnern mag diese Zahl niedrig sein, egal ist sie sicher nicht. Denn Lärm ist lästig, er nervt und macht erwiesenermaßen krank.

Grenzwerte gibt es, um Fakten zu schaffen. Liegen die Messwerte höher, müssen sie runter. Die Zahlen einfach beiseite zu schieben und sich mit dem Argument einer „geringen Betroffenheit" aus der Affäre zu ziehen, hinterlässt mindestens einen faden Beigeschmack. Lärmbelästigung bleibt, was sie ist: störend. Das gilt auch dann, wenn sie nur Einzelne trifft.

Die für Hille ermittelten Werte sind formal zwar ignoriert, allerdings nicht aus der Welt. Und damit sie nicht ganz umsonst gemessen wurden, könnte die Politik nach Wegen suchen, den Lärm in den betroffenen Gebieten trotzdem zu drosseln. Das käme sicher besser an als einfach nur wegzuhören. Manchmal klappt das schon mit vergleichsweise einfachen Mitteln – wie beispielsweise einer Geschwindigkeitsbegrenzung.

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