Endspurt mit Verzögerung: So laufen die Bauarbeiten an der neuen Kreisleitstelle Stefanie Dullweber Hille. In einigen Räumen liegt bereits Fußbodenbelag, der Küchenbauer hat die ersten Zeilen aufgestellt und in einem Teil der sanitären Anlagen haben die Fliesenleger ihre Arbeit erledigt. Auf der Baustelle des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Hille geht es gut voran. Der langanhaltende Winter, die Pandemie und längere Lieferzeiten für das Material haben aber auch hier zu Verzögerungen geführt. „Für ein Projekt dieser Größenordnung liegen wir dennoch gut in der Zeit“, sagt Markus Pfeiffer, Leiter des Amtes Gebäude und Liegenschaften beim Kreis. Projektleiterin Jutta Schwenker führt über die Baustelle.Sie nutzt die Gelegenheit, um den Baufortschritt mit Fotos zu dokumentieren und gegebenenfalls nachzubessern. „Das gefällt mir so noch nicht“, sagt sie und drückt auf den Auslöser. Die Hillerin hatte ihr Büro im Kreishaus verlassen und sich auf der Baustelle eingerichtet. So bekommt sie alle Schritte mit und kann bei Fragen und Problemen jederzeit eingreifen. „Es gibt Bereiche, die schon relativ fertig aussehen, aber es ist noch viel zu tun. Hier wird sehr viel Technik verbaut und das macht die Sache komplex.“ Bei einem Gang über das 21.000 Quadratmeter große Areal informieren Jutta Schwenker und Markus Pfeiffer über den Baufortschritt in den einzelnen Bereichen. Das FTZ entsteht auf einer Fläche von 5.600 Quadratmetern, verteilt auf zwei Geschosse. Momentan ist das Gebäude mit dem hellen Klinker noch teilweise eingerüstet. „Die elastischen Fugen müssen noch rein“, erklärt Jutta Schwenker. In der nächsten Woche sollen diese Arbeiten abgeschlossen und das Gerüst abgebaut sein. Im Untergeschoss befinden sich eine Wasch- und eine Fahrzeughalle. Hier sollen später Spezialfahrzeuge stehen, die nicht für einen Ersteinsatz vorgesehen sind. „Hier müssen nur noch Restarbeiten erledigt werden. Wir nutzen die Halle derzeit als Lagerraum“, sagt die Projektleiterin. Auch die Rettungswache zieht künftig in das Feuerwehrtechnische Zentrum. Seit Mai 2018 ist sie als Übergangswache am Brockkamp in Hille stationiert. „Der Rettungswagen fährt über den Hof in die Halle und zum Einsatz direkt auf die Eickhorster Straße“, erklärt Jutta Schwenker. Zur Rettungswache gehören nicht nur die Halle, sondern auch Nebenräume inklusive Duschen und Toiletten. „Hier bitte keine Fotos machen“, sagt Jutta Schwenker und führt durch die Technikräume, zu denen später nur Personen mit einer besonderen Berechtigung Zutritt haben. Um mögliche technische Ausfälle zu kompensieren, sind alle technischen Geräte in doppelter Ausführung vorhanden. Ebenfalls auf dieser Etage befindet sich ein Sportraum mit Ausdauer- und Fitnessgeräten, ein Bereich für den Hausmeister sowie die Atemschutz-Übungsstrecke. „Eine der modernsten überhaupt und in der Region einzigartig“, sagt Markus Pfeiffer. Aktuell üben die Feuerwehrleute in Lübbecke. Die Strecke ist allerdings sanierungsbedürftig und wird nach der Fertigstellung in Hille geschlossen. Zwei Treppenhäuser führen in das Obergeschoss, in dem die Leitstelle, ein Krisenstabsraum, die Einsatzleitung, Verwaltungsbüros, Ruhe- und Schulungsräume, Umkleiden und eine Kantine untergebracht sind. Momentan tagt der Krisenstab bei einer Großschadenslage noch im Kreishaus. Die Leitstelle – Jutta Schwenker nennt es „das Wohnzimmer“ – ist das Herzstück des Gebäudes. Aktuell sind die Räumlichkeiten mit eigenem Sanitärbereich, Teeküche und Balkon frei zugänglich, später wird dieser Bereich mit einer Schleuse gesichert. Über einen riesigen Bildschirm – eine sogenannte Medienwand – überwachen hier die Experten das Geschehen und koordinieren die Einsätze. Das 4.000 Quadratmeter große Übungsgelände im Freien ist weitestgehend fertiggestellt. Es bietet Ehrenamtlichen und Berufsfeuerwehrleuten zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten wie das Simulieren von Wohnungsbränden, Notfall-Türöffnungen, Höhenrettung, das Leerpumpen vollgelaufener Keller sowie die Bergung von Verschütteten. Bis alle Bereiche in Betrieb genommen werden, dauert es noch ein bisschen. Der Umzug der verschiedenen Nutzer des FTZ – Rettungswache, Kreisleitstelle, Atemschutzwerkstatt/Schlauchpflegerei, Arbeitsgruppe Bevölkerungsschutz – war von vorneherein zeitversetzt geplant. Als erstes zieht die Arbeitsgruppe Bevölkerungsschutz und zum Abschluss die Kreisleitstelle in das neue Gebäude ein. Der Beginn des Umzuges war ursprünglich für September/Oktober geplant. Den Abschluss sollte dann im Dezember/Januar die Kreisleitstelle nach einem dreimonatigen Probebetrieb bilden. Alle diese Termine werden sich um einige Wochen nach hinten verschieben. Markus Pfeiffer geht aber davon aus, dass die Leitstelle mit ihrem Probebetrieb noch in diesem Jahr beginnen wird. Die Baukosten liegen dem Amtsleiter zufolge „im Rahmen“. Die Investitionssumme beziffert der Kreis mit 28 Millionen Euro.

Endspurt mit Verzögerung: So laufen die Bauarbeiten an der neuen Kreisleitstelle

Blick auf die Baustelle: Im Mittelpunkt des Bildes ist die neue Kreisleitstelle zu sehen. Links befindet sich die Fahrzeughalle, rechts die Rettungswache. MT-Fotos: Alex Lehn © Lehn

Hille. In einigen Räumen liegt bereits Fußbodenbelag, der Küchenbauer hat die ersten Zeilen aufgestellt und in einem Teil der sanitären Anlagen haben die Fliesenleger ihre Arbeit erledigt. Auf der Baustelle des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) in Hille geht es gut voran. Der langanhaltende Winter, die Pandemie und längere Lieferzeiten für das Material haben aber auch hier zu Verzögerungen geführt. „Für ein Projekt dieser Größenordnung liegen wir dennoch gut in der Zeit“, sagt Markus Pfeiffer, Leiter des Amtes Gebäude und Liegenschaften beim Kreis.

Projektleiterin Jutta Schwenker führt über die Baustelle.Sie nutzt die Gelegenheit, um den Baufortschritt mit Fotos zu dokumentieren und gegebenenfalls nachzubessern. „Das gefällt mir so noch nicht“, sagt sie und drückt auf den Auslöser. Die Hillerin hatte ihr Büro im Kreishaus verlassen und sich auf der Baustelle eingerichtet. So bekommt sie alle Schritte mit und kann bei Fragen und Problemen jederzeit eingreifen. „Es gibt Bereiche, die schon relativ fertig aussehen, aber es ist noch viel zu tun. Hier wird sehr viel Technik verbaut und das macht die Sache komplex.“

Bei einem Gang über das 21.000 Quadratmeter große Areal informieren Jutta Schwenker und Markus Pfeiffer über den Baufortschritt in den einzelnen Bereichen. Das FTZ entsteht auf einer Fläche von 5.600 Quadratmetern, verteilt auf zwei Geschosse. Momentan ist das Gebäude mit dem hellen Klinker noch teilweise eingerüstet. „Die elastischen Fugen müssen noch rein“, erklärt Jutta Schwenker. In der nächsten Woche sollen diese Arbeiten abgeschlossen und das Gerüst abgebaut sein.


Im Untergeschoss befinden sich eine Wasch- und eine Fahrzeughalle. Hier sollen später Spezialfahrzeuge stehen, die nicht für einen Ersteinsatz vorgesehen sind. „Hier müssen nur noch Restarbeiten erledigt werden. Wir nutzen die Halle derzeit als Lagerraum“, sagt die Projektleiterin. Auch die Rettungswache zieht künftig in das Feuerwehrtechnische Zentrum. Seit Mai 2018 ist sie als Übergangswache am Brockkamp in Hille stationiert. „Der Rettungswagen fährt über den Hof in die Halle und zum Einsatz direkt auf die Eickhorster Straße“, erklärt Jutta Schwenker. Zur Rettungswache gehören nicht nur die Halle, sondern auch Nebenräume inklusive Duschen und Toiletten.

Die zahlreichen Kabel, die noch aus der Decke hängen, sind ein Beleg dafür, dass im FTZ sehr viel Technik eingebaut wird. - © Lehn
Die zahlreichen Kabel, die noch aus der Decke hängen, sind ein Beleg dafür, dass im FTZ sehr viel Technik eingebaut wird. - © Lehn

„Hier bitte keine Fotos machen“, sagt Jutta Schwenker und führt durch die Technikräume, zu denen später nur Personen mit einer besonderen Berechtigung Zutritt haben. Um mögliche technische Ausfälle zu kompensieren, sind alle technischen Geräte in doppelter Ausführung vorhanden.

Ebenfalls auf dieser Etage befindet sich ein Sportraum mit Ausdauer- und Fitnessgeräten, ein Bereich für den Hausmeister sowie die Atemschutz-Übungsstrecke. „Eine der modernsten überhaupt und in der Region einzigartig“, sagt Markus Pfeiffer. Aktuell üben die Feuerwehrleute in Lübbecke. Die Strecke ist allerdings sanierungsbedürftig und wird nach der Fertigstellung in Hille geschlossen.

Zwei Treppenhäuser führen in das Obergeschoss, in dem die Leitstelle, ein Krisenstabsraum, die Einsatzleitung, Verwaltungsbüros, Ruhe- und Schulungsräume, Umkleiden und eine Kantine untergebracht sind. Momentan tagt der Krisenstab bei einer Großschadenslage noch im Kreishaus.

Die Leitstelle – Jutta Schwenker nennt es „das Wohnzimmer“ – ist das Herzstück des Gebäudes. Aktuell sind die Räumlichkeiten mit eigenem Sanitärbereich, Teeküche und Balkon frei zugänglich, später wird dieser Bereich mit einer Schleuse gesichert. Über einen riesigen Bildschirm – eine sogenannte Medienwand – überwachen hier die Experten das Geschehen und koordinieren die Einsätze.

Das 4.000 Quadratmeter große Übungsgelände im Freien ist weitestgehend fertiggestellt. Es bietet Ehrenamtlichen und Berufsfeuerwehrleuten zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten wie das Simulieren von Wohnungsbränden, Notfall-Türöffnungen, Höhenrettung, das Leerpumpen vollgelaufener Keller sowie die Bergung von Verschütteten.

Bis alle Bereiche in Betrieb genommen werden, dauert es noch ein bisschen. Der Umzug der verschiedenen Nutzer des FTZ – Rettungswache, Kreisleitstelle, Atemschutzwerkstatt/Schlauchpflegerei, Arbeitsgruppe Bevölkerungsschutz – war von vorneherein zeitversetzt geplant. Als erstes zieht die Arbeitsgruppe Bevölkerungsschutz und zum Abschluss die Kreisleitstelle in das neue Gebäude ein. Der Beginn des Umzuges war ursprünglich für September/Oktober geplant. Den Abschluss sollte dann im Dezember/Januar die Kreisleitstelle nach einem dreimonatigen Probebetrieb bilden. Alle diese Termine werden sich um einige Wochen nach hinten verschieben. Markus Pfeiffer geht aber davon aus, dass die Leitstelle mit ihrem Probebetrieb noch in diesem Jahr beginnen wird. Die Baukosten liegen dem Amtsleiter zufolge „im Rahmen“. Die Investitionssumme beziffert der Kreis mit 28 Millionen Euro.

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