Betrügerische Spendensammler: Hillerin wird auf einem Parkplatz bedrängt Stefanie Dullweber Hille. „Die Masche ist uns hinlänglich bekannt“, sagt Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Die Rede ist von betrügerischen Spendensammlern, die vornehmlich ältere Menschen in der Fußgängerzone und auf Supermarkt-Parkplätzen ansprechen und vorgeben, Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Ein Klemmbrett dient dabei als Ablenkungsmanöver. So ist es auch einer 79-Jährigen in Hille am WEZ ergangen, die sich nach dem Vorfall bei der Polizei und beim Mindener Tageblatt meldete. „Ich habe mich überrumpelt gefühlt“, erzählt sie. Normalerweise falle sie auf solche Tricks nicht rein.An diesem Tag sei sie jedoch in eine Eile gewesen. Sie habe noch schnell ein paar Einkäufe erledigt, bevor sie einen Termin in der Physiotherapiepraxis am Einkaufszentrum wahrnehmen wollte. Beim Einräumen der Einkäufe ins Auto habe ihr eine Frau auf die Schulter getippt. „Ich dachte sie wollte vorbei, weil die Autos sehr dicht nebeneinander standen“, erinnert sich die Seniorin. Die Frau sei taubstumm gewesen – zumindest habe sie so getan, glaubt die Hillerin rückblickend.Sie habe ihr ein Klemmbrett hingehalten. „Auf dem Zettel standen mehrere Namen und dahinter die Summe von mindestens 20 Euro.“ Durch Gesten habe ihr die Frau zu verstehen gegeben, dass sie von ihr die gleich Summe haben wollte. „Ich hatte es eilig und meine Brille war wegen der Maske beschlagen“, sagt die 79-Jährige. Sie gab der Frau zehn Euro. Wenig später sei ihr die Sache komisch vorgekommen. Aus der Praxis heraus hätte sie die Polizei verständigt. Noch Tage später ärgert sie sich, dass sie auf die betrügerische Masche hereingefallen ist. Laut Ralf Steinmeyer hat die Geschädigte noch Glück im Unglück gehabt. Denn normalerweise würden die Betrüger das Klemmbrett nutzen, um ihre Opfer abzulenken, um ihnen blitzschnell mehrere Geldscheine aus dem Portemonnaie zu ziehen oder andere Wertgegenstände zu entwenden. Klemmbrett-Betrüger hielten in der Fußgängerzone bevorzugt nach älteren Menschen Ausschau, die grundsätzlich als spendenwilliger gelten und oft leichter abzulenken seien. Prinzipiell könne es aber jeden treffen. Ralf Steinmeyer rät, in solchen Fällen sofort die Polizei zu verständigen. Im Fall der 79-Jährigen besteht noch die Hoffnung, den Tätern auf die Spur zu kommen. Eine Mitarbeiterin der Praxis konnte sich das Kennzeichen notieren, mit dem die Betrüger unterwegs waren.

Betrügerische Spendensammler: Hillerin wird auf einem Parkplatz bedrängt

Ein Klemmbrett dient den Betrügern als Ablenkungsmanöver. Foto: Imago-Images © imago images/Westend61

Hille. „Die Masche ist uns hinlänglich bekannt“, sagt Polizeisprecher Ralf Steinmeyer. Die Rede ist von betrügerischen Spendensammlern, die vornehmlich ältere Menschen in der Fußgängerzone und auf Supermarkt-Parkplätzen ansprechen und vorgeben, Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Ein Klemmbrett dient dabei als Ablenkungsmanöver.

So ist es auch einer 79-Jährigen in Hille am WEZ ergangen, die sich nach dem Vorfall bei der Polizei und beim Mindener Tageblatt meldete. „Ich habe mich überrumpelt gefühlt“, erzählt sie. Normalerweise falle sie auf solche Tricks nicht rein.

An diesem Tag sei sie jedoch in eine Eile gewesen. Sie habe noch schnell ein paar Einkäufe erledigt, bevor sie einen Termin in der Physiotherapiepraxis am Einkaufszentrum wahrnehmen wollte. Beim Einräumen der Einkäufe ins Auto habe ihr eine Frau auf die Schulter getippt. „Ich dachte sie wollte vorbei, weil die Autos sehr dicht nebeneinander standen“, erinnert sich die Seniorin. Die Frau sei taubstumm gewesen – zumindest habe sie so getan, glaubt die Hillerin rückblickend.

Sie habe ihr ein Klemmbrett hingehalten. „Auf dem Zettel standen mehrere Namen und dahinter die Summe von mindestens 20 Euro.“ Durch Gesten habe ihr die Frau zu verstehen gegeben, dass sie von ihr die gleich Summe haben wollte. „Ich hatte es eilig und meine Brille war wegen der Maske beschlagen“, sagt die 79-Jährige. Sie gab der Frau zehn Euro. Wenig später sei ihr die Sache komisch vorgekommen. Aus der Praxis heraus hätte sie die Polizei verständigt. Noch Tage später ärgert sie sich, dass sie auf die betrügerische Masche hereingefallen ist.

Laut Ralf Steinmeyer hat die Geschädigte noch Glück im Unglück gehabt. Denn normalerweise würden die Betrüger das Klemmbrett nutzen, um ihre Opfer abzulenken, um ihnen blitzschnell mehrere Geldscheine aus dem Portemonnaie zu ziehen oder andere Wertgegenstände zu entwenden. Klemmbrett-Betrüger hielten in der Fußgängerzone bevorzugt nach älteren Menschen Ausschau, die grundsätzlich als spendenwilliger gelten und oft leichter abzulenken seien. Prinzipiell könne es aber jeden treffen.

Malina Reckordt

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Ralf Steinmeyer rät, in solchen Fällen sofort die Polizei zu verständigen. Im Fall der 79-Jährigen besteht noch die Hoffnung, den Tätern auf die Spur zu kommen. Eine Mitarbeiterin der Praxis konnte sich das Kennzeichen notieren, mit dem die Betrüger unterwegs waren.

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