Duo Dental - Teamarbeit in der Zahnarztpraxis Carsten Korfesmeyer Hille-Oberlübbe (mt). Entspannt nimmt beim Zahnarzt niemand auf dem Behandlungsstuhl Platz. Praxischef Sven Mietling nennt das eine ganz normale Reaktion, die ihn allerdings auch immer wieder mit einer wichtigsten Herausforderung seines Berufs konfrontiert: Die Patienten in der für sie unangenehmen Situation zu begleiten, sie zu beruhigen, zu verstehen und Vertrauen aufzubauen. „Denn es geht nicht nur um die Zähne, sondern um den Menschen insgesamt", sagt er. Teamarbeit ist in seiner Praxis gefragt, um dieses Ziel immer wieder zu erreichen. Mietling spricht von der Aufgabenverteilung, seinen fünf Mitarbeiterinnen und davon, dass Birgit Meyer alles koordiniert. Bei der zahnmedizinischen Fachangestellten laufen die Fäden zusammen. Sie hält ihrem Chef den Rücken frei, damit dieser sich ganz auf die Behandlungen konzentrieren kann. „Wir sind gut aufeinander eingespielt", erzählt die Frau aus Oberlübbe. Sie verfügt über mehr als vier Jahrzehnte Berufserfahrung und mit einem Augenzwinkern merkt sie gegenüber dem MT an, dass Mietling sie 2013 „eingekauft hat". Damals hatte der Barkhauser die alteingesessene Praxis von Wolfgang Ziuber erworben. Meyer kümmert sich um Termine, telefoniert oder empfängt mit ihren Kolleginnen die Patienten. Zu Wartezeiten soll es möglichst nicht kommen und falls doch, teilt sie es den Betroffenen mit. Denn beim Zahnarzt will jeder gleich drankommen und der Praxisalltag deshalb getaktet. Jeder im Team weiß, was zu tun ist. „Ich pendele immer zwischen den Behandlungszimmern", sagt Mietling. Wenn er die Räume betritt, sitzen die Patienten bereits ein paar Minuten auf dem Stuhl – und eine der Assistentinnen hält sich dort ebenfalls auf. Das ist wichtig. Denn Birgit Meyer nutzt die Zeit, um vorab noch ein wenig mit den Leuten zu plaudern und dadurch erfahren sie auch, wie es ihnen gerade geht. Die akute Stimmung und Verfassung seiner Patienten zu kennen, ist für den Zahnarzt von größter Bedeutung. Liegen beispielsweise andere Erkrankungen vor, mache in dem Moment eine Behandlung womöglich wenig Sinn und könne sogar gefährlich werden. „Ein Zahn schlägt sich auf den ganzen Körper nieder", sagt er. Die Hinweise seiner Assistentinnen beherzigt Mietling gerne – und bei Bedarf wird einfach ein neuer Termin vereinbart. In der Praxis wird mit den Patienten alles besprochen. Über Befunde oder Behandlungsabläufe sollen sie bestmöglich informiert sein. Und häufig ist es die Assistentin, die Nachfragen beantwortet oder erklärt, wenn der Zahnmediziner schon ein Behandlungszimmer weiter ist. „Oft ist es ja so, dass einem erst etwas später einfällt, was man gerne noch wissen möchte." Dass ein enger Draht zwischen Meyer und Mietling besteht, ist spürbar. Beide lassen jedoch auch keinen Zweifel daran, dass es ohne ihn nicht geht. „Wir verbringen hier immerhin eine Menge Zeit miteinander", sagt der Zahnarzt. Die guten Verbindungen reichen auch über den Feierabend hinaus. Sollten Feierlichkeiten anstehen, lädt man sich gegenseitig ein und kommt es zu irgendwelchen unvorhergesehen Ereignissen, wird auch spätabends noch telefoniert. Trotzdem gibt es Grenzen und Mietling macht deutlich, dass die Arbeit nach Feierabend möglichst kein Thema mehr sein soll. „Wenn wir hier abends zuschließen, ist Schluss." Meyer braucht nur ein paar Minuten für den Heimweg, der Zahnarzt und Familienvater dafür etwas mehr als eine Viertelstunde mit dem Auto. „Genug Zeit um herunterzufahren", sagt er. Zu zweit Bei der MT-Serie „Zu zweit" geht es um ein Team, das aus vielerlei Gründen zu zweit unterwegs ist: im Leben, im Beruf, beim Hobby. Manchmal sind die beiden so aufeinander angewiesen, dass sie ihre Aufgabe ohne den anderen nicht erfüllen könnten. Manchmal ist die Zweisamkeit selbstgewählt. Die MT-Redaktion freut sich über Vorschläge – am besten per E-Mail mit einer kurzen Beschreibung, warum gerade diese beiden Vorgeschlagenen etwas Besonderes sind. Stichwort: „Zu zweit", E-Mail: lokales@MT.de

Duo Dental - Teamarbeit in der Zahnarztpraxis

© cko

Hille-Oberlübbe (mt). Entspannt nimmt beim Zahnarzt niemand auf dem Behandlungsstuhl Platz. Praxischef Sven Mietling nennt das eine ganz normale Reaktion, die ihn allerdings auch immer wieder mit einer wichtigsten Herausforderung seines Berufs konfrontiert: Die Patienten in der für sie unangenehmen Situation zu begleiten, sie zu beruhigen, zu verstehen und Vertrauen aufzubauen. „Denn es geht nicht nur um die Zähne, sondern um den Menschen insgesamt", sagt er.

Teamarbeit ist in seiner Praxis gefragt, um dieses Ziel immer wieder zu erreichen. Mietling spricht von der Aufgabenverteilung, seinen fünf Mitarbeiterinnen und davon, dass Birgit Meyer alles koordiniert. Bei der zahnmedizinischen Fachangestellten laufen die Fäden zusammen. Sie hält ihrem Chef den Rücken frei, damit dieser sich ganz auf die Behandlungen konzentrieren kann. „Wir sind gut aufeinander eingespielt", erzählt die Frau aus Oberlübbe. Sie verfügt über mehr als vier Jahrzehnte Berufserfahrung und mit einem Augenzwinkern merkt sie gegenüber dem MT an, dass Mietling sie 2013 „eingekauft hat". Damals hatte der Barkhauser die alteingesessene Praxis von Wolfgang Ziuber erworben.

Meyer kümmert sich um Termine, telefoniert oder empfängt mit ihren Kolleginnen die Patienten. Zu Wartezeiten soll es möglichst nicht kommen und falls doch, teilt sie es den Betroffenen mit. Denn beim Zahnarzt will jeder gleich drankommen und der Praxisalltag deshalb getaktet. Jeder im Team weiß, was zu tun ist. „Ich pendele immer zwischen den Behandlungszimmern", sagt Mietling. Wenn er die Räume betritt, sitzen die Patienten bereits ein paar Minuten auf dem Stuhl – und eine der Assistentinnen hält sich dort ebenfalls auf. Das ist wichtig.

Denn Birgit Meyer nutzt die Zeit, um vorab noch ein wenig mit den Leuten zu plaudern und dadurch erfahren sie auch, wie es ihnen gerade geht. Die akute Stimmung und Verfassung seiner Patienten zu kennen, ist für den Zahnarzt von größter Bedeutung. Liegen beispielsweise andere Erkrankungen vor, mache in dem Moment eine Behandlung womöglich wenig Sinn und könne sogar gefährlich werden. „Ein Zahn schlägt sich auf den ganzen Körper nieder", sagt er. Die Hinweise seiner Assistentinnen beherzigt Mietling gerne – und bei Bedarf wird einfach ein neuer Termin vereinbart.

In der Praxis wird mit den Patienten alles besprochen. Über Befunde oder Behandlungsabläufe sollen sie bestmöglich informiert sein. Und häufig ist es die Assistentin, die Nachfragen beantwortet oder erklärt, wenn der Zahnmediziner schon ein Behandlungszimmer weiter ist. „Oft ist es ja so, dass einem erst etwas später einfällt, was man gerne noch wissen möchte."

Dass ein enger Draht zwischen Meyer und Mietling besteht, ist spürbar. Beide lassen jedoch auch keinen Zweifel daran, dass es ohne ihn nicht geht. „Wir verbringen hier immerhin eine Menge Zeit miteinander", sagt der Zahnarzt. Die guten Verbindungen reichen auch über den Feierabend hinaus. Sollten Feierlichkeiten anstehen, lädt man sich gegenseitig ein und kommt es zu irgendwelchen unvorhergesehen Ereignissen, wird auch spätabends noch telefoniert.

Trotzdem gibt es Grenzen und Mietling macht deutlich, dass die Arbeit nach Feierabend möglichst kein Thema mehr sein soll. „Wenn wir hier abends zuschließen, ist Schluss." Meyer braucht nur ein paar Minuten für den Heimweg, der Zahnarzt und Familienvater dafür etwas mehr als eine Viertelstunde mit dem Auto. „Genug Zeit um herunterzufahren", sagt er.

Zu zweit

Bei der MT-Serie „Zu zweit" geht es um ein Team, das aus vielerlei Gründen zu zweit unterwegs ist: im Leben, im Beruf, beim Hobby. Manchmal sind die beiden so aufeinander angewiesen, dass sie ihre Aufgabe ohne den anderen nicht erfüllen könnten. Manchmal ist die Zweisamkeit selbstgewählt.

Die MT-Redaktion freut sich über Vorschläge – am besten per E-Mail mit einer kurzen Beschreibung, warum gerade diese beiden Vorgeschlagenen etwas Besonderes sind. Stichwort: „Zu zweit", E-Mail: lokales@MT.de

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