Hiller FDP ruft zur Jagd nach Funklöchern auf Hille (mt/cko). Die Hiller FDP ruft die Bürger dazu auf, bis Mitte des Monats sogenannte LTE-Funklöcher zu melden. Hintergrund ist eine Initiative der Telekom, die Mobilfunklücken abseits der Netzausbauplanung stopfen möchte. 50 Funklöcher sollen geschlossen werden, was prinzipiell Aufgabe der Telekom ist. Mit ihrer Aktion „Wir jagen Funklöcher“ kommen die Anregungen in diesem Fall jedoch aus der Bevölkerung oder Wirtschaft. Die Kommune kann sich dann mit den ermittelten Funklöchern an den Mobilfunkriesen wenden, um diese zu stopfen – vorausgesetzt, der Rat fasst einen entsprechenden Beschluss. Die Hiller FDP verbindet mit der Funklochjagd die Hoffnung, die Standortqualität nachhaltig zu verbessern. „Funklöcher auf dem Land sind ein Problem“, schreibt Vorsitzender Nikolaus Netzel. Ob Notruf, Austausch mit der Familie oder Datenverbindung unterwegs: ohne Mobilfunk gehe heute schon nichts mehr. Umso ärgerlicher, wenn man gerade dann in einem Funkloch steckt, wenn man eine Verbindung braucht, heißt es weiter. Die FDP sieht in der Aktion die kurzfristige Möglichkeit, sich über den Gemeinderat für einen kurzfristigen LTE-Ausbau zu bewerben. „Hierfür ist ein möglicher Antennenstandort zur Miete sowie ein Beschluss des Gemeinderats notwendig, eigene Investitionen jedoch nicht“, schreibt Netzel weiter. Da die 2G- und 3G-Netze absehbar zurückgebaut würden, sei ein zukunftsfähiges Mobilfunknetz zudem nur mit 4G- und 5G-Netzen möglich. Aus diesen Gründen rufen die Freien Demokraten die Hiller Bürger auf, LTE-Funklöcher über die Mailadresse funkloch@fdp-hille.de zu melden. Die Ratsfraktion werde diese dann prüfen und einen Antrag mit den möglichen Standorten in der Ratssitzung am 14. November einreichen. „Wird dieser angenommen, kann sich die Gemeinde für die Initiative bewerben“, schreibt der FDP-Vorsitzende. Bürger können sich auch mit eigenen Ideen über netzel@fdp-hille.de an den Ortsvorsitzenden wenden. Mit dem Aufruf stößt Netzel auf Zustimmung in der Politik. „Funklöcher zu beseitigen ist grundsätzlich eine sinnvolle Sache“, sagt FWG-Fraktionschef Kurt Riechmann. Er fragt sich jedoch, ob es nicht sinnvoller sei, das Thema kreisweit anzugehen. Außerdem wisse er nicht, ob es überhaupt noch Funklöcher in Hille gebe. Davon weiß jedoch Grünen-Chefin Marlies Schulder. „Mir fallen da spontan vier bis fünf ein“, sagt sie. Grundsätzlich biete man in Hille nicht gerade das beste Mobilfunknetz, so dass Verbesserungen immer willkommen sind. „Und da macht es auch auf jeden Fall Sinn, die Bürger mit einzubinden.“ Ähnlich äußert sich auch SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende Ulrike Grannemann, die von Funklöchern entlang der L 770 spricht. „Wenn wir auf diese Weise von weiteren erfahren, finde ich das völlig okay“, sagt sie. Und auch bei der Gemeinde kommt Netzels Vorschlag gut an. „Das dient einer Verbesserung für Hille und das ist natürlich gut“, sagt Sachbereichsleiter Bernd Küchhold.

Hiller FDP ruft zur Jagd nach Funklöchern auf

Nutzer von Handy- und Smartphones sollen den Hinweis „Kein Netz“ in Hille möglichst bald nicht mehr auf dem Display angezeigt bekommen. Foto: Inga Kjer/dpa © (c) Copyright 2012, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Hille (mt/cko). Die Hiller FDP ruft die Bürger dazu auf, bis Mitte des Monats sogenannte LTE-Funklöcher zu melden. Hintergrund ist eine Initiative der Telekom, die Mobilfunklücken abseits der Netzausbauplanung stopfen möchte. 50 Funklöcher sollen geschlossen werden, was prinzipiell Aufgabe der Telekom ist. Mit ihrer Aktion „Wir jagen Funklöcher“ kommen die Anregungen in diesem Fall jedoch aus der Bevölkerung oder Wirtschaft. Die Kommune kann sich dann mit den ermittelten Funklöchern an den Mobilfunkriesen wenden, um diese zu stopfen – vorausgesetzt, der Rat fasst einen entsprechenden Beschluss.

Die Hiller FDP verbindet mit der Funklochjagd die Hoffnung, die Standortqualität nachhaltig zu verbessern. „Funklöcher auf dem Land sind ein Problem“, schreibt Vorsitzender Nikolaus Netzel. Ob Notruf, Austausch mit der Familie oder Datenverbindung unterwegs: ohne Mobilfunk gehe heute schon nichts mehr. Umso ärgerlicher, wenn man gerade dann in einem Funkloch steckt, wenn man eine Verbindung braucht, heißt es weiter. Die FDP sieht in der Aktion die kurzfristige Möglichkeit, sich über den Gemeinderat für einen kurzfristigen LTE-Ausbau zu bewerben.

„Hierfür ist ein möglicher Antennenstandort zur Miete sowie ein Beschluss des Gemeinderats notwendig, eigene Investitionen jedoch nicht“, schreibt Netzel weiter. Da die 2G- und 3G-Netze absehbar zurückgebaut würden, sei ein zukunftsfähiges Mobilfunknetz zudem nur mit 4G- und 5G-Netzen möglich. Aus diesen Gründen rufen die Freien Demokraten die Hiller Bürger auf, LTE-Funklöcher über die Mailadresse funkloch@fdp-hille.de zu melden. Die Ratsfraktion werde diese dann prüfen und einen Antrag mit den möglichen Standorten in der Ratssitzung am 14. November einreichen. „Wird dieser angenommen, kann sich die Gemeinde für die Initiative bewerben“, schreibt der FDP-Vorsitzende. Bürger können sich auch mit eigenen Ideen über netzel@fdp-hille.de an den Ortsvorsitzenden wenden.

Mit dem Aufruf stößt Netzel auf Zustimmung in der Politik. „Funklöcher zu beseitigen ist grundsätzlich eine sinnvolle Sache“, sagt FWG-Fraktionschef Kurt Riechmann. Er fragt sich jedoch, ob es nicht sinnvoller sei, das Thema kreisweit anzugehen. Außerdem wisse er nicht, ob es überhaupt noch Funklöcher in Hille gebe. Davon weiß jedoch Grünen-Chefin Marlies Schulder. „Mir fallen da spontan vier bis fünf ein“, sagt sie. Grundsätzlich biete man in Hille nicht gerade das beste Mobilfunknetz, so dass Verbesserungen immer willkommen sind. „Und da macht es auch auf jeden Fall Sinn, die Bürger mit einzubinden.“

Ähnlich äußert sich auch SPD-Gemeindeverbandsvorsitzende Ulrike Grannemann, die von Funklöchern entlang der L 770 spricht. „Wenn wir auf diese Weise von weiteren erfahren, finde ich das völlig okay“, sagt sie.

Und auch bei der Gemeinde kommt Netzels Vorschlag gut an. „Das dient einer Verbesserung für Hille und das ist natürlich gut“, sagt Sachbereichsleiter Bernd Küchhold.

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