Bilanz der Badesee-Saison - so sehen die Pläne fürs nächste Jahr aus Carsten Korfesmeyer Hille. Anfangs drohte sie wegen Corona noch ins Wasser zu fallen, am Ende ist die 2020er-Saison am Naturbadesee sogar ein kleiner Erfolg geworden. Die Besucher kamen reichlich und waren weitgehend zufrieden. Es gab wieder Gastronomie vor Ort, das Wetter spielte mit und die Rettungskräfte mussten kaum eingreifen. „Nur ein Mal haben wir den Krankenwagen gerufen“, sagt Leroy Telke vom Hiller DRK. 26 Mal halfen er und seine Kollegen bei mehr oder weniger starken Blessuren. Dabei handelte es sich um Schnittverletzungen – hauptsächlich allerdings um Wespenstiche. Die Insekten seien in in diesem Jahr ungewöhnlich aggressiv gewesen, erzählt der 28-Jährige. Woran das gelegen habe, könne er sich jedoch nicht erklären. Die angriffslustigen Wespen seien allerdings das einzige größere Übel gewesen, denn ansonsten haben er und die 14 Ehrenamtlichen eine schöne warme Jahreszeit an dem Ausflugsziel im Hiller Norden verbringen dürfen. Dort hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan – beispielsweise hatte das gegenüber liegende Bistro ab Juli wieder geöffnet. Und Pächter Gerry Kollmor stellte außerdem einen Pavillon in der Nähe des Sandstrandes auf, so dass die Gäste auf kurzem Wege ihre Getränke, Bratwürste, Pommes oder Burger holen konnten. „Ich hatte schon den Eindruck, dass die Menschen sich darüber sehr gefreut haben“, sagt Melissa Tiemann. Sie ist Rettungssanitäterin, Rettungsschwimmerin und die Lebensgefährtin von Leroy Telke, mit dem sie einige Dienste am einzigen Hiller Freibad verbringen konnte. Gerry Kollmor ist für ein Fazit zur Badesaison nicht erreichbar. Doch das, was Melissa Tiemann mitbekommen hat, dürfte für eine positive Bilanz ausreichen. Für Schwimmgäste sei ein Kiosk mit kleiner Gastronomie grundsätzlich eine Attraktivitätssteigerung, erzählt die 22-Jährige am Freitag gegenüber dem MT. Ihr Eindruck sei, dass es insgesamt gut gelaufen sei. Weil Kollmor – wie angekündigt – an den besucherschwachen Tagen nicht öffnete, habe das DRK mit ihm die Vereinbarung getroffen, ihn bei steigenden Gästezahlen zu informieren. „Wir haben ja immer den genauen Überblick“, sagt Melissa Tiemann. Maximal 400 Personen durften sich zeitgleich auf dem Gelände aufhalten. Weil der Zutritt nur über den Haupteingang erfolgte und der See mit Absperrbändern versehen war, konnten die DRK-Kräfte die jeweiligen Besucherströme gut kontrollieren. Die maximale Zahl an Badesee-Gästen ist allerdings an keinem Tag der Saison überschritten worden. Betreiberin des Freizeitareals ist die Gemeinde und auch im Hartumer Rathaus zeigt man sich von der Wiederbelebung der Gastronomie erfreut. Der zusätzliche Pavillon sei ein belebendes Element gewesen, allerdings habe es auch kritische Töne gegeben. Fachbereichsleiter Detlef Hartmann lässt gegenüber dem MT durchblicken, dass sich viele durchaus längere und verlässlichere Öffnungszeiten gewünscht hätten. Für 2021 habe es noch keine Gespräche mit dem Pächter gegeben. In denen will Hartmann jedoch anregen, an der ein oder anderen Stellschraube zu drehen. Seitens der Gemeinde ist vorgesehen, das Gelände für den Tourismus in Zukunft noch attraktiver zu gestalten. Auf dem Parkplatz sind vor einigen Wochen beispielsweise acht Stromanschlüsse für Wohnmobile installiert worden. Es handelt sich dabei um die Anlage, die bis zum Bau des Containerdorfs am Marktplatz gestanden hatte. Neu am Parkplatz ist auch ein Wasseranschluss für die Übernachtungsgäste und die Zahl der Wohnmobilisten dürfte auch angesichts der Schulsternwarte wachsen, die voraussichtlich im kommenden Jahr gebaut wird. Diese dürfte den Tourismus in Hille ankurbeln. Das Gebäude entsteht nur wenige Meter hinter dem Badesee. Über den ganz genauen Standort müssen sich der Kreis, die Biologische Station und der Verein Sternwarte allerdings noch verständigen (das MT berichtete). Sicher ist jedoch, dass es sich um den wohl dunkelsten Punkt im gesamten Mühlenkreis handelt – ideal für Menschen, die nachts Planeten beobachten möchten. Beim Hiller DRK gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Saison 2021 pünktlich starten kann. Anfang des Jahres stellen sie die Dienstpläne auf und werden in den Sommermonaten wieder täglich von 10 bis 19 Uhr auf die Badegäste aufpassen. Ständig beobachten die Diensthabenden, was sich im Wasser tut. Die Erfahrung mache es aus, freudig schreiende Schwimmgäste von Menschen in einer ernsten Notlage unterscheiden zu können, erklärt Melissa Tiemann. Vor allem an den sehr gut besuchten Tagen spüre sie die enorme Verantwortung für die Sicherheit der Menschen. Kleine Kinder und Luftmatratzen habe sie beispielsweise immer fest im Blick. Außerdem auch Menschen, die plötzlich hinter der Absperrung vom Schwimmer in den Regenerationsbereich kommen.

Bilanz der Badesee-Saison - so sehen die Pläne fürs nächste Jahr aus

Bis zu 400 Schwimmgäste durften sich im Coronajahr zeitgleich auf dem Areal im Hiller Norden aufhalten. © MT-Foto: Carsten Korfesmeyer

Hille. Anfangs drohte sie wegen Corona noch ins Wasser zu fallen, am Ende ist die 2020er-Saison am Naturbadesee sogar ein kleiner Erfolg geworden. Die Besucher kamen reichlich und waren weitgehend zufrieden. Es gab wieder Gastronomie vor Ort, das Wetter spielte mit und die Rettungskräfte mussten kaum eingreifen. „Nur ein Mal haben wir den Krankenwagen gerufen“, sagt Leroy Telke vom Hiller DRK. 26 Mal halfen er und seine Kollegen bei mehr oder weniger starken Blessuren. Dabei handelte es sich um Schnittverletzungen – hauptsächlich allerdings um Wespenstiche.

Die Insekten seien in in diesem Jahr ungewöhnlich aggressiv gewesen, erzählt der 28-Jährige. Woran das gelegen habe, könne er sich jedoch nicht erklären. Die angriffslustigen Wespen seien allerdings das einzige größere Übel gewesen, denn ansonsten haben er und die 14 Ehrenamtlichen eine schöne warme Jahreszeit an dem Ausflugsziel im Hiller Norden verbringen dürfen.

Dort hat sich in den vergangenen Monaten einiges getan – beispielsweise hatte das gegenüber liegende Bistro ab Juli wieder geöffnet. Und Pächter Gerry Kollmor stellte außerdem einen Pavillon in der Nähe des Sandstrandes auf, so dass die Gäste auf kurzem Wege ihre Getränke, Bratwürste, Pommes oder Burger holen konnten. „Ich hatte schon den Eindruck, dass die Menschen sich darüber sehr gefreut haben“, sagt Melissa Tiemann. Sie ist Rettungssanitäterin, Rettungsschwimmerin und die Lebensgefährtin von Leroy Telke, mit dem sie einige Dienste am einzigen Hiller Freibad verbringen konnte.

Gerry Kollmor ist für ein Fazit zur Badesaison nicht erreichbar. Doch das, was Melissa Tiemann mitbekommen hat, dürfte für eine positive Bilanz ausreichen. Für Schwimmgäste sei ein Kiosk mit kleiner Gastronomie grundsätzlich eine Attraktivitätssteigerung, erzählt die 22-Jährige am Freitag gegenüber dem MT. Ihr Eindruck sei, dass es insgesamt gut gelaufen sei. Weil Kollmor – wie angekündigt – an den besucherschwachen Tagen nicht öffnete, habe das DRK mit ihm die Vereinbarung getroffen, ihn bei steigenden Gästezahlen zu informieren. „Wir haben ja immer den genauen Überblick“, sagt Melissa Tiemann.

Maximal 400 Personen durften sich zeitgleich auf dem Gelände aufhalten. Weil der Zutritt nur über den Haupteingang erfolgte und der See mit Absperrbändern versehen war, konnten die DRK-Kräfte die jeweiligen Besucherströme gut kontrollieren. Die maximale Zahl an Badesee-Gästen ist allerdings an keinem Tag der Saison überschritten worden.

Betreiberin des Freizeitareals ist die Gemeinde und auch im Hartumer Rathaus zeigt man sich von der Wiederbelebung der Gastronomie erfreut. Der zusätzliche Pavillon sei ein belebendes Element gewesen, allerdings habe es auch kritische Töne gegeben. Fachbereichsleiter Detlef Hartmann lässt gegenüber dem MT durchblicken, dass sich viele durchaus längere und verlässlichere Öffnungszeiten gewünscht hätten. Für 2021 habe es noch keine Gespräche mit dem Pächter gegeben. In denen will Hartmann jedoch anregen, an der ein oder anderen Stellschraube zu drehen.

Seitens der Gemeinde ist vorgesehen, das Gelände für den Tourismus in Zukunft noch attraktiver zu gestalten. Auf dem Parkplatz sind vor einigen Wochen beispielsweise acht Stromanschlüsse für Wohnmobile installiert worden. Es handelt sich dabei um die Anlage, die bis zum Bau des Containerdorfs am Marktplatz gestanden hatte. Neu am Parkplatz ist auch ein Wasseranschluss für die Übernachtungsgäste und die Zahl der Wohnmobilisten dürfte auch angesichts der Schulsternwarte wachsen, die voraussichtlich im kommenden Jahr gebaut wird.

Diese dürfte den Tourismus in Hille ankurbeln. Das Gebäude entsteht nur wenige Meter hinter dem Badesee. Über den ganz genauen Standort müssen sich der Kreis, die Biologische Station und der Verein Sternwarte allerdings noch verständigen (das MT berichtete). Sicher ist jedoch, dass es sich um den wohl dunkelsten Punkt im gesamten Mühlenkreis handelt – ideal für Menschen, die nachts Planeten beobachten möchten.

Beim Hiller DRK gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Saison 2021 pünktlich starten kann. Anfang des Jahres stellen sie die Dienstpläne auf und werden in den Sommermonaten wieder täglich von 10 bis 19 Uhr auf die Badegäste aufpassen. Ständig beobachten die Diensthabenden, was sich im Wasser tut.

Die Erfahrung mache es aus, freudig schreiende Schwimmgäste von Menschen in einer ernsten Notlage unterscheiden zu können, erklärt Melissa Tiemann. Vor allem an den sehr gut besuchten Tagen spüre sie die enorme Verantwortung für die Sicherheit der Menschen. Kleine Kinder und Luftmatratzen habe sie beispielsweise immer fest im Blick. Außerdem auch Menschen, die plötzlich hinter der Absperrung vom Schwimmer in den Regenerationsbereich kommen.

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