Keine fröhliche Weihnacht: Märkte und Verlosungen in Hille abgesagt Hille. Alle Vorbereitungen und Überlegungen waren umsonst. Denn in diesem Jahr wird es in der Gemeinde Hille keine Weihnachts- oder Adventsmärkte geben. Zu hoch ist für die Organisatoren das Risiko, dass sich viele Menschen dort mit Corona anstecken könnten. Das Mindener Tageblatt hat mit den Vereinsvertretern und dem Vorsitzenden des Gewerbevereins Hiller Land gesprochen. „Wir haben es lange mit Bauchweh mit uns herumgetragen und wirklich alle Optionen durchgespielt“, sagt Detlev Haake. Aber die vom Gewerbeverein mitorganisierten Weihnachtsmärkte an der Alten Brennerei in Hille und am Bürgerhaus Rothenuffeln seien unter den aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie nicht denkbar, so der Vorsitzende. Und nicht nur die Märkte sind betroffen, auch die Weihnachtsverlosungen im Januar hat der Gewerbeverein abgesagt. Die Verlosungen veranstaltet der Gewerbeverein sei 1978 – die erste Veranstaltung fand seinerzeit noch im Lindenhof statt. In der Vorweihnachtszeit bekommen die Kunden bei den Mitgliedsfirmen des Gewerbevereins Marken für einen Einkauf ab fünf Euro. Bei der Verlosung gibt es dann Sachpreise und Gutscheine zu gewinnen. „Auch die Marken wird es in diesem Jahr nicht geben“, sagt Detlev Haake. Und weiter: „Aus unserer besonderen Verantwortung heraus und weil es schlichtweg keine Option gibt, um unter diesen Bedingungen auch nur ansatzweise die Stimmung und die Freude, die uns diese Veranstaltungen all die Jahre brachten, aufkommen zu lassen, haben wir uns entschieden, den Markt und die Verlosung bedauerlicherweise ausfallen zu lassen.“ Alternativ kann sich Detlev Haake eine Veranstaltung rund um Ostern vorstellen. Bevor er dazu genaueres sagen kann, wolle er sich noch mit den anderen Gewerbetreibenden abstimmen. Und die Situation hinsichtlich Corona müsste sich deutlich entspannen. Den Entschluss, den Markt abzusagen, begrüßt auch der Heimat- und Gartenbauverein, der maßgeblich an der Gestaltung an der Brennerei beteiligt ist. „Von einem Weihnachtsmarkt haben wir uns gedanklich schon lange verabschiedet“, sagt Rainer Eschedor. Er hält die Entscheidung, die Veranstaltung am 5. Dezember nicht stattfinden zu lassen, für vernünftig. „Ich glaube momentan sowieso nicht, dass es bis dahin irgendwelche Lockerungen geben wird.“ Die Hiller Bürger müssen trotz allem nicht auf weihnachtliche Stimmung verzichten. Wie Herbert Heuer auf MT-Anfrage erklärt, werden die Mitglieder des Gewerbevereins am 28. November die Weihnachtsbeleuchtung aufhängen. „Das machen wir seit 1988“, sagt Heuer. Und darauf wolle man auch in Corona-Zeiten nicht verzichten. Die Beteiligten seien an der frischen Luft, könnten die Abstände einhalten und Masken tragen. Der Weihnachtsmarkt in Südhemmern hat zwar nur eine Bude, aber auch er findet in diesem Jahr nicht statt, wie Ortsvorsteher Rolf Tiemann gegenüber dem MT mitteilt. Gerade einmal 1,80 mal 2,20 Meter ist die kleine Holzhütte groß, die seit einigen Jahren auf dem Dorfplatz in Südhemmern aufgestellt wird. Damit haben die Südhemmeraner den selbst ernannten kleinsten Weihnachtsmarkt Deutschlands. In der Regeln zweimal in der Woche fand der Eine-Bude-Weihnachtsmarkt statt. Damit zumindest ein bisschen Stimmung aufkommt, werde auch in Südhemmern die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt, sagt Rolf Tiemann. „Wie sollen wir das realisieren?“, hat sich Eickhorsts Ortsvorsteher Eberhard Peper die letzten Wochen gefragt und zusammen mit der Kulturgemeinschaft beschlossen, den Adventsmarkt in Eickhorst ausfallen zu lassen. Die Auflagen seien kaum zu erfüllen und Spaß würde es auch nicht machen. Auch hier ist das Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung geplant. „Und wir stellen zwei Tannenbäume auf“, sagt Eberhard Peper. Einen könnten die Bürger auf dem Dorfplatz bewundern, ein zweiter Standort müsse noch bestimmt werden. Der Adventsmarkt in Oberlübbe, organisiert von der Löschgruppe Oberlübbe und den Mitgliedern des Heimatvereins „Zwischen Berg und Bruch“ Oberlübbe-Unterlübbe, ist ebenfalls abgesagt. Das teilt der Heimatverein auf seiner Homepage mit. Die Veranstaltung war für den 28. November am Feuerwehrgerätehaus in Oberlübbe geplant.

Keine fröhliche Weihnacht: Märkte und Verlosungen in Hille abgesagt

In Südhemmern gibt es seit einigen Jahren einen der kleinsten Weihnachtsmärkte überhaupt – er besteht gerade einmal aus einer Bude. Geöffnet ist er in der Adventszeit der Regel an zwei Abenden in der Woche. In diesem Jahr fällt der Markt wegen Corona aus. MT-Fotos: Archiv © cko

Hille. Alle Vorbereitungen und Überlegungen waren umsonst. Denn in diesem Jahr wird es in der Gemeinde Hille keine Weihnachts- oder Adventsmärkte geben. Zu hoch ist für die Organisatoren das Risiko, dass sich viele Menschen dort mit Corona anstecken könnten. Das Mindener Tageblatt hat mit den Vereinsvertretern und dem Vorsitzenden des Gewerbevereins Hiller Land gesprochen.

„Wir haben es lange mit Bauchweh mit uns herumgetragen und wirklich alle Optionen durchgespielt“, sagt Detlev Haake. Aber die vom Gewerbeverein mitorganisierten Weihnachtsmärkte an der Alten Brennerei in Hille und am Bürgerhaus Rothenuffeln seien unter den aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie nicht denkbar, so der Vorsitzende.

Der Weihnachtsmarkt an der Alten Brennerei gehört zu den größten in der Gemeinde Hille. - © xx
Der Weihnachtsmarkt an der Alten Brennerei gehört zu den größten in der Gemeinde Hille. - © xx

Und nicht nur die Märkte sind betroffen, auch die Weihnachtsverlosungen im Januar hat der Gewerbeverein abgesagt. Die Verlosungen veranstaltet der Gewerbeverein sei 1978 – die erste Veranstaltung fand seinerzeit noch im Lindenhof statt. In der Vorweihnachtszeit bekommen die Kunden bei den Mitgliedsfirmen des Gewerbevereins Marken für einen Einkauf ab fünf Euro. Bei der Verlosung gibt es dann Sachpreise und Gutscheine zu gewinnen. „Auch die Marken wird es in diesem Jahr nicht geben“, sagt Detlev Haake.

Dicht an dicht stehen die Besucher bei der Putenverlosung auf dem Weihnachtsmarkt in Rothenuffeln. Das ist in diesem Jahr nicht möglich. - © Kerstin Rickert
Dicht an dicht stehen die Besucher bei der Putenverlosung auf dem Weihnachtsmarkt in Rothenuffeln. Das ist in diesem Jahr nicht möglich. - © Kerstin Rickert

Und weiter: „Aus unserer besonderen Verantwortung heraus und weil es schlichtweg keine Option gibt, um unter diesen Bedingungen auch nur ansatzweise die Stimmung und die Freude, die uns diese Veranstaltungen all die Jahre brachten, aufkommen zu lassen, haben wir uns entschieden, den Markt und die Verlosung bedauerlicherweise ausfallen zu lassen.“

Alternativ kann sich Detlev Haake eine Veranstaltung rund um Ostern vorstellen. Bevor er dazu genaueres sagen kann, wolle er sich noch mit den anderen Gewerbetreibenden abstimmen. Und die Situation hinsichtlich Corona müsste sich deutlich entspannen.

Den Entschluss, den Markt abzusagen, begrüßt auch der Heimat- und Gartenbauverein, der maßgeblich an der Gestaltung an der Brennerei beteiligt ist. „Von einem Weihnachtsmarkt haben wir uns gedanklich schon lange verabschiedet“, sagt Rainer Eschedor. Er hält die Entscheidung, die Veranstaltung am 5. Dezember nicht stattfinden zu lassen, für vernünftig. „Ich glaube momentan sowieso nicht, dass es bis dahin irgendwelche Lockerungen geben wird.“

Die Hiller Bürger müssen trotz allem nicht auf weihnachtliche Stimmung verzichten. Wie Herbert Heuer auf MT-Anfrage erklärt, werden die Mitglieder des Gewerbevereins am 28. November die Weihnachtsbeleuchtung aufhängen. „Das machen wir seit 1988“, sagt Heuer. Und darauf wolle man auch in Corona-Zeiten nicht verzichten. Die Beteiligten seien an der frischen Luft, könnten die Abstände einhalten und Masken tragen.

Der Weihnachtsmarkt in Südhemmern hat zwar nur eine Bude, aber auch er findet in diesem Jahr nicht statt, wie Ortsvorsteher Rolf Tiemann gegenüber dem MT mitteilt. Gerade einmal 1,80 mal 2,20 Meter ist die kleine Holzhütte groß, die seit einigen Jahren auf dem Dorfplatz in Südhemmern aufgestellt wird. Damit haben die Südhemmeraner den selbst ernannten kleinsten Weihnachtsmarkt Deutschlands. In der Regeln zweimal in der Woche fand der Eine-Bude-Weihnachtsmarkt statt. Damit zumindest ein bisschen Stimmung aufkommt, werde auch in Südhemmern die Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt, sagt Rolf Tiemann.

„Wie sollen wir das realisieren?“, hat sich Eickhorsts Ortsvorsteher Eberhard Peper die letzten Wochen gefragt und zusammen mit der Kulturgemeinschaft beschlossen, den Adventsmarkt in Eickhorst ausfallen zu lassen. Die Auflagen seien kaum zu erfüllen und Spaß würde es auch nicht machen. Auch hier ist das Aufhängen der Weihnachtsbeleuchtung geplant. „Und wir stellen zwei Tannenbäume auf“, sagt Eberhard Peper. Einen könnten die Bürger auf dem Dorfplatz bewundern, ein zweiter Standort müsse noch bestimmt werden. Der Adventsmarkt in Oberlübbe, organisiert von der Löschgruppe Oberlübbe und den Mitgliedern des Heimatvereins „Zwischen Berg und Bruch“ Oberlübbe-Unterlübbe, ist ebenfalls abgesagt. Das teilt der Heimatverein auf seiner Homepage mit. Die Veranstaltung war für den 28. November am Feuerwehrgerätehaus in Oberlübbe geplant.

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