Die Eickhorster Storchentafel und ihre vielen Informationen Stefanie Dullweber Hille-Eickhorst (mt). Die Ortschaft Eickhorst ist um eine Attraktion reicher: Bei der Firma Budde, Am Schobbruch, können Kunden und Besucher sich anhand einer Storchentafel über die Tiere informieren. Die Tafel wurde jetzt vom Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ an Firmenchef Armin Budde überreicht.Auf dem Firmengelände befindet sich ein Storchennest, gerade sind auch die ersten Jungtiere geschlüpft. Doch die Geschichte der Eickhorster Störche reicht weit zurück.Das ursprüngliche Storchennest auf dem Hof Droste Nr. 12 - heute Hiller Straße 26 - dürfte nur noch wenigen bekannt sein. Dort nisteten die Vögel seit dem 19. Jahrhundert bis zum Jahr 1944. Ein Novembersturm riss den Horst in dem Jahr herunter. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieben die Störche zunächst aus, was die Aufgabe sämtlicher Horste in der Region zur Folge hatte.Erst 60 Jahre später - im Jahr 2004 - kehrten sie nach Eickhorst zurück. Auf Anregung des Aktionskomitees „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ errichtete die Familie Budde einen 15 Meter hohen Gittermast, den der damalige Energieversorger EMR zur Verfügung gestellt hatte. Die aufgesetzte Nistplattform wurde bereits im ersten Jahr von den Tieren angenommen - die Brut blieb jedoch erfolglos. Seitdem nisten die Störche hier nahezu jedes Jahr.In Eickhorst brütende Störche kamen - wie an ihren Ringen zu erkennen war - aus den Niederlanden, dem Kreis Lippe, dem Regierungsbezirk Detmold und aus Minden-Rodenbeck.Weitere Altvögel aus dem Kreis Osnabrück, der Pfalz und aus Espelkamp-Frotheim flogen den Horst an. Der Eickhorster Jungvogel des Jahres 2007 wurde im April 2015 in den Niederlanden abgelesen.Die neue Storchentafel in Eickhorst ist die mittlerweile 40. im gesamten Kreisgebiet. Sie soll in diesen Tagen zentral an der Annahmestelle auf dem Firmengelände angebracht werden. Da der Storchenhorst etwas weiter entfernt liegt, plant Armin Budde dort eine weitere Tafel aufzustellen. „Die Störche fühlen sich bei uns sehr wohl. Ein tolles Bild ist es immer, wenn sie bei uns auf dem Hof spazieren gehen“, sagte der Firmenchef.Insgesamt 64 Brutpaare gebe es in diesem Jahr, berichten die beiden Vertreter des Aktionskomitees, Frank Marske und Erwin Mattegiet. „Das ist seit Jahren der Höchststand“, sagte Marske. Dementsprechen sei auch eine hohe Zahl an Jungstörchen zu erwarten.Erwin Mattegiet hatte zur Übergabe der Storchentafel noch ein Geschenk mitgebracht. Er überreichte einen Turmfalkenkasten. Dieser könne am Gittermast angebracht werden. Störche und Falken würden sich vertragen.

Die Eickhorster Storchentafel und ihre vielen Informationen

Claudia Baute und Armin Budde von der Firma Budde sowie Frank Marske und Erwin Mattegiet vom Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche“ präsentieren die neue Eickhorster Storchentafel.

Hille-Eickhorst (mt). Die Ortschaft Eickhorst ist um eine Attraktion reicher: Bei der Firma Budde, Am Schobbruch, können Kunden und Besucher sich anhand einer Storchentafel über die Tiere informieren. Die Tafel wurde jetzt vom Aktionskomitee „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ an Firmenchef Armin Budde überreicht.

Auf dem Firmengelände befindet sich ein Storchennest, gerade sind auch die ersten Jungtiere geschlüpft. Doch die Geschichte der Eickhorster Störche reicht weit zurück.

Das ursprüngliche Storchennest auf dem Hof Droste Nr. 12 - heute Hiller Straße 26 - dürfte nur noch wenigen bekannt sein. Dort nisteten die Vögel seit dem 19. Jahrhundert bis zum Jahr 1944. Ein Novembersturm riss den Horst in dem Jahr herunter. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieben die Störche zunächst aus, was die Aufgabe sämtlicher Horste in der Region zur Folge hatte.

Auf dem 15 Meter hohen Gittermast haben sich die Störche angesiedelt. MT- - © Foto: Stefanie Dullweber
Auf dem 15 Meter hohen Gittermast haben sich die Störche angesiedelt. MT- - © Foto: Stefanie Dullweber

Erst 60 Jahre später - im Jahr 2004 - kehrten sie nach Eickhorst zurück. Auf Anregung des Aktionskomitees „Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke“ errichtete die Familie Budde einen 15 Meter hohen Gittermast, den der damalige Energieversorger EMR zur Verfügung gestellt hatte. Die aufgesetzte Nistplattform wurde bereits im ersten Jahr von den Tieren angenommen - die Brut blieb jedoch erfolglos. Seitdem nisten die Störche hier nahezu jedes Jahr.

In Eickhorst brütende Störche kamen - wie an ihren Ringen zu erkennen war - aus den Niederlanden, dem Kreis Lippe, dem Regierungsbezirk Detmold und aus Minden-Rodenbeck.

Weitere Altvögel aus dem Kreis Osnabrück, der Pfalz und aus Espelkamp-Frotheim flogen den Horst an. Der Eickhorster Jungvogel des Jahres 2007 wurde im April 2015 in den Niederlanden abgelesen.

Die neue Storchentafel in Eickhorst ist die mittlerweile 40. im gesamten Kreisgebiet. Sie soll in diesen Tagen zentral an der Annahmestelle auf dem Firmengelände angebracht werden. Da der Storchenhorst etwas weiter entfernt liegt, plant Armin Budde dort eine weitere Tafel aufzustellen. „Die Störche fühlen sich bei uns sehr wohl. Ein tolles Bild ist es immer, wenn sie bei uns auf dem Hof spazieren gehen“, sagte der Firmenchef.

Insgesamt 64 Brutpaare gebe es in diesem Jahr, berichten die beiden Vertreter des Aktionskomitees, Frank Marske und Erwin Mattegiet. „Das ist seit Jahren der Höchststand“, sagte Marske. Dementsprechen sei auch eine hohe Zahl an Jungstörchen zu erwarten.

Erwin Mattegiet hatte zur Übergabe der Storchentafel noch ein Geschenk mitgebracht. Er überreichte einen Turmfalkenkasten. Dieser könne am Gittermast angebracht werden. Störche und Falken würden sich vertragen.

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