Gäste erleben beim Tag des offenen Denkmal in der Alten Brennerei die Arbeitswelt von gestern Carsten Korfesmeyer Hille. Gegen Ende der Brennerei-Führung setzt Rainer Eschedor die alte Dampfmaschine in Gang. Ein Moment, in dem es im Erdgeschoss des Industriemuseums ein wenig lauter wird. Den Gästen liefert das 25-PS-Gerät von 1895 dadurch einen lebendigen Eindruck davon, wie es zu früheren Zeiten im Raum atmosphärisch zugegangen ist. Mit einem klaren Ja beantwortet der Museumsführer die Frage, ob es damals in der Brennerei nicht „ziemlich nach Alkohol gerochen hat“. Zuvor hat Rainer Eschedor die Besuchergruppe durch das Gebäude geführt und die Arbeitsabläufe der Schnapsherstellung erläutert. Bei der Besichtigung ging es vom Kornboden bis ins Kesselhaus die Gäste tauchten dabei in eine Arbeitswelt ein, die es so nicht mehr gibt. Zugleich gab es jede Menge Fragen und Antworten sowie traditionell ein Glas Schnaps zum Abschluss. Rainer Eschedor beschäftigt sich bereits seit mehr als zehn Jahren mit der Geschichte der Alten Brennerei und der Herstellung von Spirituosen. Schon oft hat er die Besucher durch das Gebäude geführt, das der Heimat- und Gartenbauverein bereits seit geraumer Zeit als Träger betreibt. Und doch sind die Touren am vergangen Sonntag auch für ihn etwas besonderes, denn: Es sind dort die ersten öffentlichen Führungen nach dem Lockdown. Nach Voranmeldung können die Besucher daran teilnehmen und von diesem Angebot wurde reichlich Gebrauch gemacht. „Wir nehmen schon seit Jahren immer am Tag des offenen Denkmals teil“, sagt Rainer Eschedor. Der Verein erreiche dann besonders viele Menschen, die sich ganz gezielt für die Geschichte der Alten Brennerei interessieren. So ist es. „Wir wollten hier schon immer mal herkommen“, sagt beispielsweise Uwe König, der mit seiner Ehefrau Silvia an der Spätnachmittagsführung teilnimmt. Beide sind fasziniert von der technischen Ausstattung und dem vergleichsweise aufwendigen Herstellungsprozess. „Das hätte ich gar nicht so erwartet“, sagt die Mindenerin, die mit ihrem Mann eine Fahrradtour nach Hille unternommen hat. Der Tag habe sich „so richtig gelohnt“. Ähnlich äußert sich auch Lutz Hennig, der seit 1991 in Lübbecke lebt und die Brennerei bislang nur vom Vorbeifahren kannte. „Oder wenn ich in Hille mal zum Einkaufen war“, sagt er. Oft habe er sich schon vorgenommen, an einer Führung teilzunehmen. „Ich mag diese alte Technik“, sagt er gegenüber dem MT. Lutz Hennig hat nach eigenen Worten schon mehrere Industriemuseen verschiedener Branchen besichtigt. „Zum Beispiel war ich mal einer alten englischen Textilfabrik.“ Was ihm an der Alten Brennerei besonders gefällt, sagt er gegenüber dem MT bereits während der Führung. So seien die Wege bei der Herstellung von Spirituosen noch heute grundsätzlich so wie damals. „Nur die technischen Dinge haben sich verändert“, sagt der Lübbecker. Führungen für Gruppen sind nach Worten von Rainer Eschedor in der Brennerei möglich. Hierzu ist eine Terminabsprache mit dem Heimat- und Gartenbauverein erforderlich.

Gäste erleben beim Tag des offenen Denkmal in der Alten Brennerei die Arbeitswelt von gestern

Rainer Eschedor (links) hat beim „Tag des offenen Denkmals“ mehrere Besucher durch die Räume der Alten Brennerei geführt. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille. Gegen Ende der Brennerei-Führung setzt Rainer Eschedor die alte Dampfmaschine in Gang. Ein Moment, in dem es im Erdgeschoss des Industriemuseums ein wenig lauter wird. Den Gästen liefert das 25-PS-Gerät von 1895 dadurch einen lebendigen Eindruck davon, wie es zu früheren Zeiten im Raum atmosphärisch zugegangen ist.

Mit einem klaren Ja beantwortet der Museumsführer die Frage, ob es damals in der Brennerei nicht „ziemlich nach Alkohol gerochen hat“. Zuvor hat Rainer Eschedor die Besuchergruppe durch das Gebäude geführt und die Arbeitsabläufe der Schnapsherstellung erläutert. Bei der Besichtigung ging es vom Kornboden bis ins Kesselhaus die Gäste tauchten dabei in eine Arbeitswelt ein, die es so nicht mehr gibt. Zugleich gab es jede Menge Fragen und Antworten sowie traditionell ein Glas Schnaps zum Abschluss.

Rainer Eschedor beschäftigt sich bereits seit mehr als zehn Jahren mit der Geschichte der Alten Brennerei und der Herstellung von Spirituosen. Schon oft hat er die Besucher durch das Gebäude geführt, das der Heimat- und Gartenbauverein bereits seit geraumer Zeit als Träger betreibt. Und doch sind die Touren am vergangen Sonntag auch für ihn etwas besonderes, denn: Es sind dort die ersten öffentlichen Führungen nach dem Lockdown. Nach Voranmeldung können die Besucher daran teilnehmen und von diesem Angebot wurde reichlich Gebrauch gemacht. „Wir nehmen schon seit Jahren immer am Tag des offenen Denkmals teil“, sagt Rainer Eschedor. Der Verein erreiche dann besonders viele Menschen, die sich ganz gezielt für die Geschichte der Alten Brennerei interessieren.


So ist es. „Wir wollten hier schon immer mal herkommen“, sagt beispielsweise Uwe König, der mit seiner Ehefrau Silvia an der Spätnachmittagsführung teilnimmt. Beide sind fasziniert von der technischen Ausstattung und dem vergleichsweise aufwendigen Herstellungsprozess. „Das hätte ich gar nicht so erwartet“, sagt die Mindenerin, die mit ihrem Mann eine Fahrradtour nach Hille unternommen hat. Der Tag habe sich „so richtig gelohnt“.

Ähnlich äußert sich auch Lutz Hennig, der seit 1991 in Lübbecke lebt und die Brennerei bislang nur vom Vorbeifahren kannte. „Oder wenn ich in Hille mal zum Einkaufen war“, sagt er. Oft habe er sich schon vorgenommen, an einer Führung teilzunehmen. „Ich mag diese alte Technik“, sagt er gegenüber dem MT. Lutz Hennig hat nach eigenen Worten schon mehrere Industriemuseen verschiedener Branchen besichtigt. „Zum Beispiel war ich mal einer alten englischen Textilfabrik.“ Was ihm an der Alten Brennerei besonders gefällt, sagt er gegenüber dem MT bereits während der Führung. So seien die Wege bei der Herstellung von Spirituosen noch heute grundsätzlich so wie damals. „Nur die technischen Dinge haben sich verändert“, sagt der Lübbecker.

Führungen für Gruppen sind nach Worten von Rainer Eschedor in der Brennerei möglich. Hierzu ist eine Terminabsprache mit dem Heimat- und Gartenbauverein erforderlich.

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