Große Würfe beim Baseball-Camp: Warum die neunte Auflage ganz anders ist Carsten Korfesmeyer Hille-Eickhorst. Der Baseballschläger trifft den weißen Ball mit voller Wucht. Schon am Klang hört sich das nach einer langen Flugbahn an. So kommt es. In der Zwischenzeit sammeln die Läufer fleißig Punkte – unter lauten Anfeuerungsrufen aller Mitspieler und vieler Zuschauer. Für Außenstehende ist es auf dem Sportplatzgelände unübersehbar: Hier haben alle Spaß. Selbstverständlich sitzt nicht jeder Schlag perfekt. Mal landet der Ball direkt im Handschuh des Gegenspielers, gelegentlich gibt sogar ein paar gefährliche Querschläger. Das Publikum steht in sicherer Entfernung, ist aber emotional nah dran. Und der sportliche Ehrgeiz der Spieler ist noch hinter dem Zaun spürbar. Eine Woche Baseball-Camp liegen hinter den jungen Teilnehmern und ihren Eltern. Sie haben in dieser Zeit einiges über Wurftechniken oder Regelwerk erfahren, hauptsächlich aber die verbindende Wirkung des Sports erfahren dürfen. „Es haben sich einige Freundschaften gebildet und in den Teams herrscht viel Geschlossenheit“, sagt Jan Scheuermann. Der Pastor der Eickhorster Kreuzgemeinde ist der Camp-Hauptverantwortliche und mit dem Verlauf erkennbar zufrieden. Sicherlich geht es um den Sport, mindestens aber genauso auch um Plauderei, gemeinsame Momente und den Gedankenaustausch. Mehr als bei den früheren acht Auflagen sei das spürbar, sagt der Pastor. „Es herrschte mal wieder so etwas wie Normalität.“ Das bringe das Unbeschwerte zurück, was so lange gefehlt hat. Alles spielt sich im Freien ab und das mache einiges möglich – allerdings werde auf die Einhaltung der Coronaregelungen weiter geachtet. 60 Kinder und Jugendliche spielen in sechs Teams. Sie kommen aus der näheren Region und übernachten alle Zuhause. „Nur die Texaner fehlen in diesem Jahr coronabedingt“, sagt Jan Scheuermann und weist darauf hin, dass dieses Camp jedem offen steht, der zwischen neun und 17 Jahre alt ist. Die Mannschaften sind in zwei Altersgruppen getrennt und bei der Einteilung habe man darauf geachtet, dass die Teams in etwa gleichwertig stark sind. Ihre Namen klingen ganz nach Baseball. Die Jüngeren heißen Penguins (Pinguine), Dolphins (Delfine) und Monkeys (Affen), bei den älteren sind die Tiere etwas größer und tragen die Namen Eagles (Adler), Lions (Löwen) und Bears (Bären). Begleitet werden alle Mannschaften von jeweils zwei Trainern, die Baseballerfahrung mitbringen. Die Betreuer hätten so manche Tricks und Kniffs beigebracht. Was sagen die Spieler über das Camp? Vor allem reden sie darüber, neue Kontakte geknüpft zu haben. Emmi Busche (12) erzählt gegenüber dem MT davon, sogar Freundschaften geschlossen zu haben. Ähnliches ist von Alma Wiese (10) und Lias Braun (10) zu hören. Durchweg positiv sprechen auch die Eltern. Er habe noch nie erlebt, dass seine Kinder in den Ferien freiwillig so früh aufstehen, sagt beispielsweise Waldemar Braun. Für ihn sei das ein sicheres Zeichen dafür, dass die gemeinsame Zeit auf dem Sportplatz gefällt. Für die jüngeren Spieler startete das Camp schon um 8 Uhr, die 12- bis 17-Jährigen starteten immer direkt nach der Mittagspause um 14 Uhr. Sportlich endet die Woche mit einem Turniersieg der Eagles, die sich in der Gruppe der älteren vor den Lions und Bears behaupten können. Sieger der jüngeren Gruppe sind die Penguins vor den Dolphins und Monkeys. „Leider konnten die Texaner nicht dabei sein“, sagt Jan Scheuermann. Die Gruppe aus dem Süden der USA konnte schon 2020 nicht am Baseball-Camp teilnehmen. Nächstes Mal seien sie hoffentlich wieder mit dabei, sagt der Pastor, der mit seiner Gemeinde seit Pfingsten wieder Gottesdienste anbietet – im Freien oder per Streaming. Einiges wurde investiert. „Wir haben uns überwiegend an den landeskirchlichen Vorschriften orientiert“, sagt er. Außerdem habe er im engen Austausch mit den anderen Gemeinden gestanden.

Große Würfe beim Baseball-Camp: Warum die neunte Auflage ganz anders ist

Pastor Jan Scheuermann (von links), Alma Weihe, Emmi Busche und Lias Braun erleben beim Baseball-Camp viel Sport und schöne Momente. © cko

Hille-Eickhorst. Der Baseballschläger trifft den weißen Ball mit voller Wucht. Schon am Klang hört sich das nach einer langen Flugbahn an. So kommt es. In der Zwischenzeit sammeln die Läufer fleißig Punkte – unter lauten Anfeuerungsrufen aller Mitspieler und vieler Zuschauer. Für Außenstehende ist es auf dem Sportplatzgelände unübersehbar: Hier haben alle Spaß.

Selbstverständlich sitzt nicht jeder Schlag perfekt. Mal landet der Ball direkt im Handschuh des Gegenspielers, gelegentlich gibt sogar ein paar gefährliche Querschläger. Das Publikum steht in sicherer Entfernung, ist aber emotional nah dran. Und der sportliche Ehrgeiz der Spieler ist noch hinter dem Zaun spürbar. Eine Woche Baseball-Camp liegen hinter den jungen Teilnehmern und ihren Eltern. Sie haben in dieser Zeit einiges über Wurftechniken oder Regelwerk erfahren, hauptsächlich aber die verbindende Wirkung des Sports erfahren dürfen. „Es haben sich einige Freundschaften gebildet und in den Teams herrscht viel Geschlossenheit“, sagt Jan Scheuermann. Der Pastor der Eickhorster Kreuzgemeinde ist der Camp-Hauptverantwortliche und mit dem Verlauf erkennbar zufrieden.

Sicherlich geht es um den Sport, mindestens aber genauso auch um Plauderei, gemeinsame Momente und den Gedankenaustausch. Mehr als bei den früheren acht Auflagen sei das spürbar, sagt der Pastor. „Es herrschte mal wieder so etwas wie Normalität.“ Das bringe das Unbeschwerte zurück, was so lange gefehlt hat. Alles spielt sich im Freien ab und das mache einiges möglich – allerdings werde auf die Einhaltung der Coronaregelungen weiter geachtet.


60 Kinder und Jugendliche spielen in sechs Teams. Sie kommen aus der näheren Region und übernachten alle Zuhause. „Nur die Texaner fehlen in diesem Jahr coronabedingt“, sagt Jan Scheuermann und weist darauf hin, dass dieses Camp jedem offen steht, der zwischen neun und 17 Jahre alt ist. Die Mannschaften sind in zwei Altersgruppen getrennt und bei der Einteilung habe man darauf geachtet, dass die Teams in etwa gleichwertig stark sind. Ihre Namen klingen ganz nach Baseball. Die Jüngeren heißen Penguins (Pinguine), Dolphins (Delfine) und Monkeys (Affen), bei den älteren sind die Tiere etwas größer und tragen die Namen Eagles (Adler), Lions (Löwen) und Bears (Bären). Begleitet werden alle Mannschaften von jeweils zwei Trainern, die Baseballerfahrung mitbringen. Die Betreuer hätten so manche Tricks und Kniffs beigebracht.

Die Hamburger Andreas (von links) und Irene Braun sind erst am Wochenende nach Eickhorst gereist, wo ihre Kinder Maliah (12) und Maliah (13) bereits seit Sonntag am Baseball-Camp teilnahmen. Die Mädchen übernachteten in der Zeit bei der Familie ihres Onkels Waldemar Braun. MT-Fotos: Carsten Korfesmeyer - © cko
Die Hamburger Andreas (von links) und Irene Braun sind erst am Wochenende nach Eickhorst gereist, wo ihre Kinder Maliah (12) und Maliah (13) bereits seit Sonntag am Baseball-Camp teilnahmen. Die Mädchen übernachteten in der Zeit bei der Familie ihres Onkels Waldemar Braun. MT-Fotos: Carsten Korfesmeyer - © cko

Was sagen die Spieler über das Camp? Vor allem reden sie darüber, neue Kontakte geknüpft zu haben. Emmi Busche (12) erzählt gegenüber dem MT davon, sogar Freundschaften geschlossen zu haben. Ähnliches ist von Alma Wiese (10) und Lias Braun (10) zu hören. Durchweg positiv sprechen auch die Eltern. Er habe noch nie erlebt, dass seine Kinder in den Ferien freiwillig so früh aufstehen, sagt beispielsweise Waldemar Braun. Für ihn sei das ein sicheres Zeichen dafür, dass die gemeinsame Zeit auf dem Sportplatz gefällt. Für die jüngeren Spieler startete das Camp schon um 8 Uhr, die 12- bis 17-Jährigen starteten immer direkt nach der Mittagspause um 14 Uhr.

Sportlich endet die Woche mit einem Turniersieg der Eagles, die sich in der Gruppe der älteren vor den Lions und Bears behaupten können. Sieger der jüngeren Gruppe sind die Penguins vor den Dolphins und Monkeys. „Leider konnten die Texaner nicht dabei sein“, sagt Jan Scheuermann. Die Gruppe aus dem Süden der USA konnte schon 2020 nicht am Baseball-Camp teilnehmen. Nächstes Mal seien sie hoffentlich wieder mit dabei, sagt der Pastor, der mit seiner Gemeinde seit Pfingsten wieder Gottesdienste anbietet – im Freien oder per Streaming. Einiges wurde investiert. „Wir haben uns überwiegend an den landeskirchlichen Vorschriften orientiert“, sagt er. Außerdem habe er im engen Austausch mit den anderen Gemeinden gestanden.

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