Kirchturmuhr hängt jetzt im Eichengrund Robert Kauffeld Hille-Oberlübbe (rkm). Das alte Zifferblatt und die Zeiger, die 1912 für die Kirche in Oberlübbe geliefert wurden – und noch bis zum Herbst 2017 den Bürgern des Dorfes die Zeit anzeigten – ziert jetzt das Mehrzweckgebäude auf dem Backhausgelände des Heimatvereins „Zwischen Berg und Bruch“ Oberlübbe/Unterlübbe. Beim Backtag am Sonntag enthüllte der Verein die Uhr feierlich. Die Vereinsvorsitzende Bettina Hersemann berichtete den Besuchern des Backtages, dass der Heimatverein Ziffernblatt und Zeiger ersteigern konnte, die allerdings deutlichen Rostbefall zeigten. Edgar Kurlbaum hätte die Uhr zusammen mit einigen Mitgliedern des Heimatvereins restauriert. „Vier Zifferblätter aus verzinktem Eisenblech mit schwarzem Grunde und vergoldeten Zahlen, 1,30 m Ø, 168 Mark“ so zeigt es die handgeschriebene Original-Rechnung, während die „vier Zeigerwerke mit Zeigern“ 96 Mark kosteten. Wie aus der Rechnung weiter hervorgeht, wurde damals „Eine neue Turmuhr eine Woche gehend Halbe und Vollstunden schlagend“ für 674 Mark von der 1810 gegründeten Firma Korfhage und Söhne aus Melle geliefert. Diese Firma lieferte auch 2017 die neuen Zifferblätter für die Oberlübber Kirche. Passend zum Backtag bot der Heimatverein Butter-, Streusel- Aprikosen- und Rhabarber-Apfelkuchen und Weißbrot an. Willi Sander und seine Mannschaft hatten bereits um 3 Uhr morgens den Backofen angeheizt, um ab 6.30 Uhr die inzwischen selbst hergestellten Teigwaren rechtzeitig backen zu können. Dazu servierten die Oberlübber Erdbeerbowle und andere Erfrischungsgetränke. Ein lautes, tiefes „Blubb Blubb“ war zu hören, als ein alter Pampa-Trecker, aus Argentinien stammend, gestartet wurde. Edgar Kurlbaum hatte zum Backtag ein Traktorentreffen organisiert. Die Besitzer stellten 21 dieser alten, oftmals in der Landwirtschaft eingesetzten Fahrzeuge, vor. Sie zeigten die großen Deutz und Hanomag, die kleineren Holder und auch – beinahe unscheinbar – eine betriebstüchtige Hakorette von 1962 mit einem 4 PS Ilo-Motor, ein Gerät, das als Gartenharke eingesetzt wird. Die Kinder begeisterten sich für das das Trecker-Karussell, mit dem sie einige Runden drehen konnten. Die Besucher verweilten lange unter den großen Bäumen im Eichengrund. Wie sollten sie auch Zeitdruck verspüren – schließlich zeigten die Zeiger auf dem Zifferblatt der Uhr immer die gleiche Zeit an. „Da wäre schon eine größere Spende nötig, wenn man sie zum Laufen bringen wolle“, waren sich Bettina Hersemann und Edgar Kurlbaum einig.

Kirchturmuhr hängt jetzt im Eichengrund

Zahlreiche alte Trecker stellten deren Besitzer beim Backtag vor. Fotos: Robert Kauffeld © Robert Kauffeld

Hille-Oberlübbe (rkm). Das alte Zifferblatt und die Zeiger, die 1912 für die Kirche in Oberlübbe geliefert wurden – und noch bis zum Herbst 2017 den Bürgern des Dorfes die Zeit anzeigten – ziert jetzt das Mehrzweckgebäude auf dem Backhausgelände des Heimatvereins „Zwischen Berg und Bruch“ Oberlübbe/Unterlübbe. Beim Backtag am Sonntag enthüllte der Verein die Uhr feierlich.

Die Vereinsvorsitzende Bettina Hersemann berichtete den Besuchern des Backtages, dass der Heimatverein Ziffernblatt und Zeiger ersteigern konnte, die allerdings deutlichen Rostbefall zeigten. Edgar Kurlbaum hätte die Uhr zusammen mit einigen Mitgliedern des Heimatvereins restauriert.

„Vier Zifferblätter aus verzinktem Eisenblech mit schwarzem Grunde und vergoldeten Zahlen, 1,30 m Ø, 168 Mark“ so zeigt es die handgeschriebene Original-Rechnung, während die „vier Zeigerwerke mit Zeigern“ 96 Mark kosteten. Wie aus der Rechnung weiter hervorgeht, wurde damals „Eine neue Turmuhr eine Woche gehend Halbe und Vollstunden schlagend“ für 674 Mark von der 1810 gegründeten Firma Korfhage und Söhne aus Melle geliefert. Diese Firma lieferte auch 2017 die neuen Zifferblätter für die Oberlübber Kirche.

Die alte Kirchturmuhr am Mehrzweckgebäude in Oberlübbe zeigt immer die gleiche Zeit an. - © Robert Kauffeld
Die alte Kirchturmuhr am Mehrzweckgebäude in Oberlübbe zeigt immer die gleiche Zeit an. - © Robert Kauffeld

Passend zum Backtag bot der Heimatverein Butter-, Streusel- Aprikosen- und Rhabarber-Apfelkuchen und Weißbrot an. Willi Sander und seine Mannschaft hatten bereits um 3 Uhr morgens den Backofen angeheizt, um ab 6.30 Uhr die inzwischen selbst hergestellten Teigwaren rechtzeitig backen zu können. Dazu servierten die Oberlübber Erdbeerbowle und andere Erfrischungsgetränke.

Ein lautes, tiefes „Blubb Blubb“ war zu hören, als ein alter Pampa-Trecker, aus Argentinien stammend, gestartet wurde. Edgar Kurlbaum hatte zum Backtag ein Traktorentreffen organisiert. Die Besitzer stellten 21 dieser alten, oftmals in der Landwirtschaft eingesetzten Fahrzeuge, vor. Sie zeigten die großen Deutz und Hanomag, die kleineren Holder und auch – beinahe unscheinbar – eine betriebstüchtige Hakorette von 1962 mit einem 4 PS Ilo-Motor, ein Gerät, das als Gartenharke eingesetzt wird. Die Kinder begeisterten sich für das das Trecker-Karussell, mit dem sie einige Runden drehen konnten.

Die Besucher verweilten lange unter den großen Bäumen im Eichengrund. Wie sollten sie auch Zeitdruck verspüren – schließlich zeigten die Zeiger auf dem Zifferblatt der Uhr immer die gleiche Zeit an. „Da wäre schon eine größere Spende nötig, wenn man sie zum Laufen bringen wolle“, waren sich Bettina Hersemann und Edgar Kurlbaum einig.

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