Es tut sich etwas in Hartum: Specht-Gruppe informiert über geplante Seniorenresidenz Michael Grundmeier Hille-Hartum (mig). Als „sehr attraktiven Standort“ bezeichnet Frank Markus, Geschäftsführer der Specht-Gruppe, die Ortschaft Hartum bei der Seniorenfeier im Gemeindehaus Hartum. Die Gruppe will möglichst noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Pflegeeinrichtung beginnen. Das Interesse der Senioren an diesem Thema ist groß. Antworten gibt der Geschäftsführer der Bremer Gruppe. Man befinde sich im Bauleitverfahren und müsse zunächst den Satzungsbeschluss abwarten, danach will die Gruppe den Bauantrag einreichen. Ein Datum für den Baubeginn konnte Markus nicht nennen. Den Standort Hartum hat die Specht-Gruppe laut eigenen Angaben nach einer eingehenden Bedarfsanalyse ausgewählt. Der Wunsch nach einem entsprechenden Angebot sei groß gewesen, sagt Markus. Die Gruppe hoffe auf Synergien mit bereits bestehenden Häusern. Ähnliche Einrichtungen würde die Gruppe aktuell auch in benachbarten Städten wie Espelkamp und Lübbecke bauen. Ein weiterer Grund für die Wahl des Standorts sei die Nähe nach Minden. „Wir wollen, dass die Bewohner an die Stadt angeschlossen sind“, erläutert Markus. Und betont: „Wir sind gerne da, wo das Leben ist – und nicht am Rand davon.“ Das Foyer des Hauses solle Hotelcharakter haben, erläutert der Geschäftsführer. Und die Menschen, die der stationären Pflege bedürften, sollten nicht den Eindruck bekommen, dass sie nur verwahrt würden. Entsprechend gehöre es zum Konzept der Specht-Gruppe, „kleine Orte zu schaffen, die zum Verweilen einladen“. Neben den 80 stationären Plätzen, plant der Investor elf Wohnungen im Dachgeschoss. Hier könnten Menschen leben, denen die alte Wohnung zu groß geworden sei – komplett unabhängig, aber mit der Sicherheit, sämtliche Leistungen bekommen zu können. Wie teuer die Wohnungen werden, konnte Markus noch nicht sagen, er rechnet aber mit zehn oder elf Euro pro Quadratmeter. Ihre früheren Möbel könnten die Bewohner mitbringen. Als „Highlight“ beschreibt Markus die Küche, in der die Köche, das Essen selbst zubereiten. Weiterhin werde ein Zimmer eingerichtet, in dem ein Arzt Patienten empfangen könne. Ein Café für Bewohner und Gäste und eine seniorengerechte Grünanlage seien ebenfalls geplant. Ortsvorsteher Heinz Becker hob hervor, dass Menschen auch im Alter in Hartum wohnen bleiben könnten. Die geplante Einrichtung sei so konzipiert, dass „ein Bezug zum Ort“ gegeben sei und Menschen in der Stadt einkaufen könnten. Bürgermeister Michael Schweiß zeichnete an diesem Nachmittag Irmgard Riechmann und Wilhelm Weber als älteste Anwesende der Hartumer Seniorenfeier aus. Christian Weber machte die Heimat zum Thema. Als Pastor habe er schon öfter seine Wurzeln lösen müssen – seine Heimat habe er nach Ostwestfalen mitgebracht. „Heute haben wir in Hartum unsere Heimat“. Eine andere Richtung hat Wilhelm Weber, der älteste anwesende Teilnehmer, eingeschlagen. Weber ist vor vielen Jahren aus Ostwestfalen ins Rheinland gezogen, im Alter wollte er zurück nach Hartum. „Ich habe da niemanden mehr gehabt“, sagt der 92-Jährige im Gemeindehaus. Hier, in Hartum, sei seine Heimat. „Ich bin sehr glücklich wieder hier zu sein“. Noch etwas älter (102) ist Lenchen Wüllner, die einige Kilometer weiter bei der Seniorenfeier in der Aula der Verbundschule Hille geehrt wird. Geschenke gab es auch für Heinz Schnepel (ältester Anwesender) und Inge Rüther (jüngste Anwesende). Mit der Teilnehmerzahl zeigte sich Herbert Heuer durchaus zufrieden. Rund 200 Gäste waren gekommen, um ein gemütliches Kaffeetrinken, einen kleinen Sketch, sowie Gesang der Hiller Stimmen zu erleben. „Ein toller Nachmittag“, waren sich alle Anwesenden einig.

Es tut sich etwas in Hartum: Specht-Gruppe informiert über geplante Seniorenresidenz

Seniorenfeier Hille: Ortsvorsteher Herbert Heuer (von links) mit Heinz Schnepel, Marianne Kühn, Inge Rüther und Lenchen Wüllner (vorne). Fotos: Grundmeier © Grundmeier

Hille-Hartum (mig). Als „sehr attraktiven Standort“ bezeichnet Frank Markus, Geschäftsführer der Specht-Gruppe, die Ortschaft Hartum bei der Seniorenfeier im Gemeindehaus Hartum. Die Gruppe will möglichst noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Pflegeeinrichtung beginnen.

Das Interesse der Senioren an diesem Thema ist groß. Antworten gibt der Geschäftsführer der Bremer Gruppe. Man befinde sich im Bauleitverfahren und müsse zunächst den Satzungsbeschluss abwarten, danach will die Gruppe den Bauantrag einreichen. Ein Datum für den Baubeginn konnte Markus nicht nennen.

Seniorenfeier Hartum: Wilhelm Weber und Irmgard Riechmann wurden geehrt. - © Grundmeier
Seniorenfeier Hartum: Wilhelm Weber und Irmgard Riechmann wurden geehrt. - © Grundmeier

Den Standort Hartum hat die Specht-Gruppe laut eigenen Angaben nach einer eingehenden Bedarfsanalyse ausgewählt. Der Wunsch nach einem entsprechenden Angebot sei groß gewesen, sagt Markus. Die Gruppe hoffe auf Synergien mit bereits bestehenden Häusern. Ähnliche Einrichtungen würde die Gruppe aktuell auch in benachbarten Städten wie Espelkamp und Lübbecke bauen.

Ein weiterer Grund für die Wahl des Standorts sei die Nähe nach Minden. „Wir wollen, dass die Bewohner an die Stadt angeschlossen sind“, erläutert Markus. Und betont: „Wir sind gerne da, wo das Leben ist – und nicht am Rand davon.“ Das Foyer des Hauses solle Hotelcharakter haben, erläutert der Geschäftsführer. Und die Menschen, die der stationären Pflege bedürften, sollten nicht den Eindruck bekommen, dass sie nur verwahrt würden. Entsprechend gehöre es zum Konzept der Specht-Gruppe, „kleine Orte zu schaffen, die zum Verweilen einladen“. Neben den 80 stationären Plätzen, plant der Investor elf Wohnungen im Dachgeschoss. Hier könnten Menschen leben, denen die alte Wohnung zu groß geworden sei – komplett unabhängig, aber mit der Sicherheit, sämtliche Leistungen bekommen zu können.

Wie teuer die Wohnungen werden, konnte Markus noch nicht sagen, er rechnet aber mit zehn oder elf Euro pro Quadratmeter. Ihre früheren Möbel könnten die Bewohner mitbringen. Als „Highlight“ beschreibt Markus die Küche, in der die Köche, das Essen selbst zubereiten. Weiterhin werde ein Zimmer eingerichtet, in dem ein Arzt Patienten empfangen könne. Ein Café für Bewohner und Gäste und eine seniorengerechte Grünanlage seien ebenfalls geplant.

Ortsvorsteher Heinz Becker hob hervor, dass Menschen auch im Alter in Hartum wohnen bleiben könnten. Die geplante Einrichtung sei so konzipiert, dass „ein Bezug zum Ort“ gegeben sei und Menschen in der Stadt einkaufen könnten. Bürgermeister Michael Schweiß zeichnete an diesem Nachmittag Irmgard Riechmann und Wilhelm Weber als älteste Anwesende der Hartumer Seniorenfeier aus.

Christian Weber machte die Heimat zum Thema. Als Pastor habe er schon öfter seine Wurzeln lösen müssen – seine Heimat habe er nach Ostwestfalen mitgebracht. „Heute haben wir in Hartum unsere Heimat“. Eine andere Richtung hat Wilhelm Weber, der älteste anwesende Teilnehmer, eingeschlagen. Weber ist vor vielen Jahren aus Ostwestfalen ins Rheinland gezogen, im Alter wollte er zurück nach Hartum. „Ich habe da niemanden mehr gehabt“, sagt der 92-Jährige im Gemeindehaus. Hier, in Hartum, sei seine Heimat. „Ich bin sehr glücklich wieder hier zu sein“.

Noch etwas älter (102) ist Lenchen Wüllner, die einige Kilometer weiter bei der Seniorenfeier in der Aula der Verbundschule Hille geehrt wird. Geschenke gab es auch für Heinz Schnepel (ältester Anwesender) und Inge Rüther (jüngste Anwesende). Mit der Teilnehmerzahl zeigte sich Herbert Heuer durchaus zufrieden. Rund 200 Gäste waren gekommen, um ein gemütliches Kaffeetrinken, einen kleinen Sketch, sowie Gesang der Hiller Stimmen zu erleben. „Ein toller Nachmittag“, waren sich alle Anwesenden einig.

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