Klebe-Effekt: In Hille soll im November das Sammelfieber ausbrechen Stefanie Dullweber Hille. Fast jeder kennt sie, die Sammelhefte, in die die Bilder berühmter Sportler oder Comic-Helden geklebet werden können. Viele haben nicht nur einen ideellen, sondern auch einen hohen materiellen Wert, wenn sie vollständig sind. Demnächst werden auch die Mitglieder des TV „Sachsenroß“ Hille zu Stickerstars. „Wir hoffen, dass im Dorf das Sammelfieber ausbricht“, sagt Mitorganisatorin Kirsten Voß und erklärt, was es mit dem Projekt auf sich hat. „Wir sind Nachmacher“, gibt die stellvertretende Vorsitzende zu. „Wir haben das bei anderen Vereinen gesehen und fanden es gut.“ Eigentlich war die Aktion Teil des Jubiläumsjahres. Im letzten Jahr feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen – zumindest so lange, bis die Corona-Beschränkungen dem Vorhaben ein Ende setzten. Jetzt soll das Sammelalbum dafür sorgen, das Vereinsleben wieder in Schwung zu bringen. „Wir haben das Glück, dass die Mitglieder uns treu geblieben sind. Die Zahlen sind nur leicht rückläufig, wir liegen noch gut über der 1.000er-Marke. Eins steht jedoch fest: Einen weiteren Lockdown können wir uns nicht erlauben, vor allem nicht im Jugendbereich“, spricht der erste Vorsitzende Matthias Grannemann ein Thema an, das vielen Sportvereinen zu schaffen macht. Dies hat eine Untersuchung des Kreissportbundes bestätigt, die sich mit den Mitgliederzahlen in den Jahren von 2011 bis 2020 beschäftigt (MT-Bericht vom 14. Juli). Dabei zeigt sich in den Hiller Vereinen die Tendenz, dass weniger Kinder und Jugendliche Sport treiben, dafür mehr Mitglieder über 80 Jahre aktiv sind. Die größten Verluste haben die Vereine bei den bis Sechsjährigen zu beklagen (minus 24 Prozent). „Wir wollen die Menschen neu motivieren, mit uns Sport zu treiben und hoffen, durch das Stickeralbum die Leute wieder auf uns aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass wir ein familiärer Breitensportverein sind.“ An den letzten drei Wochenenden verwandelte sich die Sporthalle an der Grundschule in ein Fotostudio. Wenn der Verein keine Kapazitäten hat, überlässt er die komplette Organisation dem Unternehmen Stickerstars, die eine Fotobox zur Verfügung stellen. „Wir haben mit Andreas Fuchs und Dennis Hanschke ein eigenes Fototeam, das sich um die Bilder gekümmert hat“, sagt Kirsten Voß. Im Vorfeld musste jeder Teilnehmer schriftlich sein Einverständnis erklären. Um das Bürokratische und die Koordination der Termine kümmerte sich ebenfalls eine eigene Gruppe im Verein. „Die Resonanz war riesig“, sagt die Mitorganisatorin. Beteiligt hätten sich Handballer, Turner, Leichtathleten, Breitensportler, Tennis- und Tischtennisspieler im Alter zwischen vier und 80 Jahren. Sie kenne noch nicht die genaue Zahl, geht aber von etwa 450 Stickern aus, die später in das Album geklebt werden können. Es gibt nicht nur Einzelporträts, sondern auch Doppelsticker, auf denen ganze Mannschaften abgebildet sind. „Für historische Bilder oder Fotos der Sporthallen hatten wir gar keinen Platz mehr“, sagt Kirsten Voß. Was Matthias Grannemann besonders freut, ist das vereinsübergreifende Interesse. „Wir haben im Jugendbereich Spielgemeinschaften mit Hartum und EURo und auch deren Spielerinnen und Spieler machen mit.“ Kooperationspartner der Sachsenrösser ist der Wez-Supermarkt an der Mindener Straße in Hille. Dort gibt es die Alben und die Sticker voraussichtlich ab November für zehn Wochen zu kaufen. „Wir planen außerdem Aktionen, dass man beispielsweise beim Heimspiel der Ersten ein Päckchen Sticker gratis bekommt“, erklärt Kirsten Voß. Außerdem wollten sie Tauschbörsen organisieren, bei denen dann hoffentlich laut gerufen wird, welche Akteure noch benötigt werden. „Das stelle ich mir sehr lustig vor.“ Sie glaubt, dass die Identifikation mit dem Verein mit dem Besitz des Albums steige.

Klebe-Effekt: In Hille soll im November das Sammelfieber ausbrechen

Jule Barner, Handballerin der zweiten Damenmannschaft lässt sich von Fotograf Andreas Fuchs für das Stickeralbum ablichten. Foto: privat/Dennis Hanschke © Privat/Dennis Hanschke

Hille. Fast jeder kennt sie, die Sammelhefte, in die die Bilder berühmter Sportler oder Comic-Helden geklebet werden können. Viele haben nicht nur einen ideellen, sondern auch einen hohen materiellen Wert, wenn sie vollständig sind. Demnächst werden auch die Mitglieder des TV „Sachsenroß“ Hille zu Stickerstars. „Wir hoffen, dass im Dorf das Sammelfieber ausbricht“, sagt Mitorganisatorin Kirsten Voß und erklärt, was es mit dem Projekt auf sich hat.

„Wir sind Nachmacher“, gibt die stellvertretende Vorsitzende zu. „Wir haben das bei anderen Vereinen gesehen und fanden es gut.“ Eigentlich war die Aktion Teil des Jubiläumsjahres. Im letzten Jahr feierte der Verein sein 100-jähriges Bestehen – zumindest so lange, bis die Corona-Beschränkungen dem Vorhaben ein Ende setzten. Jetzt soll das Sammelalbum dafür sorgen, das Vereinsleben wieder in Schwung zu bringen.

„Wir haben das Glück, dass die Mitglieder uns treu geblieben sind. Die Zahlen sind nur leicht rückläufig, wir liegen noch gut über der 1.000er-Marke. Eins steht jedoch fest: Einen weiteren Lockdown können wir uns nicht erlauben, vor allem nicht im Jugendbereich“, spricht der erste Vorsitzende Matthias Grannemann ein Thema an, das vielen Sportvereinen zu schaffen macht.


Dies hat eine Untersuchung des Kreissportbundes bestätigt, die sich mit den Mitgliederzahlen in den Jahren von 2011 bis 2020 beschäftigt (MT-Bericht vom 14. Juli). Dabei zeigt sich in den Hiller Vereinen die Tendenz, dass weniger Kinder und Jugendliche Sport treiben, dafür mehr Mitglieder über 80 Jahre aktiv sind. Die größten Verluste haben die Vereine bei den bis Sechsjährigen zu beklagen (minus 24 Prozent). „Wir wollen die Menschen neu motivieren, mit uns Sport zu treiben und hoffen, durch das Stickeralbum die Leute wieder auf uns aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass wir ein familiärer Breitensportverein sind.“

An den letzten drei Wochenenden verwandelte sich die Sporthalle an der Grundschule in ein Fotostudio. Wenn der Verein keine Kapazitäten hat, überlässt er die komplette Organisation dem Unternehmen Stickerstars, die eine Fotobox zur Verfügung stellen. „Wir haben mit Andreas Fuchs und Dennis Hanschke ein eigenes Fototeam, das sich um die Bilder gekümmert hat“, sagt Kirsten Voß. Im Vorfeld musste jeder Teilnehmer schriftlich sein Einverständnis erklären. Um das Bürokratische und die Koordination der Termine kümmerte sich ebenfalls eine eigene Gruppe im Verein. „Die Resonanz war riesig“, sagt die Mitorganisatorin. Beteiligt hätten sich Handballer, Turner, Leichtathleten, Breitensportler, Tennis- und Tischtennisspieler im Alter zwischen vier und 80 Jahren.

Sie kenne noch nicht die genaue Zahl, geht aber von etwa 450 Stickern aus, die später in das Album geklebt werden können. Es gibt nicht nur Einzelporträts, sondern auch Doppelsticker, auf denen ganze Mannschaften abgebildet sind. „Für historische Bilder oder Fotos der Sporthallen hatten wir gar keinen Platz mehr“, sagt Kirsten Voß. Was Matthias Grannemann besonders freut, ist das vereinsübergreifende Interesse. „Wir haben im Jugendbereich Spielgemeinschaften mit Hartum und EURo und auch deren Spielerinnen und Spieler machen mit.“

Kooperationspartner der Sachsenrösser ist der Wez-Supermarkt an der Mindener Straße in Hille. Dort gibt es die Alben und die Sticker voraussichtlich ab November für zehn Wochen zu kaufen. „Wir planen außerdem Aktionen, dass man beispielsweise beim Heimspiel der Ersten ein Päckchen Sticker gratis bekommt“, erklärt Kirsten Voß. Außerdem wollten sie Tauschbörsen organisieren, bei denen dann hoffentlich laut gerufen wird, welche Akteure noch benötigt werden. „Das stelle ich mir sehr lustig vor.“ Sie glaubt, dass die Identifikation mit dem Verein mit dem Besitz des Albums steige.

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