Kein Ausbau ohne Vorverträge: Unterversorgte Hiller Ortsteile sollen mit Glasfaser versorgt werden Stefanie Dullweber Hille. Die geplante Gründung der „Breitband Hille GmbH" ist ein Stück weit konkreter geworden. In der jüngsten Ratssitzung stimmten die Politiker über die nötige Anzahl an Vorverträgen ab. Die Verwaltung der Gemeinde Hille plant gemeinsam mit dem Unternehmen Greenfiber, das auch den Breitband-Masterplan des Kreises umsetzt, die Gründung dieser GmbH. Damit sollen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um den Breitbandausbau in Hille überall dort voranzutreiben, wo der Masterplan des Kreises nicht greift, aber dennoch keine optimale Versorgung besteht. Betroffen ist zum Beispiel der Hiller Ortsteil Mindenerwald. Die Politik stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, dass mindestens 40 Prozent gültige Vorverträge abgeschlossen werden müssen, bevor mit dem Ausbau begonnen wird. Das entspricht laut Bernd Küchhold – bezogen auf 3.686 Wohn- und Gewerbeeinheiten – einer Anzahl von 1.447 Verträgen. Grundlage für die Berechnung sei das in einem Private-Investor-Test zugrunde gelegte Ausbaupotenzial. Die Kooperationspartner – die Wirtschafts-Betriebs-Gesellschaft Hille mbH (WBBG) und Greenfiber – hätten zuvor untersucht, ob das Projekt wirtschaftlich ist. Hierzu seien im Vorfeld Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für verschiedene Business Cases durchgeführt worden. Mit dem Private-Investor-Test sei ermittelt worden, ob und unter welchen Bedingungen mit dem Projekt eine angemessene Rendite erwirtschaftet werden kann. Für die Fertigstellung haben sich die Verantwortlichen Ende kommenden Jahres als Ziel gesetzt. Um das zu erreichen, sollen möglichst schnell die erforderlichen Verträge geschlossen werden. Laut Angaben aus dem Rathaus ist dafür der Zeitraum bis zum 31. Oktober vorgesehen, eine Verlängerung dieser Frist sei aber möglich, so Küchhold weiter. Die Breitband Hille GmbH soll anschließend in den Gebieten einen Breitbandausbau durchführen, in denen bislang kein geförderter Ausbau erfolgt. Hierzu soll die Gesellschaft die erforderliche passive Netzinfrastruktur einschließlich Glasfaserkabeln errichten und verpachten. Die WBBG soll 51 Prozent und Greenfiber 49 Prozent der Geschäftsanteile halten. Sitz der Gesellschaft ist Hille. Laut Informationen der Verwaltung erzielt die Breitband Hille GmbH ihre Einnahmen aus der Verpachtung der Infrastruktur an die Greenfiber Netz & Management GmbH. Der Pachtvertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere fünf Jahre. Vorgesehen ist eine monatliche Pacht für jeden aktiven Anschluss. Wie die Gemeinde mitteilt, handelt es sich um eine erhebliche Investition in die örtliche Infrastruktur. Für Handwerk und Wirtschaft biete die flächendeckende Breitbandversorgung die Möglichkeit, die Chancen der zunehmenden Digitalisierung zu nutzen und zukunftssicher aufgestellt zu sein. Die Kooperation vermeide, dass manche Gebiete der Gemeinde an ein Breitbandnetz angeschlossen seien und manche nicht.

Kein Ausbau ohne Vorverträge: Unterversorgte Hiller Ortsteile sollen mit Glasfaser versorgt werden

Im Breitband-Masterplan sind Teile von Mindenerwald nicht erfasst, weil sie bereits als versorgt gelten. Foto: Imago-Images © imago images/Future Image

Hille. Die geplante Gründung der „Breitband Hille GmbH" ist ein Stück weit konkreter geworden. In der jüngsten Ratssitzung stimmten die Politiker über die nötige Anzahl an Vorverträgen ab.

Die Verwaltung der Gemeinde Hille plant gemeinsam mit dem Unternehmen Greenfiber, das auch den Breitband-Masterplan des Kreises umsetzt, die Gründung dieser GmbH. Damit sollen die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um den Breitbandausbau in Hille überall dort voranzutreiben, wo der Masterplan des Kreises nicht greift, aber dennoch keine optimale Versorgung besteht. Betroffen ist zum Beispiel der Hiller Ortsteil Mindenerwald.

Die Politik stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, dass mindestens 40 Prozent gültige Vorverträge abgeschlossen werden müssen, bevor mit dem Ausbau begonnen wird. Das entspricht laut Bernd Küchhold – bezogen auf 3.686 Wohn- und Gewerbeeinheiten – einer Anzahl von 1.447 Verträgen. Grundlage für die Berechnung sei das in einem Private-Investor-Test zugrunde gelegte Ausbaupotenzial.


Die Kooperationspartner – die Wirtschafts-Betriebs-Gesellschaft Hille mbH (WBBG) und Greenfiber – hätten zuvor untersucht, ob das Projekt wirtschaftlich ist. Hierzu seien im Vorfeld Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für verschiedene Business Cases durchgeführt worden. Mit dem Private-Investor-Test sei ermittelt worden, ob und unter welchen Bedingungen mit dem Projekt eine angemessene Rendite erwirtschaftet werden kann.

Für die Fertigstellung haben sich die Verantwortlichen Ende kommenden Jahres als Ziel gesetzt. Um das zu erreichen, sollen möglichst schnell die erforderlichen Verträge geschlossen werden. Laut Angaben aus dem Rathaus ist dafür der Zeitraum bis zum 31. Oktober vorgesehen, eine Verlängerung dieser Frist sei aber möglich, so Küchhold weiter.

Die Breitband Hille GmbH soll anschließend in den Gebieten einen Breitbandausbau durchführen, in denen bislang kein geförderter Ausbau erfolgt. Hierzu soll die Gesellschaft die erforderliche passive Netzinfrastruktur einschließlich Glasfaserkabeln errichten und verpachten. Die WBBG soll 51 Prozent und Greenfiber 49 Prozent der Geschäftsanteile halten. Sitz der Gesellschaft ist Hille.

Laut Informationen der Verwaltung erzielt die Breitband Hille GmbH ihre Einnahmen aus der Verpachtung der Infrastruktur an die Greenfiber Netz & Management GmbH. Der Pachtvertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere fünf Jahre. Vorgesehen ist eine monatliche Pacht für jeden aktiven Anschluss.

Wie die Gemeinde mitteilt, handelt es sich um eine erhebliche Investition in die örtliche Infrastruktur. Für Handwerk und Wirtschaft biete die flächendeckende Breitbandversorgung die Möglichkeit, die Chancen der zunehmenden Digitalisierung zu nutzen und zukunftssicher aufgestellt zu sein. Die Kooperation vermeide, dass manche Gebiete der Gemeinde an ein Breitbandnetz angeschlossen seien und manche nicht.

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