Impfung ohne Termin: Alles Wissenswerte zur Sonderaktion in Unterlübbe Stefanie Dullweber Hille-Unterlübbe. Der Andrangs bei den Corona-Impfungen geht zurück. Viele Bundesländer machen daher aktuell einfachere Angebote für bisher Unentschlossene. Auch im Impfzentren in Unterlübbe sind nach monatelangen Wartezeiten jetzt leichter Termine zu bekommen, wie der Kreis Minden-Lübbecke am Freitag mitteilt. Bereits am Freitag verbreitete sich in WhatsApp-Gruppen die Nachricht, dass Impfstoff übrig sei und jeder ohne Termin kommen könne. Auf Nachfrage bestätigte Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge, dass es im Unterlübbe an diesem Wochenende zwei Sonderaktionen gibt. Am Samstag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr können sich Menschen dort ohne Termin mit Astrazeneca impfen lassen. Die Zweitimpfung erfolgt dann automatisch nach vier Wochen mit Biontech. Die Impfung mit Astrazeneca ist den Angaben zufolge für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Um auch den 16 bis 18-Jährigen ein terminloses Angebot machen zu können, gibt es am Sonntag ebenfalls in der Zeit von 9 bis 15 Uhr eine Impfaktion mit einem mRNA-Impfstoff – ebenfalls ohne vorherige Anmeldung. Auch das Land NRW versucht beim Impfen noch einmal Tempo reinzubringen. Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) mitteilt, startet das NRW-Gesundheitsministerium am Montag, 12. Juli, die „Woche des Impfens". Die Kreise und kreisfreien Städte seien aufgerufen, möglichst niedrigschwellige Impfangebote ohne Terminvergabe zu schaffen. Die Landesregierung werde die Kreise bei der Ausstattung zum mobilen Impfen unterstützen. Zum anderen sind laut KV in den Impfzentren künftig Impfungen grundsätzlich ohne Termin möglich. Wer diese Möglichkeit wahrnehmen möchte, sollte sich informieren, ob Impfen ohne Termin im jeweiligen Impfzentrum bereits ab Montag angeboten werde. Es stünden die mRNA-Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna zur Verfügung. Die bereits vereinbarten Termine blieben bestehen: Personen, die das Impfzentrum mit einem Termin aufsuchen, würden vorrangig geimpft. Eine Leserin meldete sich beim MT und äußerte ihr Unverständnis darüber, dass ein Zwölfjähriger in Begleitung eines Erziehungsberechtigten am Impfzentrum abgewiesen worden sei. Als Grund wurde genannt, dass Jugendliche erst ab 16 Jahre geimpft werden. Das Robert-Koch-Institut schreibt dazu: Für unter 12-jährige Kinder liegt noch keine Empfehlung vor. Sollte ein Impfstoff für jüngere Kinder zugelassen werden, wird die Ständige Impfkommission (Stiko)diese Daten bewerten und eine weitere Empfehlung aussprechen. Die Stiko empfiehlt, Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren nur gegen Corona zu impfen, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen – und damit ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung besteht. Wie aus den Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hervorgeht, haben inzwischen 178.836 Menschen im Kreis mindestens eine Impfung erhalten, was einer Quote von 57,6 Prozent entspricht. Vollständig geimpft sind 133.419 Menschen beziehungsweise 43 Prozent. Diese Werte dürften jedoch noch höher liegen, da die KVWL nur die Impfungen aus Arztpraxen, Impfzentren und über mobile Teams erfasst. Die Impfungen über Betriebsärzte und Krankenhäuser werden direkt an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet und nicht kreisweit aufgeschlüsselt. Im Impfzentrum in Hille haben 88.423 Menschen die erste Impfung und 75.558 Menschen die zweite Impfung bekommen. Wie es mit der Sporthalle weitergeht, wenn das Impfzentrum wie vom Kreis angekündigt am 30. September schließt, ist derzeit noch unklar. Wie berichtet, war bei der Einrichtung des Impfzentrums auf das Abdecken des Hallenbodens verzichtet worden. Seinerzeit hatte der Kreis angekündigt, dass mit der Gemeinde Hille vereinbart sei, dass der Boden nach dem Auszug des Impfzentrums erneuert werden soll. Die Sportler, insbesondere die Handballer der HSG EURo, haben sich zunächst einmal auf die umliegenden Hallen aufgeteilt, wie Spielgemeinschaftsleiter Christoph Meinert gegenüber dem MT mitteilte. „Wir haben mit den Vereinen gute Kompromisse gefunden und sehr dankbar für die Unterstützung." Die erste und zweite Herrenmannschaft wird ihre Meisterschaftsspiele demnach in Oberlübbe austragen. Von den Eintrachtlern hat die HSG zudem zwei Trainingseinheiten bekommen. Die übrigen Mannschaften haben sich auf die Hallen Hille 1 und Hille 2, Holzhausen 2 und Nettelstedt aufgeteilt. „Der TV Hille ist uns sehr entgegen gekommen", sagt Meinert. Er rechne im Ende September zunächst mit einem Rückbau des Impfzentrums. Ob der Boden dann noch in diesem oder erst im nächsten Jahr erneuert wird, darüber habe der Verein noch keine Kenntnis.

Impfung ohne Termin: Alles Wissenswerte zur Sonderaktion in Unterlübbe

Im Impfzentrum in Unterlübbe gibt es am Wochenende ein terminloses Angebot. Das teilte der Kreis am Freitag mit. MT-Foto: Alex Lehn © lehn

Hille-Unterlübbe. Der Andrangs bei den Corona-Impfungen geht zurück. Viele Bundesländer machen daher aktuell einfachere Angebote für bisher Unentschlossene. Auch im Impfzentren in Unterlübbe sind nach monatelangen Wartezeiten jetzt leichter Termine zu bekommen, wie der Kreis Minden-Lübbecke am Freitag mitteilt. Bereits am Freitag verbreitete sich in WhatsApp-Gruppen die Nachricht, dass Impfstoff übrig sei und jeder ohne Termin kommen könne.

Auf Nachfrage bestätigte Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge, dass es im Unterlübbe an diesem Wochenende zwei Sonderaktionen gibt. Am Samstag in der Zeit von 9 bis 15 Uhr können sich Menschen dort ohne Termin mit Astrazeneca impfen lassen. Die Zweitimpfung erfolgt dann automatisch nach vier Wochen mit Biontech. Die Impfung mit Astrazeneca ist den Angaben zufolge für Personen ab 18 Jahren zugelassen.

Um auch den 16 bis 18-Jährigen ein terminloses Angebot machen zu können, gibt es am Sonntag ebenfalls in der Zeit von 9 bis 15 Uhr eine Impfaktion mit einem mRNA-Impfstoff – ebenfalls ohne vorherige Anmeldung.


Auch das Land NRW versucht beim Impfen noch einmal Tempo reinzubringen. Wie die Kassenärztliche Vereinigung (KV) mitteilt, startet das NRW-Gesundheitsministerium am Montag, 12. Juli, die „Woche des Impfens". Die Kreise und kreisfreien Städte seien aufgerufen, möglichst niedrigschwellige Impfangebote ohne Terminvergabe zu schaffen. Die Landesregierung werde die Kreise bei der Ausstattung zum mobilen Impfen unterstützen.

Zum anderen sind laut KV in den Impfzentren künftig Impfungen grundsätzlich ohne Termin möglich. Wer diese Möglichkeit wahrnehmen möchte, sollte sich informieren, ob Impfen ohne Termin im jeweiligen Impfzentrum bereits ab Montag angeboten werde. Es stünden die mRNA-Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna zur Verfügung. Die bereits vereinbarten Termine blieben bestehen: Personen, die das Impfzentrum mit einem Termin aufsuchen, würden vorrangig geimpft.

Eine Leserin meldete sich beim MT und äußerte ihr Unverständnis darüber, dass ein Zwölfjähriger in Begleitung eines Erziehungsberechtigten am Impfzentrum abgewiesen worden sei. Als Grund wurde genannt, dass Jugendliche erst ab 16 Jahre geimpft werden. Das Robert-Koch-Institut schreibt dazu: Für unter 12-jährige Kinder liegt noch keine Empfehlung vor. Sollte ein Impfstoff für jüngere Kinder zugelassen werden, wird die Ständige Impfkommission (Stiko)diese Daten bewerten und eine weitere Empfehlung aussprechen. Die Stiko empfiehlt, Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren nur gegen Corona zu impfen, wenn bestimmte Vorerkrankungen vorliegen – und damit ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung besteht.

Wie aus den Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hervorgeht, haben inzwischen 178.836 Menschen im Kreis mindestens eine Impfung erhalten, was einer Quote von 57,6 Prozent entspricht. Vollständig geimpft sind 133.419 Menschen beziehungsweise 43 Prozent. Diese Werte dürften jedoch noch höher liegen, da die KVWL nur die Impfungen aus Arztpraxen, Impfzentren und über mobile Teams erfasst. Die Impfungen über Betriebsärzte und Krankenhäuser werden direkt an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet und nicht kreisweit aufgeschlüsselt. Im Impfzentrum in Hille haben 88.423 Menschen die erste Impfung und 75.558 Menschen die zweite Impfung bekommen.

Wie es mit der Sporthalle weitergeht, wenn das Impfzentrum wie vom Kreis angekündigt am 30. September schließt, ist derzeit noch unklar. Wie berichtet, war bei der Einrichtung des Impfzentrums auf das Abdecken des Hallenbodens verzichtet worden. Seinerzeit hatte der Kreis angekündigt, dass mit der Gemeinde Hille vereinbart sei, dass der Boden nach dem Auszug des Impfzentrums erneuert werden soll. Die Sportler, insbesondere die Handballer der HSG EURo, haben sich zunächst einmal auf die umliegenden Hallen aufgeteilt, wie Spielgemeinschaftsleiter Christoph Meinert gegenüber dem MT mitteilte. „Wir haben mit den Vereinen gute Kompromisse gefunden und sehr dankbar für die Unterstützung."

Die erste und zweite Herrenmannschaft wird ihre Meisterschaftsspiele demnach in Oberlübbe austragen. Von den Eintrachtlern hat die HSG zudem zwei Trainingseinheiten bekommen. Die übrigen Mannschaften haben sich auf die Hallen Hille 1 und Hille 2, Holzhausen 2 und Nettelstedt aufgeteilt. „Der TV Hille ist uns sehr entgegen gekommen", sagt Meinert. Er rechne im Ende September zunächst mit einem Rückbau des Impfzentrums. Ob der Boden dann noch in diesem oder erst im nächsten Jahr erneuert wird, darüber habe der Verein noch keine Kenntnis.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Hille