Ab Montag wird in Unterlübbe geimpft: So wird das Vakzin aufbereitet Kreis Minden-Lübbecke (nw). Ab Montag können im Impfzentrum des Kreises Minden-Lübbecke in Unterlübbe die über 80-Jährigen gegen Corona geimpft werden. Für den reibungslosen Verlauf der Impfungen sorgen über 100 freiwillig tätige Apotheker und PTA (Pharmazeutisch-technische Assistenten) aus der Region. „Sie sind gleichsam in der Herzkammer des Impfzentrums tätig und bereiten passgenau den Impfstoff auf“, erklärt Apotheker Günter Stange, Pharmazeutischer Leiter im hiesigen Impfzentrum. Das pharmazeutische Personal mache die Impfung mit dem neu entwickelten Impfstoff überhaupt erst möglich. Gewissermaßen weckten sie das Vakzin aus dessen Winterschlaf: Gekühlt wird der Impfstoff geliefert, bei Raumtemperatur muss er dann unter keimarmen Bedingungen im Hintergrund und ohne Patientenkontakt mit einer genauen Dosis Kochsalzlösung gemischt werden. Es gibt eine exakte Verfahrensanweisung, an die sich die Apotheker und PTA auch im Impfzentrum in Unterlübbe akribisch halten. Denn: „Wird der Impfstoff in diesem Zustand auch nur einmal kräftig geschüttelt, muss er verworfen werden“, erläutert Stange die Brisanz. Ist der Impfstoff aufbereitet, wird das Injektionsfläschchen auf Verunreinigungen geprüft. Anschließend werden aus jedem Fläschchen sechs Spritzen aufgezogen, mit einer Kappe versehen und mit größter Vorsicht dem medizinischen Personal zum Verimpfen übergeben. Auch hier muss man Vorsicht walten lassen: „Schlagen die Spritzen beim Transport in einer Schale aneinander, kann der Impfstoff seine Wirkung verlieren. „Hinzu kommt noch eine genaue Dokumentation, da das Vakzin nach Aufbereitung nur zwei Stunden lang verimpft werden darf“, so Stange. „Wir überlassen hier im Impfzentrum nichts dem Zufall“, sagt Apotheker Stange. Schließlich ist man hier schon bereits seit Mitte Dezember „impfbereit“. Die exakten Abläufe und die Aufteilung der Arbeitsschritte seien vielfach durchgespielt worden.Allein für das Impfzentrum des Kreises Minden-Lübbecke haben sich bei der Apothekerkammer Westfalen-Lippe über 100 Freiwillige gemeldet, landesweit sind es inzwischen für die 53 NRW-Impfzentren fast 6.000 Apotheker und PTA. „Auch wir möchten und werden unseren Beitrag dazu leisten, dass wir durch massenhafte Impfungen zu einer Herdenimmunität gelangen und die Corona-Pandemie bewältigen“, sagt Stange. Seit Dezember haben über 8.000 Apotheker und PTA Schulungen der beiden Apothekerkammern in NRW durchlaufen. „Wir setzen alles daran, dass die Impfungen die Wende bringen.“

Ab Montag wird in Unterlübbe geimpft: So wird das Vakzin aufbereitet

Ab Montag wird in Unterlübbe geimpft. © Jürgen Langenkämper

Kreis Minden-Lübbecke (nw). Ab Montag können im Impfzentrum des Kreises Minden-Lübbecke in Unterlübbe die über 80-Jährigen gegen Corona geimpft werden. Für den reibungslosen Verlauf der Impfungen sorgen über 100 freiwillig tätige Apotheker und PTA (Pharmazeutisch-technische Assistenten) aus der Region. „Sie sind gleichsam in der Herzkammer des Impfzentrums tätig und bereiten passgenau den Impfstoff auf“, erklärt Apotheker Günter Stange, Pharmazeutischer Leiter im hiesigen Impfzentrum.

Das pharmazeutische Personal mache die Impfung mit dem neu entwickelten Impfstoff überhaupt erst möglich. Gewissermaßen weckten sie das Vakzin aus dessen Winterschlaf: Gekühlt wird der Impfstoff geliefert, bei Raumtemperatur muss er dann unter keimarmen Bedingungen im Hintergrund und ohne Patientenkontakt mit einer genauen Dosis Kochsalzlösung gemischt werden. Es gibt eine exakte Verfahrensanweisung, an die sich die Apotheker und PTA auch im Impfzentrum in Unterlübbe akribisch halten.

Denn: „Wird der Impfstoff in diesem Zustand auch nur einmal kräftig geschüttelt, muss er verworfen werden“, erläutert Stange die Brisanz. Ist der Impfstoff aufbereitet, wird das Injektionsfläschchen auf Verunreinigungen geprüft. Anschließend werden aus jedem Fläschchen sechs Spritzen aufgezogen, mit einer Kappe versehen und mit größter Vorsicht dem medizinischen Personal zum Verimpfen übergeben. Auch hier muss man Vorsicht walten lassen: „Schlagen die Spritzen beim Transport in einer Schale aneinander, kann der Impfstoff seine Wirkung verlieren. „Hinzu kommt noch eine genaue Dokumentation, da das Vakzin nach Aufbereitung nur zwei Stunden lang verimpft werden darf“, so Stange.

„Wir überlassen hier im Impfzentrum nichts dem Zufall“, sagt Apotheker Stange. Schließlich ist man hier schon bereits seit Mitte Dezember „impfbereit“. Die exakten Abläufe und die Aufteilung der Arbeitsschritte seien vielfach durchgespielt worden.Allein für das Impfzentrum des Kreises Minden-Lübbecke haben sich bei der Apothekerkammer Westfalen-Lippe über 100 Freiwillige gemeldet, landesweit sind es inzwischen für die 53 NRW-Impfzentren fast 6.000 Apotheker und PTA. „Auch wir möchten und werden unseren Beitrag dazu leisten, dass wir durch massenhafte Impfungen zu einer Herdenimmunität gelangen und die Corona-Pandemie bewältigen“, sagt Stange. Seit Dezember haben über 8.000 Apotheker und PTA Schulungen der beiden Apothekerkammern in NRW durchlaufen. „Wir setzen alles daran, dass die Impfungen die Wende bringen.“

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