Klassenzimmer im Grünen: Verbundschüler lernen im Naherholungsgebiet Stefanie Dullweber Hille. „Naturschutz tut manchmal weh, wenn es zum Beispiel bedeutet, dass der Pool im eigenen Garten weg muss“, sagt Sascha Traue. Der Umweltpädagoge leitet eine Projektwoche mit Siebtklässlern der Verbundschule am Badesee Mindenerwald. Hier lernen die Schüler, wie Naturschutz ganz praktisch funktioniert. Eine Woche lang findet der Unterricht im Grünen statt. Die Projektwoche ist Teil einer Kooperation zwischen der Biologischen Station Minden-Lübbecke und der Verbundschule Hille. Unterstützt wird die Arbeit auch vom Kreis, der Gemeinde Hille und der Pohlschen Heide. Die Teilnehmer sind in die Gruppen Insektenhotel, Gehölzpflege, Artenkenntnis und Blühstreifen aufgeteilt – jeden Tag wird gewechselt. Jeder Schüler bekommt alle Bereiche mit. Sie alle haben den Naturwissenschaftlichen Kurs gewählt und bringen eine gewisses Interesse am Umweltschutz mit. Lehrerin Petra Berthold hat die Kinder im Unterricht auf die Projektwoche vorbereitet. „Hier bekommen sie eine ganz konkrete Anleitung, wie sie mit anpacken können“, sagt sie. Sascha Traue hat einen besonderern Draht zu den Schülern, die bei der Arbeit nicht nur vergessen, dass schon längst Mittagspause ist, auch die Handys sind offenbar uninteressant geworden. „Einige machen zwischendurch mal ein Foto machen, dann stecken sie die Dinger aber sofort wieder weg“, sagt der Mitarbeiter der Biologischen Station. Sascha Traue erkennt bei den jungen Menschen das wachsende Bewusstsein dafür, dass sich in Sachen Natur- und Umweltschutz etwas tun muss. „Aber die meisten sagen: Fang du erstmal damit an.“ Das Problem, so der Umweltpädagoge, sitze oft zu Hause. „Den Kindern wird von den Eltern etwas falsches vorgelebt.“ Daher sei es ihm wichtig, „dass die Schüler kapieren, was abgeht“. Die jungen Menschen bräuchten eine laute Stimme, die Voraussetzung dafür sei Wissen. Für ihn sei das Schönste, im Freien zu arbeiten, sagt Fabian. „Wir müssen uns um die Natur kümmern, das ist schließlich unsere Zukunft“, findet Kadlin. Und Leni sagt, sie wolle mehr darüber erfahren, wie sie selbst einen Beitrag zum Naturschutz leisten könne. Die Schüler legen sich mächtig ins Zeug. Sie bauen ein neues Insektenhotel und befüllen Nisthilfen, die an Reimlers Teich aufgestellt werden. Auf der Weide für die Schottischen Hochlandrinder bepflanzen sie die Gehölzinseln mit heimischen Bäumen. Wenige Meter weiter werden Gehölze entfernt, um mehr Platz für die Rinder zu schaffen. Das Material stapeln die Schüler zu einer Totholzhecke auf. Außerdem schneiden sie eine Hecke auf den Stock und leisten Vorarbeiten für die Gemeinde, die am Badesee einen Blühstreifen anlegen will. „Die Schüler sind abends müde, aber stolz auf das, was sie geschafft haben“, weiß Sascha Traue.

Klassenzimmer im Grünen: Verbundschüler lernen im Naherholungsgebiet

Waldpädagoge Sascha Traue erklärt den Schülern, wie sie einen Baum pflanzen. MT-Foto: Stefanie Dullweber © sbo

Hille. „Naturschutz tut manchmal weh, wenn es zum Beispiel bedeutet, dass der Pool im eigenen Garten weg muss“, sagt Sascha Traue. Der Umweltpädagoge leitet eine Projektwoche mit Siebtklässlern der Verbundschule am Badesee Mindenerwald. Hier lernen die Schüler, wie Naturschutz ganz praktisch funktioniert. Eine Woche lang findet der Unterricht im Grünen statt.

Die Projektwoche ist Teil einer Kooperation zwischen der Biologischen Station Minden-Lübbecke und der Verbundschule Hille. Unterstützt wird die Arbeit auch vom Kreis, der Gemeinde Hille und der Pohlschen Heide.

Die Teilnehmer sind in die Gruppen Insektenhotel, Gehölzpflege, Artenkenntnis und Blühstreifen aufgeteilt – jeden Tag wird gewechselt. Jeder Schüler bekommt alle Bereiche mit. Sie alle haben den Naturwissenschaftlichen Kurs gewählt und bringen eine gewisses Interesse am Umweltschutz mit. Lehrerin Petra Berthold hat die Kinder im Unterricht auf die Projektwoche vorbereitet. „Hier bekommen sie eine ganz konkrete Anleitung, wie sie mit anpacken können“, sagt sie.

Malina Reckordt

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Sascha Traue hat einen besonderern Draht zu den Schülern, die bei der Arbeit nicht nur vergessen, dass schon längst Mittagspause ist, auch die Handys sind offenbar uninteressant geworden. „Einige machen zwischendurch mal ein Foto machen, dann stecken sie die Dinger aber sofort wieder weg“, sagt der Mitarbeiter der Biologischen Station.

Sascha Traue erkennt bei den jungen Menschen das wachsende Bewusstsein dafür, dass sich in Sachen Natur- und Umweltschutz etwas tun muss. „Aber die meisten sagen: Fang du erstmal damit an.“ Das Problem, so der Umweltpädagoge, sitze oft zu Hause. „Den Kindern wird von den Eltern etwas falsches vorgelebt.“ Daher sei es ihm wichtig, „dass die Schüler kapieren, was abgeht“. Die jungen Menschen bräuchten eine laute Stimme, die Voraussetzung dafür sei Wissen.

Für ihn sei das Schönste, im Freien zu arbeiten, sagt Fabian. „Wir müssen uns um die Natur kümmern, das ist schließlich unsere Zukunft“, findet Kadlin. Und Leni sagt, sie wolle mehr darüber erfahren, wie sie selbst einen Beitrag zum Naturschutz leisten könne. Die Schüler legen sich mächtig ins Zeug. Sie bauen ein neues Insektenhotel und befüllen Nisthilfen, die an Reimlers Teich aufgestellt werden. Auf der Weide für die Schottischen Hochlandrinder bepflanzen sie die Gehölzinseln mit heimischen Bäumen. Wenige Meter weiter werden Gehölze entfernt, um mehr Platz für die Rinder zu schaffen. Das Material stapeln die Schüler zu einer Totholzhecke auf. Außerdem schneiden sie eine Hecke auf den Stock und leisten Vorarbeiten für die Gemeinde, die am Badesee einen Blühstreifen anlegen will. „Die Schüler sind abends müde, aber stolz auf das, was sie geschafft haben“, weiß Sascha Traue.

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