Die Strippenzieherin: So will die neue Tourismusmanagerin Hille voranbringen Carsten Korfesmeyer Hille. Selbst wenn Clarissa Schablowski als Ausflüglerin unterwegs ist, legt sie die Rolle der Tourismusmanagerin nicht ab. Sie vergleicht Angebote vor Ort, analysiert den Service und nimmt gute Ideen danach dankbar mit nach Hause. „Ich kann gar nicht mehr anders“, sagt die 31-Jährige gegenüber dem MT. Im Januar trat sie ihre Stelle als Geschäftsführerin des im Sommer 2020 gegründeten „Tourismusverbands Sieben“ an. In dem haben sich die Kommunen des Altkreises Lübbecke und die Gemeinde Hille zusammengeschlossen – unter anderem, um Gästezahlen zu steigern und unterschiedliche Freizeitmöglichkeiten zu fördern. Clarissa Schablowski sieht sich als Teamplayerin und eine Art Strippenzieherin. Bei ihr sollen die Kanäle zusammenlaufen und sich die Konzepte bündeln. „Bislang waren wir alle als Einzelkämpfer unterwegs“, sagt die Schaumburgerin. Künftig soll nun verstärkt das Wir-Gefühl in den Vordergrund rücken und die ganze Region in den Blick nehmen. Nur so werde deren Attraktivität sichtbar. Denn Hille und das Lübbecker Land verfügen zwar über etliche schöne Ziele, allerdings: Allein für sich hätten diese eher nicht das Zeug dazu, Urlauber oder Tagestouristen von weiter her zu locken. Mit Gesamtpaketen könnte sich das ändern, sagt sie. Die Stärken im Tourismus sieht Clarissa Schablowski besonders in den Bereichen, Wandern, Kultur, Gesundheit – vor allem aber auch beim Radfahren. So richtet die Sieben-Geschäftsführerin ihren ersten Schwerpunkt auf den Aufbau von so genannten E-Bike-Verleihstationen. So ließe sich die Gegend noch besser erkunden und sie sei gespannt darauf, wie hoch die Resonanz wird. Starten soll das Vorhaben Ende April. „Wir fangen erstmal klein an“, sagt sie. Bei Bedarf lasse sich ein solches Angebot weiter ausbauen – ähnlich wie sich auch die Zahl der E-Bike-Ladestationen steigern lasse. Zur Finanzierung kann sich die Tourismusexpertin eine Kooperation mit heimischen Unternehmen vorstellen. Eng zusammenarbeiten will sie auch mit dem Kreis sowie den etablierteren Tourismusverbänden der angrenzenden Kommunen. „Es lassen sich bei uns auch sehr schöne Wochenendprogramme zusammenstellen“, sagt Clarissa Schablowski. Dabei könnten alle Geschmäcker, Interessen und Altersgruppen berücksichtigt werden. Das Torfmoor sei beispielsweise ideal für Familienausflüge. Die Freilichtbühnen könnten Theaterfans begeistern und auf Hiller Gebiet sind es vor allem der Kurpark in Rothenuffeln sowie die Alte Brennerei, die der Tourismusmanagerin ganz besonders gut gefallen. „Wir müssen den Menschen nur zeigen, wie vielseitig die Möglichkeiten sind“, sagt sie im MT-Gespräch. Investieren möchte sie auch in die Angebote für Wohnmobilisten. In diesem Bereich sieht die Tourismusexpertin nicht erst jetzt eine stetig wachsende Nachfrage. Clarissa Schablowski verfügt bereits über eine mehrjährige Berufserfahrung. Sie hat auf Teneriffa gearbeitet und war zuletzt bei der Minden-Marketing als Bereichsleiterin für den Tourismus zuständig. Ihre neue Aufgabe im Tourismusverband habe sie von Anfang an gereizt. „Ich habe sofort am Telefon zugesagt.“ Sie arbeite gern mit Menschen zusammen und findet es klasse, gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen. Seit April hat Schablowski mit Anna-Lena Rose eine Assistentin an ihrer Seite und in der kommenden Zeit würden sie besonders an der Vernetzung arbeiten. Die Geschäftsführerin will Kontakte zu den heimischen Vereinen und Verbänden aufbauen und mit den Verantwortlichen weiter ins Gespräch kommen. Sie möchte über deren Wünsche sprechen oder Anregungen aufnehmen. Überzeugt ist sie davon, dass sich schon mittelfristig Synergien erzeugen lassen. Schrittweise soll das einheitliche Konzept kommen – und vieles werde sich ihrer Ansicht nach von allein ergeben. In den ersten Wochen arbeitet Clarissa Schablowski auch an der Internetpräsenz. Die spiele heutzutage eine entscheidende Rolle. Und in den kommenden Tagen werde außerdem über das Logo entschieden. Vorschläge dazu flattern von professionellen Werbefachleuten ins Haus. Tourismus habe viele Parallelen zur Wirtschaftsförderung, sagt sie. Etliche Dinge würden verzahnen, allerdings müssen die Räder dafür auch in Bewegung kommen. Dafür will sie sorgen.

Die Strippenzieherin: So will die neue Tourismusmanagerin Hille voranbringen

Der Kurpark in Rothenuffeln zählt für Clarissa Schablowski zu den schönsten Orten der Gemeinde. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille. Selbst wenn Clarissa Schablowski als Ausflüglerin unterwegs ist, legt sie die Rolle der Tourismusmanagerin nicht ab. Sie vergleicht Angebote vor Ort, analysiert den Service und nimmt gute Ideen danach dankbar mit nach Hause. „Ich kann gar nicht mehr anders“, sagt die 31-Jährige gegenüber dem MT. Im Januar trat sie ihre Stelle als Geschäftsführerin des im Sommer 2020 gegründeten „Tourismusverbands Sieben“ an. In dem haben sich die Kommunen des Altkreises Lübbecke und die Gemeinde Hille zusammengeschlossen – unter anderem, um Gästezahlen zu steigern und unterschiedliche Freizeitmöglichkeiten zu fördern.

Clarissa Schablowski sieht sich als Teamplayerin und eine Art Strippenzieherin. Bei ihr sollen die Kanäle zusammenlaufen und sich die Konzepte bündeln. „Bislang waren wir alle als Einzelkämpfer unterwegs“, sagt die Schaumburgerin. Künftig soll nun verstärkt das Wir-Gefühl in den Vordergrund rücken und die ganze Region in den Blick nehmen. Nur so werde deren Attraktivität sichtbar. Denn Hille und das Lübbecker Land verfügen zwar über etliche schöne Ziele, allerdings: Allein für sich hätten diese eher nicht das Zeug dazu, Urlauber oder Tagestouristen von weiter her zu locken. Mit Gesamtpaketen könnte sich das ändern, sagt sie.

Die Stärken im Tourismus sieht Clarissa Schablowski besonders in den Bereichen, Wandern, Kultur, Gesundheit – vor allem aber auch beim Radfahren. So richtet die Sieben-Geschäftsführerin ihren ersten Schwerpunkt auf den Aufbau von so genannten E-Bike-Verleihstationen. So ließe sich die Gegend noch besser erkunden und sie sei gespannt darauf, wie hoch die Resonanz wird.

Starten soll das Vorhaben Ende April. „Wir fangen erstmal klein an“, sagt sie. Bei Bedarf lasse sich ein solches Angebot weiter ausbauen – ähnlich wie sich auch die Zahl der E-Bike-Ladestationen steigern lasse. Zur Finanzierung kann sich die Tourismusexpertin eine Kooperation mit heimischen Unternehmen vorstellen. Eng zusammenarbeiten will sie auch mit dem Kreis sowie den etablierteren Tourismusverbänden der angrenzenden Kommunen.

„Es lassen sich bei uns auch sehr schöne Wochenendprogramme zusammenstellen“, sagt Clarissa Schablowski. Dabei könnten alle Geschmäcker, Interessen und Altersgruppen berücksichtigt werden. Das Torfmoor sei beispielsweise ideal für Familienausflüge. Die Freilichtbühnen könnten Theaterfans begeistern und auf Hiller Gebiet sind es vor allem der Kurpark in Rothenuffeln sowie die Alte Brennerei, die der Tourismusmanagerin ganz besonders gut gefallen. „Wir müssen den Menschen nur zeigen, wie vielseitig die Möglichkeiten sind“, sagt sie im MT-Gespräch. Investieren möchte sie auch in die Angebote für Wohnmobilisten. In diesem Bereich sieht die Tourismusexpertin nicht erst jetzt eine stetig wachsende Nachfrage.

Clarissa Schablowski verfügt bereits über eine mehrjährige Berufserfahrung. Sie hat auf Teneriffa gearbeitet und war zuletzt bei der Minden-Marketing als Bereichsleiterin für den Tourismus zuständig. Ihre neue Aufgabe im Tourismusverband habe sie von Anfang an gereizt. „Ich habe sofort am Telefon zugesagt.“ Sie arbeite gern mit Menschen zusammen und findet es klasse, gemeinsam mit anderen etwas auf die Beine zu stellen.

Seit April hat Schablowski mit Anna-Lena Rose eine Assistentin an ihrer Seite und in der kommenden Zeit würden sie besonders an der Vernetzung arbeiten. Die Geschäftsführerin will Kontakte zu den heimischen Vereinen und Verbänden aufbauen und mit den Verantwortlichen weiter ins Gespräch kommen. Sie möchte über deren Wünsche sprechen oder Anregungen aufnehmen. Überzeugt ist sie davon, dass sich schon mittelfristig Synergien erzeugen lassen. Schrittweise soll das einheitliche Konzept kommen – und vieles werde sich ihrer Ansicht nach von allein ergeben.

In den ersten Wochen arbeitet Clarissa Schablowski auch an der Internetpräsenz. Die spiele heutzutage eine entscheidende Rolle. Und in den kommenden Tagen werde außerdem über das Logo entschieden. Vorschläge dazu flattern von professionellen Werbefachleuten ins Haus. Tourismus habe viele Parallelen zur Wirtschaftsförderung, sagt sie. Etliche Dinge würden verzahnen, allerdings müssen die Räder dafür auch in Bewegung kommen. Dafür will sie sorgen.

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