Ein Zuhause für Bienen & Co.: Familie Horst aus Rothenuffeln baut ein Insektenhotel Stefanie Dullweber Hille-Rothenuffeln. „Wir wollten ein Projekt haben, weil der Sachunterricht in der Schule momentan wegfällt“, erklärt Familienvater Andre Horst, wie er auf die Idee gekommen ist, zusammen mit seiner Tochter Jette ein Insektenhotel zu bauen. Für die Viertklässlerin fühlte sich das Projekt hingegen gar nicht wie Unterricht an. „Das war viel besser“, sagt sie. Und es scheint eine Menge hängengeblieben zu sein, denn den Aufbau kann sie fast ohne die Hilfe ihrer Eltern erklären. „Wir haben uns im Vorfeld im Internet auf der Seite des Naturschutzbundes erkundigt und deren Tipps befolgt“, sagt Andre Horst. Am Ende hätte dann der Nachbar mit seinem Trecker helfen müssen, das Hotel aufzustellen, weil es zu schwer geworden war. Überhaupt ist das neue Zuhause für Bienen & Co. sehr groß geworden – zwei Meter mal 2,40 Meter. Zunächst hätten sie ein Fundament gesetzt, erklärt die Zehnjährige. Anschließend suchte die Familie auf dem Dachboden das passende Holz für das Gestell zusammen. Großen Spaß habe es gemacht, in den Wald zu fahren und dort nach vielfältigen Materialien zum Befüllen der einzelnen Fächer zu suchen. Beispielsweise eignen sich Tannenzapfen, poröse Steine und Holz mit Bohrlöchern für die unterschiedlichen Hotelzimmer. An einem anderen Tag seien sie dann in den Baumarkt gefahren, um Draht zu kaufen, berichtet Jette Horst. Zum Schutz vor Vögeln hätten sie das Gitter vor dem Insektenhotel angebracht. „Opa hat dann noch eine Wildblumenwiese angelegt“, sagt die Zehnjährige und berichtet, dass auf dem Hof auch 14 Schwalbenpärchen, Fledermäuse, Hühner und Kaninchen leben. Auf die Frage, was sie aus dem zweiwöchigen Projekt gelernt hat, sagt die Schülerin: „Man sollte die Natur nicht unterschätzen und es macht Spaß, etwas für ihren Schutz zu tun.“ Gartenzeit: Ein eigener Garten ist gerade in Zeiten von Corona und Kontaktsperre ein wertvoller Rückzugsraum. Und während viele Freizeitbeschäftigungen derzeit nicht möglich sind, rückt der Garten zunehmend in den Blick. Das MT beschäftigt sich in einer Serie mit Fragen, die Hobby-Gärtner derzeit beschäftigen.

Ein Zuhause für Bienen & Co.: Familie Horst aus Rothenuffeln baut ein Insektenhotel

Jette Horst vor dem neuen Insektenhotel, das sie zusammen mit ihren Eltern in den Osterferien gebaut hat. MT- © Foto: Stefanie Dullweber

Hille-Rothenuffeln. „Wir wollten ein Projekt haben, weil der Sachunterricht in der Schule momentan wegfällt“, erklärt Familienvater Andre Horst, wie er auf die Idee gekommen ist, zusammen mit seiner Tochter Jette ein Insektenhotel zu bauen. Für die Viertklässlerin fühlte sich das Projekt hingegen gar nicht wie Unterricht an. „Das war viel besser“, sagt sie.

Und es scheint eine Menge hängengeblieben zu sein, denn den Aufbau kann sie fast ohne die Hilfe ihrer Eltern erklären. „Wir haben uns im Vorfeld im Internet auf der Seite des Naturschutzbundes erkundigt und deren Tipps befolgt“, sagt Andre Horst. Am Ende hätte dann der Nachbar mit seinem Trecker helfen müssen, das Hotel aufzustellen, weil es zu schwer geworden war.

Überhaupt ist das neue Zuhause für Bienen & Co. sehr groß geworden – zwei Meter mal 2,40 Meter. Zunächst hätten sie ein Fundament gesetzt, erklärt die Zehnjährige. Anschließend suchte die Familie auf dem Dachboden das passende Holz für das Gestell zusammen. Großen Spaß habe es gemacht, in den Wald zu fahren und dort nach vielfältigen Materialien zum Befüllen der einzelnen Fächer zu suchen. Beispielsweise eignen sich Tannenzapfen, poröse Steine und Holz mit Bohrlöchern für die unterschiedlichen Hotelzimmer.

An einem anderen Tag seien sie dann in den Baumarkt gefahren, um Draht zu kaufen, berichtet Jette Horst. Zum Schutz vor Vögeln hätten sie das Gitter vor dem Insektenhotel angebracht. „Opa hat dann noch eine Wildblumenwiese angelegt“, sagt die Zehnjährige und berichtet, dass auf dem Hof auch 14 Schwalbenpärchen, Fledermäuse, Hühner und Kaninchen leben. Auf die Frage, was sie aus dem zweiwöchigen Projekt gelernt hat, sagt die Schülerin: „Man sollte die Natur nicht unterschätzen und es macht Spaß, etwas für ihren Schutz zu tun.“

Gartenzeit:

Ein eigener Garten ist gerade in Zeiten von Corona und Kontaktsperre ein wertvoller Rückzugsraum. Und während viele Freizeitbeschäftigungen derzeit nicht möglich sind, rückt der Garten zunehmend in den Blick. Das MT beschäftigt sich in einer Serie mit Fragen, die Hobby-Gärtner derzeit beschäftigen.

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