Die Mindestquote: In Hille braucht es noch mal 1.475 Anträge für schnelles Internet Carsten Korfesmeyer Hille-Südhemmern. Das Ziel heißt 40 Prozent plus X. So viele Haushalte in den bislang als versorgt geltenden Bereichen müssen sich bis Ende Oktober für einen Glasfaseranschluss entscheiden, damit ganz Hille mit dem schnellen Netz versorgt werden kann. Greenfiber-Chef Paul Gummert ist zuversichtlich, die Hürde zu nehmen. 1.475 Wohneinheiten gelte es zu überzeugen. Einige Anträge seien bereits ins Haus geflattert, der Rest werde wohl wie immer erst gegen Fristende eingehen. „In den letzten ein bis zwei Wochen werden wir die Marke dann aber überspringen“, sagt er. Diese Erfahrung mache sein Unternehmen regelmäßig. Greenfiber buddelt schon seit etwas mehr als einem Jahr in Hille. Im Zuge des kreisweiten Breitbandausbaus bekommen in der Gemeinde alle bislang unterversorgten Gebiete die Möglichkeit für einen Glasfaseranschluss. Das betrifft allerdings Netzgeschwindigkeiten von unter 30 M/bit, alles darüber gilt offiziell als versorgt – eine Messlatte, die längst aus der Zeit gesprungen ist. Viele Orte hinken dadurch der technischen Entwicklung hinterher. Ein Problem, das Bürgermeister Michael Schweiß (parteilos) schon oft angesprochen hatte. Um jetzt überall Glasfaser anbieten zu können, hatte die Gemeinde zusammen mit Greenfiber die Gesellschaft Breitband Hille gegründet, an der die Kommune einen Anteil von 51 Prozent hat. Kommt die Mindestzahl der Anträge nicht zustande, könnte das Projekt scheitern. Paul Gummert sieht jedoch stechende Argumente, die für den Glasfaseranschluss sprechen. Bis zu 10.000 M/bit können damit erreicht werden – Geschwindigkeiten, die von den bisherigen Kupferleitungen niemals leistbar sind. Der Greenfiber-Geschäftsführer ist sicher, auch die Menschen überzeugen können, die aktuell „gefühlt schon schnell im Netz unterwegs sind“. Mit Breitband wären sämtliche Abstürze ein Teil der Vergangenheit. „Die Seiten bauen sich damit in Echtzeit auf“, sagt er. Für Südhemmerns Ortsvorsteher Rolf Tiemann (CDU) ist ein Glasfaseranschluss komplett alternativlos. „Sowas braucht man heutzutage einfach“, sagt er am Montag gegenüber dem MT. Breitband sei ein Standortfaktor und stehe für die Weiterentwicklung in den Orten. Gemeinsam mit der Südhemmeraner Politik und der Firma Greenfiber hatte er kürzlich zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um den Stand der Dinge zu berichten. Mehr als 100 Gäste kamen und für Rolf Tiemann ist das ein Zeichen dafür, dass Breitband den Menschen unter den Nägeln brennt. Viele gezielte Fragen seien gestellt worden und er habe das gute Gefühl, dass alles klappt. „Ende 2022 soll alles fertig sein“, sagt er. Greenfiber informiert die Bürger auch im Büro am Hiller WEZ-Markt. Weitere Infoveranstaltungen sollen folgen und von der noch bis Ende Oktober laufenden Anschlussgebühr von 100 Euro können auch die Menschen profitieren, die dort wohnen, wo der Masterplan des Kreises greift – und bislang keinen Antrag gestellt haben. Später würde der Anschluss baulich aufwendiger und viel teurer. „Solange die Bagger einmal da sind, machen wir das in einem Rutsch“, sagt Paul Gummert. Dann ist es günstiger.

Die Mindestquote: In Hille braucht es noch mal 1.475 Anträge für schnelles Internet

In den unterversorgten Gebieten Südhemmerns läuft der Breitbandausbau des Kreises. MT-Foto: Carsten Korfesmeyer © cko

Hille-Südhemmern. Das Ziel heißt 40 Prozent plus X. So viele Haushalte in den bislang als versorgt geltenden Bereichen müssen sich bis Ende Oktober für einen Glasfaseranschluss entscheiden, damit ganz Hille mit dem schnellen Netz versorgt werden kann. Greenfiber-Chef Paul Gummert ist zuversichtlich, die Hürde zu nehmen. 1.475 Wohneinheiten gelte es zu überzeugen. Einige Anträge seien bereits ins Haus geflattert, der Rest werde wohl wie immer erst gegen Fristende eingehen. „In den letzten ein bis zwei Wochen werden wir die Marke dann aber überspringen“, sagt er. Diese Erfahrung mache sein Unternehmen regelmäßig.

Greenfiber buddelt schon seit etwas mehr als einem Jahr in Hille. Im Zuge des kreisweiten Breitbandausbaus bekommen in der Gemeinde alle bislang unterversorgten Gebiete die Möglichkeit für einen Glasfaseranschluss. Das betrifft allerdings Netzgeschwindigkeiten von unter 30 M/bit, alles darüber gilt offiziell als versorgt – eine Messlatte, die längst aus der Zeit gesprungen ist. Viele Orte hinken dadurch der technischen Entwicklung hinterher. Ein Problem, das Bürgermeister Michael Schweiß (parteilos) schon oft angesprochen hatte. Um jetzt überall Glasfaser anbieten zu können, hatte die Gemeinde zusammen mit Greenfiber die Gesellschaft Breitband Hille gegründet, an der die Kommune einen Anteil von 51 Prozent hat.

Kommt die Mindestzahl der Anträge nicht zustande, könnte das Projekt scheitern. Paul Gummert sieht jedoch stechende Argumente, die für den Glasfaseranschluss sprechen. Bis zu 10.000 M/bit können damit erreicht werden – Geschwindigkeiten, die von den bisherigen Kupferleitungen niemals leistbar sind. Der Greenfiber-Geschäftsführer ist sicher, auch die Menschen überzeugen können, die aktuell „gefühlt schon schnell im Netz unterwegs sind“. Mit Breitband wären sämtliche Abstürze ein Teil der Vergangenheit. „Die Seiten bauen sich damit in Echtzeit auf“, sagt er.


Für Südhemmerns Ortsvorsteher Rolf Tiemann (CDU) ist ein Glasfaseranschluss komplett alternativlos. „Sowas braucht man heutzutage einfach“, sagt er am Montag gegenüber dem MT. Breitband sei ein Standortfaktor und stehe für die Weiterentwicklung in den Orten. Gemeinsam mit der Südhemmeraner Politik und der Firma Greenfiber hatte er kürzlich zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um den Stand der Dinge zu berichten. Mehr als 100 Gäste kamen und für Rolf Tiemann ist das ein Zeichen dafür, dass Breitband den Menschen unter den Nägeln brennt. Viele gezielte Fragen seien gestellt worden und er habe das gute Gefühl, dass alles klappt. „Ende 2022 soll alles fertig sein“, sagt er.

Zu der Informationsveranstaltung in Südhemmern kamen am vergangenen Donnerstag mehr als 100 Gäste. Foto: privat - © privat
Zu der Informationsveranstaltung in Südhemmern kamen am vergangenen Donnerstag mehr als 100 Gäste. Foto: privat - © privat

Greenfiber informiert die Bürger auch im Büro am Hiller WEZ-Markt. Weitere Infoveranstaltungen sollen folgen und von der noch bis Ende Oktober laufenden Anschlussgebühr von 100 Euro können auch die Menschen profitieren, die dort wohnen, wo der Masterplan des Kreises greift – und bislang keinen Antrag gestellt haben. Später würde der Anschluss baulich aufwendiger und viel teurer. „Solange die Bagger einmal da sind, machen wir das in einem Rutsch“, sagt Paul Gummert. Dann ist es günstiger.

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