Ende September ist Schluss: Mehr als fünf Millionen Impfungen in den Impfzentren in Westfalen-Lippe Dortmund/Hille(mt/ps). Nach acht Monaten ist nun in wenigen Tagen endgültig Schluss: Spätestens zum 30. September werden alle 28 Impfzentren in Westfalen-Lippe ihre Türen schließen. Dann übernehmen in erster Linie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in ihren Praxen die Impfungen gegen das Coronavirus. Insgesamt wurden seit Februar mehr als fünf Millionen Impfungen in den westfälisch-lippischen Impfzentren verabreicht, allein im Minden-Lübbecker Impfzentrum in Unterlübbe wurden bis jetzt 102.585 Menschen erstgeimpft, 97.365 davon gelten als vollständig geimpft. Die Tore in Hille schließen sich dann am 30. September. „Die letzten Monate waren für uns alle sehr aufregend und stressig, sie waren aber vor allem auch äußerst lehrreich“, erklärt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Form von Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller. Bereits seit Herbst 2020, also schon viele Monate bevor die Impfzentren im Februar ihren Betrieb aufgenommen haben, standen KVWL, Kommunen und Politik im täglichen Austausch, planten und optimierten Abläufe und erarbeiteten immer wieder neue Lösungen. „Die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auf diese Weise zwischen allen Beteiligten entwickelt hat, ist wirklich beachtlich“, betont Spelmeyer. „Ohne diese gute Kooperation wäre ein solches Großprojekt nicht realisierbar gewesen.“ Eine gute Organisation und Logistik sei das eine, noch wichtiger seien jedoch die Menschen in den Zentren, die die Impfungen durchführen. „Unser aufrichtiger Dank geht an die tausenden Ärztinnen und Ärzte und medizinischen Fachkräfte, die jeden Tag mit viel Herzblut im Einsatz sind, immer wieder kurzfristige Änderungen umsetzen mussten und in der Anfangszeit auch häufig den Frust der Bürgerinnen und Bürger zu spüren bekamen“, so Schrage. Im April stiegen schließlich auch die niedergelassenen Vertragsärzte in ihren Praxen in das Corona-Impfgeschehen ein. Auch hier wurden seitdem fast fünf Millionen Spritzen gesetzt. „Vom absoluten Impfstoffmangel und glühenden Telefonen hin zum Impfstoffüberfluss – für unsere Mitglieder waren die vergangenen Wochen und Monate keine einfache Zeit. Trotz all dieser Widrigkeiten haben sie jedoch einmal mehr bewiesen, wie leistungsfähig die ambulante Versorgung in Westfalen-Lippe ist“, betont Spelmeyer. Aktuell sind in Westfalen-Lippe 78,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre vollständig geimpft – ein Ergebnis, das ohne den großen Einsatz der Vertragsärzte nicht möglich gewesen wäre. „Die Ärztinnen und Ärzte in Westfalen-Lippe sind das Herzstück der Impfkampagne in unserem Landesteil. Ihnen gilt daher unser großer Dank und Respekt!“, so die KVWL-Vorstände. Dass die Corona-Impfungen nun ab Oktober vor allem in den Vertragsarztpraxen durchgeführt werden, bewerten Spelmeyer, Schrage und Müller positiv: „Impfen gehört in die Praxen, das haben wir immer wieder betont. Die Impfzentren waren zunächst nötig, um schnell und strukturiert eine geringe Impfstoffmenge an diejenigen zu verimpfen, die bei einer Coronavirus-Infektion ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Nun ist ausreichend Impfstoff vorhanden und die Impfung gegen das Coronavirus hat, wie auch alle anderen Impfungen, ihren Platz in den regulären Strukturen der ambulanten Versorgung“.

Ende September ist Schluss: Mehr als fünf Millionen Impfungen in den Impfzentren in Westfalen-Lippe

Mehr als 100.000 Menschen bekamen im Hiller Impfzentrum ihre Corona-Schutzimpfung. Am 30. September ist dann endgültig Schluss. Symbolfoto: © Pixabay

Dortmund/Hille(mt/ps). Nach acht Monaten ist nun in wenigen Tagen endgültig Schluss: Spätestens zum 30. September werden alle 28 Impfzentren in Westfalen-Lippe ihre Türen schließen. Dann übernehmen in erster Linie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in ihren Praxen die Impfungen gegen das Coronavirus. Insgesamt wurden seit Februar mehr als fünf Millionen Impfungen in den westfälisch-lippischen Impfzentren verabreicht, allein im Minden-Lübbecker Impfzentrum in Unterlübbe wurden bis jetzt 102.585 Menschen erstgeimpft, 97.365 davon gelten als vollständig geimpft. Die Tore in Hille schließen sich dann am 30. September.

„Die letzten Monate waren für uns alle sehr aufregend und stressig, sie waren aber vor allem auch äußerst lehrreich“, erklärt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Form von Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller. Bereits seit Herbst 2020, also schon viele Monate bevor die Impfzentren im Februar ihren Betrieb aufgenommen haben, standen KVWL, Kommunen und Politik im täglichen Austausch, planten und optimierten Abläufe und erarbeiteten immer wieder neue Lösungen. „Die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auf diese Weise zwischen allen Beteiligten entwickelt hat, ist wirklich beachtlich“, betont Spelmeyer. „Ohne diese gute Kooperation wäre ein solches Großprojekt nicht realisierbar gewesen.“

Eine gute Organisation und Logistik sei das eine, noch wichtiger seien jedoch die Menschen in den Zentren, die die Impfungen durchführen. „Unser aufrichtiger Dank geht an die tausenden Ärztinnen und Ärzte und medizinischen Fachkräfte, die jeden Tag mit viel Herzblut im Einsatz sind, immer wieder kurzfristige Änderungen umsetzen mussten und in der Anfangszeit auch häufig den Frust der Bürgerinnen und Bürger zu spüren bekamen“, so Schrage.


Im April stiegen schließlich auch die niedergelassenen Vertragsärzte in ihren Praxen in das Corona-Impfgeschehen ein. Auch hier wurden seitdem fast fünf Millionen Spritzen gesetzt. „Vom absoluten Impfstoffmangel und glühenden Telefonen hin zum Impfstoffüberfluss – für unsere Mitglieder waren die vergangenen Wochen und Monate keine einfache Zeit. Trotz all dieser Widrigkeiten haben sie jedoch einmal mehr bewiesen, wie leistungsfähig die ambulante Versorgung in Westfalen-Lippe ist“, betont Spelmeyer. Aktuell sind in Westfalen-Lippe 78,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger über 18 Jahre vollständig geimpft – ein Ergebnis, das ohne den großen Einsatz der Vertragsärzte nicht möglich gewesen wäre. „Die Ärztinnen und Ärzte in Westfalen-Lippe sind das Herzstück der Impfkampagne in unserem Landesteil. Ihnen gilt daher unser großer Dank und Respekt!“, so die KVWL-Vorstände.

Dass die Corona-Impfungen nun ab Oktober vor allem in den Vertragsarztpraxen durchgeführt werden, bewerten Spelmeyer, Schrage und Müller positiv: „Impfen gehört in die Praxen, das haben wir immer wieder betont. Die Impfzentren waren zunächst nötig, um schnell und strukturiert eine geringe Impfstoffmenge an diejenigen zu verimpfen, die bei einer Coronavirus-Infektion ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Nun ist ausreichend Impfstoff vorhanden und die Impfung gegen das Coronavirus hat, wie auch alle anderen Impfungen, ihren Platz in den regulären Strukturen der ambulanten Versorgung“.

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