Der nächste Rückschlag: Erneuter Wassereinbruch im Kindergarten Hille Stefanie Dullweber Hille. Es sei eine unendliche Geschichte, die sich scheinbar einem guten Ende zuneige, sagte Bürgermeister Michael Schweiß (parteilos) am letzten Donnerstag im Rat zu den Bauarbeiten am evangelischen Kindergarten Hille. Auch Bauleiter Ralf Niemeier von der Firma Bautec war vor Ort, um Fragen der Politiker zu beantworten. Es ging um einen erneuten Wassereinbruch vor rund drei Wochen und eine weitere Erhöhung der Baukosten. Die gute Nachricht vorweg: Die Bauarbeiten sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Der Maler habe bereits die ersten Tapeten aufgebracht, Anfang Dezember komme der Tischler, der sich um die Treppe und die Türen kümmere und der Elektriker sei aktuell mit den Installationen beschäftigt, so Niemeier. Die Firma Bautec hatte das Projekt – ein weiteres Stockwerk auf das Gebäude zu setzen – im Januar 2020 übernommen. Da war die Pannenserie längst in vollem Gang. Zuvor hatte die Gemeinde den Vertrag mit dem ursprünglich beauftragten Architekturbüro gekündigt. Ob die Verwaltung diesbezüglich schon Ansprüche auf Schadenersatz geprüft habe, fragte SPD-Ratsmitglied Burkhard Günther. Immerhin seien der Gemeinde doppelte Planungskosten entstanden und die Bauarbeiten hätten sich enorm verzögert. Wie Fachbereichsleiter Detlef Hartmann erklärte, habe der Planer eine Rechnung gestellt, die sich am unteren Limit bewege. Diese Rechnung habe man bezahlt. „Eigentlich müssten wir Geld zurückbekommen“, entgegnete Günther und wies auf Rückfrage darauf hin, dass ein Regress bis drei Jahre nach Fertigstellung möglich sei.Günthers Fraktionskollege Hans-Dieter Riechmann beschäftigte die Frage, ob es einen weiteren Wassereinbruch ins Gebäude gegeben habe. Ein Jahr lang war immer wieder Wasser in das Gebäude eingetreten, so dass die Sanierungen letztlich umfangreicher waren als zunächst angenommen. Sogar von einer möglichen Schließung war zwischenzeitlich die Rede. Ja, bei einem Schlagregen sei seitlich Wasser in das Gebäude gedrückt worden, räumte Niemeier ein. Der Dachdecker sei dabei, das Problem zu beheben. Die Annahme, dass der Regen von oben in das Gebäude gelangt sei, habe sich nicht bestätigt. Das Aufbringen einer seitlichen Blende soll dies künftig verhindern. „Es gibt Abdichtungen bis fast unter die Fenster“, so Niemeier weiter.Die Baukosten haben sich im Laufe der Zeit mehrmals erhöht. Und auch in der letzten Woche stimmte der Rat einer weiteren überplanmäßigen Auszahlung in Höhe von 150.000 Euro zu. Gedeckt werden diese Kosten durch Einsparungen bei den Planungskosten für den Kindergarten Hartum und beim Erwerb von Feuerwehrfahrzeugen. Es ist nicht das erste Mal, dass nachfinanziert werden musste. Einhergehend mit den Mängeln in der ersten Planungsphase habe Bautec erhebliche Defizite in der Baukostenermittlung identifiziert, teilt die Verwaltung mit. Das führte zunächst dazu, dass der Rat im September letzten Jahres weitere 300.000 Euro bewilligte. Bei den Dachdeckerarbeiten wurden dann erhebliche bauliche Mängel an dem vorhandenen – nicht von der Aufstockung betroffenen – Flachdach festgestellt. Es kam zu den Wassereinbrüchen in verschiedenen Bereichen des Kindergartens. Als Konsequenz musste das betroffene Flachdach saniert werden. Die Kosten dafür waren in der ursprünglichen Kalkulation nicht enthalten und wurden von der ausführenden Firma auf rund 100.000 Euro geschätzt. Der Rat wurde darüber im Mai dieses Jahres in Kenntnis gesetzt. Die Kosten für die Reparatur sollten zunächst mit Mitteln aus dem laufenden Bauprojekt finanziert werden. Der Rat stimmte zu.Jetzt sind neben der Flachdachsanierung weitere Kosten für die Beseitigung der Wasserschäden entstanden. Viele Bereiche im Erdgeschoss mussten ebenfalls wieder hergestellt werden. Außerdem weist die Gemeinde auf erhebliche Preissteigerungen insbesondere bei Holz- und Dämmmaterialien hin. Die Summe all dessen ergibt die jetzt bewilligten 150.00 Euro. Noch nicht in die Schlussrechnung einbezogen sind die Kosten für die Container, die aufgestellt wurden, als nicht klar war, ob der Kindergarten möglicherweise geschlossen werden muss. Die Kosten dafür werde die Gemeinde mitteilen, wenn die Gesamtrechnung vorliege, heißt es.

Der nächste Rückschlag: Erneuter Wassereinbruch im Kindergarten Hille

Der Eingang ist nicht mehr zu erkennen. Seit dem Aufbau der Container ist auch der Platz vorm Kindergarten eingezäunt. MT-Foto: Stefanie Dullweber

Hille. Es sei eine unendliche Geschichte, die sich scheinbar einem guten Ende zuneige, sagte Bürgermeister Michael Schweiß (parteilos) am letzten Donnerstag im Rat zu den Bauarbeiten am evangelischen Kindergarten Hille. Auch Bauleiter Ralf Niemeier von der Firma Bautec war vor Ort, um Fragen der Politiker zu beantworten. Es ging um einen erneuten Wassereinbruch vor rund drei Wochen und eine weitere Erhöhung der Baukosten.

Die gute Nachricht vorweg: Die Bauarbeiten sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. Der Maler habe bereits die ersten Tapeten aufgebracht, Anfang Dezember komme der Tischler, der sich um die Treppe und die Türen kümmere und der Elektriker sei aktuell mit den Installationen beschäftigt, so Niemeier. Die Firma Bautec hatte das Projekt – ein weiteres Stockwerk auf das Gebäude zu setzen – im Januar 2020 übernommen. Da war die Pannenserie längst in vollem Gang. Zuvor hatte die Gemeinde den Vertrag mit dem ursprünglich beauftragten Architekturbüro gekündigt.

Ob die Verwaltung diesbezüglich schon Ansprüche auf Schadenersatz geprüft habe, fragte SPD-Ratsmitglied Burkhard Günther. Immerhin seien der Gemeinde doppelte Planungskosten entstanden und die Bauarbeiten hätten sich enorm verzögert. Wie Fachbereichsleiter Detlef Hartmann erklärte, habe der Planer eine Rechnung gestellt, die sich am unteren Limit bewege. Diese Rechnung habe man bezahlt. „Eigentlich müssten wir Geld zurückbekommen“, entgegnete Günther und wies auf Rückfrage darauf hin, dass ein Regress bis drei Jahre nach Fertigstellung möglich sei.

Günthers Fraktionskollege Hans-Dieter Riechmann beschäftigte die Frage, ob es einen weiteren Wassereinbruch ins Gebäude gegeben habe. Ein Jahr lang war immer wieder Wasser in das Gebäude eingetreten, so dass die Sanierungen letztlich umfangreicher waren als zunächst angenommen. Sogar von einer möglichen Schließung war zwischenzeitlich die Rede. Ja, bei einem Schlagregen sei seitlich Wasser in das Gebäude gedrückt worden, räumte Niemeier ein. Der Dachdecker sei dabei, das Problem zu beheben. Die Annahme, dass der Regen von oben in das Gebäude gelangt sei, habe sich nicht bestätigt. Das Aufbringen einer seitlichen Blende soll dies künftig verhindern. „Es gibt Abdichtungen bis fast unter die Fenster“, so Niemeier weiter.

Die Baukosten haben sich im Laufe der Zeit mehrmals erhöht. Und auch in der letzten Woche stimmte der Rat einer weiteren überplanmäßigen Auszahlung in Höhe von 150.000 Euro zu. Gedeckt werden diese Kosten durch Einsparungen bei den Planungskosten für den Kindergarten Hartum und beim Erwerb von Feuerwehrfahrzeugen. Es ist nicht das erste Mal, dass nachfinanziert werden musste. Einhergehend mit den Mängeln in der ersten Planungsphase habe Bautec erhebliche Defizite in der Baukostenermittlung identifiziert, teilt die Verwaltung mit. Das führte zunächst dazu, dass der Rat im September letzten Jahres weitere 300.000 Euro bewilligte.

Malina Reckordt

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Bei den Dachdeckerarbeiten wurden dann erhebliche bauliche Mängel an dem vorhandenen – nicht von der Aufstockung betroffenen – Flachdach festgestellt. Es kam zu den Wassereinbrüchen in verschiedenen Bereichen des Kindergartens. Als Konsequenz musste das betroffene Flachdach saniert werden. Die Kosten dafür waren in der ursprünglichen Kalkulation nicht enthalten und wurden von der ausführenden Firma auf rund 100.000 Euro geschätzt. Der Rat wurde darüber im Mai dieses Jahres in Kenntnis gesetzt. Die Kosten für die Reparatur sollten zunächst mit Mitteln aus dem laufenden Bauprojekt finanziert werden. Der Rat stimmte zu.

Jetzt sind neben der Flachdachsanierung weitere Kosten für die Beseitigung der Wasserschäden entstanden. Viele Bereiche im Erdgeschoss mussten ebenfalls wieder hergestellt werden. Außerdem weist die Gemeinde auf erhebliche Preissteigerungen insbesondere bei Holz- und Dämmmaterialien hin. Die Summe all dessen ergibt die jetzt bewilligten 150.00 Euro. Noch nicht in die Schlussrechnung einbezogen sind die Kosten für die Container, die aufgestellt wurden, als nicht klar war, ob der Kindergarten möglicherweise geschlossen werden muss. Die Kosten dafür werde die Gemeinde mitteilen, wenn die Gesamtrechnung vorliege, heißt es.

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