Baum statt Ball: Hiller Abiturienten pflanzen eine japanische Kirschblüte Stefanie Dullweber Hille. Die Mottopartys, der Abiball, der letzte Schultag – und am Ende die feierliche Vergabe der Abschlusszeugnisse. Das alles erleben die Abiturienten der Verbundschule Hille in diesem Jahr nicht, oder zumindest in etwas anderer Form. Sich einfach sang und klanglos zu verabschieden, kommt für den diesjährigen Abschlussjahrgang allerdings nicht in Frage. Die Schüler haben sich überlegt, dass sie etwas hinterlassen möchten, dass auch künftige Generationen noch an sie erinnern wird. Am Dienstag dieser Woche haben Vertreter der Q2 eine japanische Kirschblüte gepflanzt. Wenn alles gut läuft, blüht der Baum im nächsten Jahr kurz vor den nächsten Abiturprüfungen. „Die Schüler sind direkt aus ihrer letzten Prüfung raus und haben angefangen ein Loch für den Baum zu graben“, sagt Oberstufenleiterin Karin Bußmann-Dörnhoff. Normalerweise hätten sie in der Schule eine Wand gestaltet – aber das sei in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich gewesen, erzählt Absolventin Lea Gube. Bei der Auswahl des Baumes hätten sie sich vorab über die Bedeutung informiert. Die Gemeinde als Träger der Schule habe sich als ebenfalls bei der Auswahl der Pflanze und des Standortes beteiligt. Die japanische Kirschblüte stehe zum einen für Vergänglichkeit. „Durch Corona und das Ende der Schulzeit realisierst du, dass Dinge nicht für ewig sind und dass du sie zu schätzen wissen solltest“, sagt Victoria Schäffer. Zum anderen stehe die Kirschblüte für Optimismus und Hoffnung. „Seid offen und tragt eure Hoffnung im Herzen – das wollten als als Jahrgangsstufe der Schule mitgeben“, sagt Lea Gube. „Ich bin begeistert, wie die Schüler mit der Situation in den vergangenen Wochen umgegangen sind“, sagt Schulleiter Dirk Schubert. Die Abiturienten hätten aus den Bedingungen das beste gemacht und zu einem positiven Abschluss gebracht. „Eine tolle Botschaft für das weitere Leben.“ Und weil Schubert der Meinung ist, dass die Absolventen es verdient haben, gefeiert zu werden, findet am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag die Zeugnisvergabe in der Schule statt – natürlich unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften. Die Schüler werden in Gruppen aufgeteilt, damit auch die Eltern an der Veranstaltung teilnehmen können. Und was kommt danach? „Für diejenigen, die ins Ausland wollten, um beispielsweise in Australien das klassische ´Work and Travel` zu machen, ist es sicherlich am schwierigsten“, gibt Victoria Schäffer zu. Aber anstatt zu jammern, würden sie jetzt nach anderen Optionen suchen. Einige angehende Studenten würden aufgrund der Pandemie ihre Pläne um ein Semester verschieben und die Zeit mit Jobben überbrücken. „Es gibt für alles eine Lösung“, meint Lea Gube.

Baum statt Ball: Hiller Abiturienten pflanzen eine japanische Kirschblüte

Hille. Die Mottopartys, der Abiball, der letzte Schultag – und am Ende die feierliche Vergabe der Abschlusszeugnisse. Das alles erleben die Abiturienten der Verbundschule Hille in diesem Jahr nicht, oder zumindest in etwas anderer Form.

Lea Gube, Fynn Wittemöller und Kevin Matusow pflanzen die japanische Kirschblüte. MT-Fotos: Stefanie Dullweber
Lea Gube, Fynn Wittemöller und Kevin Matusow pflanzen die japanische Kirschblüte. MT-Fotos: Stefanie Dullweber

Sich einfach sang und klanglos zu verabschieden, kommt für den diesjährigen Abschlussjahrgang allerdings nicht in Frage. Die Schüler haben sich überlegt, dass sie etwas hinterlassen möchten, dass auch künftige Generationen noch an sie erinnern wird.

Am Dienstag dieser Woche haben Vertreter der Q2 eine japanische Kirschblüte gepflanzt. Wenn alles gut läuft, blüht der Baum im nächsten Jahr kurz vor den nächsten Abiturprüfungen.

Diese Tafel wird die kommenden Generationen immer an den besonderen Abi-Jahrgang erinnern.
Diese Tafel wird die kommenden Generationen immer an den besonderen Abi-Jahrgang erinnern.

„Die Schüler sind direkt aus ihrer letzten Prüfung raus und haben angefangen ein Loch für den Baum zu graben“, sagt Oberstufenleiterin Karin Bußmann-Dörnhoff. Normalerweise hätten sie in der Schule eine Wand gestaltet – aber das sei in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich gewesen, erzählt Absolventin Lea Gube. Bei der Auswahl des Baumes hätten sie sich vorab über die Bedeutung informiert. Die Gemeinde als Träger der Schule habe sich als ebenfalls bei der Auswahl der Pflanze und des Standortes beteiligt.

Die japanische Kirschblüte stehe zum einen für Vergänglichkeit. „Durch Corona und das Ende der Schulzeit realisierst du, dass Dinge nicht für ewig sind und dass du sie zu schätzen wissen solltest“, sagt Victoria Schäffer. Zum anderen stehe die Kirschblüte für Optimismus und Hoffnung. „Seid offen und tragt eure Hoffnung im Herzen – das wollten als als Jahrgangsstufe der Schule mitgeben“, sagt Lea Gube.

„Ich bin begeistert, wie die Schüler mit der Situation in den vergangenen Wochen umgegangen sind“, sagt Schulleiter Dirk Schubert. Die Abiturienten hätten aus den Bedingungen das beste gemacht und zu einem positiven Abschluss gebracht. „Eine tolle Botschaft für das weitere Leben.“

Und weil Schubert der Meinung ist, dass die Absolventen es verdient haben, gefeiert zu werden, findet am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag die Zeugnisvergabe in der Schule statt – natürlich unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften. Die Schüler werden in Gruppen aufgeteilt, damit auch die Eltern an der Veranstaltung teilnehmen können.

Und was kommt danach? „Für diejenigen, die ins Ausland wollten, um beispielsweise in Australien das klassische ´Work and Travel` zu machen, ist es sicherlich am schwierigsten“, gibt Victoria Schäffer zu. Aber anstatt zu jammern, würden sie jetzt nach anderen Optionen suchen. Einige angehende Studenten würden aufgrund der Pandemie ihre Pläne um ein Semester verschieben und die Zeit mit Jobben überbrücken. „Es gibt für alles eine Lösung“, meint Lea Gube.

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