Kinder werkeln im Wald: Förderung für Projektarbeit der Schule Mindenerwald Stefanie Dullweber Hille. Seit Jahren hat die Förderschule Mindenerwald eine Kooperation mit der Biologischen Station Minden-Lübbecke. Durch den nahe gelegenen Badesee kann die Einrichtung das Thema Umweltbildung direkt vor der eigenen Haustür behandeln. Und für die Kinder, die einen erhöhten Förderbedarf haben, sei das Lernen in der Natur ein toller Ausgleich, sagt Schulleiterin Susanne Roeske. „Es ist ein Glücksfall, dass die Schule ausgerechnet hier gebaut wurde“, findet auch Schulverwaltungsassistentin Monika Spilker. Sie kümmert sich seit Jahren unter anderem um die nötigen Fördergelder, die es für diese Projekte braucht. „Als kleine Schule sind wir auf Partner angewiesen. Und so ein Schuljahr ist schnell um“, weiß Monika Spilker. Umso mehr freut sie sich über eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro, die die Schule bekommen hat.Den Stiftungspreis für „außergewöhnliches Engagement im Zusammenhang mit der Förderung benachteiligter Kinder“ hat die Einrichtung in Mindenerwald von der Town & Country Stiftung aus Thüringen erhalten. Der Stiftungsbotschafter – die Firma Massivhaus Meyer mit Sitz in Melle – hat den Preis jetzt an die Einrichtung überreicht. „Wir gucken vor Ort, welche Projekte zu unserer Stiftungsarbeit passen und motivieren die Akteure, sich zu bewerben“, sagt Michael Hartmann, der die Schule Mindenerwald besucht hat, um den Bescheid zu überreichen. Im Übrigen handele es sich nicht um eine einmalige Angelegenheit, ermunterte Michael Hartmann Susanne Roeske und Monika Spilker, sich im nächsten Jahr erneut zu bewerben.Die Kooperation mit der Bio-Station umfasst 40 Stunden im Jahr, in denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden: Die Kinder pflanzen Bäume, räumen den Wald auf, helfen bei der Krötenwanderung, legen Hecken an, schneiden Weiden und lernen ganz nebenbei eine Menge über Umwelt- und Naturschutz. „Und weil wir an der frischen Luft sind, ist dieses tolle Projekt auch nicht an Corona gescheitert“, freut sich die Schulleiterin. Auch der eigene Schulgarten ist Teil der Umweltbildung. „Manchmal, wenn wir morgens aus dem Fenster schauen, sehen wir sogar Rehe. Das ist grandios.“Der Effekt, den das Lernen in der freien Natur habe, sei deutlich erkennbar, findet Susanne Roeske. Einige Kinder hätten beispielsweise Probleme mit Enge, andere hätten ADHS. „Für sie ist es toll, spielend und schöpferisch zu lernen.“ Das sei erlebter Sachunterricht, ergänzt ihre Kollegin Monika Spilker. Und weil die Kinder selbst aktiv werden, würde sich das Erlernte auch besser festigen.Aktuell besuchen 105 Schülerinnen und Schüler die Schule Mindenerwald. In der Einrichtung werden Kinder der Klassen eins bis vier mit einem sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Schulträger ist der Kreis Minden-Lübbecke. Der Einzugsbereich umfasst das gesamte Kreisgebiet. Das Team fördert Kinder mit Entwicklungsrückständen im Bereich der sozialen und emotionalen Entwicklung. „Und solche Projekte, die wir zusätzlich anbieten, tragen zur einer positiven Perspektive bei und werden von allen Beteiligten wertgeschätzt“, sagt Monika Spilker.

Kinder werkeln im Wald: Förderung für Projektarbeit der Schule Mindenerwald

Bei der Arbeit in der Natur – wie hier am Badesee Mindenerwald – finden die Kinder einen Ausgleich. Foto: Privat

Hille. Seit Jahren hat die Förderschule Mindenerwald eine Kooperation mit der Biologischen Station Minden-Lübbecke. Durch den nahe gelegenen Badesee kann die Einrichtung das Thema Umweltbildung direkt vor der eigenen Haustür behandeln. Und für die Kinder, die einen erhöhten Förderbedarf haben, sei das Lernen in der Natur ein toller Ausgleich, sagt Schulleiterin Susanne Roeske.

„Es ist ein Glücksfall, dass die Schule ausgerechnet hier gebaut wurde“, findet auch Schulverwaltungsassistentin Monika Spilker. Sie kümmert sich seit Jahren unter anderem um die nötigen Fördergelder, die es für diese Projekte braucht. „Als kleine Schule sind wir auf Partner angewiesen. Und so ein Schuljahr ist schnell um“, weiß Monika Spilker. Umso mehr freut sie sich über eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro, die die Schule bekommen hat.

Den Stiftungspreis für „außergewöhnliches Engagement im Zusammenhang mit der Förderung benachteiligter Kinder“ hat die Einrichtung in Mindenerwald von der Town & Country Stiftung aus Thüringen erhalten. Der Stiftungsbotschafter – die Firma Massivhaus Meyer mit Sitz in Melle – hat den Preis jetzt an die Einrichtung überreicht. „Wir gucken vor Ort, welche Projekte zu unserer Stiftungsarbeit passen und motivieren die Akteure, sich zu bewerben“, sagt Michael Hartmann, der die Schule Mindenerwald besucht hat, um den Bescheid zu überreichen. Im Übrigen handele es sich nicht um eine einmalige Angelegenheit, ermunterte Michael Hartmann Susanne Roeske und Monika Spilker, sich im nächsten Jahr erneut zu bewerben.

Die Kooperation mit der Bio-Station umfasst 40 Stunden im Jahr, in denen verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden: Die Kinder pflanzen Bäume, räumen den Wald auf, helfen bei der Krötenwanderung, legen Hecken an, schneiden Weiden und lernen ganz nebenbei eine Menge über Umwelt- und Naturschutz. „Und weil wir an der frischen Luft sind, ist dieses tolle Projekt auch nicht an Corona gescheitert“, freut sich die Schulleiterin. Auch der eigene Schulgarten ist Teil der Umweltbildung. „Manchmal, wenn wir morgens aus dem Fenster schauen, sehen wir sogar Rehe. Das ist grandios.“

Der Effekt, den das Lernen in der freien Natur habe, sei deutlich erkennbar, findet Susanne Roeske. Einige Kinder hätten beispielsweise Probleme mit Enge, andere hätten ADHS. „Für sie ist es toll, spielend und schöpferisch zu lernen.“ Das sei erlebter Sachunterricht, ergänzt ihre Kollegin Monika Spilker. Und weil die Kinder selbst aktiv werden, würde sich das Erlernte auch besser festigen.

Aktuell besuchen 105 Schülerinnen und Schüler die Schule Mindenerwald. In der Einrichtung werden Kinder der Klassen eins bis vier mit einem sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Schulträger ist der Kreis Minden-Lübbecke. Der Einzugsbereich umfasst das gesamte Kreisgebiet. Das Team fördert Kinder mit Entwicklungsrückständen im Bereich der sozialen und emotionalen Entwicklung. „Und solche Projekte, die wir zusätzlich anbieten, tragen zur einer positiven Perspektive bei und werden von allen Beteiligten wertgeschätzt“, sagt Monika Spilker.

Malina Reckordt

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