Damit der Notarzt schnell im Wald ist: So funktionieren Rettungspunkte Sigrid Dittmann Hille/Lübbecke. Bei einem Unfall im Großen Torfmoor oder im Wiehengebirge kann es kompliziert werden. Gerade jetzt – in Corona-Zeiten – sind vermehrt Menschen in der Natur unterwegs. Damit im Ernstfall der Notarzt schnell vor Ort ist, gibt es diverse Rettungspunkte. In der Gemeinde Hille stehen mittlerweile 35 dieser Hinweisschilder an abgelegenen Orten. Das Gemeinschaftsprojekt der Verwaltung, des Seniorenbeirates und der Feuerwehr hat auch über die Gemeindegrenzen hinaus Nachahmer gefunden. Die Stadt Lübbecke will weitere Rettungspunkte installieren. Nachdem bereits auf Lübbecker Gebiet des Großen Torfmoores Schilder aufgestellt wurden, haben die Verantwortlichen jetzt das Wiehengebirge im Blick. Rettungspunkte sind definierte Standorte im Wald, die mithilfe von Koordinatenangaben Treffpunkte beschreiben und im Fall eines Unfalls dazu genutzt werden können, das Auffinden des Unfallortes zu erleichtern. Heute können zwar die Notfallärzte dank Allrad-Jeep fast an allen Stellen im Wald für den Abtransport eines Verletzten mit dem Rettungswagen sorgen, befindet sich der Verletzte aber abseits des Weges muss der Rettungsdienst unterstützt werden. Die Idee ist nicht neu: Rettungspunkte wurden bereits im Jahr 1990 in Bayern eingeführt. Voraussetzung für die Notfallpunkte ist die Erreichbarkeit – insbesondere der Empfang für Mobiltelefone und Zufahrtmöglichkeiten für Rettungsfahrzeuge. Festgelegt wurden die künftigen Standorte bei einer Begehung des Waldes mit dem Vorsitzenden der Waldwirtschaftsgenossenschaft und des Leiters der Jugendfeuerwehr, Tobias Gennat. „Wir achten darauf, dass die Punkte möglichst an Wegkreuzungen liegen, gut verteilt sind, sozusagen ein Netz bilden und dass keine waldwirtschaftlichen Wege behindert werden. Die forstwirtschaftlichen Arbeiten sollen ja nicht beeinträchtigt werden. Auf diese Merkmale haben wir geachtet. Natürlich insbesondere auch auf den Empfang für die Mobilgeräte“, erklärte To-bias Gennat. Die entsprechenden Punkte sind markiertenworden, damit die Arbeiten weitergehen konnten. Die Pläne für die Errichtung der Fundamente in den Wäldern um Nettelstedt, Gehlenbeck und Eilhausen gingen dann zur Landschaftspflege der Lübbecker Werkstätten. Die Mitarbeiter der Landschaftspflege unter Leitung von Steffen Dannappel machten sich auf in den Wald und suchten die markierten Punkte auf dem von Laub bedeckten Boden. Die zur Verfügung gestellten Karten und die gesetzten Markierungen boten ihnen Hilfe. „Der Waldboden ist schön locker, so macht das Eingraben keine große Mühe. Diese Aufgabe macht wirklich Spaß“, freute sich Mitarbeiter Andre Kerber. „Das Wetter ist zum Glück noch freundlich und wir kommen gut durch die Waldwege mit unseren Fahrzeugen“, freute sich Dannappel. In der Gruppe der Landschaftspflege arbeiten aktuell elf Mitarbeiter mit drei Betreuern. „Solche öffentlichen Aufgaben übernehmen wir gerne. Wir haben immer viel zu tun, selbst im Winter steht genug an. Die Arbeiten an der frischen Luft, auch an rauen kalten Wintertagen, machen Spaß“, sagte er. Insgesamt wurden 25 Fundamente gesetzt. Der nächste Schritt – das Einsetzten der Schilder – wird von den Feuerwehrleuten übernommen.

Damit der Notarzt schnell im Wald ist: So funktionieren Rettungspunkte

Dieser Rettungspunkt befindet sich im Großen Torfmoor in Hille. Insgesamt stehen in der Gemeinde 35 Hinweistafeln. MT-Archivfoto: Doris Christoph © Doris Christoph

Hille/Lübbecke. Bei einem Unfall im Großen Torfmoor oder im Wiehengebirge kann es kompliziert werden. Gerade jetzt – in Corona-Zeiten – sind vermehrt Menschen in der Natur unterwegs. Damit im Ernstfall der Notarzt schnell vor Ort ist, gibt es diverse Rettungspunkte.

In der Gemeinde Hille stehen mittlerweile 35 dieser Hinweisschilder an abgelegenen Orten. Das Gemeinschaftsprojekt der Verwaltung, des Seniorenbeirates und der Feuerwehr hat auch über die Gemeindegrenzen hinaus Nachahmer gefunden. Die Stadt Lübbecke will weitere Rettungspunkte installieren. Nachdem bereits auf Lübbecker Gebiet des Großen Torfmoores Schilder aufgestellt wurden, haben die Verantwortlichen jetzt das Wiehengebirge im Blick.

Rettungspunkte sind definierte Standorte im Wald, die mithilfe von Koordinatenangaben Treffpunkte beschreiben und im Fall eines Unfalls dazu genutzt werden können, das Auffinden des Unfallortes zu erleichtern. Heute können zwar die Notfallärzte dank Allrad-Jeep fast an allen Stellen im Wald für den Abtransport eines Verletzten mit dem Rettungswagen sorgen, befindet sich der Verletzte aber abseits des Weges muss der Rettungsdienst unterstützt werden.

Die Idee ist nicht neu: Rettungspunkte wurden bereits im Jahr 1990 in Bayern eingeführt. Voraussetzung für die Notfallpunkte ist die Erreichbarkeit – insbesondere der Empfang für Mobiltelefone und Zufahrtmöglichkeiten für Rettungsfahrzeuge.

Festgelegt wurden die künftigen Standorte bei einer Begehung des Waldes mit dem Vorsitzenden der Waldwirtschaftsgenossenschaft und des Leiters der Jugendfeuerwehr, Tobias Gennat. „Wir achten darauf, dass die Punkte möglichst an Wegkreuzungen liegen, gut verteilt sind, sozusagen ein Netz bilden und dass keine waldwirtschaftlichen Wege behindert werden. Die forstwirtschaftlichen Arbeiten sollen ja nicht beeinträchtigt werden. Auf diese Merkmale haben wir geachtet. Natürlich insbesondere auch auf den Empfang für die Mobilgeräte“, erklärte To-bias Gennat. Die entsprechenden Punkte sind markiertenworden, damit die Arbeiten weitergehen konnten.

Die Pläne für die Errichtung der Fundamente in den Wäldern um Nettelstedt, Gehlenbeck und Eilhausen gingen dann zur Landschaftspflege der Lübbecker Werkstätten. Die Mitarbeiter der Landschaftspflege unter Leitung von Steffen Dannappel machten sich auf in den Wald und suchten die markierten Punkte auf dem von Laub bedeckten Boden.

Die zur Verfügung gestellten Karten und die gesetzten Markierungen boten ihnen Hilfe. „Der Waldboden ist schön locker, so macht das Eingraben keine große Mühe. Diese Aufgabe macht wirklich Spaß“, freute sich Mitarbeiter Andre Kerber. „Das Wetter ist zum Glück noch freundlich und wir kommen gut durch die Waldwege mit unseren Fahrzeugen“, freute sich Dannappel.

In der Gruppe der Landschaftspflege arbeiten aktuell elf Mitarbeiter mit drei Betreuern. „Solche öffentlichen Aufgaben übernehmen wir gerne. Wir haben immer viel zu tun, selbst im Winter steht genug an. Die Arbeiten an der frischen Luft, auch an rauen kalten Wintertagen, machen Spaß“, sagte er. Insgesamt wurden 25 Fundamente gesetzt. Der nächste Schritt – das Einsetzten der Schilder – wird von den Feuerwehrleuten übernommen.

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