Das große Teamerlebnis: Erstmals wieder Sportabzeichen in Hille Carsten Korfesmeyer Hille. Mit wildfremden Menschen gemeinsam Sport zu treiben, das hat Markus Nolte schon im vergangenen Sommer fasziniert. Rund ein Jahr ist rum, seit er zum ersten Mal erfolgreich das Sportabzeichen ablegte. Samstagnachmittag ist der Mann aus Südhemmern auf den Hiller Sportplatz zurückgekehrt, um die körperliche Herausforderung erneut anzunehmen. Doch dieses Mal freut sich der 44-Jährige noch mehr darauf, mit anderen Leute zusammenzutreffen. Denn die Veranstaltung des TV „Sachsenross“ ist die erste größere sportliche Zusammenkunft in der Gemeinde, seit das Virus alles herunterfuhr. Mitorganisatorin Dina Barner erzählt, dass es auch anderen so geht. Etliche Anfragen hatte es an den Verein gegeben, wann das Sportabzeichen wieder abgelegt werden kann. „Deshalb haben wir entschieden, es heute anzubieten“, sagt sie. Mehr als 40 Anmeldungen flatterten dem TV online ins Haus – eine Zahl, die etwas hinter den Erwartungen blieb. Offensichtlich hemmt Covid 19, obwohl der Verein alle Vorschriften genau einhält. Am Eingang müssen sich die Sportler ihre Hände desinfizieren, auf dem Areal gelten die Abstandsregelungen und eigene Getränke sind auch mitzubringen. „Auch wenn es eine Veranstaltung unter freiem Himmel ist, gehen wir auf Nummer sicher“, sagt Dina Barner. Auf einer Bank am Fußballplatz hat inzwischen Viktor Kehler Platz nenommen. Der 33-Jährige schnürt seine Schuhe, trägt seinen Schal währenddessen als Gesichtsmaske. Hat er Angst, sich anzustecken? Der Holtruper verneint das. „Hier draußen sehe ich kein Risiko“, sagt er. Mittlerweile gehe er auch wieder regelmäßig ins Fitnessstudio. Beim Sportabzeichen macht er nach eigenen Worten mit, um zu sehen, wo er leistungsmäßig steht. Jedes Jahr nimmt er an dem Wettbewerb teil und die Bereiche Ausdauer und Kraft sind seine Stärken. Wenig später startet Viktor Kehler mit dem 3.000-Meter-Lauf, bei dem er die Mitläufer abhängt. Seine Maske zieht der Portaner übrigens erst gegen Ende der Strecke herunter. Markus Nolte macht sich inzwischen für den 50-Meter-Sprint bereit. Zuvor hat er mit den Brüdern Dennis und Gerrit Hanschke noch zwei Freunde getroffen, mit denen er ein wenig plaudert. Allen ist anzumerken, dass sie die geselligen Seiten dieses Wettbewerbs schätzen. „Aus meiner Familie sind heute drei Generationen mit am Start“, erzählt Markus Nolte gegenüber dem MT. Denn neben den Töchtern Lotta (13) und Mia (10) ist auch seine Mutter Edeltraud Nolte dabei, die nach Worten ihres Sohnes schon mindestens 35 Mal das Sportabzeichen abgelegt hat. Schon nach kurzer Zeit herrscht auf dem Sportplatz vor der Verbundschule eine Atmosphäre, wie sie sich Markus Nolte gewünscht hat. Die Sportler feuern sich gegenseitig an, klatschen Beifall und freuen sich über die Erfolge. „Das ist Teamgeist“, sagt auch Dina Barner, die immer zwischen den jeweiligen Wettkampfstätten pendelt. Überall entdeckt sie zufriedene Gesichter – ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es allen gefällt. Und Nachfragen gibt es bereits zahlreich, wann die Sachsenrösser das nächste Sportabzeichen anbieten. Das wird an gleicher Stelle aller Voraussicht nach am Freitag, 21. August, soweit sein. Manche bereiten sich intensiv, andere eher durchschnittlich auf die einzelnen Disziplinen vor, von denen mindestens eine erfolgreich zu meistern ist. Völlig entspannt gehen beispielsweise Kerstin und Frank Westermann den Wettkampf an, an dem auch die Töchter Merit (11) und Greta (9) teilnehmen. Zwar sind alle vier recht gut im Training, aber Druck will vor allem die ältere Schwester nicht aufbauen. „Ich geh einfach drauf los“, sagt Merit Westermann.

Das große Teamerlebnis: Erstmals wieder Sportabzeichen in Hille

Mit-Organisatorin Dina Barner freut sich über die Resonanz auf das Sportabzeichen. Das Kugelstoßen ist eine der Disziplinen denen sich die Teilnehmer des Wettbewerbs am Samstagnachmittag auf dem Hiller Sportplatz stellen müssen. MT-Fotos: Carsten Korfesmeyer

Hille. Mit wildfremden Menschen gemeinsam Sport zu treiben, das hat Markus Nolte schon im vergangenen Sommer fasziniert. Rund ein Jahr ist rum, seit er zum ersten Mal erfolgreich das Sportabzeichen ablegte. Samstagnachmittag ist der Mann aus Südhemmern auf den Hiller Sportplatz zurückgekehrt, um die körperliche Herausforderung erneut anzunehmen. Doch dieses Mal freut sich der 44-Jährige noch mehr darauf, mit anderen Leute zusammenzutreffen. Denn die Veranstaltung des TV „Sachsenross“ ist die erste größere sportliche Zusammenkunft in der Gemeinde, seit das Virus alles herunterfuhr.

Mitorganisatorin Dina Barner erzählt, dass es auch anderen so geht. Etliche Anfragen hatte es an den Verein gegeben, wann das Sportabzeichen wieder abgelegt werden kann. „Deshalb haben wir entschieden, es heute anzubieten“, sagt sie. Mehr als 40 Anmeldungen flatterten dem TV online ins Haus – eine Zahl, die etwas hinter den Erwartungen blieb. Offensichtlich hemmt Covid 19, obwohl der Verein alle Vorschriften genau einhält. Am Eingang müssen sich die Sportler ihre Hände desinfizieren, auf dem Areal gelten die Abstandsregelungen und eigene Getränke sind auch mitzubringen. „Auch wenn es eine Veranstaltung unter freiem Himmel ist, gehen wir auf Nummer sicher“, sagt Dina Barner.

Die Disziplin Weitsprung kommt besonders bei den Jüngsten gut an. Florian Voß (7) zeigt bei seinen Versuchen jeweils starke Leistungen.
Die Disziplin Weitsprung kommt besonders bei den Jüngsten gut an. Florian Voß (7) zeigt bei seinen Versuchen jeweils starke Leistungen.

Auf einer Bank am Fußballplatz hat inzwischen Viktor Kehler Platz nenommen. Der 33-Jährige schnürt seine Schuhe, trägt seinen Schal währenddessen als Gesichtsmaske. Hat er Angst, sich anzustecken? Der Holtruper verneint das. „Hier draußen sehe ich kein Risiko“, sagt er. Mittlerweile gehe er auch wieder regelmäßig ins Fitnessstudio. Beim Sportabzeichen macht er nach eigenen Worten mit, um zu sehen, wo er leistungsmäßig steht. Jedes Jahr nimmt er an dem Wettbewerb teil und die Bereiche Ausdauer und Kraft sind seine Stärken. Wenig später startet Viktor Kehler mit dem 3.000-Meter-Lauf, bei dem er die Mitläufer abhängt. Seine Maske zieht der Portaner übrigens erst gegen Ende der Strecke herunter.

Nicole von Salzen ist Startrichterin an der Sprintstrecke. Sie zählt zu den insgesamt 17 ehrenamtlichen Helfern, die den Wettbewerb begleiten.
Nicole von Salzen ist Startrichterin an der Sprintstrecke. Sie zählt zu den insgesamt 17 ehrenamtlichen Helfern, die den Wettbewerb begleiten.

Markus Nolte macht sich inzwischen für den 50-Meter-Sprint bereit. Zuvor hat er mit den Brüdern Dennis und Gerrit Hanschke noch zwei Freunde getroffen, mit denen er ein wenig plaudert. Allen ist anzumerken, dass sie die geselligen Seiten dieses Wettbewerbs schätzen. „Aus meiner Familie sind heute drei Generationen mit am Start“, erzählt Markus Nolte gegenüber dem MT. Denn neben den Töchtern Lotta (13) und Mia (10) ist auch seine Mutter Edeltraud Nolte dabei, die nach Worten ihres Sohnes schon mindestens 35 Mal das Sportabzeichen abgelegt hat.

Schon nach kurzer Zeit herrscht auf dem Sportplatz vor der Verbundschule eine Atmosphäre, wie sie sich Markus Nolte gewünscht hat. Die Sportler feuern sich gegenseitig an, klatschen Beifall und freuen sich über die Erfolge. „Das ist Teamgeist“, sagt auch Dina Barner, die immer zwischen den jeweiligen Wettkampfstätten pendelt. Überall entdeckt sie zufriedene Gesichter – ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es allen gefällt. Und Nachfragen gibt es bereits zahlreich, wann die Sachsenrösser das nächste Sportabzeichen anbieten. Das wird an gleicher Stelle aller Voraussicht nach am Freitag, 21. August, soweit sein.

Manche bereiten sich intensiv, andere eher durchschnittlich auf die einzelnen Disziplinen vor, von denen mindestens eine erfolgreich zu meistern ist. Völlig entspannt gehen beispielsweise Kerstin und Frank Westermann den Wettkampf an, an dem auch die Töchter Merit (11) und Greta (9) teilnehmen. Zwar sind alle vier recht gut im Training, aber Druck will vor allem die ältere Schwester nicht aufbauen. „Ich geh einfach drauf los“, sagt Merit Westermann.

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