Hille hat ausgemistet: Die Mengen an Rest- und Biomüll sind um einige Tonnen angewachsen Stefanie Dullweber Hille-Hartum. Papier ist derzeit knapp. Für die Zeitungsbranche ist der Rohstoff deswegen kaum zu bekommen und kostet entsprechend viel. Was den einen teuer zu stehen kommt, beschert dem anderen gute Erlöse. So rechnet die Gemeinde Hille für das Jahr 2022 mit einem Plus von 45.000 Euro für den Verkauf des Papiers. Gute Nachrichten gibt es auch für die Bürgerinnen und Bürger: Die Gebühren für die Müllentsorgung steigen im nächsten Jahr nicht. Das haben die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses in dieser Woche beschlossen. Das letzte Wort hat der Rat, der am 16. Dezember zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammenkommt. Heike Horstmann aus der Kämmerei stellte den Politikern am Dienstagabend die Kalkulation der Gebühren für die Restmüll- und Biomüllabfuhr 2022 vor. „Die Pandemie spiegelt sich bei den Abfallmengen wider", sagte Heike Horstmann. Viele Menschen hätten zu Hause aufgeräumt – das wirke sich auf die Kosten und die Behälterzahlen aus. In diesem Jahr seien Grenzen überschritten worden, die vor der Pandemie nicht zu erwarten gewesen seien. So sind beim Restmüll in diesem Jahr bereits mehr als 1.400 Tonnen angefallen und beim Biomüll knapp 2.000 Tonnen. Die Papiermenge liegt bei 1.100 Tonnen. Das sind beim Restmüll 50 Tonnen mehr als zunächst angenommen, beim Biomüllabfuhr hat sich die Menge um rund 120 Tonnen erhöht. Die Kämmerei rechnet für dieses Jahr mit einem Überschuss von gut 11.000 Euro. Nachdem die Gebühren für dieses Jahr erhöht worden waren, sollen die Kosten für die Müllentsorgung im nächsten Jahr konstant bleiben. Demnach zahlen die Bürger für die Leerung ihrer Restmülltonne zwischen 57,60 Euro (60 Liter) und 166,80 (240 Liter). Dazwischen gibt es noch das Angebot einer 80- oder 120-Liter-Tonne. Der Restmüll wird alle vier Wochen abgeholt. Für die Entsorgung des Biomülls entstehen den Bürgern Kosten zwischen 69,60 (60 Liter) und 201,60 Euro (240 Liter). Die Biotonne wird alle zwei Wochen geleert. Die Abholung des Papiermülls, der in 120- oder 240-Liter-Gefäßen gesammelt werden kann, ist für die Hiller kostenlos. In der Kalkulation für das nächste Jahr spiegelt sich das erhöhte Müllaufkommen wider. So steigen nicht nur die Kosten, die die Gemeinde an das Abfuhrunternehmen zahlen muss, sondern auch die Deponiekosten. Insgesamt kalkuliert die Kämmerei sowohl für die Entsorgung des Biomülls als auch des Restmülls jeweils etwa 20.000 Euro mehr. Dafür ist bei den Erträgen ein deutliches Plus zu erwarten, was in erster Linie an den Papiererlösen liegt. „Natürlich gibt es auch hier Schwankungen", verweist Heike Horstmann darauf, dass die erwarteten 45.000 Euro zunächst eine Prognose sind. Unterm Strich geht sie von einem Überschuss in Höhe von 1.800 Euro am Jahresende aus – somit sind keine Gebührenerhöhungen erforderlich.

Hille hat ausgemistet: Die Mengen an Rest- und Biomüll sind um einige Tonnen angewachsen

Mehr in der Tonne: Die Hiller Bürgerinnen und Bürger haben in diesem Jahr mehr Müll produziert als zunächst angenommen. Symbolfoto: dpa © xx

Hille-Hartum. Papier ist derzeit knapp. Für die Zeitungsbranche ist der Rohstoff deswegen kaum zu bekommen und kostet entsprechend viel. Was den einen teuer zu stehen kommt, beschert dem anderen gute Erlöse. So rechnet die Gemeinde Hille für das Jahr 2022 mit einem Plus von 45.000 Euro für den Verkauf des Papiers. Gute Nachrichten gibt es auch für die Bürgerinnen und Bürger: Die Gebühren für die Müllentsorgung steigen im nächsten Jahr nicht.

Das haben die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses in dieser Woche beschlossen. Das letzte Wort hat der Rat, der am 16. Dezember zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammenkommt. Heike Horstmann aus der Kämmerei stellte den Politikern am Dienstagabend die Kalkulation der Gebühren für die Restmüll- und Biomüllabfuhr 2022 vor.

„Die Pandemie spiegelt sich bei den Abfallmengen wider", sagte Heike Horstmann. Viele Menschen hätten zu Hause aufgeräumt – das wirke sich auf die Kosten und die Behälterzahlen aus. In diesem Jahr seien Grenzen überschritten worden, die vor der Pandemie nicht zu erwarten gewesen seien. So sind beim Restmüll in diesem Jahr bereits mehr als 1.400 Tonnen angefallen und beim Biomüll knapp 2.000 Tonnen. Die Papiermenge liegt bei 1.100 Tonnen. Das sind beim Restmüll 50 Tonnen mehr als zunächst angenommen, beim Biomüllabfuhr hat sich die Menge um rund 120 Tonnen erhöht. Die Kämmerei rechnet für dieses Jahr mit einem Überschuss von gut 11.000 Euro.

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Patrick Schwemmling

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Nachdem die Gebühren für dieses Jahr erhöht worden waren, sollen die Kosten für die Müllentsorgung im nächsten Jahr konstant bleiben. Demnach zahlen die Bürger für die Leerung ihrer Restmülltonne zwischen 57,60 Euro (60 Liter) und 166,80 (240 Liter). Dazwischen gibt es noch das Angebot einer 80- oder 120-Liter-Tonne. Der Restmüll wird alle vier Wochen abgeholt. Für die Entsorgung des Biomülls entstehen den Bürgern Kosten zwischen 69,60 (60 Liter) und 201,60 Euro (240 Liter). Die Biotonne wird alle zwei Wochen geleert. Die Abholung des Papiermülls, der in 120- oder 240-Liter-Gefäßen gesammelt werden kann, ist für die Hiller kostenlos.

In der Kalkulation für das nächste Jahr spiegelt sich das erhöhte Müllaufkommen wider. So steigen nicht nur die Kosten, die die Gemeinde an das Abfuhrunternehmen zahlen muss, sondern auch die Deponiekosten. Insgesamt kalkuliert die Kämmerei sowohl für die Entsorgung des Biomülls als auch des Restmülls jeweils etwa 20.000 Euro mehr. Dafür ist bei den Erträgen ein deutliches Plus zu erwarten, was in erster Linie an den Papiererlösen liegt. „Natürlich gibt es auch hier Schwankungen", verweist Heike Horstmann darauf, dass die erwarteten 45.000 Euro zunächst eine Prognose sind. Unterm Strich geht sie von einem Überschuss in Höhe von 1.800 Euro am Jahresende aus – somit sind keine Gebührenerhöhungen erforderlich.

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