Grundstück gefunden: Schulsternwarte zieht an den Hiller Badesee Hille (mt/lo). Für den Neubau der Schulsternwarte am Naturbadesee Mindenerwald in Hille ist nun final ein geeignetes Grundstück gefunden. Wie die Pressestelle des Kreises Minden-Lübbecke in einer Pressemitteilung mitteilt, liege der Ort nördlich des Badesees und verfüge über optimale Voraussetzungen wie wenig Lichtverschmutzung, Infrastruktur (Toiletten, Strom, Parkplätze) und eine gute regionale Erreichbarkeit. Die Suche nach einem neuen Standort war nötig geworden, da nach vielen aktiven Jahren am Weingarten der Betrieb um die Jahrtausendwende eingeschränkt werden musste. Die Beobachtungskuppel, das Gebäude selbst sowie die astronomischen Geräte bedurften dringend einer Erneuerung. Auch entsprach die bisherige Schulsternwarte nicht mehr den aktuellen Auflagen: Brandschutz- und weitere Modernisierungsanforderungen machen den Standort unattraktiv. „Mit der neuen Schulsternwarte können wir den Schulen aus dem Kreis Minden-Lübbecke die Möglichkeit geben, Astronomie praktisch und hautnah zu erleben. Schüler und auch andere Interessierte werden mit unseren professionellen Instrumenten an Beobachtungs- und Forschungsprojekten teilnehmen können“, betonen die Vorstandsmitglieder des Vereins Schulsternwarte Minden-Lübbecke. Sie sind geschlossen zur Übergabe des Förderbescheids und der Baugenehmigung sowie zur Unterzeichnung der Verträge erschienen. Landrätin Anna Katharina Bölling, Baudezernent Lutz Freiberg, Bürgermeister Michael Schweiß sowie Konstantin Plümer von der Bezirksregierung Detmold sind sich einig, „dass am Badesee in Hille ein tolles Angebot für astronomische Bildung für die ganze Region entsteht und deshalb eine Förderung und Unterstützung aller Beteiligten verdient. Astronomie-Fans werden am neuen Standort ideale Bedingungen vorfinden. Dem Fachbereich Campus Minden und der FH Bielefeld und allen interessierten Bildungseinrichtungen bietet die neue Schulsternwarte eine Plattform für Studierendenprojekte und Forschungsarbeiten. Und auch die Allgemeinheit kann im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen davon profitieren. Das ist ein gutes Angebot und vor allem ein tolles Alleinstellungsmerkmal für den Mühlenkreis“. Die Errichtung, der Betrieb und der Erhalt einer Sternwarte sind mit großem ehrenamtlichem wie auch finanziellem Aufwand verbunden. Der Kreis Minden-Lübbecke stellt zu einem geringen Kostenanteil das Grundstück und die Gemeinde Hille die Nutzung der Sanitäranlagen am Badesee für den Neubau zur Verfügung. Das Bauprojekt wird durch eine öffentliche Förderung des Landes NRW finanziert. Das Gesamtvorhaben beläuft sich auf ca. 200.000 Euro, zwei Drittel der Finanzierung erhält der Verein aus dem Förderprogramm ‚Strukturentwicklung im ländlichen Raum‘. „Die restliche Finanzierungssumme erfolgt durch Eigenmittel des Vereins, der von vielen Stiftungen, Firmen und Organisationen über Spenden unterstützt wird“ so der Vorsitzende des Vereins, Michael Meister. Interessierte finden auf der Webseite unter www.sternwarte-minden.de Informationen dazu. Als nächste Schritte zur Realisierung nennt Meister den Abschluss der Ausführungsplanung und den Beginn der Bauarbeiten im Herbst mit der Errichtung der Zuwegung sowie der Umzäunung der genutzten Fläche. Inbetriebnahme und damit Projektabschluss ist für das Jahresende 2022 geplant. Hintergrundinfo: Zu Beginn der 1980er Jahre wurde auf Initiative einiger engagierter Lehrer und Schülereltern des Ratsgymnasiums Minden auf dem ehemaligen Destillerieturm der Brennerei Strothmann am Weingarten eine Sternwarte aufgebaut und in Betrieb genommen. In den folgenden Jahren lernten Schüler hier praktische Grundlagen der Astronomie, Sternbeobachtung und projektorientiertes Denken und Arbeiten. Vertreter aus den Bildungseinrichtungen sowie engagierte Eltern gründeten zusammen mit dem Fachbereich Campus Minden der FH Bielefeld den Verein „Schulsternwarte Minden-Lübbecke“, um in Schulen und auch in weiteren Bildungseinrichtungen astronomische Bildung praktisch erlebbar zu machen.

Grundstück gefunden: Schulsternwarte zieht an den Hiller Badesee

Der Verein Sternwarte Minden will ein neues Domizil am Hiller Badesee errichten. Das Bild zeigt einen Entwurf für den Neubau. © pr

Hille (mt/lo). Für den Neubau der Schulsternwarte am Naturbadesee Mindenerwald in Hille ist nun final ein geeignetes Grundstück gefunden. Wie die Pressestelle des Kreises Minden-Lübbecke in einer Pressemitteilung mitteilt, liege der Ort nördlich des Badesees und verfüge über optimale Voraussetzungen wie wenig Lichtverschmutzung, Infrastruktur (Toiletten, Strom, Parkplätze) und eine gute regionale Erreichbarkeit.

Die Suche nach einem neuen Standort war nötig geworden, da nach vielen aktiven Jahren am Weingarten der Betrieb um die Jahrtausendwende eingeschränkt werden musste. Die Beobachtungskuppel, das Gebäude selbst sowie die astronomischen Geräte bedurften dringend einer Erneuerung. Auch entsprach die bisherige Schulsternwarte nicht mehr den aktuellen Auflagen: Brandschutz- und weitere Modernisierungsanforderungen machen den Standort unattraktiv.

„Mit der neuen Schulsternwarte können wir den Schulen aus dem Kreis Minden-Lübbecke die Möglichkeit geben, Astronomie praktisch und hautnah zu erleben. Schüler und auch andere Interessierte werden mit unseren professionellen Instrumenten an Beobachtungs- und Forschungsprojekten teilnehmen können“, betonen die Vorstandsmitglieder des Vereins Schulsternwarte Minden-Lübbecke. Sie sind geschlossen zur Übergabe des Förderbescheids und der Baugenehmigung sowie zur Unterzeichnung der Verträge erschienen.


Landrätin Anna Katharina Bölling, Baudezernent Lutz Freiberg, Bürgermeister Michael Schweiß sowie Konstantin Plümer von der Bezirksregierung Detmold sind sich einig, „dass am Badesee in Hille ein tolles Angebot für astronomische Bildung für die ganze Region entsteht und deshalb eine Förderung und Unterstützung aller Beteiligten verdient. Astronomie-Fans werden am neuen Standort ideale Bedingungen vorfinden. Dem Fachbereich Campus Minden und der FH Bielefeld und allen interessierten Bildungseinrichtungen bietet die neue Schulsternwarte eine Plattform für Studierendenprojekte und Forschungsarbeiten. Und auch die Allgemeinheit kann im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen davon profitieren. Das ist ein gutes Angebot und vor allem ein tolles Alleinstellungsmerkmal für den Mühlenkreis“.

Die Errichtung, der Betrieb und der Erhalt einer Sternwarte sind mit großem ehrenamtlichem wie auch finanziellem Aufwand verbunden. Der Kreis Minden-Lübbecke stellt zu einem geringen Kostenanteil das Grundstück und die Gemeinde Hille die Nutzung der Sanitäranlagen am Badesee für den Neubau zur Verfügung. Das Bauprojekt wird durch eine öffentliche Förderung des Landes NRW finanziert. Das Gesamtvorhaben beläuft sich auf ca. 200.000 Euro, zwei Drittel der Finanzierung erhält der Verein aus dem Förderprogramm ‚Strukturentwicklung im ländlichen Raum‘. „Die restliche Finanzierungssumme erfolgt durch Eigenmittel des Vereins, der von vielen Stiftungen, Firmen und Organisationen über Spenden unterstützt wird“ so der Vorsitzende des Vereins, Michael Meister. Interessierte finden auf der Webseite unter www.sternwarte-minden.de Informationen dazu.

Als nächste Schritte zur Realisierung nennt Meister den Abschluss der Ausführungsplanung und den Beginn der Bauarbeiten im Herbst mit der Errichtung der Zuwegung sowie der Umzäunung der genutzten Fläche. Inbetriebnahme und damit Projektabschluss ist für das Jahresende 2022 geplant.

Hintergrundinfo: Zu Beginn der 1980er Jahre wurde auf Initiative einiger engagierter Lehrer und Schülereltern des Ratsgymnasiums Minden auf dem ehemaligen Destillerieturm der Brennerei Strothmann am Weingarten eine Sternwarte aufgebaut und in Betrieb genommen. In den folgenden Jahren lernten Schüler hier praktische Grundlagen der Astronomie, Sternbeobachtung und projektorientiertes Denken und Arbeiten.

Vertreter aus den Bildungseinrichtungen sowie engagierte Eltern gründeten zusammen mit dem Fachbereich Campus Minden der FH Bielefeld den Verein „Schulsternwarte Minden-Lübbecke“, um in Schulen und auch in weiteren Bildungseinrichtungen astronomische Bildung praktisch erlebbar zu machen.

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