Ja zu mehr Wohnraum: Zwei Baugebiete mit einem gemeinsamen Ziel Carsten Korfesmeyer Hille-Hartum. Bauland ist in der Gemeinde aktuell gefragt und die Politik hat dafür den Weg geebnet. Neben dem Gebiet Dorfstraße/Raiffeisenstraße (MT vom 7. Juni) haben auch die geplanten Wohngebiete „Holzhauser Kirchweg-Nord“ in Hartum sowie „Westlich Lübber Hang“ den Sprung in die dritte Runde geschafft. In der so genannten Frühzeitigen Bürgerbeteiligung kamen Anregungen und Bedenken zur Sprache, die dann zur Diskussion gestellt wurden. Manches wurde dabei berücksichtigt, verworfen oder zur Kenntnis genommen. Stadtplaner Olaf Schramme hatte dem Gremium die ersten Entwürfe zum Holzhauser Kirchweg bereits Anfang März vorgestellt und war damit überwiegend auf Zustimmung gestoßen. Bei dem Gebiet handelt es sich um 24 Baugrundstücke mit Größen zwischen 663 und 1.019 Quadratmeter, die in zwei Reihen entlang der Straße verlaufen sollen. Die jeweils hinteren Grundstücke sollen den Plänen zufolge über sechs Stichwege erreichbar sein. Der Wunsch, aus dem Bereich ein Wohngebiet zu machen, reicht schon länger zurück. Der erste Aufschlag für den Bebauungsplan erfolgte bereits im Dezember 2019, weshalb der zeitliche Rahmen für das weitere Verfahren etwas enger gefasst werden könnte. Sachbereichsleiter Hans-Peter Seele ging bereits in der März-Sitzung davon aus, dass es womöglich bis zum Jahresende abgeschlossen sein könnte. Ursprünglich trat die Volksbank Herford-Mindener Land als Investor auf. Das Geldinstitut zog sich jedoch zurück. Neuer Investor ist der Unternehmer Jürgen Kollmeier, der das Bauleitplanverfahren mit den identischen städtebaulichen Zielen fortführen will. Die mögliche künftige Bebauung grenzt an eine Ackerfläche und 16 Anwohner äußerten beispielsweise ihre Sorge, dass die Kanalisation bei Starkregen an ihre Grenzen stoßen könnte. Kritisiert wurde auch, dass es den Plänen zufolge kein Regenrückhaltebecken geben soll. Olaf Schramme hat diese Bedenken geprüft, sieht aber keine erkennbaren Auswirkungen auf das bestehende Kanalnetz. Weil das Niederschlagswasser auf den Grundstücken versickern soll, erwartet er auch keine zusätzliche Belastung für das dortige Mischwassersystem. Das mögliche künftige Baugebiet liegt in einer Randlage und stellt in dieser Hinsicht eine Besonderheit dar. Denn bei acht von zehn Baugebieten seit 2018 handelte es sich um eine innerörtliche Entwicklung. Ziel der Gemeinde ist, dass Bauen in den inneren Bereichen gegenüber den äußeren zu bevorzugen. Beim Verfahren „Holzhauser Kirchweg-Nord“ sei eine Erschließung jedoch nur konsequent, erklärt Ausschussvorsitzender Rolf Tiemann (CDU) gegenüber dem MT. Denn auf der gegenüberliegenden Straßenseite besteht bereits Wohnbebauung. Die Erschließung zusätzlicher Bauplätze sei mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand herzustellen. Beim Bebauungsplan „Westlich Lübber Hang“ in Oberlübbe handelt es sich hingegen um einen klaren Lückenschluss. Elf Baugrundstücke sehen die Entwürfe der Verantwortlichen dort vor. Stadtplaner Holger Krüger stellt das Gebiet vor, in dem die Firma Kögel Immobilien allein acht Grundstücke als Investor selbst vermarkten will. Die einzelnen Flächen liegen in Hanglage und sollen nach Willen der Planer über den „Lübber Hang“ und eine zusätzliche neue Straße erreicht werden. Die Gebäude würden sich in die bestehende Bebauung einfügen, erklärte Holger Krüger bereits im März vor den Mitgliedern des Gremiums. In der zweiten Runde stößt ihm wenig bis gar keine Kritik zu den Plänen entgegen. Bedenken hinsichtlich des Niederschlagswassers aufgrund der Hanglage werden berücksichtigt. Gibt es auch Glasfaser für die Baugebiete? Diese Frage wird in der Sitzung gestellt. Hans-Peter Seele ist sicher, dass dies im Zuge mit der Firma Greenfiber geschieht. „Das steht ja auch im ureigensten Interesse der Vorhabenträger.“

Ja zu mehr Wohnraum: Zwei Baugebiete mit einem gemeinsamen Ziel

Hausbau auf dem Lande: In Hille werden aktuell drei neue Baugebiete auf den Weg gebracht. Das Verfahren für die Bebauungspläne hat eine weitere Hürde genommen. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille-Hartum. Bauland ist in der Gemeinde aktuell gefragt und die Politik hat dafür den Weg geebnet. Neben dem Gebiet Dorfstraße/Raiffeisenstraße (MT vom 7. Juni) haben auch die geplanten Wohngebiete „Holzhauser Kirchweg-Nord“ in Hartum sowie „Westlich Lübber Hang“ den Sprung in die dritte Runde geschafft. In der so genannten Frühzeitigen Bürgerbeteiligung kamen Anregungen und Bedenken zur Sprache, die dann zur Diskussion gestellt wurden. Manches wurde dabei berücksichtigt, verworfen oder zur Kenntnis genommen.

Stadtplaner Olaf Schramme hatte dem Gremium die ersten Entwürfe zum Holzhauser Kirchweg bereits Anfang März vorgestellt und war damit überwiegend auf Zustimmung gestoßen. Bei dem Gebiet handelt es sich um 24 Baugrundstücke mit Größen zwischen 663 und 1.019 Quadratmeter, die in zwei Reihen entlang der Straße verlaufen sollen. Die jeweils hinteren Grundstücke sollen den Plänen zufolge über sechs Stichwege erreichbar sein. Der Wunsch, aus dem Bereich ein Wohngebiet zu machen, reicht schon länger zurück. Der erste Aufschlag für den Bebauungsplan erfolgte bereits im Dezember 2019, weshalb der zeitliche Rahmen für das weitere Verfahren etwas enger gefasst werden könnte. Sachbereichsleiter Hans-Peter Seele ging bereits in der März-Sitzung davon aus, dass es womöglich bis zum Jahresende abgeschlossen sein könnte.

Ursprünglich trat die Volksbank Herford-Mindener Land als Investor auf. Das Geldinstitut zog sich jedoch zurück. Neuer Investor ist der Unternehmer Jürgen Kollmeier, der das Bauleitplanverfahren mit den identischen städtebaulichen Zielen fortführen will.


Die mögliche künftige Bebauung grenzt an eine Ackerfläche und 16 Anwohner äußerten beispielsweise ihre Sorge, dass die Kanalisation bei Starkregen an ihre Grenzen stoßen könnte. Kritisiert wurde auch, dass es den Plänen zufolge kein Regenrückhaltebecken geben soll. Olaf Schramme hat diese Bedenken geprüft, sieht aber keine erkennbaren Auswirkungen auf das bestehende Kanalnetz. Weil das Niederschlagswasser auf den Grundstücken versickern soll, erwartet er auch keine zusätzliche Belastung für das dortige Mischwassersystem.

Das mögliche künftige Baugebiet liegt in einer Randlage und stellt in dieser Hinsicht eine Besonderheit dar. Denn bei acht von zehn Baugebieten seit 2018 handelte es sich um eine innerörtliche Entwicklung. Ziel der Gemeinde ist, dass Bauen in den inneren Bereichen gegenüber den äußeren zu bevorzugen. Beim Verfahren „Holzhauser Kirchweg-Nord“ sei eine Erschließung jedoch nur konsequent, erklärt Ausschussvorsitzender Rolf Tiemann (CDU) gegenüber dem MT. Denn auf der gegenüberliegenden Straßenseite besteht bereits Wohnbebauung. Die Erschließung zusätzlicher Bauplätze sei mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand herzustellen.

Beim Bebauungsplan „Westlich Lübber Hang“ in Oberlübbe handelt es sich hingegen um einen klaren Lückenschluss. Elf Baugrundstücke sehen die Entwürfe der Verantwortlichen dort vor. Stadtplaner Holger Krüger stellt das Gebiet vor, in dem die Firma Kögel Immobilien allein acht Grundstücke als Investor selbst vermarkten will. Die einzelnen Flächen liegen in Hanglage und sollen nach Willen der Planer über den „Lübber Hang“ und eine zusätzliche neue Straße erreicht werden. Die Gebäude würden sich in die bestehende Bebauung einfügen, erklärte Holger Krüger bereits im März vor den Mitgliedern des Gremiums. In der zweiten Runde stößt ihm wenig bis gar keine Kritik zu den Plänen entgegen. Bedenken hinsichtlich des Niederschlagswassers aufgrund der Hanglage werden berücksichtigt.

Gibt es auch Glasfaser für die Baugebiete? Diese Frage wird in der Sitzung gestellt. Hans-Peter Seele ist sicher, dass dies im Zuge mit der Firma Greenfiber geschieht. „Das steht ja auch im ureigensten Interesse der Vorhabenträger.“

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