„Eine super Lösung“: Eintracht Oberlübbe hat neue Ideen für die Nutzung des ehemaligen Sportlerheims Stefanie Dullweber Hille-Oberlübbe. „Gut, dass wir das Obergeschoss nicht abgerissen haben“, sagt Ludwig Volkmann in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Richtung der Verwaltung. Die Rede ist vom ehemaligen Sportlerheim am Maschweg in Oberlübbe. Was mit diesem Gebäude passieren soll, haben Politik und Verwaltung in den vergangenen Monaten heiß diskutiert. Mitte des Jahres stand die Entscheidung fest: Es bleibt erhalten. Jetzt haben sich ganz neue Möglichkeiten für die weitere Nutzung ergeben. Zum Hintergrund: Die Gemeinde Hille ist Eigentümerin der Immobilie. Für die Wohnung im Obergeschoss lief noch bis Ende März dieses Jahres ein Mietervertrag. Für das Untergeschoss, das der TuS Eintracht Oberlübbe überwiegend als Umkleidemöglichkeit nutzt, war bereits 2019 eine Sanierung beschlossen worden. Dem Verein stehen dafür Fördergelder in Höhe von 57.000 Euro aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung. Mit den Renovierungsarbeiten soll demnächst begonnen werden. Was mit der Mietwohnung und dem Jugendraum im Obergeschoss passiert, war lange Zeit Gegenstand der politischen Diskussion. Eine kostspielige Sanierung stand zur Debatte, allerdings auch ein Abriss der Etage. Nach einem Ortstermin entschied sich der Bauausschuss im Juni gegen den Abriss, aber für eine abgespeckte Form der Sanierung. Um einen weiteren Verfall der Bausubstanz zu verhindern, sollen die am dringendsten notwendigen Arbeiten erledigt werden. Nachdem diese Entscheidung gefallen war, setzte sich der Vorstand des TuS Eintracht Oberlübbe noch einmal zusammen. Dabei entstand eine Idee, wie sie selbst die leer stehenden Räumlichkeiten nutzen könnten. „Wir möchten das Angebot für unsere Vereinsmitglieder im Gesundheitssport erweitern und so neue Mitglieder gewinnen“, schreibt der Vereinsvorsitzende Ulrich Telgheder in einem Antrag an die Verwaltung. Sie würden gerne, nachdem sie den Bereich der Duschen und Sanitäranlagen im Untergeschoss erneuert hätten, die obere Etage nutzbar machen. Es sollen ein bis zwei Gymnastikräume, ein Raum für physiotherapeutische Anwendungen und Räumlichkeiten für ein Vereinsarchiv entstehen. Daher beantrage der Verein die Nutzung der ehemaligen Wohnung. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses stimmten diesem Vorhaben einstimmig zu. Damit überlässt die Gemeinde dem Sportverein die ehemalige Wohnung im Obergeschoss. Der Beschluss beinhaltet, dass die Gemeinde Hille die Kosten für die anstehenden Instandsetzungsarbeiten übernimmt. Dafür waren bereits 50.000 Euro in den aktuellen Haushalt eingestellt worden (das MT berichtete). Dazu zählt die Erneuerung der Fenster sowie der Versorgungsleitungen für Strom, Heizung, Wasser und Abwasser. Alle weiteren Renovierungsarbeiten, die dadurch anfallenden Kosten und die späteren Betriebskosten trägt der Verein. Nicht zuletzt, so heißt es aus dem Rathaus, muss der bestehende Pachtvertrag mit dem Verein entsprechend angepasst werden. Oberlübbes Ortsvorsteher Bernd Steinkemeier nennt die Pläne eine „super Lösung“. Sowohl die Verwaltung als auch der Sportverein würden davon profitieren. „Ich finde es gut, wenn das Gebäude genutzt wird. Das Obergeschoss erneut als Wohnraum zu vermieten, wäre nicht optimal gewesen“, findet Steinkemeier. Da hätte es möglicherweise bei Veranstaltungen Ärger wegen der Lautstärke gegeben.

„Eine super Lösung“: Eintracht Oberlübbe hat neue Ideen für die Nutzung des ehemaligen Sportlerheims

Erhalt oder Abriss der ersten Etage? Diese Debatte wurde lange geführt. Mittlerweile steht fest: Das ehemalige Sportlerheim bleibt erhalten und wird saniert. MT-Archivfoto: Stefanie Dullweber © sbo

Hille-Oberlübbe. „Gut, dass wir das Obergeschoss nicht abgerissen haben“, sagt Ludwig Volkmann in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in Richtung der Verwaltung. Die Rede ist vom ehemaligen Sportlerheim am Maschweg in Oberlübbe. Was mit diesem Gebäude passieren soll, haben Politik und Verwaltung in den vergangenen Monaten heiß diskutiert. Mitte des Jahres stand die Entscheidung fest: Es bleibt erhalten. Jetzt haben sich ganz neue Möglichkeiten für die weitere Nutzung ergeben.

Zum Hintergrund: Die Gemeinde Hille ist Eigentümerin der Immobilie. Für die Wohnung im Obergeschoss lief noch bis Ende März dieses Jahres ein Mietervertrag. Für das Untergeschoss, das der TuS Eintracht Oberlübbe überwiegend als Umkleidemöglichkeit nutzt, war bereits 2019 eine Sanierung beschlossen worden. Dem Verein stehen dafür Fördergelder in Höhe von 57.000 Euro aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung. Mit den Renovierungsarbeiten soll demnächst begonnen werden.

Was mit der Mietwohnung und dem Jugendraum im Obergeschoss passiert, war lange Zeit Gegenstand der politischen Diskussion. Eine kostspielige Sanierung stand zur Debatte, allerdings auch ein Abriss der Etage. Nach einem Ortstermin entschied sich der Bauausschuss im Juni gegen den Abriss, aber für eine abgespeckte Form der Sanierung. Um einen weiteren Verfall der Bausubstanz zu verhindern, sollen die am dringendsten notwendigen Arbeiten erledigt werden.


Nachdem diese Entscheidung gefallen war, setzte sich der Vorstand des TuS Eintracht Oberlübbe noch einmal zusammen. Dabei entstand eine Idee, wie sie selbst die leer stehenden Räumlichkeiten nutzen könnten. „Wir möchten das Angebot für unsere Vereinsmitglieder im Gesundheitssport erweitern und so neue Mitglieder gewinnen“, schreibt der Vereinsvorsitzende Ulrich Telgheder in einem Antrag an die Verwaltung. Sie würden gerne, nachdem sie den Bereich der Duschen und Sanitäranlagen im Untergeschoss erneuert hätten, die obere Etage nutzbar machen. Es sollen ein bis zwei Gymnastikräume, ein Raum für physiotherapeutische Anwendungen und Räumlichkeiten für ein Vereinsarchiv entstehen. Daher beantrage der Verein die Nutzung der ehemaligen Wohnung.

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses stimmten diesem Vorhaben einstimmig zu. Damit überlässt die Gemeinde dem Sportverein die ehemalige Wohnung im Obergeschoss. Der Beschluss beinhaltet, dass die Gemeinde Hille die Kosten für die anstehenden Instandsetzungsarbeiten übernimmt. Dafür waren bereits 50.000 Euro in den aktuellen Haushalt eingestellt worden (das MT berichtete). Dazu zählt die Erneuerung der Fenster sowie der Versorgungsleitungen für Strom, Heizung, Wasser und Abwasser. Alle weiteren Renovierungsarbeiten, die dadurch anfallenden Kosten und die späteren Betriebskosten trägt der Verein. Nicht zuletzt, so heißt es aus dem Rathaus, muss der bestehende Pachtvertrag mit dem Verein entsprechend angepasst werden.

Oberlübbes Ortsvorsteher Bernd Steinkemeier nennt die Pläne eine „super Lösung“. Sowohl die Verwaltung als auch der Sportverein würden davon profitieren. „Ich finde es gut, wenn das Gebäude genutzt wird. Das Obergeschoss erneut als Wohnraum zu vermieten, wäre nicht optimal gewesen“, findet Steinkemeier. Da hätte es möglicherweise bei Veranstaltungen Ärger wegen der Lautstärke gegeben.

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