Gemeinde hat erhebliche Bedenken: Hiller Markt 2022 steht auf der Kippe Carsten Korfesmeyer Hille. 2020 und 2021 fiel er pandemiebedingt aus und womöglich gibt es auch im kommenden Frühjahr keinen Hiller Markt. Fachbereichsleiter Detlef Hartmann erklärt gegenüber dem MT zwar ausdrücklich, dass in der Sache noch keine Entscheidung getroffen ist, aber: „Innerhalb der Verwaltung gibt es zurzeit erhebliche Bedenken, was die Ausrichtung betrifft.“ Laufen soll die traditionsreiche Veranstaltung laut Plan vom 30. April bis zum 2. Mai. Das ist zwar erst in einigen Monaten, doch für Veranstalter solcher Events eine sehr kurze Vorlaufzeit. „Die Planungen müssten längst auf Hochtouren laufen“, sagt der Mann aus dem Rathaus, der sich aktuell in einer misslichen Lage sieht. Längst müssten beispielsweise die ersten Verträge geschlossen sein. Das jedoch würde im Falle einer Absage dazu führen, dass die Gemeinde in Regress genommen werden kann. „Und das kostet dann Geld“, sagt Hartmann.Kurzfristig ist eine Veranstaltung wie der Hiller Markt nicht organisierbar. Unter anderem brauchen auch die Aussteller eine gewisse Vorlaufzeit. Der Fachbereichsleiter handelt deshalb aktuell in beide Richtungen und versucht, die Entscheidung über Absage oder Zusage so lange wie möglich offen zu halten. Wie lange ist das machbar? Hartmann legt sich in dieser Sache fest. Spätestens am 19. Januar muss der Entschluss gefällt werden. Vieles hänge selbstverständlich davon ab, was die Politik auf Bundesebene beschließt. Hinsichtlich der aktuellen Entwicklungen in der Coronapandemie scheint eine baldige Entspannung der Lage jedoch unwahrscheinlich. Trotzdem versuche man, optimistisch zu sein. Ausgerichtet werde der Markt aber nur, wenn keine Gefährdung der Besucher drohe. Außerdem würden natürlich die dann geltenden Regelungen angewendet. Am Beispiel des Hiller Marktes zeigt sich, in welcher ungewissen Situation sich die Aussteller und Veranstalter aktuell wieder befinden. Ein drittes Jahr ohne Hiller Markt bedeutet einige finanzielle Einbußen. Schon für 2020 hatte die Gemeinde ein neues Konzept für die Traditionsveranstaltung auf dem Festplatz erarbeitet, das der damalige Wirtschaftsförderer Timo Muchow erarbeitet hatte. Demnach sollte die heimische Wirtschaft verstärkt in den Ablauf mit eingebunden werden. An diesen Plänen werde zwar nach wie vor vom Grundsatz festgehalten, erklärt Hartmann gegenüber dem MT. Sollte der Hiller Markt im Frühjahr doch stattfinden können, laufe er aber nach dem bisherigen Muster ab. Aufgrund der Kürze der Zeit werde man noch nicht am Konzept rütteln. „Wenn wir was Neues machen, dann garantiert nicht mit der Brechstange“, sagt Hartmann. Das neue Konzept ist nach dem aktuellen Stand eine Aufgabe für 2023. Bei den dann laufenden Vorbereitungen will die Gemeinde aber auch noch weitere Gesichtspunkte mit einfließen lassen. „Beispielsweise den Bereich des Tourismus“, sagt der Fachbereichsleiter. Viele Gespräche werden noch geführt, um den Hiller Markt ganz auf Höhe der Zeit zu bringen. An festen Traditionen müsste nicht unbedingt festgehalten werden. Das Event könnte möglicherweise ganz anders aussehen.

Gemeinde hat erhebliche Bedenken: Hiller Markt 2022 steht auf der Kippe

Die Entscheidung über eine Ausrichtung des Hiller Markts 2022 soll bis Mitte Januar fallen. Foto: Kerstin Rickert

Hille. 2020 und 2021 fiel er pandemiebedingt aus und womöglich gibt es auch im kommenden Frühjahr keinen Hiller Markt. Fachbereichsleiter Detlef Hartmann erklärt gegenüber dem MT zwar ausdrücklich, dass in der Sache noch keine Entscheidung getroffen ist, aber: „Innerhalb der Verwaltung gibt es zurzeit erhebliche Bedenken, was die Ausrichtung betrifft.“

Laufen soll die traditionsreiche Veranstaltung laut Plan vom 30. April bis zum 2. Mai. Das ist zwar erst in einigen Monaten, doch für Veranstalter solcher Events eine sehr kurze Vorlaufzeit. „Die Planungen müssten längst auf Hochtouren laufen“, sagt der Mann aus dem Rathaus, der sich aktuell in einer misslichen Lage sieht. Längst müssten beispielsweise die ersten Verträge geschlossen sein. Das jedoch würde im Falle einer Absage dazu führen, dass die Gemeinde in Regress genommen werden kann. „Und das kostet dann Geld“, sagt Hartmann.

Kurzfristig ist eine Veranstaltung wie der Hiller Markt nicht organisierbar. Unter anderem brauchen auch die Aussteller eine gewisse Vorlaufzeit. Der Fachbereichsleiter handelt deshalb aktuell in beide Richtungen und versucht, die Entscheidung über Absage oder Zusage so lange wie möglich offen zu halten. Wie lange ist das machbar? Hartmann legt sich in dieser Sache fest. Spätestens am 19. Januar muss der Entschluss gefällt werden. Vieles hänge selbstverständlich davon ab, was die Politik auf Bundesebene beschließt. Hinsichtlich der aktuellen Entwicklungen in der Coronapandemie scheint eine baldige Entspannung der Lage jedoch unwahrscheinlich. Trotzdem versuche man, optimistisch zu sein. Ausgerichtet werde der Markt aber nur, wenn keine Gefährdung der Besucher drohe. Außerdem würden natürlich die dann geltenden Regelungen angewendet.

Am Beispiel des Hiller Marktes zeigt sich, in welcher ungewissen Situation sich die Aussteller und Veranstalter aktuell wieder befinden. Ein drittes Jahr ohne Hiller Markt bedeutet einige finanzielle Einbußen.

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Patrick Schwemmling

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Schon für 2020 hatte die Gemeinde ein neues Konzept für die Traditionsveranstaltung auf dem Festplatz erarbeitet, das der damalige Wirtschaftsförderer Timo Muchow erarbeitet hatte. Demnach sollte die heimische Wirtschaft verstärkt in den Ablauf mit eingebunden werden. An diesen Plänen werde zwar nach wie vor vom Grundsatz festgehalten, erklärt Hartmann gegenüber dem MT. Sollte der Hiller Markt im Frühjahr doch stattfinden können, laufe er aber nach dem bisherigen Muster ab. Aufgrund der Kürze der Zeit werde man noch nicht am Konzept rütteln. „Wenn wir was Neues machen, dann garantiert nicht mit der Brechstange“, sagt Hartmann.

Das neue Konzept ist nach dem aktuellen Stand eine Aufgabe für 2023. Bei den dann laufenden Vorbereitungen will die Gemeinde aber auch noch weitere Gesichtspunkte mit einfließen lassen. „Beispielsweise den Bereich des Tourismus“, sagt der Fachbereichsleiter. Viele Gespräche werden noch geführt, um den Hiller Markt ganz auf Höhe der Zeit zu bringen. An festen Traditionen müsste nicht unbedingt festgehalten werden. Das Event könnte möglicherweise ganz anders aussehen.

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