Die geborene Gastgeberin: Hillerin erfüllt sich Lebenstraum mit ihrer "Kaffeeküche" Stefanie Dullweber Hille-Rothenuffeln. „Ich liebe es, Gastgeberin zu sein“, sagt Manuela Stahnke, während sie in ihrer offenen Küche das Geschirr zusammenstellt. Und wer die Einrichtung ihres kleines Cafés in Rothenuffeln betrachtet, glaubt ihr das sofort. Mit der „Kaffeeküche“ hat sich die gelernte Hotelfachfrau einen Traum erfüllt. „Das Wichtigste im Leben ist, Spaß zu haben. Immerhin haben wir alle nur einen Versuch“, sagt die 44-Jährige und lacht. Sie habe schon viele Lebensträume verwirklicht, verrät Manuela Stahnke. Sie war als Au Pair ein Jahr in Amerika, hat als Stewardess gearbeitet und mit ihrem Mann und den seinerzeit noch kleinen Kindern eine Weltreise gemacht. Diese Reise ist auch der Grund, warum sie dem Café am Pestalozziweg eine Unterkunft vermietet. In dem gemütlichen 17 Quadratmeter großen Raum mit eigenem Bad können Gäste übernachten. „Menschen aus der ganzen Welt bei uns zu Hause, was für ein schöner Gedanke“, sagt die 44-Jährige und geht auch hier in ihrer Gastgeberrolle auf.Von der ehemaligen Scheune mit Werkstatt, Hühnerstall und jeder Menge Gerümpel ist heute nichts mehr zu sehen. Nur die alten Backsteinwände haben noch das typische Bauernhofflair und geben dem Raum einen modernen Vintage und Shabby-Chic-Stil. „Die Umbauarbeiten waren ein Kampf“, sagt Manuela Stahnke rückblickend, aber sie haben sich definitiv gelohnt. Viele Jahre hat sie von der Eröffnung geträumt und sich vor allem auf das weihnachtliche Schmücken gefreut. „Und dann ist wieder etwas dazwischen gekommen und wieder war ein Weihnachtsfest vorbei“, erzählt die zweifache Mutter von Problemen bei der Planung und einem Wasserschaden. Fünf Jahre sind letztlich bis zur Eröffnung im Juli dieses Jahres vergangen. Und jetzt endlich darf die passende Dekoration einziehen. Es läuft leise Weihnachtsmusik im Hintergrund, es gibt typisch amerikanische Kissen, Weck-Gläser mit kleinen Kugeln und Tannenzapfen sowie selbst genähte Tannenbäume und Sterne in den Fenstern. „Es ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“, schwärmt Manuela Stahnke, die sehr viel Wert auf Details legt. Sie hat nicht nur das Logo und den Schriftzug selbst auf die Wände gezeichnet, sondern auch bei der Auswahl der Tassen Wert auf ein besonderes Design gelegt. Und die sanitären Anlagen sehen aus, als hätte sie ein Innenarchitekt geplant. Mit „Herrlich“ und „Fraulich“ hat sie die beiden stillen Örtchen beschriftet. Die Kaffeeküche ist auf dem Hof der Schwiegereltern entstanden, auf dem Manuela mit ihrem Mann und den beiden Kindern (neun und elf Jahre) lebt. Gebürtig kommt sie aus Rheinland-Pfalz, sagt die 44-Jährige, die seit mittlerweile 15 Jahren in Rothenuffeln ein neues Zuhause hat. Dass die Ostwestfalen angeblich stur seien, könne sie nicht bestätigen. „Ich habe mich hier sehr gut aufgenommen gefühlt.“ Eigentlich hätte sie gerne in allen möglichen Ländern der Welt eine Zeit lang gelebt. „Aber ich mag es hier. Und es gibt ja die Möglichkeit zu reisen.“Vieles im Café haben Manuela und ihr Mann Andreas selbst gemacht: Den Tresen, die Wände, die Fußböden, das Verlegen der Dämmung, den Anstrich. Sie möge Holz und die Farbe Weiß, sagt sie. „Draußen stehen noch ein paar Arbeiten an, aber jetzt brauchen wir erstmal eine Pause.“ Mit Pause meint die gelernte Hotelfachfrau den normalen Cafébetrieb, der von Freitag bis Sonntag jeweils von 12 bis 18 Uhr läuft. Der Montag sei für die Buchhaltung vorgesehen, mittwochs erledige sie Einkäufe und donnerstags backe sie die Tortenböden. „Für den Tag selber werden die Kuchen und Torten dann frisch fertig gemacht. Es gibt nichts Schlimmeres als alten Kuchen.“Auf der Speisekarte stehen neben den Klassikern wie Stachelbeer-Baiser und Käse-Sahne wahlweise Birne Helene, Mohnkuchen, Apfelkuchen oder Carrot Cake. Bis zu elf Torten werden in den Wintermonaten an einem Wochenende verzehrt. Wer es lieber herzhaft mag, kann zwischen verschieden belegten Bagels, einer Suppe oder auch mal einer Quiche wählen. „Ich versuche, jede Woche etwas auf die Speisekarte zu setzen, was ich noch nicht hatte.“Viele Gäste hätten bereits wegen Geburtstagsfeiern oder einem Frühstück angefragt, aber die Gastgeberin möchte das Angebot nicht gleich überfrachten. „Lieber biete ich gute Qualität, als dass ich mich übernehme.“ Bis zu 25 Personen finden in der Kaffeeküche mit Blick auf das Wiehengebirge Platz, im Sommer gibt es weitere Plätze im Garten. Mittlerweile rät sie den Gästen, einen Tisch zu reservieren. „Auf jeden Fall zur Kaffeezeit.“Eröffnet habe sie ihr Café, weil sie selber gerne guten Kuchen esse, das Angebot in der Umgebung aber überschaubar sei. Sicherlich sei sie keine gelernte Konditorin, aber die Liebe zum Backen begleite sie schon ihr ganzes Leben. „Ich habe schon früh mit meiner Mutter in der Küche gestanden. Im Nachhinein kann ich sagen, sie hat echt Geduld bewiesen und mich stundenlang Torten verzieren lassen.“ Das Backen gebe ihr ein wohliges Gefühl, versucht Manuela Stahnke ihre Leidenschaft zu beschreiben. Und zufriedene Gäste würden auch sie zufrieden machen, sagt sie. „Leckeres und schöne Dinge“ hat die Inhaberin den Namen ihres Cafés untertitelt. Denn die Gäste können auch kleine Geschenke bei ihr kaufen: Selbstgenähtes ihrer Schwester aus Trier, Artikel der Firmen Bloomingville, Greengate und Hartung-Postkarten. „Ich mag es einfach, mich mit schönen Dingen zu umgeben“, sagt Manuela Stahnke und das wünscht sie sich auch für ihre Gäste – ganz im Stil einer guten Gastgeberin.

Die geborene Gastgeberin: Hillerin erfüllt sich Lebenstraum mit ihrer "Kaffeeküche"

Manuela Stahnke liebt leckeren Kuchen und dazu einen guten Kaffee. Dafür hat die Rothenuffelnerin extra einen Barista-Kurs absolviert und sich für ihr Café eine Siebträger-Maschine gegönnt. MT-Fotos: Alex Lehn

Hille-Rothenuffeln. „Ich liebe es, Gastgeberin zu sein“, sagt Manuela Stahnke, während sie in ihrer offenen Küche das Geschirr zusammenstellt. Und wer die Einrichtung ihres kleines Cafés in Rothenuffeln betrachtet, glaubt ihr das sofort. Mit der „Kaffeeküche“ hat sich die gelernte Hotelfachfrau einen Traum erfüllt. „Das Wichtigste im Leben ist, Spaß zu haben. Immerhin haben wir alle nur einen Versuch“, sagt die 44-Jährige und lacht.

Sie habe schon viele Lebensträume verwirklicht, verrät Manuela Stahnke. Sie war als Au Pair ein Jahr in Amerika, hat als Stewardess gearbeitet und mit ihrem Mann und den seinerzeit noch kleinen Kindern eine Weltreise gemacht. Diese Reise ist auch der Grund, warum sie dem Café am Pestalozziweg eine Unterkunft vermietet. In dem gemütlichen 17 Quadratmeter großen Raum mit eigenem Bad können Gäste übernachten. „Menschen aus der ganzen Welt bei uns zu Hause, was für ein schöner Gedanke“, sagt die 44-Jährige und geht auch hier in ihrer Gastgeberrolle auf.

Von der ehemaligen Scheune mit Werkstatt, Hühnerstall und jeder Menge Gerümpel ist heute nichts mehr zu sehen. Nur die alten Backsteinwände haben noch das typische Bauernhofflair und geben dem Raum einen modernen Vintage und Shabby-Chic-Stil. „Die Umbauarbeiten waren ein Kampf“, sagt Manuela Stahnke rückblickend, aber sie haben sich definitiv gelohnt. Viele Jahre hat sie von der Eröffnung geträumt und sich vor allem auf das weihnachtliche Schmücken gefreut. „Und dann ist wieder etwas dazwischen gekommen und wieder war ein Weihnachtsfest vorbei“, erzählt die zweifache Mutter von Problemen bei der Planung und einem Wasserschaden.

Fünf Jahre sind letztlich bis zur Eröffnung im Juli dieses Jahres vergangen. Und jetzt endlich darf die passende Dekoration einziehen. Es läuft leise Weihnachtsmusik im Hintergrund, es gibt typisch amerikanische Kissen, Weck-Gläser mit kleinen Kugeln und Tannenzapfen sowie selbst genähte Tannenbäume und Sterne in den Fenstern. „Es ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“, schwärmt Manuela Stahnke, die sehr viel Wert auf Details legt. Sie hat nicht nur das Logo und den Schriftzug selbst auf die Wände gezeichnet, sondern auch bei der Auswahl der Tassen Wert auf ein besonderes Design gelegt. Und die sanitären Anlagen sehen aus, als hätte sie ein Innenarchitekt geplant. Mit „Herrlich“ und „Fraulich“ hat sie die beiden stillen Örtchen beschriftet.

Malina Reckordt

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Die Kaffeeküche ist auf dem Hof der Schwiegereltern entstanden, auf dem Manuela mit ihrem Mann und den beiden Kindern (neun und elf Jahre) lebt. Gebürtig kommt sie aus Rheinland-Pfalz, sagt die 44-Jährige, die seit mittlerweile 15 Jahren in Rothenuffeln ein neues Zuhause hat. Dass die Ostwestfalen angeblich stur seien, könne sie nicht bestätigen. „Ich habe mich hier sehr gut aufgenommen gefühlt.“ Eigentlich hätte sie gerne in allen möglichen Ländern der Welt eine Zeit lang gelebt. „Aber ich mag es hier. Und es gibt ja die Möglichkeit zu reisen.“

Vieles im Café haben Manuela und ihr Mann Andreas selbst gemacht: Den Tresen, die Wände, die Fußböden, das Verlegen der Dämmung, den Anstrich. Sie möge Holz und die Farbe Weiß, sagt sie. „Draußen stehen noch ein paar Arbeiten an, aber jetzt brauchen wir erstmal eine Pause.“ Mit Pause meint die gelernte Hotelfachfrau den normalen Cafébetrieb, der von Freitag bis Sonntag jeweils von 12 bis 18 Uhr läuft. Der Montag sei für die Buchhaltung vorgesehen, mittwochs erledige sie Einkäufe und donnerstags backe sie die Tortenböden. „Für den Tag selber werden die Kuchen und Torten dann frisch fertig gemacht. Es gibt nichts Schlimmeres als alten Kuchen.“

Auf der Speisekarte stehen neben den Klassikern wie Stachelbeer-Baiser und Käse-Sahne wahlweise Birne Helene, Mohnkuchen, Apfelkuchen oder Carrot Cake. Bis zu elf Torten werden in den Wintermonaten an einem Wochenende verzehrt. Wer es lieber herzhaft mag, kann zwischen verschieden belegten Bagels, einer Suppe oder auch mal einer Quiche wählen. „Ich versuche, jede Woche etwas auf die Speisekarte zu setzen, was ich noch nicht hatte.“

Viele Gäste hätten bereits wegen Geburtstagsfeiern oder einem Frühstück angefragt, aber die Gastgeberin möchte das Angebot nicht gleich überfrachten. „Lieber biete ich gute Qualität, als dass ich mich übernehme.“ Bis zu 25 Personen finden in der Kaffeeküche mit Blick auf das Wiehengebirge Platz, im Sommer gibt es weitere Plätze im Garten. Mittlerweile rät sie den Gästen, einen Tisch zu reservieren. „Auf jeden Fall zur Kaffeezeit.“

Eröffnet habe sie ihr Café, weil sie selber gerne guten Kuchen esse, das Angebot in der Umgebung aber überschaubar sei. Sicherlich sei sie keine gelernte Konditorin, aber die Liebe zum Backen begleite sie schon ihr ganzes Leben. „Ich habe schon früh mit meiner Mutter in der Küche gestanden. Im Nachhinein kann ich sagen, sie hat echt Geduld bewiesen und mich stundenlang Torten verzieren lassen.“ Das Backen gebe ihr ein wohliges Gefühl, versucht Manuela Stahnke ihre Leidenschaft zu beschreiben. Und zufriedene Gäste würden auch sie zufrieden machen, sagt sie.

Die Kaffeeküche in Rothenuffeln. Die Familie hat einen alten Schuppen liebevoll umgebaut. Von hinten fällt der Blick auf das Wiehengebirge. - © Alex Lehn
Die Kaffeeküche in Rothenuffeln. Die Familie hat einen alten Schuppen liebevoll umgebaut. Von hinten fällt der Blick auf das Wiehengebirge. - © Alex Lehn

„Leckeres und schöne Dinge“ hat die Inhaberin den Namen ihres Cafés untertitelt. Denn die Gäste können auch kleine Geschenke bei ihr kaufen: Selbstgenähtes ihrer Schwester aus Trier, Artikel der Firmen Bloomingville, Greengate und Hartung-Postkarten. „Ich mag es einfach, mich mit schönen Dingen zu umgeben“, sagt Manuela Stahnke und das wünscht sie sich auch für ihre Gäste – ganz im Stil einer guten Gastgeberin.

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