Rat gibt grünes Licht - doch verhindern Stallgerüche jetzt ein Bauvorhaben in Hille? Stefanie Dullweber Hille-Südhemmern. Der Rat der Gemeinde Hille hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Planungen für eine Wohnbebauung „In der Riehe“ in Südhemmern in die nächste Runde gehen können. Der Planungs- und Umweltausschuss hatte sich bereits mit dem Vorhaben befasst, aber auch erfahren, dass das Vorhaben womöglich noch scheitern könnte (das MT berichtete). Was ist geplant? Der Grundstückseigentümer hatte seine Pläne der Gemeinde mitgeteilt und eine Innenbereichssatzung beantragt. Fünf bis sechs neue Baugrundstücke könnten „In der Riehe“ in Südhemmern entstehen, sollte das bürokratische Verfahren erfolgreich sein. Die Satzung schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen, damit auf der bislang unbebauten Fläche später einmal Häuser errichtet werden können. In einem solchen Verfahren können sich sowohl die Bürger äußern, aber auch Behörden und sogenannte Träger öffentlicher Belange. Außerdem muss derjenige, der das Bauvorhaben anstößt, bestimmte Gutachten in Auftrag geben und sie den politischen Gremien zur weiteren Beratung vorlegen. Und genau an diesem Punkt könnte es schwierig werden. Problematisch könnte das Gutachten zu den landwirtschaftlichen Emissionen sein, sollten die Gerüche der Ställe den zulässigen Orientierungswert übersteigen. Südhemmern unterliege bei den so genannten Geruchsemissionsrichtlinien den Werten, die für ein Dorf gelten. Das bedeute, dass 15 Prozent aller Stunden im Jahr das zulässige Maß nicht überschreiten dürfen. Ortsvorsteher Rolf Tiemann hatte sich bereits in der ersten Debatte kritisch zu den Untersuchungen geäußert. Würde die zusätzliche Wohnbebauung „In der Riehe“ aufgrund von Gerüchen nicht genehmigt, könnte das künftig weitere Projekte in ganz Hille infrage stellen. Dörfliche Entwicklung werde dadurch ausgebremst und der Landwirtschaft nach Ansicht von Rolf Tiemann völlig ungerechtfertigt der „schwarze Peter“ zugeschoben. Bleibt abzuwarten, was die weiteren Untersuchungen ergeben. Von Seiten der Verwaltung und der Politik steht dem Vorhaben aber zunächst nichts im Weg.

Rat gibt grünes Licht - doch verhindern Stallgerüche jetzt ein Bauvorhaben in Hille?

In der Ortschaft Südhemmern sollen neue Baugrundstücke entstehen. MT-Archivfoto: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille-Südhemmern. Der Rat der Gemeinde Hille hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Planungen für eine Wohnbebauung „In der Riehe“ in Südhemmern in die nächste Runde gehen können. Der Planungs- und Umweltausschuss hatte sich bereits mit dem Vorhaben befasst, aber auch erfahren, dass das Vorhaben womöglich noch scheitern könnte (das MT berichtete).

Was ist geplant? Der Grundstückseigentümer hatte seine Pläne der Gemeinde mitgeteilt und eine Innenbereichssatzung beantragt. Fünf bis sechs neue Baugrundstücke könnten „In der Riehe“ in Südhemmern entstehen, sollte das bürokratische Verfahren erfolgreich sein. Die Satzung schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen, damit auf der bislang unbebauten Fläche später einmal Häuser errichtet werden können.

In einem solchen Verfahren können sich sowohl die Bürger äußern, aber auch Behörden und sogenannte Träger öffentlicher Belange. Außerdem muss derjenige, der das Bauvorhaben anstößt, bestimmte Gutachten in Auftrag geben und sie den politischen Gremien zur weiteren Beratung vorlegen. Und genau an diesem Punkt könnte es schwierig werden.


Problematisch könnte das Gutachten zu den landwirtschaftlichen Emissionen sein, sollten die Gerüche der Ställe den zulässigen Orientierungswert übersteigen. Südhemmern unterliege bei den so genannten Geruchsemissionsrichtlinien den Werten, die für ein Dorf gelten. Das bedeute, dass 15 Prozent aller Stunden im Jahr das zulässige Maß nicht überschreiten dürfen. Ortsvorsteher Rolf Tiemann hatte sich bereits in der ersten Debatte kritisch zu den Untersuchungen geäußert. Würde die zusätzliche Wohnbebauung „In der Riehe“ aufgrund von Gerüchen nicht genehmigt, könnte das künftig weitere Projekte in ganz Hille infrage stellen. Dörfliche Entwicklung werde dadurch ausgebremst und der Landwirtschaft nach Ansicht von Rolf Tiemann völlig ungerechtfertigt der „schwarze Peter“ zugeschoben.

Bleibt abzuwarten, was die weiteren Untersuchungen ergeben. Von Seiten der Verwaltung und der Politik steht dem Vorhaben aber zunächst nichts im Weg.

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