Abstrich im Vorbeifahren: In Hille eröffnet am Mittwoch ein Corona-Testzentrum Stefanie Dullweber Hille. Fenster runter, Stäbchen rein: Auf dem Marktplatz in Hille eröffnet in der nächsten Woche ein Drive-In für Corona-Schnelltests. Betreiber ist Meier-Medizintechnik aus Friedewalde. Wenn es nach Unternehmer Marcus Meier geht, hätte es in dieser Woche schon losgehen können, doch einige bürokratische Hürden haben den Start verzögert. Jetzt bestätigt er, dass es am Mittwoch, 5. Mai, um 14 Uhr losgehen kann. Welchen Weg nehmen die Autofahrer? Wie müssen diese Strecken beschildert werden? Und welche Behörde ist für welche Straße zuständig? Marcus Meier muss in diesen Tagen unzählige Telefonate führen. Letztlich habe ihm der Kreis in diesen Fragen weitergeholfen. Hille brauche ein solches Testzentrum, betont der gebürtige Hiller: „Ich möchte den Menschen vor Ort die Möglichkeit geben, dass sie beispielsweise vor einem Friseurbesuch nicht erst zum Testen nach Minden fahren müssen.“ Den Marktplatz hat die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die Genehmigung, das Testzentrum betreiben zu dürfen, hat das Gesundheitsamt des Kreises erteilt. Neben den Mitarbeitern des Friedewalder Unternehmens ist auch das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Hille, mit an Bord. Auch sie stellen Personal. „Es ist nicht leicht, Mitarbeiter zu bekommen. Falls noch jemand Interesse hat, kann derjenige sich gerne melden.“ Wer in Hille einen Schnelltest machen möchte, kann sich spätestens ab Montag über die Homepage www.schnelltest-hille.de einen Termin buchen. Für diejenigen, die ohne Termin kommen, gibt es einen Fast-Check-In, für den ein Smartphone benötigt wird. Hier könne es jedoch zu Wartezeiten kommen, denn die Fahrer müssten gegebenenfalls eine extra Runde drehen, um sich einzureihen. Die Zufahrt zum Testgelände erfolgt über die Straße Am Seltmoor (bei Elektro Tiemann). Eine entsprechende Beschilderung mit Wegweisern werde noch aufgebaut, so Meier. Von der Straße Am Seltmoor biegen die Fahrzeuge auf den Marktplatz ein. Dort gibt es zwei Teststraßen, von denen zunächst nur eine geöffnet ist. Pro Teststraße sind fünf Mitarbeiter im Einsatz. „Die zweite Spur öffnen wir bei Bedarf und je nach Auslastung.“ An der Anmeldung wird zunächst die Terminbestätigung gescannt. Diese kann entweder ausgedruckt mitgebracht oder auf dem Smartphone vorgezeigt werden. Grundsätzlich kann sich gemäß der Corona-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums jeder Bürger mindestens einmal in der Woche kostenlos testen lassen. Anschließend fahren die Wagen in ein Zelt, wo die Probe per Nasenabstrich entnommen wird. „Pro Fahrzeug werden so viele Leute abgestrichen, wie es zu öffnende Fenster gibt.“ Für Kleinkinder sollen künftig auch Lolli-Tests angeboten werden, so Meier. Diese seien aber momentan noch nicht vorrätig. Bei den Schnelltests handelt es sich laut Meier um sogenannte PoC-Tests (Point-of-care). Mit ihnen sind Testungen auf Corona möglich, ohne dass dafür ein Labor beauftragt werden muss. Auch PCR-Tests – also Labortests – seien in Planung. Dafür liefen noch entsprechende Gespräche. „Wir haben versucht, lokale Anbieter einzubinden. Die Software hat beispielsweise das Hiller Unternehmen von Olaf Labitzke geliefert.“ Die Fahrzeuge dürften für die Einfahrt in das Zelt eine maximale Höhe von 2,30 Metern nicht überschreiten. Wer beispielsweise mit einem Sprinter kommt, muss dies im Vorfeld absprechen. Sollten vermehrt Fußgänger und Fahrradfahrer vorbeikommen, könnte auch dafür eine Extraspur eingerichtet werden. Nach etwa 30 Minuten würden die Getesteten ein digitales Zertifikat mit dem Ergebnis bekommen. „Wir haben einen Container gemietet, in dem sich die Verwaltung befindet und in dem die Tests ausgewertet werden.“ Die Fahrzeuge verlassen das Testgelände, das im übrigen videoüberwacht ist, am Ende über die Frotheimer Straße. Pro Teststraße können in der Stunden etwa 15 bis 30 Tests gemacht werden, schätzt Marcus Meier. Die Kosten rechnet der Unternehmer mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe ab. Geöffnet ist das Testzentrum Montag (7-18 Uhr), Mittwoch (14-20 Uhr), Freitag (7-20 Uhr) und Samstag (8-14 Uhr). Bei Bedarf könnten die Kapazitäten erweitert werden. „Für uns bedeutet der Betrieb einen enormen Aufwand. Wir hoffen, dass es gut angenommen wird“, sagt Meier. Für ihn wird es nicht das letzte Projekt in der Gemeinde sein. Der Friedewalder plant, mit seinem Unternehmen in die Gemeinde Hille überzusiedeln. Über den geplanten Neubau werde er demnächst mehr berichten.

Abstrich im Vorbeifahren: In Hille eröffnet am Mittwoch ein Corona-Testzentrum

Der Hiller Marktplatz aus der Luft. Hier sind zwei Teststraßen für Corona-Abstriche eingerichtet worden. Die Getesteten können in ihren Fahrzeugen sitzen bleiben.?Foto: privat/Marco Buhrmester © Stefanie Dullweber

Hille. Fenster runter, Stäbchen rein: Auf dem Marktplatz in Hille eröffnet in der nächsten Woche ein Drive-In für Corona-Schnelltests. Betreiber ist Meier-Medizintechnik aus Friedewalde. Wenn es nach Unternehmer Marcus Meier geht, hätte es in dieser Woche schon losgehen können, doch einige bürokratische Hürden haben den Start verzögert. Jetzt bestätigt er, dass es am Mittwoch, 5. Mai, um 14 Uhr losgehen kann.

Welchen Weg nehmen die Autofahrer? Wie müssen diese Strecken beschildert werden? Und welche Behörde ist für welche Straße zuständig? Marcus Meier muss in diesen Tagen unzählige Telefonate führen. Letztlich habe ihm der Kreis in diesen Fragen weitergeholfen. Hille brauche ein solches Testzentrum, betont der gebürtige Hiller: „Ich möchte den Menschen vor Ort die Möglichkeit geben, dass sie beispielsweise vor einem Friseurbesuch nicht erst zum Testen nach Minden fahren müssen.“

Den Marktplatz hat die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die Genehmigung, das Testzentrum betreiben zu dürfen, hat das Gesundheitsamt des Kreises erteilt. Neben den Mitarbeitern des Friedewalder Unternehmens ist auch das Deutsche Rote Kreuz, Ortsverein Hille, mit an Bord. Auch sie stellen Personal. „Es ist nicht leicht, Mitarbeiter zu bekommen. Falls noch jemand Interesse hat, kann derjenige sich gerne melden.“

Wer in Hille einen Schnelltest machen möchte, kann sich spätestens ab Montag über die Homepage www.schnelltest-hille.de einen Termin buchen. Für diejenigen, die ohne Termin kommen, gibt es einen Fast-Check-In, für den ein Smartphone benötigt wird. Hier könne es jedoch zu Wartezeiten kommen, denn die Fahrer müssten gegebenenfalls eine extra Runde drehen, um sich einzureihen. Die Zufahrt zum Testgelände erfolgt über die Straße Am Seltmoor (bei Elektro Tiemann). Eine entsprechende Beschilderung mit Wegweisern werde noch aufgebaut, so Meier.

Von der Straße Am Seltmoor biegen die Fahrzeuge auf den Marktplatz ein. Dort gibt es zwei Teststraßen, von denen zunächst nur eine geöffnet ist. Pro Teststraße sind fünf Mitarbeiter im Einsatz. „Die zweite Spur öffnen wir bei Bedarf und je nach Auslastung.“ An der Anmeldung wird zunächst die Terminbestätigung gescannt. Diese kann entweder ausgedruckt mitgebracht oder auf dem Smartphone vorgezeigt werden. Grundsätzlich kann sich gemäß der Corona-Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums jeder Bürger mindestens einmal in der Woche kostenlos testen lassen.

Anschließend fahren die Wagen in ein Zelt, wo die Probe per Nasenabstrich entnommen wird. „Pro Fahrzeug werden so viele Leute abgestrichen, wie es zu öffnende Fenster gibt.“ Für Kleinkinder sollen künftig auch Lolli-Tests angeboten werden, so Meier. Diese seien aber momentan noch nicht vorrätig. Bei den Schnelltests handelt es sich laut Meier um sogenannte PoC-Tests (Point-of-care). Mit ihnen sind Testungen auf Corona möglich, ohne dass dafür ein Labor beauftragt werden muss. Auch PCR-Tests – also Labortests – seien in Planung. Dafür liefen noch entsprechende Gespräche. „Wir haben versucht, lokale Anbieter einzubinden. Die Software hat beispielsweise das Hiller Unternehmen von Olaf Labitzke geliefert.“

Die Fahrzeuge dürften für die Einfahrt in das Zelt eine maximale Höhe von 2,30 Metern nicht überschreiten. Wer beispielsweise mit einem Sprinter kommt, muss dies im Vorfeld absprechen. Sollten vermehrt Fußgänger und Fahrradfahrer vorbeikommen, könnte auch dafür eine Extraspur eingerichtet werden.

Nach etwa 30 Minuten würden die Getesteten ein digitales Zertifikat mit dem Ergebnis bekommen. „Wir haben einen Container gemietet, in dem sich die Verwaltung befindet und in dem die Tests ausgewertet werden.“ Die Fahrzeuge verlassen das Testgelände, das im übrigen videoüberwacht ist, am Ende über die Frotheimer Straße.

Pro Teststraße können in der Stunden etwa 15 bis 30 Tests gemacht werden, schätzt Marcus Meier. Die Kosten rechnet der Unternehmer mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe ab. Geöffnet ist das Testzentrum Montag (7-18 Uhr), Mittwoch (14-20 Uhr), Freitag (7-20 Uhr) und Samstag (8-14 Uhr). Bei Bedarf könnten die Kapazitäten erweitert werden. „Für uns bedeutet der Betrieb einen enormen Aufwand. Wir hoffen, dass es gut angenommen wird“, sagt Meier. Für ihn wird es nicht das letzte Projekt in der Gemeinde sein. Der Friedewalder plant, mit seinem Unternehmen in die Gemeinde Hille überzusiedeln. Über den geplanten Neubau werde er demnächst mehr berichten.

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