Blick auf die Baustelle: Das soll sich bis zum Jahresende am Kindergarten Hille tun Stefanie Dullweber Hille. Seit Ende Juni ist der Baulärm ein täglicher Begleiter für Erzieherinnen und Kinder. So ist es auch beim Termin, zu dem die Gemeindeverwaltung und die Firma Bautec für einen Zwischenbericht eingeladen haben. Das Gespräch wird von Bohrgeräuschen unterbrochen. „Wir haben es dennoch erlebt, dass Kinder bei dem Lärm nicht von ihrem Mittagsschlaf aufgewacht sind“, sagt Angela Meier, Leiterin des Evangelischen Kindergartens. Die Erzieherin ist momentan nicht um ihren Job zu beneiden. Denn neben den Bauarbeiten im laufenden Betrieb gibt es ja noch Corona – was den Alltag im Kindergarten an sich schon erschwert und viel Kreativität erfordert. „Wir können in dieser Zeit nicht irgendwie arbeiten. Es muss alles noch verantwortbar sein“, sagt Angela Meier und spielt auf einen Vorfall am Morgen an. An einer Wand entdeckte die Leiterin einen Riss. Ist der Raum noch nutzbar? Erst als sie diese Frage geklärt hat, können die Erzieherinnen die Kinder guten Gewissens betreuen, ohne die erforderlichen Hygienemaßnahmen zu vernachlässigen. „Wir haben das Ziel im Blick“, geht die Leiterin der Einrichtung pragmatisch mit der momentanen Situation um. Am Ende zähle der neu geschaffene Raum – denn in absehbarer Zeit soll jedes Kind ab drei Jahre in der Einrichtung schlafen können. Das Wichtigste sei der Informationsfluss, gibt Angela Meier zu. Um vor allem die Eltern mitzunehmen, kommuniziere sie regelmäßig den Stand der Bauarbeiten. Und sie sei begeistert, wie gut die Umstände von allen Beteiligten mitgetragen werden. „Wir müssen da alle zusammen durch.“ Und sie sei froh über jeden Tag, den sie und ihre Kollegen fröhlich mit den Kindern verbringen würden. Der Fortschritt der Bauarbeiten ist in diesen Tagen sichtbar. Der Holzrahmenbau für das weitere Stockwerk wird aktuell aufgestellt. Eine Firma aus Damme im Landkreis Vechta ist mit den Arbeiten beauftragt worden. Die Bauleitung hat die Firma Bautec aus Hille, die das Projekt im Januar diesen Jahres übernommen hatte – nachdem es bei den Planungen zu erheblichen Verzögerungen gekommen war (das MT berichtete). Dass es gerade bei einem Bestandsbau immer wieder Überraschungen gibt, weiß Ralf Niemeyer, der für die Firma Bautec vor Ort ist. Gerade hätten sie durch den verzögerten Abbau eines Krans 14 Tage verloren, sagt er im Gespräch mit dem MT. „Ein fester Zeitplan ist relativ, weil die Gleichung zu viele Unbekannte hat. Corona kann uns unter Umständen den Betrieb von heute auf morgen lahmlegen.“ Dennoch gibt es – zumindest für dieses Jahr – noch ein festes Ziel. Und das lautet, das Dach bis Weihnachten dicht zu haben. Dafür sei es wichtig, so Niemeyer, dass es in der nächsten Zeit möglichst wenig regnet. Wenn das Dach zu ist, geht es mit dem Innenausbau weiter. Neben der Aufstockung des Gebäudes um ein weiteres Geschoss hat sich die Firma Bautec bereits um die Sanierung des vorhandenen Flachdachs gekümmert. Für das nächste Jahr stehen noch Umbauarbeiten im Erdgeschoss an. Zum Baustart im Juni wurde zunächst das Dach aufgefräst und eine neue Treppe ins Obergeschoss gesetzt. Ein temporärer Eingang führt seit mehreren Monaten durch den Garten der Einrichtung. Mit ihrem Büro sind die Erzieherinnen in einen Container umgezogen. In einem weiteren Container – beide hat die Gemeinde für die Zeit der Bauphase zur Verfügung gestellt – haben die Erzieher einen Schlafraum für die Kinder eingerichtet. Auch Bürgermeister Michael Schweiß machte sich in dieser Woche ein Bild von den Arbeiten und sicherte einen zügigen Baufortschritt zu. Auf einen Fertigstellungstermin wollte sich aber auch der Chef der Verwaltung nicht festlegen. „Wichtig ist, dass alle gesund bleiben.“

Blick auf die Baustelle: Das soll sich bis zum Jahresende am Kindergarten Hille tun

Momentan wird am Evangelischen Kindergarten Hille der Holzrahmenbau für das neue Stockwerk aufgestellt. In der nächsten Woche soll der Dachstuhl fertiggestellt werden. MT-Fotos: Stefanie Dullweber © sbo

Hille. Seit Ende Juni ist der Baulärm ein täglicher Begleiter für Erzieherinnen und Kinder. So ist es auch beim Termin, zu dem die Gemeindeverwaltung und die Firma Bautec für einen Zwischenbericht eingeladen haben. Das Gespräch wird von Bohrgeräuschen unterbrochen. „Wir haben es dennoch erlebt, dass Kinder bei dem Lärm nicht von ihrem Mittagsschlaf aufgewacht sind“, sagt Angela Meier, Leiterin des Evangelischen Kindergartens.

Die Erzieherin ist momentan nicht um ihren Job zu beneiden. Denn neben den Bauarbeiten im laufenden Betrieb gibt es ja noch Corona – was den Alltag im Kindergarten an sich schon erschwert und viel Kreativität erfordert. „Wir können in dieser Zeit nicht irgendwie arbeiten. Es muss alles noch verantwortbar sein“, sagt Angela Meier und spielt auf einen Vorfall am Morgen an. An einer Wand entdeckte die Leiterin einen Riss. Ist der Raum noch nutzbar? Erst als sie diese Frage geklärt hat, können die Erzieherinnen die Kinder guten Gewissens betreuen, ohne die erforderlichen Hygienemaßnahmen zu vernachlässigen.

Nachdem zunächst das Flachdach saniert werden musste, stehen aktuell Arbeiten an, bei denen der Baufortschritt täglich sichtbar ist. - © sbo
Nachdem zunächst das Flachdach saniert werden musste, stehen aktuell Arbeiten an, bei denen der Baufortschritt täglich sichtbar ist. - © sbo

„Wir haben das Ziel im Blick“, geht die Leiterin der Einrichtung pragmatisch mit der momentanen Situation um. Am Ende zähle der neu geschaffene Raum – denn in absehbarer Zeit soll jedes Kind ab drei Jahre in der Einrichtung schlafen können. Das Wichtigste sei der Informationsfluss, gibt Angela Meier zu. Um vor allem die Eltern mitzunehmen, kommuniziere sie regelmäßig den Stand der Bauarbeiten. Und sie sei begeistert, wie gut die Umstände von allen Beteiligten mitgetragen werden. „Wir müssen da alle zusammen durch.“ Und sie sei froh über jeden Tag, den sie und ihre Kollegen fröhlich mit den Kindern verbringen würden.

Der Fortschritt der Bauarbeiten ist in diesen Tagen sichtbar. Der Holzrahmenbau für das weitere Stockwerk wird aktuell aufgestellt. Eine Firma aus Damme im Landkreis Vechta ist mit den Arbeiten beauftragt worden. Die Bauleitung hat die Firma Bautec aus Hille, die das Projekt im Januar diesen Jahres übernommen hatte – nachdem es bei den Planungen zu erheblichen Verzögerungen gekommen war (das MT berichtete).

Dass es gerade bei einem Bestandsbau immer wieder Überraschungen gibt, weiß Ralf Niemeyer, der für die Firma Bautec vor Ort ist. Gerade hätten sie durch den verzögerten Abbau eines Krans 14 Tage verloren, sagt er im Gespräch mit dem MT. „Ein fester Zeitplan ist relativ, weil die Gleichung zu viele Unbekannte hat. Corona kann uns unter Umständen den Betrieb von heute auf morgen lahmlegen.“ Dennoch gibt es – zumindest für dieses Jahr – noch ein festes Ziel. Und das lautet, das Dach bis Weihnachten dicht zu haben. Dafür sei es wichtig, so Niemeyer, dass es in der nächsten Zeit möglichst wenig regnet. Wenn das Dach zu ist, geht es mit dem Innenausbau weiter.

Neben der Aufstockung des Gebäudes um ein weiteres Geschoss hat sich die Firma Bautec bereits um die Sanierung des vorhandenen Flachdachs gekümmert. Für das nächste Jahr stehen noch Umbauarbeiten im Erdgeschoss an. Zum Baustart im Juni wurde zunächst das Dach aufgefräst und eine neue Treppe ins Obergeschoss gesetzt. Ein temporärer Eingang führt seit mehreren Monaten durch den Garten der Einrichtung. Mit ihrem Büro sind die Erzieherinnen in einen Container umgezogen. In einem weiteren Container – beide hat die Gemeinde für die Zeit der Bauphase zur Verfügung gestellt – haben die Erzieher einen Schlafraum für die Kinder eingerichtet.

Auch Bürgermeister Michael Schweiß machte sich in dieser Woche ein Bild von den Arbeiten und sicherte einen zügigen Baufortschritt zu. Auf einen Fertigstellungstermin wollte sich aber auch der Chef der Verwaltung nicht festlegen. „Wichtig ist, dass alle gesund bleiben.“

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Hille